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Links zu den Anschlägen vom 11.9.2001

6.2 Kampf der Kulturen

Frankfurter Rundschau (15.03.2010)
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/
kultur_und_medien/feuilleton/2422018_Re
chte-der-Frauen-Unsere-Freiheit.html
Die Islamkritikerin Ayaan Hirsi Ali schreibt über die Rechte der Frauen und deren unterschiedliche Ausprägung im Westen und in der muslimischen Welt. "In der arabisch- muslimischen Welt wird der Zugang zu Bildung den meisten Frauen verweigert. Die Anzahl jener, die Lesen und Schreiben können, ist deprimierend gering. Ihre Sexualität wird patriarchisch kontrolliert, die Möglichkeiten, wirtschaftliche Eigenständigkeit zu erlangen, sind begrenzt."
Die Welt (15.03.2010)
http://www.welt.de/die-welt/debatte/art
icle6777055/Lust-auf-Scharia.html
"Der Einfluss des Islam in Europa nimmt zu", schreibt der Islamkritiker Ibn Warraq in der "Welt". "Der Einfluss des Islam in Europa nimmt zu. In Großbritannien gibt es bereits 85 Gerichte, die islamisches Recht anwenden. Die westliche Zivilisation demontiert sich selbst".
Die Welt (11.03.2010)
http://www.welt.de/politik/article67371
00/USA-prangern-Islam-Feindlichkeit-in-
Europa-an.html
Die Vereinigten Staaten machen sich Sorgen um die Menschenrechte in Europa, berichtet die "Welt". "Die US- Regierung sorgt sich um die Menschenrechte in Europa. Laut einem jetzt veröffentlichten Bericht ist sie unzufrieden mit der Situation der Muslime. Kritisiert werden das Minarettverbot in der Schweiz, das Kopftuchverbot an deutschen Schulen und gewalttätige Übergriffe in mehreren Staaten."
Süddeutsche Zeitung (11.03.2010)
http://www.sueddeutsche.de/politik/458/
505647/text/
Johannes Boie berichtet über die Methode von Anhängern der Website "Politically Incorrect", Veranstaltungen zu stören, die sie für pro-muslimisch halten. "Die Leser der Seite haben bereits 38 Aktionsgruppen in Deutschland gegründet - vom Ruhrgebiet bis Dresden, von Karlsruhe bis Hamburg. Mehrere hundert Menschen dürften den harten Kern der schnell wachsenden Szene bilden. Ihre Motivation zur Islamkritik ist unterschiedlich: Eine gelegentlich religiös geprägte Liebe zu Israel oder das Gefühl, dass christliche Werte in Deutschland verloren gehen. Andere fürchten sich vor dem Islam oder sind durch die Berichterstattung über 'Ehrenmorde' aufgeschreckt worden."
Pro (11.03.2010)
http://www.pro-medienmagazin.de/politik
.html?&news[action]=detail&news
[id]=2820
Das christliche Medienmagazin "Pro" porträtiert den niederländischen Rechtspopulisten Geert Wilders. "In Holland hat der Politiker Geert Wilders bei den Kommunalwahlen wie erwartet erstaunliche Ergebnisse eingefahren. Könnte er im Juni bei den Parlamentswahlen vielleicht sogar neuer Ministerpräsident werden? So oder so: die Niederlande erleben eine Wende, die besonders in deutschen Medien mit Sorge betrachtet wird."
