Die bpbBestellenNewsletterPressePartnerImpressumKontakt

Home
   
FAQ Index


Themen
Medien
Open Source
Was ist Open Source?
Markus Beckedahl
Sandra Braman
Vera Franz
Rishab Aiyer Ghosh
Volker Grassmuck
Claudio Prado
Into the Great Wide Open
FOSS, die Firma und der Markt
Open Source und Entwicklung
Interview Larry Sanger
Buch Freie Software
Glossar
Literatur
Links
Weitere bpb-Angebote
Publikationen
Veranstaltungen
Wissen
Lernen
ZMI Universität Giessen Arte netzeitung.de Arte ZMI Universität Giessen taz Kulturstiftung des Bundes Berliner Konferenz Universität Duisburg-Essen Köln International School of Design
Suche
Dossier bpb.de

Interview: Was ist Open Source?

Zirkulieren plus Zahlen


 1 / 4 
weiter
Volker Grassmuck
In einem Satz: Was ist Open Source?

In einem Satz?

Dann in zwei Sätzen.

Open Source ist ein Begriff, den Eric Raymond als Gegenmodell zum Begriff "freie Software" in die Welt gesetzt hat, weil er der Ansicht war, dass das Wort "frei" ein "four-letter-word", also ein "böses" Wort ist, das Leute aus der Wirtschaft abschreckt.

Kurz gesagt: Bei der freien Software steht die Freiheit im Vordergrund, bei Open Source steht das Entwicklungsmodell im Vordergrund. Es bezieht ganz viele Leute mit ein, während ein geschlossenes Modell auf kleinen Gruppen beruht. Kleine Gruppen entwickeln die Software, kleine Gruppen testen sie, und in dem Augenblick, in dem die Software an die Kunden geht, befindet sie sich im Beta-Stadium, und diejenigen, die sie gekauft haben, bezahlen für einen kostenlosen Betatest, den sie an der Software durchführen.

Zur Person
Volker Grassmuck ist Soziologe am Berliner Helmholtzzentrum für Kulturtechnik sowie Projektleiter von irights.info und der "Wizards of OS"-Konferenzen. Als Mitinitiator von privatkopie.net setzt er sich für Nutzerrechte im Urheberrecht ein.
Homepage: vgrass's home

Bei der freien Software ist es letztlich nicht anders. Es ist eine grundlegende Eigenschaft von Software, dass sie so komplex ist, dass sie in unterschiedlichsten Ablaufumgebungen, Software- und Hardware-Konstellationen Phänomene hervorbringt, die vorher nicht vollständig abzusehen und zu testen sind. Das wird mit dem Satz beschrieben: "Wenn nur genug Augen auf ein Problem schauen, ist es ein einfaches, flaches Problem."[1] Und um genau diese vielen Augen zu mobilisieren, dafür ist das Modell der freien Software ideal geeignet. Einfach, weil Leute engagiert dabei sind.

Bei einem gekauften Produkt, das nicht funktioniert, rufe ich den Service an oder schicke eine E-Mail, kriege keine Antwort oder eine Standardantwort, möglicherweise kostet der Support noch extra – da überlege ich mir, ob ich nicht einfach mit dem defekten Produkt weiterarbeite.

In der freien Software ist es anders: Sie ist Community-gestützt. Wenn ich etwas zurückgebe, schauen sich Leute das tatsächlich an und nehmen es nicht als eine Zumutung von Kunden, sondern als eine Bereicherung, dass sie auf diese Weise auf Probleme hingewiesen werden, weil sie nur so diese Probleme auch beheben können. Dieser Feedback-Loop funktioniert, weil alles frei und Community-gestützt ist.



05. Januar 2007

 1 / 4  weiter


 
Druck-Version
Artikel versenden
Redaktion
Online-Publikation
Freie Software
Freie Software
Freie Software wirft ein neues Licht auf die Geschichte von Internet und Software, auf das Eigentum an geistigen Gütern, auf die Infrastruktur des Wissens und seine Vermittlung in der Bildung.
Freie Software
Links ins Internet

Homepage

Wizards of OS

iRights.info

Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik

privatkopie.net

Homepage Eric Raymond

Aufsatz "Die Kathedrale und der Basar"

Copycan

BBC Creative Archive

Themen | Wissen | Veranstaltungen |
Publikationen | Lernen |
Die bpb | Bestellen | Newsletter | Presse | Partner |
Impressum | Datenschutz | Kontakt | Home