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Dossier bpb.de

Dossier Afrika

Wenn Kriege zum Geschäft werden

Belachew Gebrewold
Inhalt
Einleitung
Die innerstaatliche Ebene eines Konflikts
Die Regionalisierung eines Konflikts am Beispiel der DR Kongo
Globale Akteure
Literatur
Einleitung

Langwierige und besonders gewaltsame Konflikte in Angola, Mosambik und derzeit in der Region Darfur und im Gebiet der
Waffenstuhl_klein
Grossansicht des Bildes
Foto: Nick Winchester, SXC.hu
großen Seen werfen die Frage auf, unter welchen Bedingungen Konflikte entstehen und wie sie sich über Jahre und Jahrzehnte halten können. Vordergründig geht es bei den meisten Krisen und Bürgerkriegen - nicht nur in Afrika – um eine regionale oder nationale Machtausübung sowie um den Zugang zu lebensnotwendigen oder besonders gewinnbringenden Ressourcen. Ethnische und religiöse Auseinandersetzungen sind hierbei häufig nur ein Vorwand, um Machtansprüche zu begründen und die Bevölkerung zu instrumentalisieren. Ab einer gewissen Intensität und Dauer entwickeln Konflikte allzu oft eine Eigendynamik. Es bilden sich finanzielle und strategische Interessen an der Aufrechterhaltung der Konfliktsituation heraus, da diese eine geeignete Plattform für profitable Geschäfte, wie dem Schmuggel, dem Handel mit Rohstoffen oder der Erhebung von Schutzzöllen bildet. Der Konflikt wird letztendlich selbst zum Geschäft und dementsprechend gering sind die Bemühungen um eine Beendigung der instabilen Lage.

Zur Person
Dr. Belachew Gebrewold, äthiopischer Theologe und Politologe, lehrt Internationale Beziehungen an der Universität Innsbruck. Er ist Gastdozent an der Goethe Universität in Frankfurt/Main.

Betrachtet man einen Konflikt als ein umfassendes System mit einer Vielzahl von Ursachen und Akteuren, so beschränken sich die wenigsten gewaltsamen Auseinandersetzungen Afrikas auf eine rein nationale Ebene, sie nehmen vielmehr regionale, wenn nicht sogar internationale Dimensionen an. Man spricht hier von Konfliktsystemen auf drei Ebenen, die ineinander greifen und deren Interaktivität folglich bei der Bewertung einer konfliktuellen Lage sowie bei Konflikttransformationen berücksichtigt werden muss.


05. Dezember 2005


 
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International Crisis Group Reports

International Crisis Group (2000): Congo: anatomy of an ugly war
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Die Kampagne "Gemeinsam für Afrika" hat vom 6. bis 17. November 2006 Afrika zum Thema in den Klassenzimmern gemacht. Angeboten wurde dazu unter anderem kostenloses Unterrichtsmaterial.
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