Telepolis (11.03.2010)
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32
228/1.html
"Telepolis" schreibt über die Hintermänner der deutschen "Pro-Bewegung". "Die Erfolge, die Geert Wilders mit seiner Partij voor de Vrijheid (Partei fuer die Freiheit) Anfang des Monats bei den niederländischen Kommunalwahlen feierte, hat Rechtspopulisten in ganz Europa neu inspiriert. So auch die deutsche Pro-Bewegung, die beim Urnengang in Nordrhein-Westfalen am 9. Mai den Einzug in den Landtag anstrebt. Für den eingetragenen Verein, der seit 2004 mit Fraktionsstärke im Stadtrat von Köln vertreten ist, seinen Stimmenanteil von 4,7 Prozent im Jahr 2009 noch einmal überbieten konnte (5,4 Prozent) und auch in die Kommunalvertretungen von Gelsenkirchen, Bonn oder Leverkusen gewählt wurde, ist Düsseldorf selbstredend nur ein Etappenziel."
Telepolis (09.03.2010)
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32
224/1.html
Ein "Burkaverbot ist keine Befreiung unterdrückter Frauen", titelt Thomas Pany seinen Bericht über den Ratschlag des Menschenrechtskommissars des Europarates, Thomas Hammarberg, "im Namen der europäischen Toleranz von einer staatlichen Einmischung in dieser Bekleidungsfrage" abzusehen.
politik.de (09.03.2010)
http://www.politik.de/forum/innenpoliti
k/220840-wie-deutschland-sich-vor-recht
spopulisten-wie-geert-wilders-schuetzt.
html
Ein Rechtspopulist vom Format eines Geert Wilders hätte in Deutschland keine Chance, meint Richard Herzinger. "Der deutschen Politik gelingt es einstweilen, mittels Gremien wie der Islamkonferenz glaubhaft zu machen, sie habe mögliche Auswüchse einer 'Islamisierung' unter Kontrolle. Eine politische Stabilitätsgarantie auf Dauer kann freilich auch der flexible Konsensualismus der Deutschen nicht bieten."
Telepolis (09.03.2010)
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32
217/1.html
"Telepolis" im Gespräch mit dem Politikwissenschaftler Hamed Abdel-Samad, einem neuen Mitglied der Islamkonferenz. "Der Politologe und Schriftsteller Hamed Abdel-Samad wurde 1972 in Ägypten geboren. Er arbeitete in Genf für die UNESCO und war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Islamwissenschaft an der Universität Erfurt sowie an der Abteilung für jüdische Geschichte und Kultur an der Universität München. Öffentliche Bekanntheit erwarb sich Abdel-Samad letztes Jahr mit seiner Autobiographie 'Mein Abschied vom Himmel - Aus dem Leben eines Muslims in Deutschland'. Er hat bereits mehrere Abhandlungen zur Radikalisierung von jungen Muslimen in Europa und zum Thema Islamkritik publiziert."
n-tv (09.03.2010)
http://www.n-tv.de/politik/dossier/Eine
-Islamisierung-gibt-es-nicht-article766
325.html
"n-tv" im Gespräch mit dem CSU-Politiker Hans-Peter Uhl über Chancen erfolgreicher Integrationspolitik. "Diesem Meinungskampf muss man sich als Unionspolitiker stellen, indem man sagt, mit uns geht so etwas nicht, für uns gilt Religionsfreiheit, wir bekämpfen Islamismus und Extremismus, aber nicht eine friedliche Religion wie den Islam. Dieser Auseinandersetzung muss man sich stellen, jeder an seinem Platz."
Die Welt (08.03.2010)
http://www.welt.de/die-welt/politik/art
icle6685028/Beim-Barte-des-Propheten-Is
lamische-Rechtsgelehrte-streiten-ueber-
das-Rauchen.html
Dietrich Alexander berichtet vom Streit islamischer Rechtsgelehrter über das Rauchen. "Juristen suchen in den prophetischen Textquellen nach Hinweisen auf ein Tabakverbot - In den Teestuben und Cafés verfolgen rauchende Muslime diesen Disput eher amüsiert".
