Die bpbBestellenNewsletterPressePartnerImpressumKontakt

Home
   
FAQ Index


Themen
Gesellschaft
Lange Wege der Deutschen Einheit
Kontexte
Kontraste
Konturen
Kontroversen
Zeitleiste
Publikationen
Veranstaltungen
Wissen
Lernen
ZMI Universität Giessen Arte netzeitung.de Arte ZMI Universität Giessen taz Kulturstiftung des Bundes Berliner Konferenz Universität Duisburg-Essen Köln International School of Design
Suche
Dossier bpb.de


Dossier

Lange Wege der Einheit

Die deutsche Einigung ist eine Erfolgsgeschichte. Aber auch 20 Jahre nach dem Einheitsvertrag ist eine schnelle Angleichung der Verhältnisse in Ost- und Westdeutschland nicht zu erwarten. Das belegen Ergebnisse aus Forschung und Bevölkerungsbefragungen. Zwar sehen sich 45 Prozent der Deutschen im Jahr 2010 eher auf der Gewinnerseite. Aber immerhin fast ein Viertel rechnet sich zu den Verlierern der Einheit.

Vor allem in Ostdeutschland hat der Systemumbruch von 1990 zu teilweise schockartigen Umwälzungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und persönlichen Lebensumständen geführt. Diese Veränderungen und deren längerfristige Folgen können von Betroffenen wie verantwortlich Handelnden nur mit hohem Aufwand, der Fähigkeit zur Anpassung und kreativer Energie bewältigt werden.

Deutschland nach der Einigung – das ist eine besondere Ausprägung einer "Risikogesellschaft": Zwar werden die Unwägbarkeiten und Risiken des Einigungsprozesses mit der Zeit kleiner und besser beherrschbar. Und auch die Menschen in Ost und West haben gelernt, mit Herausforderungen des Umbruchs besser und effizienter umzugehen. Dennoch bleibt das Risikomanagement der Einigung bis auf weiteres eine Daueraufgabe.

Drei Beispiele veranschaulichen dies: Zur Bewältigung der wirtschaftlichen Krise wurden ostdeutsche Betriebe verschlankt. Damit sank aber auch die Anzahl an Ausbildungsplätzen, was heute den Mangel an Nachwuchskräften verschärft. Gleichzeitig entstehen neue innerdeutsche Divergenzen, wobei der Osten Deutschlands teilweise "moderner" ist als der Westen, etwa bei der Flexibilisierung des Arbeitsmarktes. Schließlich wächst die gefühlte Distanz zwischen sozialmoralischen Leitbildern und der gesellschaftlichen Wirklichkeit. Vor allem Ostdeutsche sehen das "fit gemachte" Deutschland häufiger kritisch.

Mit den hier präsentierten Beiträgen zeichnen Wissenschaftler eines Sonderforschungsbereiches der Universitäten Jena und Halle die "langen Wege" der deutschen Einigung nach. Mehr als 60 Wissenschaftler erforschen seit nunmehr neun Jahren die gesellschaftlichen Entwicklungen nach dem Systemumbruch. Vergleichend untersucht werden Erscheinungsformen des Elitenwandels, die Strukturprobleme des ost- und westdeutschen Arbeitsmarktes sowie bürgerschaftliches Engagement und Formen individueller Bewältigung von sozialem Wandel.
Redaktion Redaktion

Das könnte Sie ebenfalls interessieren

Dossier: Deutsche Teilung - Deutsche Einheit

Von geteilter Wirklichkeit, dem Weg zur Einheit und dem Leben im geeinten Deutschland erzählt das Dossier.

Spezial: Ostzeit

Die Fotografen der Agentur Ostkreuz erzählen in ihren Bildern Geschichten aus einem vergangenen Land.

Slideshows: Grenzland

Das Projekt Grenzland geht den Spuren der Grenze nach.

Online-Angebot: Chronik der Mauer

1961 bis 1990: Die Chronik zeichnet die gesamte Geschichte der Mauer nach.

Schriftenreihe: Deutsch-deutsche Zustände


Schriftenreihe: Die Bilanz


Schriftenreihe: Das doppelte Deutschland


APuZ: Deutsche Einheit


Zeitbilder: Die demokratische Revolution in der DDR 1989/90



 


Dossier-Kapitel

Kontexte

Der Umbruch in Ostdeutschland vollzog sich eingebettet in die Auflösung der jahrzehntelang starren Frontlinien des Ost-West-Konflikts. Die Dominoeffekte von Glasnost und Perestroika führten zu Demokratiebewegungen in allen Staaten des Ostblocks. 

Dossier-Kapitel

Kontraste

Deutschland stellt unter den Transformationsstaaten einen Sonderfall dar. Hier fiel der politische und ökonomische Systemwechsel mit der Wiedervereinigung zusammen. Die Kontraste, welche die Situation der Zeiten vor und nach 1990 beschreiben, sind entsprechend deutlich. 

Dossier-Kapitel

Konturen

Im gesamtdeutschen Alltag haben die Vorgänge der Umgestaltung und Erneuerung von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft alsbald konkrete Umrisse angenommen. Derartige Konturen der Einigung werden unter anderem erkennbar in Infrastruktur, Arbeits- und Lebensbedingungen und politischer Beteiligung. 

Dossier-Kapitel

Kontroversen

Der Verlauf, den die deutsche Einheit genommen hat und nimmt, hat auch immer wieder zu öffentlichen Debatten geführt. Solche "Kontroversen der Einheit" sind beispielsweise die Streitthemen "Blühende Landschaften" oder "DDR – ein Unrechtsstaat?". 

Zeitleiste

Chronik der Mauer

Wie kam es zum Fall der Berliner Mauer, dem Zusammenbruch des SED-Regimes und der Wiedervereinigung Deutschlands? Hier finden Sie Monats-Chroniken von April 1989 bis Oktober 1990. 
Themen | Wissen | Veranstaltungen | Publikationen | Lernen |
Die bpb | Bestellen | Newsletter | Presse | Partner |
Impressum | Datenschutz | Kontakt | Home