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Dossier Indien

Geschichte, Religion und Gesellschaft

Persönlichkeiten wie Mahatma Gandhi und Subhas Chandra Bose haben den indischen Freiheitskampf geprägt, wobei die Unabhängigkeit im Jahr 1947 von der blutigen Teilung des Subkontinents überschattet wird. Im Miteinander der Bevölkerungsgruppen sind die Folgen bis heute zu spüren. Doch im modernen Indien gibt es auch neue Herausforderungen.

Joachim Betz

Epochen der indischen Geschichte bis 1947

Dieser Beitrag bietet einen geschichtlichen Überblick von den Besiedlungen der Frühzeit und den Hindu-Königreichen, der Herrschaft der muslimischen Mogul-Kaiser und der britischen Kolonialzeit bis zum Weg in die Unabhängigkeit.

Peter Rühe

"Mein Leben ist meine Botschaft"

Mahatma Gandhi war die bestimmende Figur der indischen Unabhängigkeitsbewegung, die erst durch ihn zu einer wirklichen Massenbewegung wurde. Dabei hat er der Welt gezeigt, dass soziale und politische Veränderungen nicht nur durch Gewalt und Terror, sondern auch durch Liebe und Mitleid erreicht werden können.

Jochen Reinert

Der vergessene Freiheitsheld

Das Engagement Subhas Chandra Boses für die Befreiung Indiens von der britischen Kolonialherrschaft ist umstritten. Obwohl ein enger Mitstreiter Nehrus auf dem linken Flügel des Indischen Nationalkongresses tut man sich bis heute schwer mit seinem Erbe. Ein Grund dafür ist Boses Bemühen, Nazideutschland als Bündnispartner gegen die Briten zu gewinnen.

Michael Mann

Die Teilung Britisch-Indiens 1947

Das Ende der britischen Kolonialherrschaft ging im August 1947 mit der Teilung des Subkontinents in die beiden unabhängigen Staaten Indien und Pakistan einher. Für Millionen Menschen auf beiden Seiten der neuen Grenze bedeutete das Flucht und Vertreibung. Hunderttausende kamen ums Leben.

Dietmar Rothermund

Die unabhängige Republik Indien

Von der britischen Kolonie zur Atommacht - Indien hat sich seit 1947 rasant entwickelt und mit mehr als einer Milliarde Einwohner auch international politisch und wirtschaftlich einen immer größeren Einfluss erlangt.

Uwe Skoda

Kaste und Kastensystem in Indien

Das Jahrtausende alte hinduistische Kastensystem basiert im Wesentlichen auf drei Säulen: der Trennung gesellschaftlicher Gruppen, der Arbeitsteilung und einer starken Hierarchie. Das dies mit Ausgrenzung und Diskriminierung einhergeht, ist in der indischen Verfassung die Abschaffung der Kasten festgeschrieben. Im Alltag allerdings ist davon wenig zu spüren.

Dietrich Reetz

Das zweitgrößte islamische Land der Erde

Wenn man von Indien spricht, denken die meisten in Bezug auf die Religion in erster Linie an die Hindus. Dabei wird vergessen, dass das Land und der gesamte südasiatische Subkontinent zu den Regionen gehören, in denen die weltweit meisten Muslime leben.

Rainer Hörig

"Alles, was wir besitzen, ist unser Land"

In Indien leben 698 Volksgruppen, die sich selbst als Adivasi bezeichnen. Mit einem Anteil von 8,2 Prozent zählen die Ureinwohner rund 90 Millionen Menschen. Die größten Völker sind mehrere Millionen Menschen stark, andere umfassen nur wenige hundert Individuen und sind vom Aussterben bedroht.

Urvashi Butalia

Neues Selbstbewusstsein und anhaltende Unterdrückung

Indien ist ein Land voller Widersprüche und nirgends trifft dies mehr zu als bei der Frage nach den Frauenrechten. Zumindest auf dem Papier stehen Indiens Frauen besser da als ihre Geschlechtsgenossinnen in vielen anderen Ländern. Doch es gibt auch eine Kehrseite dieses positiven Bildes.

Renée Zucker

"Rebellieren führt doch nirgendwohin"

Jugendliche in Indien sind oftmals gefangen zwischen sozialem Zwang, Familiensinn und persönlichen Träumen. Bis heute finden es die wenigsten schlecht, dass die Eltern ihre Ehepartner für sie aussuchen. Doch es gibt auch junge Leute, die gegen die Regeln der Gesellschaft aufbegehren.

Stefan Mentschel

Hassan und die anderen

50.000 Minderjährige sind allein in Delhi gezwungen, einer Arbeit nachzugehen. Manche müssen das Geld verdienen, um ihre Familien zu unterstützen. Andere sind von zu Hause weggelaufen und schlagen sich allein durchs Leben.


 
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Informativ und leidenschaftlich stellt Shashi Tharoor in seinem Buch Indien als Subkontinent der Gegensätze dar. Er analysiert und argumentiert, statt zu deuten und zu schwärmen.
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Indien ist mit Blick auf Bevölkerung, Ausdehnung und gesellschaftliche Vielfalt ein Land der Superlative. Doch auch die Herausforderungen, vor denen das Land steht, sind gewaltig.
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