The Economist (08.03.2010)
http://www.economist.com/world/middle-e
ast/displaystory.cfm?story_id=15651719
"Economist Online" berichtet über das Massaker an bis zu 500 Christen durch Muslime in Nigeria. "The latest killings may be an act of revenge for four days of clashes in Jos in January, when hundreds also died and Muslims were disproportionately affected, though there were deaths on both sides. 'This appears to be some kind of reprisal attack,' said Robin Waudo, a spokesman for the Red Cross in Abuja, the national capital. Jos, in Nigeria's so-called 'middle belt', is a tinderbox that sits between the country's predominantly Muslim north and largely Christian south. The city and its surroundings saw similar clashes in 2001, which by some accounts left some 1,000 killed, as well as in 2004 and 2008. However, religious differences are just one factor behind the violence."
die-religionen.net (08.03.2010)
http://www.die-religionen.net/
Die Website "die-religionen.net" bietet zahlreiche Informationen über die Weltreligionen. "Mittlerweile leben wir in einer sogenannten Multi Kulti Welt. Es prallen die unterschiedlichsten Nationen und Kulturen im alltäglichen Leben aufeinander. Darum möchten wir Ihnen auf dieser Webseite die verschiedenen Weltreligionen ein wenig näher bringen. So werden am einfachsten Vorurteile abgebaut. Wir werden Ihnen den Islam genauso wie den Buddhismus und das Christentum vorstellen. Aber auch das Judentum wird sicherlich nicht zu kurz kommen. Lernen Sie die anderen Kulturen und Religionen kennen und Sie werden auch die verschiedenen religiösen Bräuche viel besser verstehen können."
Die Welt (07.03.2010)
http://www.welt.de/die-welt/politik/art
icle6673433/Ein-Provokateur-draengt-nac
h-oben.html
"Welt-Online" über den niederländischen Rechtspopulisten Geert Wilders. "An Geert Wilders scheiden sich die Geister. Ist der niederländische Politiker mit der gebleichten Haarmähne nun ein gefährlicher Rechtsradikaler, ein Rassist gar oder nur ein etwas überdrehter Liberaler? Sicher ist, dass Wilders in den Niederlanden einen Nerv trifft. Bei den Kommunalwahlen am vergangenen Mittwoch hat seine Freiheitspartei (PVV) sowohl in Den Haag als auch in Almere die Mehrheit erlangt - anderswo war sie nicht angetreten."
Tagesspiegel (04.03.2010)
http://www.tagesspiegel.de/meinung/komm
entare/art141,3047309
Der "Tagesspiegel" porträtiert die türkischstämmige Rechtsanwältin Gönuel Halat-Mec, die derzeit als neues Mitglied der Islamkonferenz gehandelt wird. "Dass sie Anwältin wurde, lag gewissermassen in der Natur der Sache: Schon als Jugendliche musste Gönuel Halat-Mec Eltern, Verwandte und Bekannte zum Amt, zur Behörde oder zur Bank begleiten, weil sie so gut Deutsch sprach."
Die Zeit (03.03.2010)
http://www.zeit.de/2010/10/P-Islamkonfe
renz
"Zeit.de" über die neue Linie von Innenminister Thomas de Maizière in Sachen Islamkonferenz. "Die Islamkonferenz wird fortgeführt - und einige streitbare Teilnehmer werden nicht mehr eingeladen. Konkretion ist gut. Doch die Debatte muss weitergehen."
Frankfurter Rundschau (03.03.2010)
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/
kultur_und_medien/feuilleton/2374935_Ti
mes-Mager-Getuemmel.html
Christian Schlüter rekapituliert die Islamdebatte in den deutschen Feuilletons. "Da war schon einiges los in den letzten Monaten, und geht immer so weiter. Seit dem sich etwa die Schweizer in einem Plebiszit gegen die Errichtung von weiteren Minaretten ausgesprochen haben, tobt auch im restlichen Europa und also auch in Deutschland eine Abwehrschlacht gegen die islamische Bedrohung: In direkter Verlängerung des dänischen Karikaturenstreits haben sich verbale Schlägertrupps erneut versammelt und machen nun als 'Islamkritiker' ohne Furcht und Tadel dem Abendland alle Ehre."
