Years of Change.

The Years of Change 1989-1991

The Years of Change (© bpb)
Umsturz sozialistischer Systeme in Ländern des Warschauer Paktes im Sommer 1989, Fall der Berliner Mauer, Exekution des rumänischen Diktators Ceausescu, Unabhängigkeitserklärung der baltischen Staaten 1990, Zerfall der Sowjetunion und Jugoslawiens mit darauffolgenden Kriegen 1991. Die Jahre 1989 bis 1991 veränderten die West-Ost-Ordnung des Kalten Krieges grundlegend.

Der Raum hinter dem Eisernen Vorhang wurde mit all seiner kulturellen, sprachlichen und historischen Vielfalt wieder auf der europäischen Landkarte wahrgenommen. Das „System“ war auf unvorhergesehene Art zusammengebrochen, der Weg zur Freiheit und Demokratie schien vorgezeichnet zu sein.

30 Jahre danach sieht sich die demokratische Ordnung in Europa auf den Prüfstand gestellt. Populisten und Nationalisten erobern Institutionen, Wählerstimmen, öffentliche und digitale Räume. Demokraten von damals und heute sehen sich dem Vorwurf ausgesetzt, Fehler im politischen Handeln begangen und zu passiv agiert zu haben. Autokratische Herrscher sind auf dem Vormarsch und setzen nach und nach demokratische Rechtsordnungen aus.

Die Bundeszentrale für politische Bildung veranstaltet in den nächsten drei Jahren in Kooperation mit der Leipziger Buchmesse den Programmschwerpunkt „The Years of Change 1989–1991. Mittel-, Ost- und Südosteuropa 30 Jahre danach“. Wir verstehen unser Programm als eine Einladung zur Vermessung der Zeit und des Raumes, zum Nachdenken über Topoi, Akteure, Positionen, Ideen und Praktiken. Deutschland, Tschechien, Ungarn, Polen, Rumänien und die Slowakei stehen 2019 im Fokus. Wir fragen, wie die anni mirabiles in die Gegenwart hineinwirken. Wie sind all die Revolutionen nach 1989 zu bewerten, bei denen sich die Massen für Menschenrechte und demokratische Ordnung eingesetzt haben? Und in die Zukunft blickend: Wie kann man junge Generationen gegen -ismen immunisieren, damit sie sich demokratischen Werten verpflichtet fühlen? Wie lassen sich die vielen Erfahrungen des Widerstands, des Undergrounds und politischen Engagements für die Wiederherstellung des Vertrauens in Demokratien nutzen? Literatur als Kommunikationsmittel, sensible Zeitzeugin der Gegenwart und Seismographin der Zukunft bereichert die politische

Bildung mit ungewöhnlichen Perspektiven, Brüchen und Bildwelten, die aufhorchen lassen, Leerstellen füllen und neue Fragen aufwerfen. Wir gehen neue Allianzen ein und laden Sie ein, daran teilzunehmen.

PDF-Icon Flyer mit Programm

The Years of Change 1989-1991 Logo (© bpb)

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