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Dossier Parteien
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DIE LINKE – Wählerschaft und Mitglieder |  |
| Jens Taken |
| Die Linke hat auch nach dem Zusammenschluss von Linkspartei.PDS und WASG mit Blick auf Wähler und Mitglieder weiter ihren Schwerpunkt in den neuen Bundesländern.
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| Demonstranten protestieren gegen den Afghanistan-Einsatz deutscher Soldaten auf einer Kundgebung der LINKEN. Foto: AP. |
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Die Wurzeln der Partei der Linke liegen in der Linkspartei.PDS mit ihrem Schwerpunkt in den neuen Bundesländern und der WASG. Nach der Vereinigung zeigt sich, dass sowohl mit Blick auf die Mitglieder als auch auf die Wählerschaft das Erbe der Linkspartei.PDS schwerer wiegt.
Mitglieder
Durch die Vereinigung von Linkspartei.PDS und WASG wurde im Jahr 2007 die neue Partei Die Linke geschaffen. Von ihren knapp 72.000 Mitgliedern kamen etwa 60.300 von der Linkspartei.PDS, 11.500 von der WASG. Lediglich rund 24 Prozent der Mitglieder stammen aus Westdeutschland.
Dieses Ungleichgewicht erklärt sich zum Teil aus der Geschichte der Vorgängerpartei Linkspartei.PDS, die letztlich eine ostdeutsche Regionalpartei war. Zwar traten 1990 nur knapp fünf Prozent der 2,3 Millionen Parteimitglieder der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) zu ihrer Nachfolgerin über, zur Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS). Dennoch ist der Erfolg von Die Linke bei Wahlen und bei der Mitgliederrekrutierung in den neuen Bundesländern zu einem großen Teil dieser historischen Verbindung geschuldet.
Vor allem die Mitgliederzahlen im Osten unterliegen jedoch aus demografischen Gründen einem stetigen Schwund. 68,1 Prozent der Mitglieder sind über 60 Jahre, nur 3,9 Prozent unter 30 Jahre alt. Mit 44,4 Prozent hatte Die Linke im Jahr 2006 den höchsten Frauenanteil aller bundesdeutschen Parteien.
Wählerschaft
Bei der Bundestagswahl 2009 erzielte Die Linke ihre besten Ergebnisse in der Gruppe der 45- bis 60-Jährigen (15,2 Prozent bei einem Gesamtergebnis von 11,9 Prozent). Sie erzielte unter Männern deutlich höhere Ergebnisse (13,3 Prozent) als unter Frauen (10,6 Prozent).
Im Vergleich zu den anderen Parteien hatten die Wähler der Vorgängerpartei PDS in den 1990er-Jahren ein formal höheres Bildungsniveau: 26 Prozent der damaligen PDS-Wählerschaft hatten ein abgeschlossenes Hochschulstudium, im Vergleich zu elf Prozent bei den übrigen Parteien. Ansonsten entspricht die Wählerschaft in den neuen Bundesländern der einer Volkspartei.
Generell ist ein starkes Ost-West-Gefälle bei der Wählergunst für Die Linke auszumachen. Bei der Europawahl im Juni 2009 kam die Partei in den alten Bundesländern beispielsweise nur in wenigen Landkreisen auf über sieben Prozent der Stimmen. In den neuen Bundesländern lag sie hingegen in keinem Landkreis unter 14 Prozent.
Literatur
Arzheimer, Kai, 1997: PDS, in: Backes, Uwe/Jesse, Eckhard (Hrsg.), 1997: Jahrbuch Extremismus und Demokratie (Bd. 8), Baden-Baden, 39-63.
Bundeswahlleiter, 2009: Endgültiges Ergebnis der Europawahl 2009, Stimmanteile Die Linke nach kreisfreien Städten und Landkreisen in den Ländern. http://www.bundeswahlleiter.de/de/europawahlen/
EU_BUND_09/ergebnisse/bundesergebnisse/themkarten/
tk_stimmenanteile_k_99_29.html
(24.6.2009)
Niedermayer, Oskar: Parteimitglieder in Deutschland: Version 2008. Arbeitshefte a. d. Otto-Stammer-Zentrum, Nr. 13, FU Berlin 2008.
Bundeswahlleiter, 2010: Wahl zum 17. Deutschen Bundestag am 27. September 2009, Heft 4: Wahlbeteiligung und Stimmabgabe der Männer und Frauen nach Altersgruppen, Wiesbaden.

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22. Februar 2010 |  |
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