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Links zu den Anschlägen vom 11.9.2001

4.4 Afghanistan

MSNBC (04.02.2012)
http://www.msnbc.msn.com/id/46262008/ns
/world_news-south_and_central_asia/#.Ty
-fccihhSi
Die Zahl der Zivilopfer des Krieges in Afghanistan hat UN- Angaben zufolge im vergangenen Jahr einen neuen Höchstwert erreicht. "Last year was the deadliest on record for Afghan civilians with 3,021 killed, a rise of 8 percent from the year before as insurgents ratchet up violence with roadside bombs and suicide attacks, the United Nations said Saturday. Taliban-affiliated militants were responsible for more than three-quarters of the civilian deaths in 2011, the fifth year in a row in which the death toll went up, the U.N. said."
Foreign Policy (03.02.2012)
http://www.foreignpolicy.com/articles/2
012/02/03/the_coming_civil_war_in_afgha
nistan
Arif Rafiq von "Vizier Consulting, LLC" warnt vor der Gefahr eines offenen Bürgerkrieges in Afghanistan nach Abzug der ISAF-Truppen. "As Afghanistan's alliances and power dynamics shift, the risk of civil, ethnic conflict breaking out in the country rises - endangering not only Afghans, but their Pakistani neighbors as well. And ironically, talk of peace and a U.S. withdrawal is contributing to a widening gap between key Afghan factions, which, if not properly contained, could lead to a renewed civil war."
Die Welt (03.02.2012)
http://www.welt.de/print/welt_kompakt/d
ebatte/article13848623/Hurra-wir-kapitu
lieren.html
Richard Herzinger sieht in dem vorverlegten Rückzug der USA und Frankreichs aus Afghanistan eine "Kapitulation". "Der Westen steht damit vor den Scherben eines zehnjährigen Engagements, das zahlreiche Opfer gekostet und unzählige Milliarden verschlungen hat. Am Ende dieses Einsatzes, der mit hochfliegenden Versprechungen von Wiederaufbau, Stabilisierung und Demokratisierung der von Krieg und Terror zerrütteten afghanischen Gesellschaft verbunden war, droht der Zeiger zurück auf Anfang zu springen. Denn ist die Nato erst einmal abgezogen, wird das Land mit untrüglicher Sicherheit in einen Bürger- und Stammeskrieg zurückfallen, der angesichts des militärischen und politischen Kräfteverhältnisses nur mit der Rückkehr der Taliban an die Macht enden kann."
Freitag (02.02.2012)
http://www.freitag.de/politik/1205-es-b
leiben-loecher-im-sieb
Mit einem Goebbels-Zitat beginnt der "Freitag" einen Kommentar zum geplanten Rückzug der ISAF-Verbände im Jahr 2014. "Von Joseph Goebbels stammt der Satz, eine Lüge müsse nur groß genug sein und oft genug wiederholt werden, damit die Leute sie glauben. Die große, stets wiederholte Lüge über den Krieg in Afghanistan lautet, dass die Internationale ISAF-Verbände und die afghanischen Sicherheitskräfte die Taliban zurückdrängen. (...) Man halte dem entgegen, was das US-Militär im Privaten denkt: 'Obwohl die Taliban 2011 schwer gelitten haben, sind sie, was ihre Stärke, Motivation, Finanzierung und taktischen Fähigkeiten betrifft, unbeeinträchtigt ...Viele Afghanen bereiten sich bereits auf eine letztliche Rückkehr der Taliban vor.' Dies steht in einem Bericht, der auf der Basis von 27.000 Verhören entstand, die mit etwa 4.000 mutmaßlichen Taliban und A- Qaida-Häftlingen geführt wurden, und nun der Times und der BBC vorliegt."
Die Zeit (02.02.2012)
http://www.zeit.de/politik/ausland/2012
-02/usa-armee-afghanistan-abzug-2013
Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière will angesichts des geplanten früheren Abzugs der US-Truppen aus Afghanistan weiterhin daran festhalten, die Bundeswehr erst 2014 aus dem Land abzuziehen. "'Es bleibt bei der Strategie, dass wir die Mission bis Ende 2014 durchführen und bis dahin schrittweise abziehen im Blick auf die Lage, im Blick auf den Übergangsprozess', sagte de Maizière am Rande eines Treffens der Nato-Verteidigungsminister in Brüssel, bei dem der Einsatz in Afghanistan auf der Tagesordnung stand."
The Economist (01.02.2012)
