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Ungleiche Kindheit

Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 17/2009)

Ungleiche Kindheit

In Deutschland wird zu wenig dafür getan, die Benachteilung von Kindern auszugleichen, denen keine behütete und geförderte Kindheit zuteil wird.

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    Kindheitsmuster unterscheiden sich stark voneinander: In Abhängigkeit davon, welcher sozialen Schicht die Eltern angehören, wachsen Kinder in einem bildungsfreundlichen Klima auf oder werden in einem eher bildungsfernen Milieu sozialisiert. Je nachdem, in welches soziale Milieu ein Kind hineingeboren wird, genießt es also von Geburt an Privilegien oder erleidet Benachteiligungen: Lebenschancen werden "sozial vererbt".

    In Deutschland wird zu wenig dafür getan, die Benachteilungen von Kindern auszugleichen, denen keine behütete und geförderte Kindheit zuteil wird. Es gilt, jene Familien zu unterstützen, die nicht in der Lage sind, die gesellschaftliche Norm der "guten Kindheit" zu erfüllen. Wo weder die finanziellen Mittel noch der kulturelle Unterbau vorhanden sind, reicht der gute Wille, den eigenen Kindern einen guten Platz im Wettbewerb um die besten Chancen zu verschaffen, in der Regel nicht aus.



    Seiten: 40, Erscheinungsdatum: 20.04.2009, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 7917

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