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1945 -1968
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Frauen und Männer sind gleichberechtigt |
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Die Frauenbewegung in der BRD |
| Elke Schüller |
Die weitere Entwicklung der Frauenverbände Den Frauenverbänden brachte ihr Kampf um die Verankerung des Gleichberechtigungsprinzips im Grundgesetz zunächst viel Zuspruch; ihre Zahl wie die ihrer Mitglieder stieg bis 1950 kontinuierlich an. Dann aber nahm die Resonanz zunehmend ab. Dies hatte vor allem zwei Gründe: |
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| Der Interzonale Frauenkongress 1948 in der Paulskirche zu Frankfurt am Main begangen, stellte einen der wichtigsten Bausteine im Konstituierungsprozess der Frauenbewegung nach 1945 dar. Öffentlich wirksam wurde verkündet, dass ein neuer Staat ohne die Beteiligung der Frau nicht entstehen könnte. Foto: AddF (Bild 14), Bildnachweis |
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 |  | Zum einen gerieten die Frauenverbände immer mehr in die "reaktive Mechanik" des Kalten Krieges, jenes Systemkonfliktes, den die Westmächte unter Führung der USA und der Ostblock unter Führung der Sowjetunion von 1945 bis 1990 mit allen verfügbaren Mitteln, aber unterhalb der Schwelle eines offenen Krieges, austrugen. Die Frauenverbände, die bis dahin ihre Überparteilichkeit so hoch gehalten hatten, schlossen nun ihre kommunistischen Mitglieder aus, wodurch der bis dahin existierende "Grundpakt" zwischen den Frauen verschiedener parteipolitischer Ausrichtungen auseinanderbrach und auch in der Frauenbewegung die Blockbildung infolge des zunehmenden Ost-West-Konflikts ihren Ausdruck fand.
Zum anderen wurde ausgerechnet die verfassungsrechtliche Festschreibung der formalen Gleichberechtigung zum demobilisierenden Faktor für die Frauenverbände, denn viele Frauen sahen nun ihr Hauptziel als erreicht an und hielten weiteres frauenpolitisches Engagement für obsolet, wodurch sich das öffentliche Frauenengagement mehr und mehr verringerte. Die Frauen saßen dabei allerdings dem trügerischen Schein gleicher Chancen und Rechte auf und übersahen, dass die verfassungsrechtliche Festschreibung des Gleichberechtigungsgrundsatzes noch lange nicht gleichzeitig praktische Gleichstellung bedeutete.
Die Frauenverbände konzentrierten sich daher in den 1950er Jahren zunehmend auf die anstehende zivilrechtliche Umsetzung des Gleichberechtigungsprinzips und spezialisierten sich darauf, die Interessen der Frauen vorrangig über die Einflussnahme auf die Gesetzgebung geltend zu machen. Das Petitionswesen als Instrument des Lobbyismus wurde – ähnlich wie in der alten Frauenbewegung – immer stärker zu ihrem bevorzugten politischen Mittel. Diese rechtspolitische Arbeit, die vorwiegend von Juristinnen in den Rechtsausschüssen der überregionalen Frauenverbände professionell getragen wurde, drang nur noch wenig an die Öffentlichkeit und noch weniger ins öffentliche Bewusstsein.
Sie führte außerdem zu einer immer stärkeren Verschiebung der politischen Tätigkeit weg von der lokalen Ebene hin zur Landes- und Bundesebene. Die Verbandsarbeit zentralisierte und verselbstständigte sich damit immer mehr, und die überparteilichen Frauenverbände wandelten sich zu Funktionärinnenverbänden ohne Basis und Bewegung. Der frauenpolitische Aufbruch der unmittelbaren Nachkriegszeit wurde damit in geregelte Bahnen gelenkt und fand in gewisser Weise seinen Abschluss.
Ausblick
Trotzdem blieben durch das Wirken der Frauenverbände grundlegende unbeantwortete Anliegen der Frauenbewegung auch in der restaurativen Adenauer-Ära der 1950er und frühen 1960er Jahre bewahrt. Die Verbände stellten die Frauenfrage als Rechtsfrage; sie griffen immer wieder die bestehenden Rechtsungleichheiten an und es gelang ihnen, vor den höchsten Gerichten Rechtsverbesserungen zu erfechten. Die Tatsache, dass trotz Artikel 3 Grundgesetz die Gleichberechtigung nicht verwirklicht war, sondern von der Realität alltäglich konterkariert wurde, und dass eine immer größere Diskrepanz zwischen Rechtsnorm und Rechtswirklichkeit klaffte, wurde dadurch präsent und ein entsprechendes Problembewusstsein gefördert.
Langfristig haben somit die rechtliche Verankerung der Gleichberechtigung und der Kampf der Frauenverbände für ihre praktische Umsetzung entscheidende Weichen für die Zukunft gestellt und nicht zuletzt auch der neuen Frauenbewegung, die Ende der 1960er Jahre entstand, den Boden bereitet.
08. September 2008 |
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euro|topics |
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Frauen in Europa
Oberflächlich betrachtet scheint sich in den letzten Jahrzehnten die Situation der Frauen in Europa deutlich verbessert zu haben. euro|topics hat genauer hingeschaut. |
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68er |
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Ohne Frauen keine Revolution
Freigabe der Anti-Baby-Pille, gleicher Lohn für gleiche Arbeit und Abschaffung des Paragraphen 218: Die Forderungen der Neuen Frauenbewegung waren vielfältig. Doch zunächst mussten Frauen innerhalb der Protestbewegung selbst gegen machohaftes Verhalten und männliche Machtstrukturen kämpfen. |
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Dossier |
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Die graue Spielzeit
1955 verbietet der Deutsche Fußball-Bund seinen Mitgliedsvereinen den Frauenfußball. In den Augen des Verbands gilt der Fußballsport als "unweiblich" und "nichtfraugemäß". Erst 1970 ändert sich die Einschätzung, am 31. Oktober wird das Verbot aufgehoben. |
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