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Dossier

Audiovisuelle Filmvermittlung

Filme, ihre Ästhetik und ihre Geschichte vermittelt man am besten über Filme. So logisch das klingt, so auffällig ist doch, dass der größte Teil der Filmvermittlung durch Texte geschieht. Wir schreiben über einen Film, eine Szene, einen Stil und versuchen, mit Worten zu erläutern, was wir zuvor gesehen haben. Dieses Paradox löst sich mit immer häufiger anzutreffenden Formen der audiovisuellen Filmvermittlung auf. Sie nutzen Bild, Schnitt und Ton, um etwas über das Bild, den Schnitt und den Ton eines Filmes zu vermitteln. Bei genauerem Hinsehen findet sich eine ganze Kultur audiovisueller Filmvermittlung: Von DVDs, die die Möglichkeit eines nichtlinearen Zugriffs didaktisch nutzen, über Museen, die das Werk eines Regisseurs in Kompilationen innerhalb einer Ausstellung vermitteln, bis zu Filmemachern wie Harun Farocki, der eine Vielzahl von Filmen über Filme gemacht hat. Das Dossier soll einen Überblick über Formen und Geschichte, didaktische Einsatzmöglichkeiten und die mögliche Zukunft der audiovisuellen Filmvermittlung geben. Es soll dazu anregen, sich einer audiovisuellen Welt über das Audiovisuelle zu nähern.
Redaktion

Interview mit Martin Koerber


“Ein Bewusstsein dafür schaffen, dass das Material ist”

Welchen besonderen Blick hat der Filmrestaurator auf das Medium und was kann die Filmvermittlung davon lernen? Martin Koerber im Interview.

Interview mit Cristina Nord


"Filmkritik kann Kontexte aufmachen"

Was hat Filmkritik mit Filmvermittlung zu tun? Cristina Nord, Filmredakteurin der TAZ, über ihre Arbeit und audiovisuelle Filmkritiken.


 

Ein Ausstellungsraum der Deutschen Kinemathek Berlin. Audiovisuelle Formate sind in Filmmuseen längst etabliert, setzen sich aber auch in anderen Zusammenhängen mehr und mehr durch. © Hans Scherhaufer / Deutsche Kinemathek

Geschichte und Formen


Geschichte und Formen der audiovisuellen Filmvermittlung

Die Vermittlung des Films im eigenen Medium ist älter als man denkt. In der über 100-jährigen Geschichte des Films findet sich eine parallele Geschichte der audiovisuellen Filmvermittlung. Vom Kino über das Fernsehen zu DVD und Internet sucht Michael Baute nach ihren Spuren.

Filmvermittlung auf DVD I


Die DVD als Medium der Filmvermittlung

Ein neues Medium bietet immer auch neue didaktische Möglichkeiten. In Frankreich wurde unter Leitung des Filmwissenschaftlers Alain Bergala eine DVD-Reihe entwickelt, die das digitale Medium innovativ nutzt, um Film als Kunstform zu vermitteln.

Filmemacher als Filmvermittler I


Harun Farocki, Bildforscher und Filmvermittler

Ob Filme, Fernsehfeatures, Überwachunskameras oder die BILD-Zeitung: Das Werk des Filmemachers Harun Farocki ist geprägt von einem Interesse für Bilder. Eine Einführung in die Arbeit eines bildvermittelnden Filmemachers.

Audiovisuelle Filmvermittlung in der Praxis


Erziehung zum Bild mit Bildern

Die verschiedenen Formen audiovisueller Filmvermittlung schließen auch im Unterricht an der Schule und Universität eine didaktische Lücke. Die Filmvermittlerin Stefanie Schlüter über Anwendungsmöglichkeiten in der Praxis.
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