"Stolpersteine" des Künstlers Gunter Demnig.

Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg

8. Mai 1945: Europa liegt in Trümmern. In den Krisen der Weimarer Republik war der Nationalsozialismus in Deutschland zur Massenbewegung gewachsen. Während der zwölf Jahre seiner Herrschaft wurden Juden, politische Gegner und andere Gruppen systematisch verfolgt, vertrieben und ermordet. 1939 entfachte Deutschland einen Weltkrieg, der am Ende über 55 Millionen Menschen das Leben kostete. In sieben Kapiteln führt das Dossier durch die Geschichte von Nationalsozialismus und Zweitem Weltkrieg in Deutschland. Und es fragt, wie die Deutschen sich an die nationalsozialistischen Verbrechen erinnern, die bis heute ihr Verhältnis zu sich selbst und ihren Nachbarn bestimmen.

Nicht genau datiertes Schwarz-Weiß-Foto: Männliche jüdische russische und polnische Gefangene, die an schwerwiegenden Erkrankungen leiden, sitzen auf einer Bank in einer Kranken-Baracke im Konzentrationslager Buchenwald im April 1945.

www.deutschegeschichten.de

Shoa und Antisemitismus

Die kalt geplante und industriell betriebene Ermordung der europäischen Juden ist der größte Zivilisationsbruch der Geschichte. Der Antisemitismus weist auf eine lange Tradition in Deutschland und Europa zurück. Christliche Feindbilder prägten tiefe kollektive Vorurteile – einige halten sich bis heute. Weiter...

Die Gedenkstätte "Stille Helden" in Berlin. In den Vitrinen werden Menschen gezeigt, die Juden während der Verfolgung im Nationalsozialismus geholfen haben.

Beate Kosmala

Stille Helden

Auch während der Zeit des Nationalsozialismus gab es Handlungsalternativen. Sie waren zwar riskant, verlangten aber nicht von vornherein todesbereiten Widerstand. Welche Möglichkeiten hatten Helfer und Verfolgte der NS-Dikatur? Weiter...

Kränze für die Opfer der Hitlerdiktatur an der Gedenkstätte Plötzensee: Zwischen 1933 und 1945 wurden im Gefängnis Plötzensee 2891 Todesstrafen vollstreckt, so auch die der Beteiligten am Umsturzversuch 20. Juli 1944.

Wolfgang Benz

Der militärische Widerstand

Das missglückte Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 ist heute der wohl bekannteste Widerstand gegen den Nationalsozialismus aus dem Militär. Mit einer Bombe hofften Claus Graf Stauffenberg und andere den Zweiten Weltkrieg zu beenden. Der Umsturzversuch endete noch in derselben Nacht mit ihrer Hinrichtung. Weiter...

Im März 1933 rufen Angehörige der SA vor der Woolworth-Filiale in Berlin zum Boykott des irrtümlich für jüdisch gehaltenen Geschäftes auf.

Rüdiger Fleiter

Kommunen und NS-Verfolgungspolitik

Lange Zeit wurde die Rolle der Kommunen bei der Verfolgungspolitik unterschätzt. Dabei führten die Rathäuser nicht nur Weisungen aus, sondern gingen immer wieder über zentrale Vorgaben hinaus. Weiter...

Fotografien von ehemaligen jüdischen Häftlingen im Konzentrationslager Auschwitz in Häftlingskleidung, an einer Wand der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem zusammengestellt.

Dan Bar-On

Die Erinnerung an den Holocaust in Israel und Deutschland

Nach 1945 mieden Israelis und Deutsche zunächst die Erinnerung an den Holocaust. Heute wird sie hier wie dort öffentlich betrieben – und instrumentalisiert. Am Beispiel des Palästinenser-Konfliktes erläutert Dan Bar-On die politischen und privaten Strategien des Erinnerns und Vergessens. Weiter...

Schwarz-Weiß-Foto (undatiert!): Mehrere Berliner Kinder sitzen 1948 auf dem Zaun des Berliner Flughafens Tempelhof, während ein so genannter 'Rosinenbomber' der US-Luftstreitkräfte über ihnen zur Landung ansetzt.

