Das Brandenburger Tor am Pariser Platz in Berlin.

Deutsche Teilung - Deutsche Einheit

13. August 1961: In den frühen Morgenstunden beginnt in Berlin der Bau der Mauer. Bewaffnete Grenztruppen reißen das Straßenpflaster auf, errichten Barrikaden und spannen Stacheldraht. Die Mauer war ein Symbol des Kalten Krieges, der die Welt in Ost und West aufteilte. Am 7. Oktober 1949 war die DDR auf dem Gebiet der sowjetischen Besatzungszone gegründet worden. 1989 brachte eine friedliche Revolution den Fall der Mauer, das Ende der DDR und ebnete den Weg zur Wiedervereinigung Deutschlands am 3. Oktober 1990. Doch Deutschland ist in vielem noch immer ein Land mit zwei Gesellschaften. Der Weg zur "Vollendung der Einheit" scheint weiter als gedacht.

Montagsdemonstration in Leipzig am 24. Oktober 1989. Die Demonstranten setzten ihre Hoffnungen auf den sowjetischen Regierungschef Gorbatschow, der die DDR-Führung zu Reformen angehalten hatte.

Manfred Görtemaker

Zusammenbruch des SED-Regimes

Der Zusammenbruch des SED-Regimes geschah nicht plötzlich, sondern in Folge einer Entwicklung, die mit dem Fall der Mauer am 9. November 1989 ihren vorläufigen Höhepunkt fand.

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Einen Tag nach der Grenzöffnung am 9. November 1989 steigen Menschen auf die Berliner Mauer vor dem Brandenburger Tor.

Die friedliche Revolution

Der 9. November 1989

Demokratiebewegung und Ausreisestrom drängten die DDR-Führung im Herbst 89 in die Defensive. Ab Mitte Oktober überschlugen sich die Ereignisse. Die "Macht der Straße" setzte sich durch - ohne Gewalt. Zum Fall der Mauer trug allerdings auch eine geschichtsträchtige Pressekonferenz am Abend des 9. November 1989 bei.

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Iris Gleicke, ehemalige Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Bundesländer

Deutsche Einheit: "Bei den jungen Leuten spielt das Thema Ost-West gar keine Rolle mehr"

Ist Deutschland mittlerweile ein geeintes Land? Iris Gleicke war bis 2018 Ostbeauftragte der Bundesregierung. Vier Jahre lang war sie für die Belange der neuen Bundesländer zuständig und stellte jährlich den Bericht zum Stand der Deutschen Einheit vor. Ihre Bilanz heute?

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Joachim Jauer

"Nicht nur frei, sondern völlig ungewohnt gefordert"

Seit dem 5. Februar 2018 gibt es die Berliner Mauer genauso lange nicht mehr, wie sie existierte: rund 28 Jahre und drei Monate. Die Erinnerung verblasst. Doch wie reagierten Deutsche in Ost und West 1990 auf die Wiedervereinigung? Eine Bilanz von Joachim Jauer, seinerzeit ZDF-Korrespondent in der DDR und Osteuropa.

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Mauersegmente, eins mit dem Aufschrit "Don't disturb history"

Als der Ruf nach dem Mauersturz lauter wurde

Während der Friedlichen Revolution dokumentierte die Geheimpolizei der DDR rund 1.200 Parolen. Auch die Abschaffung der Mauer und die Wiedervereinigung gehörten. Eine komplette Stasi-Akte zum Nachlesen - als zeithistorisches Dokument.

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Schwarz-Weiß-Foto: Aufstand vom 17. Juni 1953: Ein sowjetischer T-34-Panzer, davor drei Demonstranten, von denen einer die Fahrtrichtung des Panzers kreuzt.

Manfred Görtemaker

Zwang zur Koexistenz in den fünfziger Jahren

Nach Stalins Tod erkannte die Politik der beiden Blöcke zunehmend die gemeinsame Verantwortung für den Frieden in der Welt und den Nutzen einer "friedlichen Koexistenz" der Staaten beider Seiten.

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Schwarz-Weiß-Foto: Der west-deutsche Bundeskanzler Willy Brandt bei seinem berühmten Kniefall vor dem Denkmal für die Helden des Aufstandes im Warschauer Ghetto am 7. Dezember 1970. Der Geste, die in Westdeutschland für Kontroversen sorgte, wird von der Forschung mittlerweile eine wichtige Rolle bei der Entspannung zwischen den Blöcken zuerkannt.

Dieter Thränhardt

Bundesrepublik Deutschland - Geschichte und Perspektiven

Die Entstehung der Bundesrepublik ist geprägt von der Katastrophe des "Dritten Reiches" und der Auseinandersetzung mit dem sowjetischen Kommunismus. Von den Nachkriegsjahren bis zur deutschen Wiedervereinigung war es ein langer Weg.

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Ein Teilstück der stehen gelassenen Berliner Mauer entlang der Niederkirchner Straße.

Thomas Großbölting

Die DDR im vereinten Deutschland

Was war die DDR? Die Frage ist seit der Wiedervereinigung umstritten. Die Geschichtsbilder an die DDR sind vielfältig und vielschichtig, aber welche Rolle spielt Geschichtspolitik dabei und was heißt dies für die historisch-politische Bildung?

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Gedenkkreuze für Opfer der Berliner Mauer an der Ebertstraße in Berlin, nahe dem Bundestag. Ganz rechts das Kreuz für den im Februar 1989 - neun Monate vor dem Mauerfall - erschossenen Chris Gueffroy.