http://www.economist.com/blogs/democrac
yinamerica/2012/02/afghanistan?fsrc=gn_
ep
Der "Economist" beklagt, dass in Afghanistan ein zentraler Grundsatz der internationalen Entwicklungshilfe verletzt wurde. "Violating the prime directive was, in fact, the entire mission: we wanted to fix Afghanistan. We were willing to spend a lot of money as long as it produced results. What we've learned is that development aid doesn't work this way. You can't get more definite results, or speed up the process, by spending more money. In fact, spending more money will most likely screw things up. We already learned this once, in Vietnam; now we've learned it again. Development aid will be successful where it takes a lower profile, doesn't spend so much money, and sets goals for itself that are modest and achievable within the constraints of what the locals actually want to do and what they're capable of doing. One other suggestion: it may seem sexier and more noble to develop a country that's in the middle of a war, but it might work better if you try a country that isn't."
The Guardian (01.02.2012)
http://www.guardian.co.uk/commentisfree
/2012/feb/01/nato-report-taliban-afghan
istan-damaging
Die Veröffentlichung des geheimen NATO-Berichts zur Lage in Afghanistan spiele den Taliban in die Hände, meint Simon Tisdall. "Its headline finding - that the Taliban, backed by Pakistan, will return to power in Afghanistan once foreign forces finally leave in 2014 - will come as no surprise to critics of the war. They have glumly predicted precisely that outcome for some time. But the fact that senior Americans inside Nato appear to share this view, and that they - or French colleagues keen to justify the recently announced early French withdrawal - have allowed their conclusions to find their way into the hands of the media, has seriously negative implications on a range of fronts."
Telepolis (01.02.2012)
http://www.heise.de/tp/artikel/36/36335
/1.html
"Telepolis" sieht noch viele offene Fragen zum Geheimbericht der Nato zur Lage in Afghanistan. "Bislang konnte Pakistan mit den Anschuldigungen, die der Nato-Bericht erhärtet, noch so verfahren, dass man sie offiziell als Gerüchte hinstellte. Einzelne mutige Journalisten, wie der Pakistan-Büro-Chef der Asia Times Syed Saleem Shahzad, die seit Jahren auf die Verbindungen zwischen Teilen des Geheimdienstes ISI und der Armee zu militanten Taliban und anderen Extremisten, u.a. zu Al-Qaida, hinwiesen, wurden unter ungeklärten Umständen beiseite geschafft. Der begründete Verdacht fiel auf den Geheimdienst, der sich solcher Unbequemer entledigen wollte. Und zwangsläufig resultieren daraus auch Fragen danach, welche Rolle die Regierung bei diesen Manövern spielt. Gibt es eine Art tiefen Staat in Pakistan? Wie viel Macht hat die Regierung, wieviel Macht das Militär, wieviel der Geheimdienst und wie sehen die Beziehung zueinander aus?"
BBC News (01.02.2012)
http://www.bbc.co.uk/news/world-asia-16
821218
Die BBC hat Einblick in einen vertraulichen NATO-Bericht zur Entwicklung in Afghanistan nehmen können und schreibt, dass sich die Taliban offenbar mit Unterstützung Pakistans auf eine erneute Machtübernahme vorbereiten. "The report has evidence that the Taliban are purposely hastening Nato's withdrawal by deliberately reducing their attacks in some areas and then initiating a comprehensive hearts-and- minds campaign. It says that in areas where Isaf has withdrawn, Taliban influence has increased, often with little or no resistance from government security forces. And in many cases, with the active help of the Afghan police and army."
Der Spiegel (01.02.2012)
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0
,1518,812626,00.html
