Die bpbBestellenNewsletterPressePartnerImpressumKontakt

Home
   
FAQ Index


Themen
Politische Grundfragen
Parteien
Parteien für Einsteiger
Grundlagen
CDU
Kurz-Profil
Geschichte
Programm
Organisation
Wählerschaft und Mitglieder
Unter- Organisationen
Junge Union
Zahlen und Fakten
SPD
FDP
DIE LINKE
Bündnis 90/Die Grünen
CSU
Kleinparteien
Europäische Parteien
Parteien im Vergleich
Quiz
Weitere bpb-Angebote
Publikationen
Veranstaltungen
Wissen
Lernen
ZMI Universität Giessen Arte netzeitung.de Arte ZMI Universität Giessen taz Kulturstiftung des Bundes Berliner Konferenz Universität Duisburg-Essen Köln International School of Design
Suche
Dossier bpb.de

Dossier Parteien

Die CDU – Wählerschaft und Mitglieder

Andrea Schneiker
Die Mitglieder und Wähler der CDU kommen aus allen Schichten der Bevölkerung. Selbständige, Katholiken und Menschen vom Land sind dabei überdurchschnittlich vertreten.

Bild: CDU
Die CDU-Vorsitzende Angela Merkel auf dem 20. Parteitag in Dresden. Bild: CDU

Die CDU versteht sich als "Volkspartei der Mitte", die "sich an alle Menschen in allen Schichten und Gruppen unseres Landes" wendet (CDU 2007: 4). Tatsächlich sind sowohl die Wählerschaft als auch die Mitgliederstruktur der CDU sehr heterogen.

Dennoch steht die CDU einigen gesellschaftlichen Gruppen näher als anderen. So erfährt die CDU den größten Zuspruch in der katholischen Bevölkerung (obwohl sie überkonfessionell ist), unter Selbständigen und auf dem Land.

Die geringste Zustimmung hat die CDU in der Vergangenheit dagegen bei gewerkschaftlich organisierten protestantischen Arbeitern gefunden (vgl. Bösch 2002: 267). Allerdings "proletarisiert" (Walter 2004: 37) sich die Wählerschaft der CDU zunehmend. Das heißt es stimmen immer mehr Arbeiter, insbesondere junge Männer, für die CDU.

Mitglieder

In den 1950er- und 1960er-Jahren hatte die CDU relativ wenige Mitglieder. Deren Zahl hat sich jedoch von 1970 bis 1977 von ca. 330.000 auf etwa 660.000 verdoppelt. Durch den Beitritt der fünf ostdeutschen Landesverbände zur West-CDU im Oktober 1990 erreichte die Mitgliederzahl ihren bisherigen Höchststand von 789.609, seitdem ist sie rückläufig. Ende des Jahres 2007 waren in der CDU etwa 536.600 Personen organisiert, was etwa dem Niveau der 1970er-Jahre entspricht.

Stetig zugenommen hat der Anteil der über 60-Jährigen in der CDU. Ende des Jahres 2007 betrug er 48 Prozent. Auch der Frauenanteil unter den Parteimitgliedern ist gestiegen und hat sich von 13,1 Prozent im Jahr 1969 auf 25,4 Prozent im Jahr 2007 fast verdoppelt.

Wählerschaft

Im Gegensatz dazu ist die Anzahl der Wählerinnen der CDU im Laufe der-Jahre jedoch erheblich zurückgegangen. Während die Frauen in den Anfangsjahren der Bundesrepublik eine entscheidende Wählergruppe der CDU waren, gaben bei der Bundestagswahl 2009 nur noch 29,6 Prozent der Wählerinnen ihre Zweitstimme der CDU.

Was die Altersstruktur der CDU-Wählerschaft betrifft, so lässt sich mit Blick auf die Bundestagswahl 2009 sagen, dass der Anteil der auf die CDU entfallenen Zweitstimmen mit steigendem Alter der Wähler zunimmt: Nur 20,9 Prozent der 18- bis 25-Jährigen gaben der CDU ihre Zweitstimme. Von den 25- bis 35-Jährigen waren es 23,7 Prozent, von den 35- bis 45-Jährigen 24,1 Prozent, von den 45- bis 60-Jährigen 23,7 Prozent und von den über 60-Jährigen schließlich 34,4 Prozent. Personen ab 60 sind die stärkste Wählergruppe der CDU und stellen 43,8 Prozent ihrer gesamten Wählerschaft.

Literatur

Bösch, Frank, 2002: Macht und Machtverlust. Die Geschichte der CDU, München.

CDU, 2007: Freiheit und Sicherheit. Grundsätze für Deutschland. Das Grundsatzprogramm, Berlin.

Niedermayer, Oskar: Parteimitglieder in Deutschland: Version 2008. Arbeitshefte a. d. Otto-Stammer-Zentrum, Nr. 13, FU Berlin 2008.

Sontheimer, Kurt/Bleek, Wilhelm/Gawrich, Andrea, 2007: Grundzüge des politischen Systems Deutschlands, München.

Bundeswahlleiter, 2010: Wahl zum 17. Deutschen Bundestag am 27. September 2009, Heft 4: Wahlbeteiligung und Stimmabgabe der Männer und Frauen nach Altersgruppen, Wiesbaden.

Walter, Franz, 2004: Zurück zum alten Bürgertum: CDU/CSU und FDP, in: Aus Politik und Zeitgeschichte, Heft 40/2004, 32-38.


Creative Commons License

Lizenziert unter der Creative Commons-Lizenz by-nc-nd/2.0/de.



22. Februar 2010


 
Druck-Version
Artikel versenden
Redaktion

Themen | Wissen | Veranstaltungen |
Publikationen | Lernen |
Die bpb | Bestellen | Newsletter | Presse | Partner |
Impressum | Datenschutz | Kontakt | Home