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Dossier: Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg

Der Untergang der Weimarer Republik

Die Weimarer Republik war der erste praktische Versuch in der Geschichte, Deutschland eine demokratische Staatsform zu geben. Doch sie hatte es von Anfang an schwer: Ihr fehlte es an Rückhalt in der Bevölkerung, an Geschlossenheit und Unterstützung durch die exekutive Gewalt. Massenarbeitslosigkeit, Kriegsschäden und Reparationsforderungen aus dem ersten Weltkrieg lasteten schwer auf der jungen Demokratie. Europaweit erlangten antidemokratische Strömungen Aufwind. In Deutschland wuchs mit dem Nationalsozialismus eine Massenbewegung, die vielen Bürgerinnen und Bürgern ein Ende des politischen Chaos versprach.

Reinhard Sturm

Kampf um die Republik 1919 - 1923

Schon die ersten Jahre der Weimarer Republik erwiesen sich politisch als äußerst schwierig: Die Last der Reparationszahlungen, die fehlende Akzeptanz der neuen Staatsform in der Bevölkerung und ein aufkeimender Extremismus stellten die junge Demokratie vor eine Zerreißprobe. 

Reinhard Sturm

Zwischen Festigung und Gefährdung 1924 - 1929

Nach den ersten Krisenjahren der Republik zeichnete sich ab 1924 mit Erfolgen der Außen- und Innenpolitik eine Wende zum Guten ab. Die Weimarer Republik schien sich konsolidiert zu haben; Produktion, Konsum und Volkseinkommen nahmen in den Jahren 1924 bis 1929 stetig zu.

Hans-Ulrich Thamer

Die nationalsozialistische Bewegung in der Weimarer Republik

In vielen Ländern Europas entwickelten sich infolge des Ersten Weltkrieges, durch das italienische Vorbild bestärkt, faschistische Bewegungen. Auch die Keimzeit der NSDAP fällt in diese Phase. Der krisenhafte Charakter der jungen Republik verhalf ihr zum Aufstieg.

Hans-Ulrich Thamer

Die nationalsozialistische Massenbewegung in der Staats- und Wirtschaftskrise

Ende der 1920er war aus dem Nationalsozialismus eine Massenbewegung geworden - und eine straff organisierte Partei. Mit massiver Propaganda nach innen und außen gewann die NSDAP mehr und mehr Wahlstimmen für sich. Bei den Reichstagswahlen 1930 wurde sie nach der SPD zur zweitstärksten Partei.

Reinhard Sturm

Zerstörung der Demokratie 1930 - 1932

Der Börsensturz am "Schwarzen Freitag" im Oktober 1929 traf Deutschland nach den USA besonders schwer. Massenarbeitslosigkeit und Armut führten zur politischen Radikalisierung der Bevölkerung. Eine dichte Folge von Regierungskrisen schwächten die Republik noch weiter - und trieb den Nationalsozialisten Wahlstimmen zu. 


 

Adolf Hitler im Dezember 1931 vor dem Parteihauptquartier in München. Foto: AP

Hans-Ulrich Thamer

Ursachen des Nationalsozialismus

"Wie war es möglich?" Diese Frage beschäftigt Historiker, Politiker und Literaten seit Jahrzehnten und ist Gegenstand kontroverser Debatten. Hans-Ulrich Thamer stellt die verschiedenen Ursachen für den Erfolg der Nationalsozialisten dar und erläutert, warum monokausale Erklärungsansätze zu kurz greifen.

Wolfgang Benz


Der Kampf gegen den Nationalsozialismus vor 1933

Während die NSDAP mehr und mehr Erfolge verzeichnete, nahmen Künstler, Wissenschaftler, Journalisten und Intellektuelle den Kampf gegen die Nationalsozialisten auf. Sie hatten erkannt, dass Deutschland unter nationalsozialistischer Führung geradewegs in den Krieg steuerte.
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