Ein Nato-Bericht zeigt, dass die Taliban sich darauf vorbereiten, nach dem Rückzug der westlichen Truppen wieder die Macht zu übernehmen, berichtet auch der "Spiegel". "Bis 2014 wollen sich die ausländischen Isaf- Truppen aus Afghanistan zurückziehen. Auf diesen Zeitpunkt stellen sich die Taliban bereits mit intensiven Planungen ein. Die Radikalislamisten bereiten sich zehn Jahre nach dem Krieg am Hindukusch auf die Machtübernahme in der Hauptstadt Kabul vor. 'Wenn die Isaf keinen Einfluss mehr hat, sehen die Taliban ihren Sieg als unabwendbar an', zitierte die britische 'Times' aus einem geheimen Nato- Militärbericht."
MSNBC (30.01.2012)
http://worldnews.msnbc.msn.com/_news/20
12/01/29/10264773-us-taliban-talks-on-p
risoner-swap-falter
Die geheimen Verhandlungen zwischen der US-Regierung und den Taliban stehen offenbar vor dem Scheitern, da die US- Regierung als Vorabbedingung einen Waffenstillstand verlangt hat. "The Taliban sources said U.S. officials had earlier promised them they would exchange prisoners and later start peace talks. However, according to the sources, the U.S. demanded that the Taliban announce a ceasefire in Afghanistan before any prisoner swap, which they said their central leadership had turned down. 'Our stance is the same. We will announce a ceasefire when the foreign forces start their withdrawal from Afghanistan,' a Taliban source said."
Die Zeit (29.01.2012)
http://www.zeit.de/politik/ausland/2012
-01/afghanistan-karsai-taliban-treffen
Offenbar sei nun auch der afghanische Präsident Hamid Karzai bereit, in Verhandlungen mit den Taliban zu treten, berichtet "Zeit-Online". "Laut einem Bericht des Nachrichtensenders BBC will sich der afghanische Präsident Hamid Karzai mit Vertretern der Taliban treffen, um Friedensgespräche einzuleiten. Innerhalb der nächsten Woche soll es westlichen und afghanischen Offiziellen zufolge zu einem Treffen in Saudi Arabien kommen. Die radikal-islamische Taliban hat die Regierung in Afghanistan bis heute nicht als rechtmäßig anerkannt und die Gesprächsaufnahme bisher verweigert."
Foreign Affairs (27.01.2012)
http://www.foreignaffairs.com/articles/
137059/candace-rondeaux/obamas-bagram-p
roblem
Das ausgedehnte Netzwerk von US-Gefängnissen in Afghanistan könnte den geplanten Truppenabzug erschweren, meint Candace Rondeaux. "If Obama and Karzai are serious about the transition away from a U.S.-led war effort to an Afghan-led settlement of the conflict, they must commit to finding a solution to the detention problem. The White House must start preparing a status-of-forces of agreement with Kabul before 2014 that spells out the details of the transfer of the Bagram detention facility and more explicitly defines the U.S. basing rights described under the 2002 military technical agreement between Kabul and Washington. (...) At the same time, the Afghan government and the international community must work together to enhance the capacity of the Afghan legal system to compartmentalize and protect sensitive information, without resorting to draconian secrecy measures that restrict access to evidence for detainees and their lawyers."
MSNBC (27.01.2012)
http://www.msnbc.msn.com/id/46169115/ns
/world_news-south_and_central_asia/#.Ty
UYqYHihSh
Frankreich strebe einen baldigen Abzug seiner Truppen aus Afghanistan an und habe damit neue Zweifel am gemeinsamen westlichen Vorgehen entstehen lassen, schreibt Jamey Keaten. "A sense of mission fatigue has been growing among some European contributors to the 10-year allied intervention in Afghanistan. The new idea floated by Sarkozy would accelerate a gradual drawdown of NATO troops that Obama has planned to see through until the end of 2014. France's announcement could step up pressure in other European governments like Britain, Italy and Germany, which also have important roles in Afghanistan - even if the U.S. has the lion's share by far. But the leaders of those European nations don't face elections anytime soon: Sarkozy does."
Deutschewelle (26.01.2012)
http://www.dw-world.de/dw/article/0,,15
684913,00.html
