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Dossier

Arbeitsmarktpolitik

Arbeitsmarktpolitik ist in der Bundesrepublik Deutschland eines der wichtigsten Politikfelder überhaupt. Erfolge sowie Misserfolge in der Arbeitsmarkt-
politik sind Wahlkampfthemen und entscheiden über die Wahlchancen einer Partei.
Der Arbeitsmarkt ist aber auch Gegenstand wissenschaftlicher Analyse und Kontroversen, die wiederum Diskussionsgrundlage für die parteipolitischen und gewerk-
schaftlichen Auseinandersetzungen sind.
Zudem greift Arbeitsmarktpolitik tief in die individuellen Belange der Bürger ein. Zum einen, wenn sie als Arbeitslose Zielgruppe von Arbeitsmarktpolitik sind, zum anderen ist auch ein Großteil der Arbeitnehmerinnen und Arbeit-
nehmer von arbeitsmarktpolitischen Entscheidungen betroffen. Dazu zählen etwa Regelungen zur Arbeitszeit oder zum Beitrag für die Arbeitslosenversicherung/
Arbeitsförderung.
Das Dossier stellt die theoretischen Grundlagen der Arbeitsmarktpolitik, die Ziele und die Akteure, die gesetzlichen Grundlagen und die Instrumente der Arbeitsmarktpolitik vor.
Redaktion Redaktion

Normative Grundlagen

Der Arbeitsbegriff im Wandel der Zeiten

Arbeit ist ein zentraler Begriff der Menschheit, der sich im Laufe der Geschichte grundlegend gewandelt hat. Um kaum einen Begriff ranken sich so viele kontroverse Theorien, Diskussionen, Welt- und Leitbilder. 

Förderung


Förderung der Teilhabechancen am ersten Arbeitsmarkt

Qualifizierungsmaß-
nahmen und Trainigsmaßnahmen zielen unter anderem darauf die Chancen des einzelnen Arbeitslosen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern.

Förderung


Förderung der Integration in den ersten Arbeitsmarkt

Verschiedene Instrumente zielen darauf, die Arbeitslosen direkt in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren: durch vermittlungsorientierte Arbeitnehmerüber-
lassung, durch Lohnkostenzuschüsse und durch Existenzgründungsförderung.

Förderung


Förderung des zweiten Arbeitsmarktes

Zu den beschäfti-
gungsschaffenden Maßnahmen, häufig auch als "zweiter Arbeitsmarkt" bezeichnet, zählen Arbeitsbeschaffungs-
maßnahmen oder auch Strukturanpassungsmaßnahmen und auch die sog. "1-Euro-Jobs".

Arbeitslosenversicherung


Debatten um Finanzierungskonzepte

In den Verhandlungen zum Arbeitsför-
derungsgesetz von 1969 wurde der Beschluss gefasst, sowohl die "passive" als auch die erheblich verstärkte "aktive" Arbeitsmarktpolitik weiterhin hauptsächlich über die Beiträge an die Bundesanstalt für Arbeit zu finanzieren.

Arbeitsvermittlung


Die öffentliche Arbeitsvermittlung

Arbeitsvermittlung ist ein vielschichtiger Prozess. Arbeits-
vermittlungsdienste, wie die Agenturen für Arbeit, führen Informationen über Angebot und Nachfrage an den Arbeitsmärkten zusammen und tragen damit zu einer Vermeidung oder Verringerung von Marktversagen bei.

Arbeitsvermittlung


Vermittlungswege und Marktanteile der Vermittlungsakteure

Deutsche und internationale Befunde zeigen, dass der Anteil öffentlicher Arbeitsvermittlung an der gesamten Stellenbesetzung eher gering ausfällt. Im Vordergrund stehen andere Such- und Rekrutierungswege wie informelle Kontakte und Netzwerke, Stelleninserate und Initiativbewerbungen.

Beschäftigungspolitische Rahmenbedingungen


Minijobs / geringfügige Beschäftigung

Kaum eine arbeits-
marktpolitische bzw. arbeitsrechtspolitische Regelung wurde in den letzten Jahren so kontrovers diskutiert und so häufig geändert wie die Regelungen zur geringfügigen Beschäftigung.


