US-Soldaten in Afghanistan

4.4 Afghanistan

The Atlantic (20.05.2013)

http://www.theatlantic.com/international/archive/2013/05/worrying
-signs-afghan-womens-rights-will-slip-after-us-departure-/276024/

"Worrying Signs Afghan Women's Rights Will Slip After U.S. Departure" Gayle Tzemach Lemmon macht auf eine umkämpfte Entscheidung des afghanischen Parlaments über ein Gesetz zum Schutz von Frauen aufmerksam, die befürchten lasse, dass die konservativen Kräfte die Abschaffung zentraler Frauenrechte bereits jetzt vorbereiten. "Women have made significant gains in the 10 years since the Taliban fell in 2001. (...) Still, the floor fight in parliament has exposed the fragility of those gains. 'It needed more mobilization in the parliament,' said human rights and women's rights activist Wazhma Frogh, who debated a conservative parliamentarian about the bill live on Afghan television Saturday night. 'However, what happened is a good reminder to the whole world that after 12 years of struggle and sacrifice we are handing over the fate of Afghan women into the hands of these guys who are ready to take away every right from women.' The fight also unmasked divisions among women leaders, some of whom thought the law should not have been brought before parliament to begin with. Without the body's approval, it would still have been law." Weiter...


y-punkt (16.05.2013)

http://www.y-punkt.de/portal/a/ypunkt/!ut/p/c4/LYvBCsIwEAX_KNugWP
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"Der Aufbau geht weiter" Y-Punkt-Das Magazin der Bundeswehr berichtet über den fortschreitenden Wiederaufbau in Afghanistan mit deutscher Hilfe. "Mit deutscher Hilfe entsteht bei Mazar-e-Sharif eine neue Schule für afghanische Pioniere. Die Ausbildungsstätte umfasst 56 Gebäude. Darin können in Zukunft bis zu 700 Soldaten gleichzeitig an den Lehrgängen teilnehmen." Weiter...


Wired.com (09.05.2013)

http://www.wired.com/dangerroom/2013/05/afghan-poppies/all/

"U.S. Kicks Drug-War Habit, Makes Peace With Afghan Poppies" Das US-Militär in Afghanistan habe seine Richtlinien im Umgang mit dem illegalen, aber weit verbreiteten Mohnanbau geändert, berichtet David Axe in seiner Reportage aus dem Zari-Distrikt. "Poppy cultivation has been illegal in Afghanistan since 2001 but still represents a full quarter of the country’s gross domestic product and a major source of revenue for the Taliban, to the tune of hundreds of millions of dollars a year. Many of the middlemen who buy up raw poppy paste for onward sale to heroin-producers hail from the insurgent group. The rules are fairly new and reflect a subtle but profound shift in the way the U.S. Army thinks about Afghanistan, its people and culture and conflict. Having furtively experimented with every possible approach to Afghan poppies since 2001 — from blissfully ignoring them to actively destroying them and everything in between — today the ground-combat branch has made peace with poppies, viewing them as a potential good thing for Afghanistan and the Army." Weiter...


Freitag (08.05.2013)

http://www.freitag.de/autoren/der-freitag/wir-weichen-nicht-wir-b
leiben

"Wir weichen nicht, wir bleiben" Lutz Herden kritisiert die Afghanistanstrategie von Bundesverteidigungsminister de Maizière. Die Durchhalteparolen anlässlich des getöteten Bundeswehrsoldaten ständen im deutlichen Widerspruch zum Ziel einer Verlängerung der deutschen Präsenz in Afghanistan. "Thomas de Maizière dürfte als bürgerlicher Politiker Wert darauf legen, dass ihm ein großer Freiheitsdurst bescheinigt wird. Man kann es sich gar nicht anders denken. Ein Minister mit seinem Weltbild und Selbstverständnis will frei in seinen Entscheidungen und nur dem eigenen Gewissen verpflichtet sein, sobald sich das meldet. Warum ist er dann ein Gefangener seiner Afghanistan-Politik und nicht frei davon, den bornierten Verantwortungsethiker und Durchhalte-Strategen zu geben, der einem getöteten Bundeswehr-Soldaten Jetzt-erst-recht-Parolen hinterher ruft?" Weiter...


Bundeszentrale für politische Bildung (08.05.2013)

http://www.bpb.de/internationales/asien/afghanistan-das-zweite-ge
sicht/

"Afghanistan - das zweite Gesicht" Die Bundeszentrale für politische Bildung macht auf ihr aktualisiertes Afghanistan-Dossier aufmerksam. "Kriege und Konflikte überschatten die Geschichte Afghanistans, vor allem in jüngerer Zeit. Sie dominieren auch die Berichterstattung über das Land, das aus deutscher Perspektive noch Anfang des 20. Jahrhunderts ein nahezu weißer Fleck auf der Landkarte war. Afghanistan hat aber weit mehr zu bieten als den anhaltenden Terror der Taliban. Im bunten kulturellen Leben dominierte früher ein gelebter Islam, der seine Stärke vor allem aus einer 'Kultur der Ambiguität' zog: Viele Gelehrte sahen den unterschiedlichen Islamauffassungen und -praxen gelassen entgegen und richteten sich dabei nach der bekannten Tradition des Propheten Mohammed, dass der Dissens muslimischer Gemeinschaft ein Zeichen der Gottesgnade sei. Im traditionellen Handwerk und der Musik zeigten sich der Reichtum und Vielfalt der afghanischen Kultur besonders deutlich. Es ist ein anderes, zweites Gesicht Afghanistans, das afghanische Autoren hier von ihrem Land zeichnen." Weiter...


Deutschlandradio Kultur (06.05.2013)

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/2097576/

"Risiken in Afghanistan sind 'bei Weitem nicht überwunden'" Silvia Engels im Gespräch mit dem SPD-Verteidigungsexperten Rainer Arnold zum erneuten Tod eines deutschen Soldaten im Afghanistaneinsatz. "In einigen Regionen Afghanistans haben Terroristen viel Einfluss, sagt der verteidigungspolitische Sprecher der SPD im Bundestag, Rainer Arnold. Er fordert, die Arbeit der Eliteeinheit KSK, der der gestern getötete Soldat angehörte, transparenter zu machen." Weiter...


Deutsche Welle (06.05.2013)

http://www.dw.de/toter-soldat-in-afghanistan-debatte-%C3%BCber-we
iteren-einsatz/a-16793188

"Toter Soldat in Afghanistan - Debatte über weiteren Einsatz" Infolge des Todes eines deutschen Soldaten in Afghanistan nehme die Bereitschaft der Politik wieder zu, die Sicherheit deutscher Soldaten im Auslandseinsatz zum Thema zu machen, schreibt die Deutsche Welle. "Der verteidigungspolitische Sprecher der Grünen, Omid Nouripour, rechnet mit wachsenden Gefahren für die Bundeswehr. 'Die schrecklichen Ereignisse zeigen, wie gefährlich die Situation in Afghanistan weiterhin ist. Und die Gefahr für die deutschen Soldaten wird bis Ende 2014 eher zunehmen', sagte Nouripour der Zeitung 'Die Welt'.(...)Der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Rainer Arnold, erklärte, dass das Land am Hindukusch in den vergangenen zwei Jahren statistisch sicherer geworden sei. 'Aber angesichts dieses Ereignisses ist eine Statistik relativ', (...)Bundesverteidigungsminister Thomas de Maiziere hatte bereits am Sonntag deutlich gemacht, dass die Regierung nicht an einen Strategiewechsel denkt. Das gelte auch für die geplante Truppenpräsenz nach dem Ende des Nato-Kampfeinsatzes 2014. 'Wir lassen das afghanische Volk nicht im Stich', sagte der Minister. Nun meldete sich auch sein Kabinettskollege, Entwicklungsminister Dirk Niebel zu Wort: 'Die Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte ist der einzig wirksame Ansatz zur Übergabe der Verantwortung', sagte der FDP-Politiker der 'Passauer Neuen Presse'. Diese Strategie bleibe trotz dieses tragischen Vorfalls richtig - auch wenn die Begleitung afghanischer Truppen im Rahmen des Ausbildungsauftrags gefährlich bleibe." Weiter...


TIME.com (06.05.2013)

http://world.time.com/2013/05/06/survey-reveals-little-change-in-
afghan-social-attitudes-despite-western-presence/

"Survey Reveals Little Change in Afghan Social Attitudes Despite Western Presence" Die neue Umfrage des Pew Research Center zu den Einstellungen von Muslimen weltweit kommt im Fall Afghanistan zu dem Schluss, dass sich die politischen und sozialen Ansichten der Bevölkerung auch nach über zehn Jahren westlicher Besatzung nicht wesentlich geändert hätten. John Wendle hat die entsprechenden Ergebnisse der Umfrage zusammengestellt und schreibt: "Aside from politics, the poll also looked at many social conventions. Many of the questions revolved around the treatment of women in society, with 94% of respondents believing that 'a wife is always obliged to obey her husband.' And, while 24% of Afghans believe honor killings are never acceptable, 60% of those questioned said honor killings of women are 'often or sometimes justified,' while 59% said the same about executing men who have allegedly engaged in pre- or extramarital sex. (...) 'Violence against women continues to be endemic in Afghanistan, and those responsible very rarely face justice,' said Horia Mosadiq, Afghanistan researcher at Amnesty International." Weiter...


Qantara (01.05.2013)

http://de.qantara.de/Das-Scheitern-des-Dialogs/20998c23313i1p525/
index.html

"Das Scheitern des Dialogs" Stefan Buchen ueber die aktuelle Situation in Afghanistan vor dem Abzug der westlichen Truppen. Buchen zieht eine eher nuechterne Bilanz. "Die Niederlage Deutschlands und des westlichen Buendnisses am Hindukusch ist keine militaerische sondern eine politische. Vor mehr als 11 Jahren begann die Intervention. Sie sollte Afghanistan von den Taliban und al-Qaida befreien, dauerhaft Frieden, Stabilitaet und Wohlstand bringen und die Grundlagen fuer einen demokratischen Rechtsstaat schaffen. Die Frauen sollten aus ihrer Unterjochung durch die Maenner befreit werden. Die Ziele wurden, abgesehen vom Sturz der Taliban und der Vertreibung von al-Qaida aus Afghanistan gleich zu Beginn, auf geradezu verstoerende Weise verfehlt. Nach mehr als elf Jahren Nato-Einsatz ist das Land unsicher. Die ISAF-Panzerwagen rasen, wenn sie ueberhaupt ihre Lager verlassen, aus Angst vor Anschlaegen mit hoher Geschwindigkeit durch Staedte und Doerfer. Mit Hightech-Ausruestung vorbei an aermlichen Lehmhaeusern ohne Strom und fliessendes Wasser." Weiter...


The Atlantic (03.05.2013)

http://www.theatlantic.com/international/archive/2013/05/afghanis
tan-is-not-ready-to-take-over/275528/

"Afghanistan Is Not Ready to Take Over" Ein neuer Bericht zur Lage in Afghanistan hat der optimistischen Einschätzung des Weißen Hauses Richard H. P. Sia zufolge widersprochen und festgestellt, dass das afghanische Militär bisher keineswegs in der Lage sei, die Aufgaben der abziehenden amerikanischen Truppen im Kampf gegen die Taliban zu übernehmen. "The goal to 'train and field' 352,000 Afghan National Security Forces by last October was not met." [Special Inspector for Afghanistan Reconstruction John F. Sopko] said in his latest quarterly report. Instead, as of Feb. 18, the number of personnel in the Afghan National Army, National Police and Air Force totaled 332,753, or about 20,000 fewer, according to data he said he collected from the Coalition-led transition command in Kabul. Sopko said Afghan troop and police strength is actually declining, not rising - belying a longstanding goal of the U.S. intervention. There are now 4,700 fewer personnel than a year ago, he noted, drawing on the same data that the Pentagon routinely uses." Weiter...


East Asia Forum (04.05.2013)

http://www.eastasiaforum.org/2013/05/04/chinas-leadership-opportu
nity-in-afghanistan/

"China’s leadership opportunity in Afghanistan" Raffaello Pantucci, Mitarbeiter des britischen Royal United Services Institute, hofft, dass China nach dem Abzug der westlichen Truppen aus Afghanistan die Gelegenheit nutzen wird, eine führende Rolle bei der Stabilisierung des Landes einzunehmen. China habe sicherheitspolitische, vor allem aber wachsende wirtschaftliche Interessen in der Region. "While China does worry about the threat of Islamist Uyghur groups based in Afghanistan, its bigger concern is that a return to chaos in Afghanistan could undermine the rising number of Chinese investments in the country and the surrounding region. These investments are part of a broader push into Central Asia stemming from China’s efforts to transform Xinjiang, a historically underdeveloped province on the border with Afghanistan, into a 'gateway to Eurasia'. China would also suffer if instability in Afghanistan expanded northward into Central Asia or southward into Pakistan. The solution to this problem is complex. China should focus on what it can do best: continue to invest in Afghanistan and develop its abundant natural resources." Weiter...


Guardian (09.05.2013)

http://www.salon.com/2013/05/09/after_withdrawal_u_s_will_keep_9_
afghan_bases/

"Afghanistan: Hamid Karzai reveals US will retain nine bases after withdrawal" Auch nach dem offiziellen Abzug der US-Truppen aus Afghanistan wird das US-Militär neun größere Militärstützpunkte im Land betreiben, wie der afghanische Präsident Karzai in einer Rede vor Studenten enthüllte. "President Barack Obama has made clear that the US will not fight the Taliban after the Nato-led mission to Afghanistan ends next year; any troops that stay on will concentrate instead on training Afghan soldiers and tackling al-Qaida and similar groups in the lawless border areas near Pakistan. (...) the relative weakness of the Afghan army – which is struggling to master key capabilities from bomb detection and heavy weaponry to air power and medical evacuation – means that there is an expectation of some kind of long-term presence to help government forces hold off the battle-hardened Taliban." Weiter...


Morgenlage.de (13.05.2013)

http://www.morgenlage.de/afghanistan-immer-dustere-aussichten/

"Afghanistan: Immer düstere Aussichten" Marco Seliger kommentiert in seinem Blog den aktuellen Quartalsbericht des Afghanistan NGO Safety Office, dessen Zusammenfassung er vom ehemaligen Grünen-Bundestagsabgeordneten und Afghanistan-Experten Winfried Nachtwei zugeleitet bekommen hat. "Nach partiellen Lichtblicken im Vorjahr ist die Gesamtbotschaft jetzt ernüchternd bis alarmierend. Eine erfolgreiche Transition scheint es primär auf der Seite der Aufständischen (Wechsel der Angriffs-Zielgruppen), weniger auf Seiten der Pro-Regierungskräfte zu geben." Weiter...


Deutschlandradio Kultur (13.05.2013)

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/2105524/

"CSU-Politiker: Bundeswehr wird Vertrauen der Afghanen nicht enttäuschen" Christine Heuer im Gespräch mit dem Parlamentarischen Staatssekretär im Verteidigungsministerium Christian Schmidt über den Umgang der Bundeswehr mit den rund 1.500 afghanischen Mitarbeitern der Bundeswehr am Hindukusch. "(…)ich habe etwas die Befürchtung, dass hier eine Diskussion in Deutschland geführt wird, die zu wenig nach Afghanistan blickt. In Afghanistan ist nicht alles schlecht und es ist nicht alles gut. Wir müssen uns schon der Mühe unterziehen und das tun ja die Ortskräfte auch, zu prüfen, ob sie bleiben können, oder sich im Land verändern, einen neuen Job suchen. Ich will mal darauf hinweisen, dass wir in der Entwicklungspolitik sehr hohen Bedarf weiterhin auch an unterstützenden Ortskräften haben, dass auch die Bundeswehr nach wie vor Bedarf hat. Und wenn ich nun pauschal sage, alle, die bisher bei uns waren, die sollen mal nach Deutschland gehen, was passiert mit den Familien. Wie organisiert man die Strukturen, die oft ja sehr stark in Großfamilien sich orientieren, will da jemand da bleiben. Ich meine, wenn wir diese Fragen ruhig und seriös klären und dann im Zweifelsfalle natürlich für eine Bereitschaft sind, den Betreffenden und seine engere Familie dann in unser Land kommen zu lassen, dann ist das eine richtige und gute Antwort. Aber wir reden ein klein wenig über die Köpfe der Betroffenen, habe ich den Eindruck, in unserem politischen Berlin schon wieder mal drüber hinweg." Weiter...


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