Hans-Hermann Hertle

"Grenzverletzer sind festzunehmen oder zu vernichten"

Der Schießbefehl war der entscheidende Eckpfeiler des DDR-Grenzregimes. Nur so war eine abschreckende Wirkung zu erzielen, um die massenhafte Flucht der Bevölkerung zu unterbinden.

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Grenzbefestigung im Ort Sorge.

Grenzland

Wissen Sie noch, wo die Grenze war? Welche Orte sie in der Mitte zerteilte? Wo sie den Einwohnern den Weg zum Fluss abschnitt oder den Blick aus dem Fenster versperrte? Grenzspuren gibt es noch heute. Das Projekt Grenzland geht ihnen nach: in Bildern, Interviews und Geschichten.

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Die historische Einordnung der DDR ist umstritten. Für viele ist sie nur eine "Fußnote der Geschichte", andere betrachten sie als alternative "deutsche Möglichkeit" zur Bundesrepublik.

Die DDR in der deutschen Geschichte

War die DDR eine legitime Alternative zum Weg der Bundesrepublik? Die Antwort auf diese Frage ergibt sich durch Betrachtung der prinzipiellen Abhängigkeit der DDR von der Sowjetunion.

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Unterzeichnung des Zwei-plus-Vier-Vertrages am 12. September 1990 in Moskau (v.l.n.r. US-Außenminister James Baker, Englands Außenminister Douglas Hurd, Außenminister der Sowjetunion Eduard Schewardnadse, Frankreichs Außenminister Roland Dumas, DDR-Außenminister Lothar de Maiziere und Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher).

Verhandlungen mit den Vier Mächten

Bei der Deutschen Frage hatten die vier Siegermächte ein gewichtiges Wort mitzureden. Die Bundesregierung setzte nicht nur die Wiedervereinigung durch. Das geeinte Deutschland wurde zudem vollständig souverän und Mitglied der NATO.

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Mauersegmente, eins mit dem Aufschrit "Don't disturb history"

Volkswirtschaft

"Totalschaden" - Die DDR war 1989 pleite

Wäre es auch ohne den 9. November zum Mauerfall und in der Folge zur Wiedervereinigung gekommen? Darauf weisen SED und Stasi-Unterlagen hin. Denn die DDR war im Herbst 1989 so pleite, dass sie erwog, im Tausch gegen neue Milliardenkredite die Grenze zu öffnen.

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DDR-Demonstration, Ministerium für Staatssicherheit Stasi, Antifaschismus

Vertuschung: Rechtsextremismus

Vertuschte Gefahr: Die Stasi & Neonazis

Rechtsextremisten in der DDR waren eigentlich undenkbar. Dass es sie dennoch gab, ließ sich in den 80er Jahren nicht mehr verheimlichen. Aber SED und Stasi versuchten neonazistische Gewalttaten als Rowdytum zu verharmlosen. Mit Neonazis aus dem Westen wurde sogar kooperiert.

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Themenseite

Zwischenbilanz der Deutschen Einheit

Seit dem 5. Februar 2018 ist die Mauer länger nicht mehr existent, als sie faktisch Berlin und symbolisch Deutschland und Europa teilte: 28 Jahre, drei Monate und 26 Tage lang. Diese Themenseite beleuchtet Facetten des Einheitsprozesses: Was geschah am 3. Oktober 1990? Wie hat sich das wiedervereinigte Deutschland seitdem entwickelt und was denken Bürger des Landes mittlerweile über den Fortgang der Deutschen Einheit?

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Online-Angebot

Chronik der Mauer

28 Jahre war die Berliner Mauer Symbol der deutschen Teilung und des Kalten Krieges. In zeitlicher Abfolge werden Ursachen, Verlauf und Folgen von Mauerbau und Mauerfall durch Texte, Film- und Tonmaterial, Fotos und Zeitzeugeninterviews dargestellt.

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Dossier

Stasi

Alles wissen, alles kontrollieren, Menschen manipulieren. Aus der Arbeitsweise der DDR-Geheimpolizei "Stasi" ist auch viel zu lernen über die Mechanismen von Diktaturen der Gegenwart: Wirklichkeit wird geschönt, Kritik unterdrückt, Oppositionelle werden verfolgt und gebrochen.

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Sammel-Dossier

Der Kalte Krieg

Mehr über die historischen Hintergründe der deutschen Teilung - eingebettet in den Kalten Krieg der Supermächte nach dem Zweiten Weltkrieg.

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Online-Angebot

Jugendopposition in der DDR

Ausgezeichnet mit Grimme Online Award: Wie haben junge Menschen in der DDR mit Mut und Musik gegen Stasi und SED-Diktatur gekämpft? Zeitzeugen berichten. Mit zahlreichen Videos, Fotos und Dokumenten.

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Am 31. August 1990 unterzeichneten Bundesinnenminister Schäuble und DDR-Staatssekretär Krause den Vertrag über die Herstellung der Einheit Deutschlands. Auf rund 1.000 Seiten regelt der Einigungsvertrag die rechtlichen Grundlagen für den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland.

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Go West! Von Ost-Berlin nach New York und dann Richtung San Francisco – die Geschichte einer abenteuerlichen Reise im Jahr 1989. Kinofenster.de bietet passende filmpädagogische Begleitmaterialien für den Schulunterricht.

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