 

Schaufenster einer privaten Arbeitsvermittlung in Frankfurt/Main. Foto: AP

Theoretische Konzepte und Grundlagen


Arten der Arbeitslosigkeit

Es gibt verschiedene Ursachen, die zur Arbeitslosigkeit führen. Unterscheidungen von verschiedenen Arten der Arbeitslosigkeit helfen, da daraus folgende Maßnahmen gegen die konstatierte Arbeitslosigkeit dann von der jeweiligen Form derselben abhängig sind.

Theoretische Konzepte und Grundlagen


Wie wird Arbeitslosigkeit gemessen?

Die Frage, wann eine Person als arbeitslos gilt, wird immer schon kontrovers diskutiert, ist jedoch im Sozialgesetzbuch III geregelt. Häufig entsteht Arbeitslosigkeit aus Mangel an Erwerbsgelegenheiten für arbeitswillige und arbeitsfähige Personen.

Theoretische Konzepte und Grundlagen


Folgen der Arbeitslosigkeit

Die Wirkung der Arbeitslosigkeit auf die Betroffenen wird in den ökonomischen Lehrbüchern meist ausgeblendet. Ökonomen interessieren sich primär für die ökonomischen Ursachen und Folgen der Arbeitslosigkeit, nicht jedoch für ihre individuellen Folgen.

Normative Grundlagen


Das Konzept der aktiven Arbeitsmarktpolitik

Die Arbeitsmarktpolitik der Bundesrepublik Deutschland stützt sich auf drei Säulen: die Arbeits-
vermittlung, die Arbeitslosenver-
sicherung und die aktive Intervention in den Arbeitsmarkt mit Maßnahmen, wie beruflichen Fort- und Weiterbildung sowie Umschulung.

Normative Grundlagen

Das Ende des Ernährermodells

Das männliche Ernährermodell ist ein sozialwissenschaftliches Modell. Es bezeichnet die Konstellation in einer Familie, in welcher der Mann einer bezahlten beruflichen, mit entsprechenden Sozialleistungen ausgestatteten, Tätigkeit nachgeht und als Hauptverdiener die Familie ernährt. Die Frau leistet in erster Linie unbezahlte Arbeit und erwirbt höchstens einen Zuverdienst. 

Arbeitslosenversicherung


Arbeitslosenversicherung in Deutschland

Die Arbeitslosenversicherung in Deutschland ist Teil der Sozial-
versicherung und als umfassende Pflichtversicherung für alle abhängig Beschäftigten organisiert. Die wichtigste Leistungsart der Arbeitslosenversicherung ist das Arbeitslosengeld.

Arbeitslosenversicherung


Die Leistungen der Grundsicherung

Seit 2005 stellt für die Personengruppe der erwerbsfähigen Hilfebedürftigen und die mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden, die Grundsicherung für Arbeitsuchende das letzte soziale Netz dar.

Berufsausbildung und ihre Förderung

Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt

Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt hat sich laut offizieller Darstellung entspannt. Es wird häufiger von Bewerbermangel berichtet als von unversorgten Bewerbern. 

Beschäftigungspolitische Rahmenbedingungen


Die Tarifpolitik

Die Arbeits- und Einkommensbedin-
gungen der Mehrheit der abhängig Beschäftigten werden in Deutschland durch Tarifverträge geregelt. Wie kommen diese zu Stande und welche Mittel stehen Gewerkschaften und Arbeitgebern zur Durchsetzung ihrer Forderungen zur Verfügung?

Beschäftigungspolitische Rahmenbedingungen


Mindestlohn

Die abnehmende Tarifbindung, tarifvertragliche Vereinbarungen auf niedrigem Niveau und die wachsende Zahl von Arbeitnehmern, die ergänzend auf Arbeitslosengeld II angewiesen sind, haben auch in Deutschland zu einer politischen und wissenschaftlichen Diskussion um einen gesetzlichen Mindestlohn geführt.
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