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Geschichte

Schwarze Häftlinge und Kriegshäftlinge in deutschen Konzentrationslagern


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Julia Okpara-Hofmann

Einführung

Es gibt derzeit nur wenig Literatur in Deutschland, die sich mit dem Thema schwarzer Häftlinge und Kriegshäftlinge in deutschen Konzentrationslagern befasst. Diese Arbeiten behandeln hauptsächlich die schwarzen zivilen Häftlinge, nicht die schwarzen Kriegshäftlinge. Der vorliegende Beitrag gibt einen Überblick speziell über die schwarzen Kriegshäftlinge in deutschen Konzentrationslagern.

Zur Person
Julia Okpara-Hofmann, geb. 1964, studierte Medizin in Nigeria und promovierte im Fach Hygiene in Heidelberg. Sie ist aktuell als Oberärztin am Institut für Hygiene der medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg tätig und Erste Vorsitzende sowie Gründungsmitglied von "Zebras in Halle e.V." zur Verständigung zwischen Schwarzen und Weißen.

Zu Beginn der Recherche wurde eine schriftliche Anfrage an alle bekannten deutschsprachigen Gedenkstätten des Nationalsozialismus gesandt, um einen möglichst umfassenden Nachweis zu schwarzen Häftlingen zu erhalten. Hierzu wurden zwischen 1998 und 2001 insgesamt 55 Gedenkstätten angeschrieben. Zehn Gedenkstätten haben auf die schriftliche Anfrage nicht geantwortet. Die Adressen wurden dem Internet entnommen.[1]

Überblickskarte Konzentrationslager
Grossansicht des Bildes
Die wichtigsten Konzentrationslager im Dritten Reich. © Privatarchiv Paulette Reed-Anderson, Center for African Diaspora Research in Germany
Die Schwierigkeiten bei dieser Form der Recherche bestanden unter anderem darin, dass nur in einigen Häftlingszugangsakten die Nationalität dokumentiert bzw. die Häftlinge unter "asozial" und nicht unter ihrer Hautfarbe aufgeführt wurden. Auch haben sich die Städtenamen speziell der Gedenkstätten für die Kriegsgefangenenlager geändert. Weitere Daten wurden bei der Recherche im Archiv des Holocaust Memorial Museums in Washington gefunden. Ein Mitarbeiter dieser Gedenkstätte befasste sich speziell mit dem Thema der schwarzen Menschen im Nationalsozialismus und stellte eine Liste von Quellen zur Verfügung. [2] Des Weiteren wurde die Ausstellung "Kennzeichen Neger" im NS-Dokumentationszentrum in Köln besucht.[3] Als weitere Quellen dienten die Veröffentlichungen der drei Autorinnen, Marianne Bechhaus-Gerst [4] , Katharina Oguntoye [5] und Paulette Reed-Anderson. [6]


30. Juli 2004

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Redaktion
Links ins Internet

Stiftung Topographie des Terrors: Gedenkstätten für NS-Opfer in Deutschland

United States Holocaust Memorial Museum in Washington

NS-Dokumentatioszentrum Köln: "Besondere Kennzeichen: Neger" - Schwarze im NS-Staat

Stiftung für Sozialgeschichte des 20. Jahrhunderts: Gerhard Höpp: Im Schatten des Mondes. Arabische Opfer des Nationalsozialismus

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