PDF Version (132 KB)Fakten
Die Parteien sind nicht in allen Bundesländern gleich stark mit Mitgliedern vertreten. So dominiert die Christlich-Soziale Union traditionell in Bayern mit 162.533 Mitgliedern (alle Zahlen Stand Dezember 2008); zweitstärkste Partei ist dort die SPD mit 70.737 Mitgliedern. FDP (5.752), DIE LINKE (3.225) und Bündnis 90/Die Grünen (6.422) haben im direkten Vergleich deutlich weniger Mitglieder.
Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen ist auch die Anzahl der Parteimitglieder für alle Parteien höher als in den anderen Ländern. Obwohl das Bundesland als ein SPD-Stammsitz gilt, ist die CDU dort mitgliedsstärkste Partei mit 165.506 Menschen, gefolgt von der SPD mit 139.623 Mitgliedern. Die FDP hat in NRW 16.202 Mitglieder, Bündnis 90/Die Grünen 10.091 und die DIE LINKE 7.764 Mitglieder.
Die geringsten Mitgliedszahlen haben die Parteien naturgemäß im kleinen Stadtstaat Bremen. Die CDU kommt hier auf 3.240 Mitglieder, 4.952 Menschen gehören der SPD an. 413 Bewohner Bremens sind Mitglied der FDP, 603 Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen. DIE LINKE kommt auf 492 Mitglieder.
Die großen Parteien CDU und SPD haben ihre meisten Mitglieder neben NRW vor allem in Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. In den ostdeutschen Bundesländern sind diese Parteien deutlich weniger stark vertreten. Die Mitgliedszahlen der CDU reichen von 6.047 in Mecklenburg-Vorpommern bis zu 13.092 in Sachsen. Die SPD verzeichnet zwischen 2.794 Mitgliedern in Mecklenburg-Vorpommern und 6.573 Mitgliedern in Brandenburg.
Die FDP ist ebenfalls in Baden-Württemberg (7.384) und in Niedersachsen (6.652 Mitglieder) stark vertreten. In den östlichen Bundesländern hat sie deutlich weniger Mitglieder, besonders in Mecklenburg-Vorpommern (1.006 Mitglieder) und in Brandenburg (1.511 Mitglieder).
Bündnis 90/Die Grünen haben ihren Schwerpunkt neben NRW und Bayern in Baden-Württemberg (6.370 Mitglieder) und in Berlin (4.065 Mitglieder). Wie die FDP verzeichnen auch die Grünen in den östlichen Bundesländern vergleichsweise wenige Mitglieder, besonders in Mecklenburg-Vorpommern (307 Mitglieder).
DIE LINKE ist dagegen vor allem im Osten Deutschlands stark vertreten. Die höchste Anzahl an Mitgliedern erreicht sie in Sachsen mit 12.682 Mitgliedern und in Brandenburg mit 9.127 Mitgliedern. Dagegen sind in den größeren westlichen Bundesländern wie Bayern (3.225 Mitglieder) und Niedersachsen (2.864 Mitglieder) die Mitgliedszahlen im Vergleich mit den anderen im Bundestag vertretenen Parteien gering.
Datenquellen
Niedermayer, Oskar, 2009: Parteimitglieder seit 1990. Arbeitshefte aus dem Otto-Stammer-Zentrum, Nr. 15, Berlin. Auf: www.polsoz.fu-berlin.de
Begriffe, methodische Anmerkungen oder Lesehilfen
Das Bundesland Bremen ist bis einschließlich 1993 unter Bremen/Niedersachsen zusammengefasst. 1990 waren erst wenige ostdeutsche CDU-Mitglieder in der Zentralen Mitgliederkartei erfasst, die Erfassung wurde im September 1991 abgeschlossen. Die ersten verlässlichen Zahlen liegen damit zum 31.12.1991 vor. Die Grünen in Sachsen (1991 etwa 500 Mitglieder) waren bis 1993 kein Landesverband der Bundespartei. Für DIE LINKE (ehemals Linkspartei.PDS) sind die Mitgliedszahlen für Westdeutschland 1990 nicht exakt feststellbar, werden aber auf etwa 600 geschätzt.

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