"dw-world" zum geplanten Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan. "Der Bundestag will die Zahl der deutschen Soldaten in Afghanistan allmählich reduzieren. Zwei Jahre vor dem geplanten vollständigen Abzug der Truppen sind aber noch viele Fragen offen."
Telepolis (26.01.2012)
http://www.heise.de/tp/artikel/36/36228
/1.html
Im vierten Teil der "Telepolis"-Serie "Verletzte und Verlassene auf den Feldern Afghanistans" geht es um "Kriminalität, Korruption und bittere Armut". "Innenpolitisch sind die größten Herausforderungen Afghanistans der Drogenhandel, an dem nahezu alle Kriegsakteure beteiligt sind, und die Korruption, die maßgeblich durch die westlichen Hilfeleistungen gefördert wird."
Telepolis (22.01.2012)
http://www.heise.de/tp/artikel/36/36227
/1.html
Im dritten Teil der "Telepolis"-Serie "Verletzte und Verlassene auf den Feldern Afghanistans" nennt Laurent Joachim vier innenpolitische "Grundprobleme" des Landes. "Nicht nur die Verschärfung des militärischen Konfliktes stellt eine Herausforderung für die Zukunft Afghanistans dar, das Land hat innenpolitisch mit vier Grundproblemen zu kämpfen: Erstens sind die afghanische Polizei und die Armee weitestgehend ineffizient; zweitens sind die Wiederaufbaumaßnahmen nach zehn Jahren - gelinde gesagt - nicht besonders erfolgreich gewesen; drittens unterminiert die Drogenökonomie in höchstem Maße den Aufbau von legalen Strukturen; viertens sind die Institutionen des Landes durch und durch korrupt, was die Entstehung eines effizienten Verwaltungsapparats unmöglich macht."
Frankfurter Allgemeine Zeitung (20.01.2012)
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausl
and/afghanische-geschichten/
Die "FAZ" sammelt "Afghanische Geschichten", geschrieben von einheimischen Journalisten. "Afghanistan bewegt sich, langsam und mit unklarer Richtung. Vor zehn Jahren wurden die Taliban gestürzt. Nun sind die ausländischen Mächte müde von den Mühen, von denen niemand weiß, ob es die der Ebene sind. Und die Afghanen, für die ein Rückzug nun einmal keine Option ist? Wie erleben sie die kriegsähnlichen Zustände, die in ihrer Heimat herrschen? Afghanische Journalisten berichten für FAZ.NET über die Sorgen der kleinen Leute - welche die großen Probleme des Landes verstehen helfen."
The New York Times (20.01.2012)
http://www.nytimes.com/2012/01/20/world
/asia/afghan-soldiers-step-up-killings-
of-allied-forces.html?_r=2&hp
Afghanische Soldaten wenden ihre Waffen immer öfter gegen ihre vermeintlichen Verbündeten der internationalen Truppen, berichtet die "New York Times" nach dem Tod von vier französischen Soldaten. "A decade into the war in Afghanistan, the report makes clear that these killings have become the most visible symptom of a far deeper ailment plaguing the war effort: the contempt each side holds for the other, never mind the Taliban. The ill will and mistrust run deep among civilians and militaries on both sides, raising questions about what future role the United States and its allies can expect to play in Afghanistan."
Telepolis (19.01.2012)
http://www.heise.de/tp/artikel/36/36226
/1.html
Im zweiten Teil des "Telepolis"-Artikels über die "Verletzten und Verlassenen auf den Feldern Afghanistans" geht es unter anderem um die Verluste der Taliban. "Die Schätzungen über den Blutzoll des Krieges in Afghanistan differieren und sind jeweils umstritten. So sind auch die Angaben, die Wikipedia in der List of Taliban fatality reports in Afghanistan zitiert, mit einiger Vorsicht zu behandeln, aber die 35.000 Männer, welche die Taliban in Afghanistan verloren haben, geben eine plausible Größenordnung an. Weitere 17.000 Männer sollen die Taliban bei Kämpfen verloren haben, die in Pakistan stattgefunden haben."
The Guardian (18.01.2012)
http://www.guardian.co.uk/world/2012/ja
n/18/afghanistan-people-smugglers-talib
an-europe
