Dossierbild teamGLOBAL

Ökologische Nachhaltigkeit am Beispiel Energie

29.8.2008
Klimawandel, Rekordpreise für Erdöl und Erdgas sowie eine steigende Importabhängigkeit haben die Energiepolitik auf der politischen Agenda weit nach oben rücken lassen. Es besteht Einigkeit darüber, dass das derzeitige primär auf fossilen Energieträgern beruhende Energiemodell nicht zukunftsfähig ist. Während bisher vor allem in den Industrieländern der Energieverbrauch enorm hoch ist, steigt nun der Energiehunger vor allem in den Entwicklungs- und Schwellen¬ländern. Ohne wirksame Gegenmaßnahmen würden der globale Energiebedarf und die damit verbundenen CO2-Emissionen deshalb in den nächsten Jahrzehnten weiter drastisch ansteigen.

Klimawandel, Rekordpreise für Erdöl und Erdgas sowie eine steigende Importabhängigkeit haben die Energiepolitik auf der politischen Agenda weit nach oben rücken lassen. Es besteht Einigkeit darüber, dass das derzeitige primär auf fossilen Energieträgern beruhende Energiemodell nicht zukunftsfähig ist. Während bisher vor allem in den Industrieländern der Energieverbrauch enorm hoch ist, steigt nun der Energiehunger vor allem in den Entwicklungs- und Schwellenländern. Ohne wirksame Gegenmaßnahmen würden der globale Energiebedarf und die damit verbundenen CO2-Emissionen deshalb in den nächsten Jahrzehnten weiter drastisch ansteigen.
Während bisher vor allem in den Industrieländern der Energieverbrauch enorm hoch ist, steigt nun der Energiehunger vor allem in den Entwicklungs- und Schwellenländern. Foto: ECWährend bisher vor allem in den Industrieländern der Energieverbrauch enorm hoch ist, steigt nun der Energiehunger vor allem in den Entwicklungs- und Schwellenländern. Foto: EC
Der weltweite Energieverbrauch liegt gegenwärtig fast doppelt so hoch wie zu Beginn der 70er Jahre. Mit Blick auf die Zusammensetzung der Rohstoffe aus denen Energie gewonnen wird, leben wir nach wie vor im fossilen Zeitalter. Beherrschte Kohle bis Mitte des 20. Jahrhunderts den Energiemarkt; wurde sie in den 60er Jahren durch das Erdöl abgelöst, dessen Anteil bis zur zweiten Ölpreis-Krise im Jahre 1979 auf annähernd die Hälfte des Energieverbrauchs der Welt gestiegen war. Die wichtigsten Energieträger sind heute Erdöl (35 Prozent), Kohle (25 Prozent) und Gas (21 Prozent). Die erneuerbaren Energien (vor allem Biomasse und Wasserkraft) decken 13 Prozent, die Kernenergie 6 Prozent des globalen Energieverbrauchs.
energieverbrauch_glob
Dabei haben nach Schätzungen der Internationalen Energieagentur (IEA) rund 2,4 Milliarden Menschen gar keinen Anteil an diesem Energieverbrauch. Sie leben praktisch noch im Holzzeitalter. In den ländlichen Regionen Schwarzafrikas, Indiens und Südostasiens gibt es meist keine Elektrizität. Zum Kochen und Heizen werden Holz, Stroh, Dung und Müll verwandt. Die Schadstoffe aus den traditionellen Öfen kosten laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jährlich 2,5 Millionen Menschen frühzeitig das Leben – weit mehr, als etwa der Malaria zum Opfer fallen. Die IEA schätzt, dass der Anteil der Menschen in solcher »Energiearmut« bis 2030 dank des wachsenden Wohlstands zwar sinken, die absolute Zahl aber wegen des globalen Bevölkerungswachstums um 200 Millionen zunehmen wird - vor allem in Schwarzafrika.

teamGLOBAL - Ökologie - Energie

Zum Vergleich: Der globale Energieverbrauch

Zum Vergleich: Der Pro-Kopf-Verbrauch
(in Tonnen Erdöläquivalent pro Kopf)
USADeutschlandChinaBangladesch
7,94,21,30,17

