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Dossier
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Lateinamerika
Lateinamerika befindet sich mitten im Umbruch. Beherrschten früher Armut, Korruption und Gewalt die Schlagzeilen, wird der Subkontinent heute kaum noch wahrgenommen. Dabei hat er einen beachtlichen, mühsamen Weg der politischen Transformation zurückgelegt. Demokratische Strukturen haben sich größtenteils etabliert. Die soziale Anspannung ist dennoch geblieben. Als Wirtschaftsfaktor nimmt Lateinamerika eine zunehmend wichtige Rolle ein, vor allem als Exporteur von Erdöl und Agrarprodukten. Die Europäische Union hat diese Relevanz längst erkannt und ihre losen Beziehungen zur Region in eine "strategische Partnerschaft" umgemünzt. Sehr zum Argwohn der USA, die sich traditionell als wichtigster Gefährte Lateinamerikas verstehen. Das Dossier schildert die jüngsten politischen Entwicklungen in 19 Staaten – von A wie Argentinien bis V wie Venezuela. Im Mittelpunkt stehen zudem die sozialen Bewegungen, die sich als Protestform längst verankert haben. Ausgewählte Artikel beleuchten darüber hinaus aktuelle Themen wie Bildung, Emanzipation und Vergangenheitsbewältigung. |
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 Vom schwierigen Umgang mit dem Erbe der Pinochet-Diktatur

Dem Pinochet-Regime sind Tausende zum Opfer gefallen. Sie wurden gefoltert, ermordet oder sind einfach verschwunden. Trotzdem geht durch die chilenische Gesellschaft ein tiefer Spalt, wenn es um die Aufarbeitung dieser Zeit geht.
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 Lateinamerika: Politische Transformation zur Demokratie

Nach etwa drei Jahrzehnten trägt die Demokratie-Entwicklung Lateinamerikas sehr ambivalente Züge. Neben den liberalen Demokratien wie in Uruguay und Chile hat Brasilien gute Aussichten, sich durch eine gute Regierungsführung weiter zu stabilisieren. Getrübt werden die Perspektiven allerdings durch dramatische soziale Verwerfungen in vielen anderen Staaten.
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Martina Kaller-Dietrich und David Mayer
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 Soziale Bewegungen in Lateinamerika

Es begann mit indigenen Erhebungen gegen die spanische Kolonialmacht, es folgten die Unab- hängigkeitsrevolutionen zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Später kamen Bauernerhebungen hinzu. Die sozialen Bewegungen in Lateinamerika können auf eine lange Tradition verweisen.
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 Nachhaltiger Bananenanbau

Millionen von Chiquita-Bananen werden jährlich in Costa Rica geerntet und für den weltweiten Export, auch nach Deutschland, vorbereitet. Für die Mitarbeiter ein schweißtreibender Job, der auch viele Gefahren birgt.
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 Erdöl als Entwicklungsfaktor in Ecuador

Fast ein Drittel seiner finanziellen Mittel bezieht der Andenstaat aus dem "schwarzen Gold". Doch die Erdöl-Ära neigt sich in Ecuador dem Ende entgegen. In spätestens 30 Jahren dürften die heute bekannten Lagerstätten erschöpft sein.
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 Soziale Bewegungen in Guatemala

Als im Dezember 1996 der Bürgerkrieg in Guatemala für beendet erklärt wurde, stand das Land vor einem Scherbenhaufen. Mehr als 200.000 Menschen waren ums Leben gekommen, ein Großteil der Bevölkerung ist bis heute traumatisiert. Und die Armut breitet sich aus. Umso dringender sind soziale Bewegungen gefragt.
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| Wo geht es lang in Lateinamerika? Die Präsidenten Evo Morales (Bolivien) und Hugo Chavez (Venezuela) (rechts) setzen dank reicher Energievorkommen neue Akzente. (Bild: ap) |
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 America Latina 200

Mit dem Jahr 2010 beginnen in vielen Ländern Lateinamerikas die Feierlichkeiten zu 200 Jahren staatlicher Unabhängigkeit von den ehemaligen Kolonialmächten. Wie sehen die historischen und aktuellen Beziehungen des Kontinents zu Europa und Deutschland aus?
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 Fidel Castro und die Geschichte Kubas

Mit Kuba bringt man seinen Namen in Verbindung: Fidel Castro. Seit annähernd 50 Jahren dominiert er die Innen- wie Außenpolitik des Landes, zuerst als Minister-, dann als Staatspräsident. Doch Kuba steht vor gewaltigen Umbrüchen, und es wird bezweifelt, dass der "ewige Guerillero" sie stemmen kann.
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 Drogenhandel in Mexiko

Seit wenigen Jahren ist Mexiko der Hauptlieferant von illegalen Drogen in die USA. Der Machtkampf um diese Position hat viele Menschen das Leben gekostet. Denn es geht um einen Milliardenmarkt.
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 Soziale Bewegungen in Nicaragua

In den Achtzigerjahren kämpften mehr als 500 Gewerkschaften und unzählige NGO's gegen die Ausbeutung von Arbeitern und für bessere Lebensbedingungen. Heute ist von diesen Organisationen nur ein Bruchteil übrig geblieben. Mit fatalen Folgen: Rund 65 Prozent der Bevölkerung in Nicaragua gilt als arm.
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 Die historische Entwicklung Paraguays

Die Verfassung Paraguays erfüllt die Prinzipien einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Dennoch ist das Land mit seinen Strukturen noch weit davon entfernt, als gefestigt bezeichnet zu werden.
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 Perus politischer Literat

Trotz seiner 71 Jahre fühlt sich Mario Vargas Llosa zu jung für den Ruhestand. Eifrig schreibt er weiterhin Romane, Essays und Reden, in denen er kritisch, aber niemals mit erhobenem Zeigefinger auf die Missstände in Lateinamerika hinweist. Beinahe wäre sogar aus dem politischen Literaten ein literarischer Politiker geworden.
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 Demokratie und Politik in Uruguay

Eigentlich erfüllt Uruguay sämtliche Voraussetzungen für eine funktionierende Demokratie. Parteien bestimmen den politischen Kurs, die Gewalten sind geteilt, Kirche und Staat voneinander getrennt, und die Kulturlandschaft blüht. Dennoch ist der Staat weit davon entfernt, eine "perfekte" Demokratie zu sein.
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 Zwischen Machismo, Krieg und Quote

Mangelnde Bildung, fehlende Anerkennung, aber auch sexueller Missbrauch treiben viele Kolumbianerinnen in den gewalttätigen Protest. Sie kämpfen als Guerilla-Mitglieder für mehr Rechte in einer männerdominierten Gesellschaft – ohne Aussicht auf Erfolg.
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