Die instabile Lage in Afghanistan lasse auch das Geschäft mit dem Schmuggel von Flüchtlingen nach Europa blühen, berichtet Jon Boone. "The Afghan government recently reported that around 50,000 Afghans cross illegally into Greece each year, a country which is both on the outer reaches of the Schengen zone and relatively easily reached from Turkey. Smugglers offer different packages depending on what people can afford. By far the most expensive option, often in excess of $20,000 (£13,000), involves the elaborate forgery of European passports, or tinkering with legitimate ones, which allows his wealthiest clients to fly directly to their target country. 'Eighty per cent of my customers go on a fake passport to Britain,' confides a smuggler working in the eastern city of Jalalabad. 'If you have money, everything is possible because we have contacts in western countries who make them for us.'"
Telepolis (17.01.2012)
http://www.heise.de/tp/artikel/36/36225
/1.html
Laurent Joachim zieht nach zehn Jahren Afghanistaneinsatz eine Bilanz. "Nach 10 Jahren Krieg am Hindukusch drängt sich dem Beobachter in aller Deutlichkeit der Eindruck auf, dass der Krieg nicht gewonnen werden kann, denn der Feind legitimiert sich durch seine Weltanschauung und nicht primär durch die Inanspruchnahme eines Territoriums. Folglich hat die 'Erbeutung der Flagge des Feindes' und die darauf folgende Besatzung des Landes durch eine militärische Übermacht diesen Feind zwar augenscheinlich in die Enge gedrängt, aber bei weitem nicht vernichtet, noch wurde er dauerhaft verdrängt."
BBC News (14.01.2012)
http://www.bbc.co.uk/news/world-south-a
sia-16543036
Aktivisten fürchten Caroline Wyatt zufolge, dass die internationale Gemeinschaft nach einem Abzug der Isaf- Truppen auch das Interesse am Schicksal vergewaltigter Frauen in Afghanistan verlieren wird. "In a quiet, book- lined office in Kabul (...) I asked the head of the Afghan Independent Human Rights Commission what she thought. A no- nonsense woman with steely grey hair, Dr Sima Samar has long risked her own life to speak out for the principles she believes in, equality and justice. Her answer was clear: She and her colleagues in Afghanistan will carry on fighting to improve the lives of women like Gulnaz and Sahar. But Dr Samar, like many others, fears the international community is no longer quite so interested in keeping up the pressure on women's rights, as the West seeks to wind down its military campaign."
Die Zeit (12.01.2012)
http://www.zeit.de/politik/ausland/2012
-01/afghanistan-video-usa-leichen
"Zeit-Online" berichtet über das Skandalvideo, auf dem US- Soldaten offenbar beim Schänden von getöteten Taliban- Kämpfern zu sehen sind. "Es sind verstörende Bilder, die im Internet kursieren: Auf einem Web-Clip sind US-Soldaten zu sehen, die offenbar auf die Leichen getöteter Taliban- Kämpfer in Afghanistan urinieren. Das Pentagon nennt den Vorfall 'ungeheuerlich', ein Vertreter der Taliban spricht dagegen von einer 'kleineren Angelegenheit'."
The Guardian (08.01.2012)
http://www.guardian.co.uk/world/2012/ja
n/08/afghan-local-police-us-europe
Deutschland und Großbritannien stehen den amerikanischen Bemühungen, afghanische paramilitärische Milizen gezielt zu stärken, offenbar kritisch gegenüber. "A year after the Afghan local police (ALP) was launched, the US military has announced a plan to triple its numbers from a current strength of 9,800 to 30,000 by the end of 2013, with further expansion beyond that. According to the US strategy, the lightly-armed groups of men hired to protect their villages are expected to help contain a Taliban resurgence as the US and its Nato allies withdraw combat troops over the next three years. (...) British officials, however, have voiced anxiety over the strategy, particularly over the capabilities of the ALP, described by Allen's predecessor, General David Petraeus, as 'a community watch with AK-47s'. In northern Afghanistan, German officers have warned their American counterparts the local forces could run out of control once their US mentors and paymasters leave."
Die Welt (08.01.2012)
http://www.welt.de/print/wams/muenchen/
article13803836/Aus-dem-Krieg-zurueck.h
