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Z.B. der Human Development Index der Vereinten Nationen...

29.8.2008
Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) veröffentlicht jährlich einen Bericht über die menschliche Entwicklung. Anders als der Ländervergleich der Weltbank berücksichtigt dieser nicht nur das Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Einwohner eines Landes, sondern ebenso die Lebenserwartung und den Bildungsgrad bzw. die Alphabetisierungsrate der Bevölkerung.

Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) veröffentlicht jährlich einen Bericht über die menschliche Entwicklung. Anders als der Ländervergleich der Weltbank berücksichtigt dieser nicht nur das Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Einwohner eines Landes, sondern ebenso die Lebenserwartung und den Bildungsgrad bzw. die Alphabetisierungsrate der Bevölkerung.

    "The basic purpose of development is to enlarge people's choices. In principle, these choices can be infinite and can change over time. People often value achievements that do not show up at all, or not immediately, in income or growth figures: greater access to knowledge, better nutrition and health services, more secure livelihoods, security against crime and physical violence, satisfying leisure hours, political and cultural freedoms and sense of participation in community activities. The objective of development is to create an enabling environment for people to enjoy long, healthy and creative lives."
    Mahbub ul Haq, Gründer des Human Development Report
Mit Hilfe des Human Development Index (HDI, Index der menschlichen Entwicklung) wird versucht, anhand einer Maßzahl den Stand der menschlichen Entwicklung in den Ländern der Welt zu verdeutlichen. Der in dem jährlichen Bericht über die menschliche Entwicklung enthaltene Index der menschlichen Entwicklung (englisch Human Development Index, HDI) erfasst die durchschnittlichen Werte eines Landes in grundlegenden Bereichen der menschlichen Entwicklung. Der Faktor Lebenserwartung gilt dabei als Indikator für Gesundheitsfürsorge, Ernährung und Hygiene; das Bildungsniveau steht für erworbene Kenntnisse und das Einkommen für einen angemessenen Lebensstandard. Dazu gehören unter anderem die Lebenserwartung bei der Geburt, das Bildungsniveau sowie das Pro-Kopf-Einkommen. Dadurch ergibt sich eine Rangliste, aus der man den Stand der durchschnittlichen Entwicklung eines Landes ableiten kann. 2004 erfasste der Index insgesamt rund 180 Staaten, zwei Drittel davon wurden als Länder mit geringer oder mittlerer Entwicklung eingestuft.

Der aktuelle Human Development Report kann »hier« heruntergeladen werden.

Eine interaktive Weltkarte zum HDI Ranking gibt es »hier«.



Der Human Development Index 2007/08
Hochentwickelte Länder (HDI mindestens 0,80)Länder mittleren Entwicklungsstandes (HDI zwischen 0,80 und 0,50)Gering entwickelte Länder (HDI unter 0,50)
Grafik: UN Human Development Report 2007 - CC
    Hochentwickelte Länder (HDI mindestens 0,80)
    Länder mittleren Entwicklungsstandes (HDI zwischen 0,80 und 0,50)
    Gering entwickelte Länder (HDI unter 0,50)

    Grafik: UN Human Development Report 2007 - CC
Weitere Indices im Human Development Report

Neben dem HDI verwendet der Human Development Report noch einige weitere Indices, um ein möglichst mehrdimensionales Bild vom menschlichen Entwicklungsstand eines Landes zu ermöglichen:

Human Poverty Index (HPI)

Der HPI ist ein Index zur Messung der menschlichen Armut eines Landes. Er berücksichtigt in den Entwicklungsländern die Dimensionen Lebenserwartung (Prozentsatz der Menschen, deren Lebenserwartung 40 Jahre nicht übersteigt), Bildung (Prozentsatz der Analphabeten an der erwachsenen Bevölkerung) und angemessener Lebensstandard (Zugang zu sauberem Wasser, Zugang zu Gesundheitsdiensten und Anteil unterernährter Kinder). Für die Industrieländer wurden die einzelnen Indikatoren des HPI modifiziert (HPI-2) und um die Dimension Soziale Ausgrenzung (Langzeitarbeitslosigkeit) ergänzt.

Gender Development Index (GDI) und Gender Empowerment Measure (GEM)

Diese beiden Indices ergänzen den HDI in Bezug auf Genderfragen, also geschlechterspezifische Fragestellungen. Der GDI gibt an, inwiefern es in einem Land Unterschiede zwischen Männern und Frauen in Bezug auf Lebenswertung, Analphabetenrate und Einkommen gibt. Der GEM misst die Beteiligung von Frauen am politischen und wirtschaftlichen Leben eines Landes.

Eine Übersicht zu den Indices und ihren jeweiligen Indikatoren findet sich z.B. im »Human Development Report 2007/08« (Seite 370).


 
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