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Kontraste - Auf den Spuren einer Diktatur

Alles schon vergessen? 1992-2001

Was bleibt von der Einheitseuphorie? Was bleibt von der DDR? Zehn Jahre nach der Wiedervereinigung zieht das Politikmagazin Kontraste kritisch und ernüchternd Bilanz: Die ehemalige Staatsführung kommt vor Gericht mit milden Strafen davon, und die Opfer der Stasi-Haft warten vergeblich auf eine Entschädigung. Gedopte Sportler leiden immer noch an den Spätfolgen des sozialistischen Wahns und ehemalige Deserteure der Nationalen Volksarmee kämpfen erfolglos für ihre Rehabilitierung. Trotz neuer Rechtsstaatlichkeit geht den meisten Opfern die Aufarbeitung des Unrechts nicht weit genug.

Sendung vom 12. Oktober 1992


"Sie sind wieder da" - Vom Stasi-Offizier zum Rechtsanwalt

Kontraste deckt auf, dass ehemalige Stasi-Offiziere heute ungehindert als Rechtsanwälte arbeiten. Der Einigungsvertrag, der die juristischen Abschlüsse aus DDR-Zeiten ohne Prüfung anerkennt, macht dies möglich.

Sendung vom 17. Mai 1993


"Was haben Sie mit ihm gemacht?" – Tod in Stasi-Haft

Eine Frau will wissen, wer für den Tod des Vaters ihres Kindes verantwortlich ist. Kontraste sucht mit der Freundin des in Stasi-Haft verstorbenen Matthias Domaschk die Männer, die ihn verhörten.

Sendung vom 20. Juni 1994


"Den haben sie totgemacht" – Gift im Strafvollzug

Kontraste beleuchtet Zwangseinsätze von Strafgefangenen im Chemiekombinat Bitterfeld. Die Arbeitsbedingungen dort führten zu Krankheiten und in einigen Fällen auch zum Tod.

Sendung vom 5. September 1996


"Recht kriegt man hier nicht" – Kein Schadenersatz für die Opfer

Sie sind körperlich und seelisch geschädigt von der Lager- und Gefängnishaft in der DDR. Kontraste berichtet über den Leidensweg von zwei Männern, denen eine finanzielle Entschädigung für die Haftfolgen von den bundesdeutschen Behörden verwehrt wird.

Sendung vom 10. September 1998


"Ich bin kein Verbrecher" – Die Deserteure der NVA

Viele Soldaten, die in der DDR wegen Desertation aus der Nationalen Volksarmee verurteilt wurden, bemühen sich seit der Einheit vergeblich um eine Rehabilitierung. Kontraste schildert ihre Geschichte.

Sendung vom 8. Juni 2000


"Ich habe ein behindertes Kind" – DDR-Doping und die Folgen

Trainer und Sportmediziner in der DDR gaben ihren Schützlingen verbotene leistungssteigernde Substanzen. Kontraste schildert, wie Funktionäre rücksichtslos die Überlegenheit des Sozialismus im Sport demonstrieren wollten.


 

Militärparade zum 40. Jahrestag der Gründung der DDR am 7. Oktober 1989 in Ost-Berlin auf der Karl-Marx-Allee. (dpa)

Sendung vom 2. Februar 1995


"Es hat ihn keiner gezwungen"– Ein Arzt im Dienste der Stasi

Kontraste begleitet ein Opfer zu seinem Peiniger. Der Stasi-Psychiater hatte ihn unter dem Einfluss von Medikamenten verhört. Im vereinigten Deutschland darf er als Arzt weiter praktizieren.

Sendung vom 21. August 1997


"Das war ein ganz gezielter Schuß" – Die Staatsführung auf der Anklagebank

Die ehemaligen Mitglieder des SED-Politbüros müssen sich in einem Prozess vor dem Berliner Landgericht für die Erschossenen an der innerdeutschen Grenze verantworten. Kontraste zeigt die Schwierigkeiten bei der Aufarbeitung des Unrechts.

Sendung vom 7. Oktober 1999


"Schieß doch, Du Arsch" – 10 Jahre nach der Revolution

Die Bürgerrechtlerin Kathrin Hattenhauer erinnert sich an die dramatischen Ereignisses im Herbst 1989 in Leipzig. Das ARD-Magazin Kontraste legt dar, wie sich seitdem Land und Menschen verändert haben.

Sendung vom 21. Juni 2001


"Ich staune über das kurze Gedächtnis"

Kontraste dokumentiert Stasi-Akten zum Fall Gysi. Katja Havemann ergänzt das Puzzle mit ihren persönlichen Erlebnissen. Sie glaubt, dass sich hinter dem Decknamen IM "Notar" Gregor Gysi verbirgt.
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