Rheinische Post (02.03.2010)
http://www.rp-online.de/panorama/deutsc
hland/Haelfte-der-Deutschen-fuer-Burkav
erbot_aid_826954.html
Einer Umfrage zufolge ist die Hälfte der Deutschen für ein Burkaverbot in Deutschland, berichtet "rp-online". "In anderen EU-Staaten, allen voran Frankreich, seien die Mehrheiten für ein Verbot des den ganzen Körper verhüllenden islamischen Kleidungsstücks aber erheblich größer."
Süddeutsches Magazin (02.03.2010)
http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte
/anzeigen/32777
Das "Süddeutsche Magazin" im Gespräch mit der Marokkanerin Nadia Larguet, die als erste Frau eines islamischen Landes als Schwangere für eine Zeitschrift nackt posiert hat. "Wir leben in einem islamischen Land, sich öffentlich nackt zu zeigen, ist nicht so alltäglich wie im Westen. Das Foto war deshalb eine kleine Revolution, zumal man mich und meinen Mann gut kennt: Ich war lange TV- Moderatorin, er ist oberster Repräsentant des marokkanischen Kinos. In der Presse und im Internet wurde also wild diskutiert: Darf man das? Ist das unzüchtig - oder mutig?"
Die Zeit (02.03.2010)
http://www.zeit.de/politik/deutschland/
2010-03/islamkonferenz-de-maiziere-isla
mrat
Innenminister De Maizière plant einen Umbau der Islamkonferenz, berichtet die "Zeit". "Der Islamrat, aber auch prominente Islamkritiker fürchten, aus der Islamkonferenz ausgeschlossen zu werden. Denn der Innenminister plant eine Neuordnung des Gremiums."
die tageszeitung (02.03.2010)
http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/arti
kel/?ressort=me&dig=2010%2F03%2F02%2Fa0
015&cHash=a5448ad84b
Der Publizist, Tibetkundler und Minderheitenexperte Klemens Ludwig fordert in der "taz" die Muslime auf, "Verantwortung für das eigene Schicksal zu übernehmen". "Der frühere Präsident von Malaysia, Mahathir Mohamad, ein selbstbewusster Muslim, hat dies einmal so formuliert: 'Die Krisen und Probleme entstanden auch, als muslimische Geistliche anfingen, Fachgebiete zu vernachlässigen, die als weltlich wahrgenommen wurden, wie zum Beispiel Naturwissenschaften, Mathematik, Medizin und Technik, und sich nur auf religiöse Studien konzentrierten. Das war ein großer Fehler.' Diese Erkenntnis lässt wenig Raum für einen simplen Opferdiskurs, aber viel für Entwicklung."
BBC News (01.03.2010)
http://news.bbc.co.uk/2/hi/programmes/n
ewsnight/8543422.stm
Die Verhaftung von fünf muslimischen US-Bürgern zeigt der BBC zufolge, dass die terroristische Bedrohung durch einheimische radikale Muslime auch in den USA ansteige. "It is a situation which has surprised Juan Zarate, former US Deputy National Security Advisor. 'You're seeing second, third generation Americans who we had assumed were somewhat immune from this narrative, who were integrated into American society, who were born into Islam, not converts. They are now falling prey to the ideology and committing to it.'"
Freitag (01.03.2010)
http://www.freitag.de/kultur/1008-jylla
nds-posten-politiken-berlingske-tidende
-karikaturenstreit-daenemark-mohammed
Lars Eriksen berichtet über die Entscheidung der dänischen Zeitung "Politiken", sich bei acht muslimischen Organisationen für die erneute Veröffentlichung der umstrittenen Mohammed-Karikaturen zu entschuldigen. "Politiken wird heftig angegriffen, weil sie sich für die Mohammed-Karikaturen entschuldigen will. Im Gegenzug lassen die muslimischen Organisationen ihre Klage fallen".