tml
Die "Welt am Sonntag" porträtiert den Afghanistanheimkehrer Oberstabsfeldwebel Freymann. "Er sagt, sein Job sei für ihn Normalität geworden. Die Erinnerungen aber sind präsent: Es war im August, mittags, 45 Grad Hitze. Freymann war fünf Kilometer von Kundus entfernt stationiert. Das Lager: Containerunterkünfte, umgeben von einer Mauer und einem Zaun. Etwa zweitausend Soldaten verschiedener Nationen sind hier untergebracht. Freymann und sein Trupp erhielten damals die Nachricht, dass östlich von Kundus bei Khanabad einheimische Polizisten vermutlich einen Sprengsatz gefunden hätten. Sie hatten bereits begonnen ihn auszugraben, als sie erkannten, dass er 'radio controlled' war - also per Funk gezündet werden konnte."
Al Jazeera (05.01.2012)
http://www.aljazeera.com/news/asia/2012
/01/2012151811754835.html
Der afghanische Präsident Karzai verlangt vom US-Militär, die Kontrolle über das berüchtigte Gefängnis im Bagram- Stützpunkt aufzugeben. "The prison, inside the sprawling US base at Bagram north of Kabul, is adjacent to a well- known public detention center known as Parwan, which is run jointly by Afghan authorities and the US military. Human rights groups have claimed that detainees were menaced, forced to strip naked and kept in solitary confinement in windowless cells. A statement from Karzai's office said he issued instructions to a commission consisting of the ministers of defense, interior and justice, as well as other top government and judicial officials, 'to complete their job regarding the handing over of the [Bagram] prison and other prisoners who are held by foreign forces'."
Der Standard (05.01.2012)
http://derstandard.at/1325485662913/Afg
hanistan-Experte-Taliban-werden-Gegenle
istungen-verlangen
Bert Eder hat mit dem Afghanistan-Experten Thomas Ruttig über die Aussichten möglicher Verhandlungen mit den afghanischen Taliban gesprochen. Ruttig empfiehlt, auch Pakistan rechtzeitig in die Gespräche einzubeziehen. "derStandard.at: CNN berichtet unter Berufung auf pakistanische Diplomaten, dass Islamabad mit den neuen Verhandlungen alles andere als glücklich ist, weil der einflussreiche Geheimdienst ISI nicht eingebunden ist. Ist damit zu rechnen, dass die Pakistaner die Verhandlungen sabotieren? Ruttig: Das ist zumindest nicht auszuschließen. Hier sind die USA gefordert, die Pakistaner über etwaige Fortschritte zu informieren. Aus afghanischer Sicht ist es natürlich durchaus sinnvoll, die Taliban aus der direkten Beeinflussung durch die Pakistaner rauszukriegen. Die Taliban wiederum sind aus logistischen Gründen darauf angewiesen, die Pakistaner nicht vor den Kopf zu stoßen."
The Washington Post (04.01.2012)
http://www.washingtonpost.com/world/asi
a_pacific/iran-strives-to-play-spoiler-
in-afghanistan/2012/01/01/gIQAZ6gCbP_st
ory.html
Der Iran wolle den Einfluss der USA in Afghanistan langfristig schwächen und bemühe sich zugleich um eine Verbesserung der Beziehungen zu den Taliban, berichtet Ernesto Londono. "Although the effort has been underway for years, Iran has been moving with increased vigor in recent months because the United States and Afghanistan are negotiating a security agreement that could set the parameters for a U.S. troop presence here after 2014. (...) Iran's strategy in Afghanistan is reminiscent of its maneuvering in Iraq, where it helped fuel the insurgency and persuaded Iraqi politicians not to yield on allowing the Americans a small military presence beyond 2011."
tageschau.de (03.01.2012)
http://www.tageschau.de/ausland/taliban
katar100.html
Die afghanischen Taliban wollen ein offizielles Verbindungsbüro in Katar eröffnen, um die Möglichkeit von Friedensverhandlungen zu verbessern. Sandra Petersmann zufolge ist es aber immer noch unklar, ob die Taliban tatsächlich ernsthaft an diesen Verhandlungen interessiert seien. "Auch bleibt unklar, ob alle Fraktionen, die der afghanischen Taliban-Bewegung angehören, wirklich hinter der Eröffnung einer politischen Vertretung in Katar stehen. Die jetzt veröffentlichte Erklärung dementiert zudem westliche Medienberichte, nach denen es bereits Gespräche zwischen hochrangigen Vertretern der Taliban und der USA gegeben haben soll."
