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Dossier Indien

Politik

Die Indische Union ist die bevölkerungsreichste Demokratie der Welt. Doch wie hat sich das politische System seit der Unabhängigkeit entwickelt, wie stabil ist es? Welche Rolle Spiele die Parteien? Wer sind die wichtigsten Entscheidungsträger? Und welchen innen- und außenpolitischen Herausforderungen stehen sie gegenüber?

Christian Wagner

Indiens politisches System

Die Indische Union ist die bevölkerungsreichste Demokratie der Welt, denn nach der Unabhängigkeit im August 1947 ist gelungen, ein gefestigtes politisches System aufzubauen - trotz weit verbreiteter Armut sowie ethnischer, religiöser und sprachlicher Vielfalt.

Klaus Voll

Kongresspartei, BJP und regionale Schwergewichte

Kongresspartei und hindunationalistische BJP sind die einzigen Parteien Indiens mit einer begrenzten nationalen Reichweite. Alle anderen verfügen bestenfalls über eine regionale bzw. in der Regel nur über eine einzelstaatliche Präsenz.

Manuela Kessler

Die indischen Kennedys

Jawaharlal Nehru, Indira, Rajiv, Sonia und inzwischen Rahul Gandhi – seit der Unabhängigkeit dominiert der Nehru-Gandhi-Clan die indische Politik. Und auch in Zukunft wird die Familie die Geschicke des Landes bestimmen.

Stefan Mentschel

Der "sauberste" Politiker des Landes

Als Manmohan Singh im Mai 2004 das Amt des Premierministers übernahm, gab es Zweifel, ob es dem anerkannten Wirtschaftsprofessor gelingt, seine mehrere Dutzend Minister umfassende Koalitionsregierung zusammenzuhalten. Doch Singh hat nicht nur diese Aufgabe gemeistert, sondern auch zahlreiche politisch ambitionierte Projekt auf den Weg gebracht.

Stefan Mentschel

"Besser spät als nie"

Am 25. Juli 2007 zog Pratibha Patil als erste Präsidentin der Indischen Union in den Rashtrapati Bhawan von Neu Delhi ein. Ihre Person ist nicht unumstritten.

Stefan Mentschel

Indiens Innenpolitik

Indien ist ein Land mit einer ausgeprägten kulturellen, sprachlichen und regionalen Vielfalt. Entsprechend groß sind die innenpolitischen Herausforderungen für die bevölkerungsreichste parlamentarische Demokratie der Welt.

Suhas Chakma

Naxaliten: "Größte Herausforderung für die innere Sicherheit"

Seit Ende der 60er Jahre haben die so genannten Naxaliten – eine maoistische geprägte Guerilla-Bewegung – erheblich an Stärke und Intensität gewonnen. In einigen Regionen hat sich der Konflikt zum offenen Bürgerkrieg ausgeweitet, der jährlich Hunderte Todesopfer fordert.

Subir Bhaumik

Region in permanenter Unordnung

Seit der Unabhängigkeit im Jahr 1947 gibt es in Indiens Nordosten gewaltsame Konflikte. Separatistische Bewegungen und blutige ethnische Auseinandersetzungen gehören in dieser Region in einem Ausmaß zu Tagesordnung, dass Experten von einer "permanenten Unordnung" sprechen.

Teesta Setalvad

Kampfansage an die Demokratie

Der Hindunationalismus propagiert die Überlegenheit eines Teils der Gesellschaft gegenüber Minderheiten wie Muslimen und Christen. Mehr noch: In der Hindu-Nation soll es keinen gleichberechtigten Platz für andere geben. Die BJP, politischer Arm der Hindunationalisten, hat Indien bis 2004 in diesem Sinne regiert und dabei sichtbare Spuren hinterlassen.

Stefan Mentschel

Indiens Außenpolitik

Indien hat in den vergangenen Jahren erheblich an politischem Gewicht gewonnen. Zugrunde liegen dem selbstbewussten Agieren auf der Weltbühne eine Neuausrichtung der Außenpolitik nach Ende des Kalten Krieges sowie die kontinuierlich boomende Wirtschaft als Stütze dieser Politik.

C. Raja Mohan

"Neues globales Gleichgewicht der Kräfte"

Seit einigen Jahren sind Indien und die USA dabei, ihre historisch schwierigen Beziehungen nachhaltig zu verbessern. Vorläufiger Höhepunkt der Annäherung ist dabei ein Abkommen über die Zusammenarbeit bei der zivilen Nutzung der Atomenergie, dass Premier Singh und Präsident Bush im März 2006 unterzeichnet haben.

Iftikhar Gilani

Umstrittenes Kaschmir

Hauptstreitpunkt zwischen Indien und Pakistan ist die Region Kaschmir, um die beide Staaten drei Kriege geführt haben. Darüber hinaus birgt der Konflikt aber auch innenpolitisch erheblichen Sprengstoff.

Jochen Buchsteiner

Partner und Rivalen

Das indisch-chinesische Verhältnis hat mittlerweile internationale Bedeutung erlangt. Nicht nur werden die beiden Volkswirtschaften nach Berechnung von Fachleuten spätestens Mitte des Jahrhunderts etwa die Hälfte des Welthandels unter sich aufteilen. Als Nuklearmächte beanspruchen sie auch mehr Mitsprache auf der Bühne der Weltpolitik.

C. Uday Bhaskar

Aufstrebende Akteure im internationalen System

Die Beziehungen zwischen Indien und den Staaten der Europäischen Union haben sich nach Ende des Kalten Krieges nachhaltig verändert. An Themen für Austausch und Kooperation mangelt es nicht. Gleichwohl ist das Potenzial bei der Umsetzung gemeinsamer Interessen noch längst nicht ausgeschöpft.


 
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