DiePresse.com (28.02.2010)
http://diepresse.com/home/politik/innen
politik/543159/index.do?_vl_backlink=/h
ome/politik/innenpolitik/index.do
Jeder zweite Österreicher sehe den Islam einer Studie des Linzer Meinungsforschungsinstituts "Imas" zufolge als Bedrohung, berichtet "DiePresse". "Laut einer aktuellen IMAS-Studie sind 59 Prozent der Österreicher 'eher gegen' den Bau von Minaretten. Zwischen öffentlicher und veröffentlichter Meinung besteht eine grosse Kluft."
Die Zeit (26.02.2010)
http://www.zeit.de/2010/09/Burka
Gero von Randow berichtet vom neuen Kampf der französischen Öffentlichkeit. "Ganz gleich, ob rechts oder links: Frankreich hat seine neuen Feinde gefunden - fromme Muslime, die sich einem nichtreligiösen Staat verweigern".
Global Post (26.02.2010)
http://www.globalpost.com/dispatch/worl
dview/100225/france-burqa-ban-human-rig
hts
Olivier Guitta würde ein französisches Burka-Verbot begrüssen, da dieses Kleidungsstück letztlich vor allem ein Instrument "fanatischer" Männer zur Kontrolle der Frauen bleibe. "For Islamists, veiling women is a way to control society, hence their ferocious determination to do so. Not coincidentally, it is one of the only issues on which Sunni and Shia extremists agree. It's not by chance that the spreading of the veil really took off in 1979 after Iran's Islamic regime came to power and Saudi Arabia's radicalization wave following the foiled coup. Some Shiite militias in Iraq have actually started forcing women - Muslim or not - to wear the veil or face the consequences. Interestingly, Al Qaeda through its Islamic Maghreb branch also joined the debate by accusing France of 'religious terrorism' and threatening terror attacks in France and/or against French interests."
Politiken.dk (26.02.2010)
http://politiken.dk/debat/ledere/articl
e910879.ece
Die dänische Zeitung "Politiken" hat sich als bisher einzige dänische Zeitung bei den Muslimen für den Abdruck der umstrittenen Mohammed-Karikaturen entschuldigt. (Link in dänischer Sprache. Google Translate bietet eine brauchbare Übersetzung der Seite) "Enigheden består i at se fremad, fokusere på at nedtrappe spændinger og håbe på yderligere forsoning mellem Danmark og den muslimske verden."
Der Standard (25.02.2010)
http://derstandard.at/1266541545251/Geg
en-den-Islam-als-Herrenreligion-Ex-Musl
ime-fordern-Recht-auf-Nichtglauben
Der "Standard" berichtet über die Gründung eines Zentralrats der Ex-Muslime in Österreich. "Kaya fordert das Recht, ein Ex-Muslim zu sein: eine Person, die sich 'den Zielen der Aufklärung und des Humanismus verpflichtet fühlt und daher für Selbstkritik im Islam eintritt - ohne gleich der Apostasie, des Abfalls vom Glauben, bezichtigt zu werden'. Heute, Freitag, wird Kaya mit Mitstreitern wie der Islamkritikerin und Feministin Mina Ahadi (53) bei einer Pressekonferenz und anschliessenden Diskussion die Gründung des Zentralrats der Ex-Muslime in Österreich bekanntgeben."
Frankfurter Allgemeine Zeitung (25.02.2010)
http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF41441
5BB243B181B8B60Ae/Doc~E1C90FC09A2B74FFD
B92FB59BAe1ACA1E~ATpl~Ecommon~Scontent.
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Gibt es ein Menschenrecht auf Säkularisierung, fragt Martin Kriele anlässlich des Kruzifix-Urteils vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte vom 3. November 2009. "Will man das Urteil in einer markanten Formel zusammenfassen, so lautet diese: Es ist ein Menschenrecht, in einem säkularisierten Staat zu leben, in dem sich die Religion vollständig in die Privatsphäre zurückgezogen hat. Das steht so in keiner Menschenrechtskonvention. Der Gerichtshof hat es aus Religions- und Weltanschauungsfreiheit und dem Elternrecht herausinterpretiert oder besser: in sie hineininterpretiert."