Wolfgang Benz

Berlin - auf dem Weg zur geteilten Stadt

Die anhaltenden Differenzen zwischen den Westmächten und der UdSSR entluden sich 1948 in der sowjetischen Blockade der Land- und Wasserwege nach Berlin. Lediglich drei Luftkorridore sicherten die Versorgung des Westteils der Millionenstadt. Als die Blockade 1949 aufgehoben wurde, war das Schicksal Berlins als geteilte Stadt besiegelt. Weiter...

Zerstörte Stadt: Zwischen September 1940 und Mai 1941 fliegt die deutsche Luftwaffe fast ohne Unterbrechung Bombenangriffe auf die britische Hauptstadt London. Von den Engländern werden die Angriffswellen bald "The Blitz" genannt.

Dietmar Süß

Erinnerungen an den Luftkrieg in Deutschland und Großbritannien

Die Bombardierung von Großstädten machte die Zivilbevölkerung wie nie zuvor zum Opfer des Kriegs. In Großbritannien gingen diese Erlebnisse sofort in die kollektive Erinnerung ein. In Deutschland erfahren sie erst in jüngster Zeit Aufmerksamkeit. Wie erzählen Menschen und Medien in beiden Ländern davon? Weiter...

Ein/-e Wissenschaftler/-in bereitet das am häufigsten veröffentlichte Foto von Anne Frank für eine Ausstellung im Holocaust Museum Houston vor. Es wird mit einer Bildunterschrift auf einem Hintergrund angeordnet. Das Foto ist eines von Dutzenden Aufnahmen aus dem Album der Familie Frank, die auf der Ausstellung des Museums von 05. August bis zum 31. Dezember 2004 zu sehen waren. Das nach Ende des Zweiten Weltkriegs veröffentlichte Tagebuch der Anne Frank machte sie zu dem wohl bekanntesten der fast 6 Millionen Opfer des nationalsozialistischen Völkermords.

Harald Welzer

Die Deutschen und ihr "Drittes Reich"

Das Wissen über die verbrecherische Behandlung der Juden war im Vorfeld des Massenmordes weit verbreitet. Und manches deutet darauf hin, dass die Judenverfolgung die Zustimmungsbereitschaft zum Nationalsozialismus förderte. Weiter...

Boykottaktion gegen jüdische Geschäfte am 1. April 1933. Die Herrschaft der Nationalsozialisten bedeutet für die deutschen Juden von Anfang an eine antisemitische  Politik der Diskriminierung und Verdrängung.

Blog

4. Internationale Konferenz zur Holocaustforschung

Die 4. Internationale Konferenz zur Holocaustforschung widmete sich vom 27. bis 29. Januar dem Fokus "Volksgemeinschaft – Ausgrenzungsgemeinschaft. Die Radikalisierung Deutschlands ab 1933". Wir haben die Konferenz auf unserem Blog begleitet: Weiter...

 

Was heißt Antisemitismus?

Einladung der antisemitischen Gesellschaft von Graz von 1938.

Antisemitismus im 19. und 20. Jahrhundert

Judenfeindliche Parteien und Verbände bereiteten den ideologischen Nährboden für die Nazis. Der industriell betriebene Völkermord war die furchtbare Konsequenz ihrer Ideologie. Weiter... 

Online-Angebote

www.chotzen.de

chotzen.de

Filme, Bilder und Dokumente erzählen die Geschichte einer deutsch-jüdischen Familie vom Beginn des Ersten Weltkriegs bis heute. Weiter... 

Mediathek

Erinnern, aber wie?


Was kann an historischen Orten gelernt werden, was können Gedenkstätten leisten und wo liegen die Grenzen? Der Filmbeitrag lässt vielfältige Positionen zu Wort kommen. Weiter... 

Teaser Geheimsache GhettofilmDossier

Geheimsache Ghettofilm

Frühjahr 1942 im Warschauer Ghetto, unmittelbar vor Beginn des Massenmords: Ein NS-Filmteam dreht, ein Rohschnitt entsteht. Warum entstanden die Propagandaaufnahmen im Ghetto? Wie kann mit ihnen umgegangen werden? Die israelische Regisseurin Yael Hersonski hinterfragt und kontextualisiert die Aufnahmen. Ihr Film ergänzt Zeitzeugenberichte, Bildergalerien und Hintergründe namhafter Historiker und Filmexperten. Weiter...