Quelle: IEA Key World Statistics 2007span



Die Verbrennung fossiler Brennstoffe ist die Hauptursache für die Emissionen des wichtigsten Treibhausgases Kohlendioxid (CO2). Es ist inzwischen allgemein anerkannt, dass die steigenden Treibhausgas-Emissionen eine globale Klimaerwärmung zur Folge haben. Im Dezember 1997 wurden in Kyoto [Link zu Fallbeispiel Kyotoprozess] Verpflichtungen zur Minderung der Treibhausgas-Emissionen für den Zeitraum 2008-2012 eingegangen. Nahezu alle vorliegenden globalen Szenarien gehen von einem weiteren Anstieg des weltweiten Energieverbrauchs aus. Nach Schätzungen der IEA wird der globale Energiebedarf bis 2030 um zwischen 55 und 70 Prozent – also jährlich um 1,5 bis 2 Prozent ansteigen, wenn keine wirksamen Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Getrieben wird die wachsende Energienachfrage – die sich durch den hohen Verbrauch der westlichen Industrieländer schon heute auf einem sehr hohen Niveau bewegt – vor allem durch das hohe Wirtschaftswachstum in den großen Schwellenländern wie China und Indien. Die Internationale Energieagentur (IEA) geht in ihrem Referenzszenario davon aus, dass damit zugleich der jährliche CO2-Ausstoß bis 2030 um 57 Prozent ansteigen würde gegenüber dem Stand aus dem Jahr 2005. Aber selbst wenn alle derzeit diskutierten politischen Maßnahmen umgesetzt würden, darunter erneuerbare Energien, Biokraftstoffe, Effizienzziele, Kraft-Wärme-Koppelung u. a., stiegen die Emissionen immer noch deutlich an.

Aus: Sascha Meinert, Michael Stollt (2007) Energie für die Zukunft – Planspiel zur EU-Klima- und Energiepolitik, Institut für prospektive Analysen e.V. Zahlen nach: IEA Key World Energy Statistics, 2007 und IEA World Energy Outlook 2007 - China and India Insights, 2007


Herausforderungen – Die europäische Perspektive

Die Industrieländer, die in der Vergangenheit und heute für einen großen Teil des Energieverbrauchs verantwortlich sind, stehen vor großen Herausforderungen beim Umbau ihres Energiesystems. In ihrem Grünbuch für eine neue Europäische Energiepolitik vom März 2006 benannte die EU-Kommission die in ihren Augen wichtigsten Herausforderungen, denen sich die EU-Mitgliedstaaten in den kommenden beiden Jahrzehnten stellen müssen und die ein gemeinsames Handeln nahe legen. [mehr]

Handlungsdimensionen und Lösungsansätze

Es besteht weitgehend Einigkeit darüber, dass es für den Weg hin zu einer sicheren, kohlenstoffarmen Energieversorgung kein Patentrezept gibt und er nicht mit Hilfe einer einzigen Technologie zu schaffen sein wird. Vielmehr bedarf es eines Bündels sich gegenseitig ergänzender Ansätze und Instrumente. Welche Maßnahmen und Technologien hierbei die größten Potentiale besitzen ist hingegen umstritten. Ein Überblick über die wichtigsten Handlungsdimensionen und Lösungsansätze, die derzeit diskutiert werden. [mehr]



 
Coverbild bpb: magazin HQZeitschrift

bpb:magazin

Aus drei mach eins! Kannten Sie bisher das Publikationsverzeichnis, den Veranstaltungskalender und den Flyer für die Studienreisen, so bietet das bpb:magazin den Service dieser drei Publikationen und viele weitere interessante Informationen nun aus einer Hand. Weiter... 

Veranstaltungsdokumentation (Juni 2011)

5. Fundraising-Tag der politischen Bildung - 10. Juni 2011, Köln (KOMED)

Für immer mehr Bildungseinrichtungen wird es unausweichlich, ein professionelles Fundraising aufzubauen. Während des Fundraising-Tages organisieren die Beteiligten seit nunmehr fünf Jahren einen Wissenstransfer. Im Rahmen von acht Workshops wurden konkrete Aktionen und Konzepte des Fundraisings für die politische Bildung vorgestellt und diskutiert. Weiter... 

Mit einem vielfältigen Workshop- und Veranstaltungsangebot wollen die YEPs junge Menschen für das Thema Europa sensibilisieren. In der Dokumentation der YEP-Veranstaltungen 2011 erhalten Sie einen Einblick in die unterschiedlichen Projekte.

Dokumentation der YEP-Einsätze 2011

Mit einem vielfältigen Workshop- und Veranstaltungsangebot wollen die YEPs junge Menschen für das Thema Europa sensibilisieren. In der Dokumentation der YEP-Veranstaltungen 2011 erhalten Sie einen Einblick in die unterschiedlichen Projekte. Weiter... 

Sonstige

Europa - Das Wissensmagazin für Jugendliche - Schülerheft

Wer macht Was in Europa? Was ist die Europäische Union? Mit vielen Aufgaben, Quizfragen und Diskussionsideen im Wissensmagazin können Jugendliche sich das Thema Europa erschließen. Weiter...