The Guardian (03.01.2012)
http://www.guardian.co.uk/world/2012/ja
n/03/taliban-leaders-guantanamo-bay-dea
l
Im Gegenzug zur Eröffnung des Taliban-Büros in Katar hat sich die US-Regierung dem "Guardian" zufolge prinzipiell zur Freilassung von Gefangenen aus Guantanamo bereit erklärt. "According to sources familiar with the talks in the US and in Afghanistan, the handful of Taliban figures will include Mullah Khair Khowa, a former interior minister, and Noorullah Noori, a former governor in northern Afghanistan. More controversially, the Taliban are demanding the release of the former army commander Mullah Fazl Akhund. Washington is reported to be considering formally handing him over to the custody of another country, possibly Qatar."
The Diplomat (03.01.2012)
http://the-diplomat.com/2012/01/03/mull
ah-omar-last-man-standing/
Luke Hunt schreibt, dass Taliban-Anführer Mullah Mohammad Omar heute der letzte verbliebene wichtige Anführer der internationalen Jihad-Bewegung sei. "Despite previous failures, negotiators from President Barack Obama's administration are yearning for talks with moderates within Taliban ranks prepared to isolate Mullah Omar, who has reportedly lived in Pakistan since the Taliban were ousted in November 2001. It's possibly the toughest job in international diplomacy. Omar clearly can't be trusted, especially in light of the Taliban suicide attack that killed Rabbani just three months ago. And in the lead-up to 9/11, he was among bin Laden's closest confident."
The Guardian (02.01.2012)
http://www.guardian.co.uk/world/2012/ja
n/02/afghan-girl-escaped-torturers-sent
-back
Jon Boone berichtet über den Fall eines 15-jährigen afghanischen Mädchens, das von ihrem Ehemann und dessen Familie fast zu Tode gefoltert worden sei. "Her case has caused uproar in Afghanistan and Hamid Karzai, the country's president, has vowed that those responsible will be punished. But disturbing new details about how the local community and authorities responded to her abuse has highlighted the ambivalence many Afghans have over how far women should be able to exercise the most basic legal rights."
The New York Times (01.01.2012)
http://www.nytimes.com/2012/01/02/world
/asia/in-afghanistan-a-troubling-resurg
ence-of-the-poppy-crop.html?_r=1&hp
In der afghanischen Helmand-Provinz haben Bauern vor allem in den Randgebieten der Region trotz der langjährigen Gegenmaßnahmen der NATO erneut mit dem Anbau von Mohn zur späteren Opiumernte begonnen. "Beyond the fertile river lands, however, a more troubling pattern is emerging. According to interviews with farmers, elders and Afghan and Western officials, the poor sharecroppers who used to farm poppy here have moved to the outer reaches of the district, turning the desert into remarkably productive opium fields. The Taliban have moved as well, evading the NATO offensive and offering the poppy farmers protection. Over just a couple of seasons, these relocated farmers, unhampered by any military presence, have undercut the offensive's initial gains against poppy production for this district."
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10. Februar 2012
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1. Überblick

1.1 Deutschsprachige Medien

1.2 Internationale Medien

2. Aktuelles

3. Akteure

4. Länderstudien

4.1 Israel / Palästina

4.2 US-Außenpolitik

4.3 Islamische Staaten

4.4 Afghanistan

5. Bündnisse und Militärschlag

6. Friedens- und Konfliktforschung

6.1 Allgemein

6.2 Kampf der Kulturen

7. Terrorismus

8. Fundamentalismus und Extremismus

9. Islam

10. Nachrichtendienste

11. Ökonomie

12. Augenzeugenberichte

13. Amerikanische Behörden und Einrichtungen

14. Sonstige Links