
Schwarze Häftlinge und Kriegshäftlinge in deutschen Konzentrationslagern |
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| Julia Okpara-Hofmann |
Zivile Häftlinge in deutschen Konzentrationslagern
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Mohamed Husen, Schauspieler, wurde ins Konzentrationslager Sachsenhausen deportiert, wo er 1944 starb. © Privatarchiv Paulette Reed-Anderson
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Die Auswertung der Recherche ergab den Nachweis von 34 schwarzen zivilen Häftlingen, wobei 30 namentlich aufgeführt wurden. Diese schwarzen zivilen Häftlinge waren in den Konzentrationslagern Auschwitz, Bergen-Belsen, Bromberg, Buchenwald, Dachau, Mauthausen, Mittelbau-Dora, Neuengamme, Oranienburg, Ravensbrück, Sachsenhausen und Sandbostel inhaftiert. Zwei Häftlinge waren im Jugendschutzlager Moringen, ein Häftling im Jugendschutzlager Uckermark, ein Häftling im Kinder-Konzentrationslager Lodz, ein Häftling im Internierungslager Kreuzburg und ein Häftling in den Internierungslagern Laufen und Tittmoning inhaftiert, wobei fünf Häftlinge in mehr als einem Lager waren. Die unterschiedlichen Haftgründe waren z.B. "politische Gefangene", "Mischling/Negermischling", "Schutzhaft"; in einem Fall ein Schuhkauf ohne Bezugsschein. Außerhalb von Deutschland gibt es im Holocaust Memorial Museum in Washington beispielsweise über das Konzentrationslager Mauthausen detaillierte Häftlingszugangslisten mit Namen, Vornamen, Geburtsdatum, Geburtsort, Beruf, Haftnummer und Haftgrund "Sch. Franz." (Anm. der Autorin: wahrscheinlich "Schutzhaft Franzose") auf Mikrofilm. 1943 waren einige Häftlinge aus Tunesien und Algerien in diesem Konzentrationslager inhaftiert. Es geht aus den Akten nicht hervor, ob es sich hierbei wirklich um zivile Häftlinge und nicht um ehemalige Zwangsarbeiter oder Kriegsgefangene handelte. Auch die Hautfarbe ist nicht dokumentiert.
Es gibt auch einen kurzen Bericht über eine schwarze Aufseherin im Konzentrationslager Auschwitz. Über einige schwarze Häftlinge gibt es Lebensberichte, z.B. über Johnny Nicholas
, Josef Nassy
und Mohammed Husen.
30. Juli 2004 |
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