
 Wider den Muff von 1000 Jahren

Die Bedeutung der 68er für die Aufarbeitung des Nationalsozialismus ist umstritten. Katrin Hammerstein erklärt die unterschiedlichen Sichtweisen und definiert den Faschismusbegriff der 68er.
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |

 Ein direkter Weg von der Spassguerilla zum Terrorismus?

"Waffen gegen polizeilichen Übereifer" sollten, laut Hamburger SDS, "Konfetti, Wasserpistolen" und "homerisches Gelächter" sein. Die Proteste radikalisierten sich mit dem dem Besuch des persischen Schahs und der Erschießung Benno Ohnesorgs.
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |

 Neue Linke und Studentenbewegung

Bereits in den frühen 60er Jahren bildete sich international eine Bewegung, besonders unter Studenten, die später als "New Left" bezeichnet wurde: in Abgrenzung zur Sozialdemokratie - aber auch zum Kommunismus.
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |

 Denkmodelle der 68er

Die 68er-Bewegung war vor allem eines: Kritik an den bestehenden Verhältnissen - am Überkommenen, dem Traditionsbestand der Gesellschaft. Dabei wurden Argumente dem Marxismus, der Psychoanalyse oder der Kapitalismus- und Imperialismustheorie entnommen.
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |

 Die versäumte Revolte: Die DDR und das Jahr 1968

Einen Steinwurf weit tobte die Revolte, doch dazwischen lag die Mauer und niemand durfte es dort wagen, auf wen auch immer mit Steinen zu schmeißen. Stefan Wolle beschreibt seine Jugend im Osten Berlins.
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |

 "Wir hofften auf Freiräume"

Gerd Poppe erlebt das Jahr 1968 in der DDR. Eingeschlossen in einem autoritären Staat bringt er der antiautoritären Studentenbewegung im Westen große Sympathie entgegen. Und der Prager Frühling weckt die Hoffnung auf Veränderungen auch in der DDR.
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |

 Ohne Frauen keine Revolution

Freigabe der Anti-Baby-Pille, gleicher Lohn für gleiche Arbeit und Abschaffung des Paragraphen 218: Die Forderungen der Neuen Frauenbewegung waren vielfältig. Doch zunächst mussten die Frauen gegen die von Männern dominierte Protestbewegung selbst kämpfen.
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |

 Zwischen Faszination, Grauen und Vereinnahmung

Happenings, Sit-Ins, öffentliches Leben in der Kommune – die Revolte der 68er war auch ein mediales Ereignis. Die Medien wurden beschimpft und bekämpft und zugleich gezielt für die Mobilisierung der Öffentlichkeit genutzt.
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |

 Denker

Adorno, Horkheimer, Marx, Marcuse: Wer waren die Vordenker der 68er? Und wessen Schriften lasen die 68er um ihre Forderungen theoretisch zu untermauern? Die Illustrationen entwickelten Design-Studenten der FH Aachen unter Leitung von Prof. Ilka Helmig.
 |
 |
 |
 |
 |
  |
 |
 |

 68 in den Betrieben

Mitsprache, Demokratisierung und individuelle Teilhabe waren zentrale Forderungen der 68er-Bewegung – auch in den Betrieben. Die bestehenden Mitbestimmungsgesetze wurden als unzureichend und destruktiv kritisiert.
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |

|

 |
| Rudi Dutschke im Februar 1968 bei einer Demonstration gegen den Vietnamkrieg. Foto: AP |
 |
 |
 |
 Protestformen

 |
 |
| Die 68er-Revolte war die erste Protestbewegung, die gezielt die Medien für die Verbreitung ihrer Forderungen nutzte. Dafür wurden anfangs neue, überraschende und photogene Protestformen eingesetzt. Doch im Laufe der Bewegung wurden immer öfter aus Demonstrationen gewalttätige Ausschreitungen. Die Illustrationen entwickelten Studenten des Fachbereichs Design der FH Aachen unter der Leitung von Prof. Ilka Helmig. | |
 |
 |
 |

 Sound und Revolte

Lange Haare, laute Musik und Drogen: Jugendliche schufen sich in den 68ern ihre eigene private Gegenkultur. Wer etwas auf sich hielt, reiste ins Swinging London oder nach Kopenhagen. Hier galt das Verhältnis zwischen den Generationen als entspannter.
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |

 Orgasmen wie Chinaböller

Die Antibabypille revolutionierte die Sexualkultur: Schwangerschaftsabbrüche gingen zurück und Frauen begannen ihre sexuellen Bedürfnisse sorgenfrei auszuleben. Doch die sexuelle Revolution mündete teilweise im Konflikt zwischen den Geschlechtern.
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |

 Rudi Dutschke und der bewaffnete Kampf

Der komplexe Zusammenhang zwischen 68er-Bewegung und der RAF findet in Rudi Dutschke seine Personifikation. Dutschke war zwar einer der ideellen Begründer des Konzepts "Stadtguerilla" - aber entschiedener Gegner des Terrorismus.
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |

 Die sexuelle Revolution

Martin Goldstein war 1969 der erste "Dr. Sommer" der BRAVO. Im bpb- Interview erzählt er von der rigiden Sexualmoral der 50er Jahre, wie die 68er dagegen rebellierten und warum sexuelle Aufklärung seiner Meinung nach "Quatsch" ist.
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |

 Revolution der Sprache?

Die 68er-Bewegung war eine Rebellion gegen die herrschende Ordnung. "Unordentliche" Kleidung, lange Haare und offene Verstöße gegen Benimmformen waren Ausdruck dieser Rebellion. Auch in der Sprache und Kommunikationsritualen sorgten die 68er für reichlich Unordnung.
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |

 Lebensgefühl junger Polizisten

Joachim Lautensack begann seine Ausbildung zum Polizisten 1971. In Absperrlinien stand er Demonstranten gegenüber, die genauso jung waren wie er, auf die gleiche Musik abfuhren und sich gegen autoritäre Erzieher und verstaubte Werte auflehnten.
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |

 Erziehung und 68

Antiautorität war das Schlagwort der 68er Bewegung und damit wurden radikal alle traditionellen Erziehungsmodelle in Frage gestellt. Der Beginn eines gesellschaftlichen Werteverfalls oder eine notwendige Reform des
Bildungssystems?
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |

 "68 war eine den Wunden der Zeit zugeneigte Art"

Jürgen Flimm spricht in unserem Interview über die Zustände an den Münchner Theatern 1968, über die neue Rolle des Regisseurs als Kommentator eines Stückes und die Notwendigkeit, etwas zu tun.
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |