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Damenfußball in der Verbotszeit
Die inoffizielle Fußball-WM in Italien
DFB hebt Verbot auf
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Dossier

Die graue Spielzeit - Der DFB verbietet von 1955 bis 1970 Frauenfußball

Mit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland wird auch die grundgesetzliche Gleichberechtigung von Mann und Frau festgeschrieben. Doch zwischen Theorie und Praxis verläuft im konservativen Nachkriegsdeutschland ein tiefer Graben. Das patriarchalische Denken in geschlechtsspezifischen Bahnen dominiert immer noch Sport und Gesellschaft. Fußballsport gilt nach wie vor als "unweiblich" und "nichtfraugemäß".

Der Deutsche Fußball-Bund hat kein Interesse an den Fußballerinnen. Im Gegenteil, der Bundestag des DFB stellt am 30. Juli 1955 in Berlin fest: "Im Kampf um den Ball verschwindet die weibliche Anmut, Körper und Seele erleiden unweigerlich Schaden und das Zurschaustellen des Körpers verletzt Schicklichkeit und Anstand." Ab sofort ist Frauenfußball allen DFB-Mannschaften verboten.

Erst als die Fußballerinnen Ende der 60er Jahre die Gründung eines eigenen Dachverbandes erwägen, lenkt der DFB ein. Am 31. Oktober 1970 wird das Verbot wieder aufgehoben. Bald gibt es einen bundesweiten Spielbetrieb. 1974 wird die erste Frauenfußball-Meisterschaft ausgespielt. 1982 spielt erstmals eine DFB-Frauennationalelf. Mit dem Gewinn der Europameisterschaft 1989 kommt es zum Durchbruch des Frauenfußballs in Deutschland.
Redaktion Redaktion

Dossier - Die graue Spielzeit

Die inoffizielle Weltmeisterschaft in Italien

Ende der 60er Jahre spielen bereits mehr als 60.000 Mädchen und Frauen aktiv Fußball. In einigen DFB-Vereinen kommt es trotz des Verbots zur Gründung eigener Frauenfußball-Abteilungen. Im Juli 1970 nimmt der SC Bad Neuenahr als deutscher Vertreter an der inoffiziellen Fußball-WM in italien teil.

Dossier - Die graue Spielzeit

Ausgewählte Pressestimmen

Seit den 50er Jahren war Frauenfußball immer wieder Gegenstand der Berichterstattung. Doch Anfangs hatten die Reporter meist nur Spott und Hähme für die Fußballerinnen übrig.


 

Spielerinnen des DSC Rhenania Essen Ende der 50er Jahre

Dossier - Die graue Spielzeit


Frauenfußball bis zum DFB-Verbot im Juli 1955

In der Nachkriegszeit beginnen die ersten Mädchen wieder mit dem Fußballspiel. Viele der jungen Frauen, die in den späten 50er Jahren den Damenfußball in Deutschland prägen, beginnen als Straßenfußballerinnen.

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DFB verbietet seinen Vereinen Damenfußball

Trotz der grundgesetzlichen Gleichberechtigung von Mann und Frau dominiert das patriarchalische Denken die Fußballwelt. Dem 1949 neugegründeten Deutschen Fußball-Bund gilt der Sport als "unweiblich" und nicht "fraugemäß". 1955 verbietet der DFB den Frauenfußball.

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Damenfußball in der Verbotszeit

Ende der 50er Jahre kommt es zur Gründung der ersten Damenfußballverbände. Die konkurrierenden Organisationen veranstalten Auswahlspiele gegen ausländische Mannschaften, sogar eine erste Frauenfußball-Europameisterschaft findet im November 1957 in Berlin statt.

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Der Deutsche Fußball-Bund hebt das Frauenfußballverbot auf

Aufgeweckt durch die Drohungen der Fußballerinnen, einen eigenen Frauenfußball-Verband zu gründen, hebt der DFB am 31. Oktober 1970 das langjährige Verbot auf. Ab sofort ist es den DFB-Vereinen wieder gestattet Frauenfußball-Abteilungen zu gründen.

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Das Ausnahmeteam: Fortuna Dortmund 1955-1965

Auf wechselnden Plätzen beginnt 1955 die Geschichte des Ausnahmevereins Fortuna Dortmund. Der Frauenfußball-Club trotzt dem DFB-Verbot, erst 1965 kam es gegen die holländische Auswahl zum letzten Spiel des Vereins.
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