Die vorgesehenen Gebietsverluste, Souveränitätsbeschränkungen, Reparationen und vor allem die Zuweisung der Alleinschuld am Krieg lösten in ganz Deutschland, quer durch alle sozialen Schichten und politischen Lager, einen Entrüstungssturm aus. Ministerpräsident Scheidemann lehnte es am 12. Mai 1919 in der Nationalversammlung mit starken Worten ab, den Vertrag zu unterschreiben: "Welche Hand müsste nicht verdorren, die sich und uns in solche Fesseln legte?" Die Regierung durfte innerhalb von 14 Tagen Stellung nehmen. Jedoch wiesen die Alliierten fast alle deutschen Wünsche, Alternativ- oder Kompromissvorschläge (bis auf eine Abstimmung in Oberschlesien über die nationale bzw. staatliche Zugehörigkeit) ab. Am 16. Juni erhielt die deutsche Delegation in Paris den endgültigen Vertragstext mit einer Annahmefrist von sieben Tagen. Daraufhin trat das Kabinett Scheidemann am 20. Juni zurück; die DDP schied vorläufig aus der Koalition aus (bis zum 3. Oktober 1919). Neuer Reichskanzler wurde Gustav Bauer (MSPD).
Am 21. Juni 1919 wurden die Alliierten gleich doppelt provoziert: In der Bucht von Scapa Flow ließ Admiral Ludwig von Reuter eigenmächtig die deutsche Hochseeflotte versenken, damit sie den Siegermächten nicht in die Hände fiel; in Berlin verbrannten Offiziere die im Krieg 1870/71 erbeuteten Fahnen französischer Truppenteile. Danach waren weitere Verhandlungen des neuen Reichskanzlers Bauer von vornherein vergeblich.
Als Ebert am 23. Juni bei der OHL in Kassel anrief, um sich nach den Chancen eines militärischen Widerstandes zu erkundigen, eilte Hindenburg vor die Tür, um nicht mit dem Reichspräsidenten sprechen zu müssen. Groener übernahm die Aufgabe, Ebert die Wahrheit zu sagen. "Die Wiederaufnahme des Kampfes ist [...] aussichtslos. Der Friede muss daher unter den vom Feinde gestellten Bedingungen abgeschlossen werden." So eindeutig mochte er sich aber nicht als "Erster Generalquartiermeister" äußern, sondern nur als "Deutscher, der die Gesamtlage klar übersieht".
Da es keine verantwortbare Alternative gab, beschloss die Nationalversammlung am Nachmittag des 23. Juni 1919 mit großer Mehrheit die Annahme des Friedensvertrages; dagegen stimmten die DNVP, die DVP, die meisten DDP- und einige Zentrumsabgeordnete. Am Abend und an den folgenden Tagen verübten Reichswehrangehörige auf den Unterzeichner des Waffenstillstandes, Matthias Erzberger, Attentatsversuche. Zur Unterzeichnung mussten sich Außenminister Hermann Müller (MSPD) und Verkehrsminister Johannes Bell (Zentrum) am 28. Juni 1919 im Spiegelsaal des Schlosses zu Versailles einfinden, wo die deutschen Fürsten 1871 Wilhelm I. zum Kaiser ausgerufen hatten. Nach der Ratifizierung durch die Unterzeichnerstaaten trat der Vertrag am 10. Januar 1920 in Kraft.
Bestandteil des Vertrages war die Satzung des vor allem auf Betreiben des amerikanischen Präsidenten Wilson am 29. April 1919 in Versailles gegründeten Völkerbundes (dem Deutschland vorläufig nicht angehören durfte). Wegen der darin enthaltenen Sanktionsbestimmungen lehnte jedoch die Mehrheit des US-Kongresses, die nach dem Krieg zum traditionellen Isolationismus zurückkehren und eine Verwicklung in internationale Konflikte vermeiden wollte, im November 1919 die Satzung ab. Ausgerechnet die USA blieben daher dem Völkerbund fern, was diesen von vornherein schwächte. Ein separater deutsch-amerikanischer Friedensschluss erfolgte am 25. August 1921.
Der Versailler Vertrag nahm Deutschland nicht nur sämtliche Kolonien, sondern auch 13 Prozent seines Territoriums und zehn Prozent seiner Bevölkerung, damit verbunden 50 Prozent der Eisenerzversorgung, 25 Prozent der Steinkohleförderung, 17 Prozent der Kartoffel- und 13 Prozent der Weizenernte. Der Großteil dieser Gebiete fiel an den nach 123-jähriger Teilung wieder gegründeten Staat Polen - für die Alliierten auch ein Bollwerk gegen den russischen Bolschewismus. Die neue Grenzziehung im Osten führte wegen der dortigen gemischtnationalen Siedlungsweise unvermeidlich zu neuen Minderheitsproblemen. Wo bisher Polen unter preußisch-deutscher Herrschaft leben und nationalistische Diskriminierungen erdulden mussten, kehrten sich diese Verhältnisse jetzt um. Es gab auch Ströme von deutschen Flüchtlingen und Ausgewiesenen.
Clemenceau war mit weiter gehenden Forderungen (Übernahme aller linksrheinischen deutschen Gebiete durch Frankreich) im Kreise der "Großen Drei" gescheitert; er galt bei den französischen Nationalisten schon bald als "Verlierer des Sieges". Im "Diktatfrieden" von Brest-Litowsk hatte Deutschland dem Russischen Reich annähernd ein Viertel seines europäischen Territoriums - das freilich von nach Unabhängigkeit strebenden Völkern bewohnt war - und damit zugleich ein Viertel seiner landwirtschaftlichen Nutzfläche sowie drei Viertel seiner Schwerindustrie und Kohleproduktion entzogen; nun wurde es selbst in Versailles ähnlich hart behandelt. Gleichwohl blieb sein nationalstaatliches Gefüge weitgehend erhalten; auch eine Rückkehr in den Kreis der Großmächte war nicht ausgeschlossen.