Südwest Presse (25.02.2010)
http://www.swp.de/goeppingen/nachrichte
n/suedwestumschau/art4319,379537
Die Universitäten Heidelbergs und Tübingens konkurrieren um ein Ausbildungszentrum für Imame und islamische Religionspädagogen, berichtet die "Südwestpresse". "Die Chancen, dass Baden-Württemberg ein Zentrum zur Ausbildung von islamischen Vorbetern (Imamen) und islamischen Religionspädagogen erhält, stehen gut. Wo aber soll es entstehen? Zwei Universitäten sehen sich gut gerüstet, die Aufgabe zu übernehmen: Heidelberg und Tübingen wetteifern miteinander. Beide Unis arbeiten an Konzepten, um den Zuschlag zu erhalten."
Neue Osnabrücker Zeitung (23.02.2010)
http://www.neue-oz.de/information/noz_p
rint/nordwest/24754650.html
Die "Neue Osnabrücker Zeitung" im Gespräch mit Prof. Bülent Ucar, Leiter des Osnabrücker Zentrums für Interkulturelle Islamstudien, zur Imamausbildung in Deutschland. "Wir wollen das Signal aussenden, dass in Deutschland der Bedarf nach einer Ausbildung von Imamen immens ist. Wir brauchen Imame, die in Deutschland heimisch sind und auf die religiösen Bedürfnisse der Muslime reagieren können. In dieser Tagung möchten wir Fragen rund um die Imamausbildung kritisch reflektieren und kontrovers debattieren."
Märkische Allgemeine (22.02.2010)
http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/
beitrag/11736276/492531/Schnellimbiss-K
ette-bietet-nur-islamisch-statthaftes-F
leisch-an.html
Kommt in Frankreich nach der Burka-Debatte nun eine Schweinefleisch-Debatte? Die "Märkische Allgemeine" berichtet, dass eine Fastfoodkette nur islamkonforme Speisen anbieten möchte. "Ein spezieller Hamburger ernährt zurzeit in Frankreich nicht nur die Kunden der belgischen Fastfood-Kette Quick, sondern auch eine Debatte, die das Misstrauen gegenüber dem Islam wieder auf die Tagesordnung bringt. Kurz nach den grossen Diskussionen über die 'nationale Identität' und ein Verbot der Burka stösst einigen Politikern die Verkaufs-Idee des 'Halal- Burgers' übel auf. In acht seiner 350 Restaurants im Land hat Quick seit Ende November Schweinefleisch probeweise aus dem Sortiment genommen und bietet nur noch Fleisch an, das nach islamischen Vorschriften hergestellt wird."
Deutschlandradio (21.02.2010)
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hint
ergrundpolitik/1129700/
"Deutschlandradio Kultur" über Imame in Deutschland zwischen Islam und Islamismus-Verdacht. "Schätzungsweise 2000 Imame arbeiten in Deutschland - und zwar oft ehrenamtlich. Welche Ausbildung sie haben sollten, ist nicht vorgeschrieben. Doch längst ist das Rezitieren der Gebete nicht mehr die einzige Aufgabe der Imame. Zunehmend sind sie auch als Seelsorger gefragt, als Stadtteilbeauftragter und Sozialpädagoge."
Le Point (19.02.2010)
http://www.lepoint.fr/actualites-chroni
ques/2010-02-19/le-bloc-notes-de-bernar
d-henri-levy-pourquoi-je-suis-favorable
-a-une-loi-sur-la-burqa/989/0/425931
Bernard-Henri Lévy erklärt in "Le Point", warum er für ein Gesetz gegen das Tragen einer Burka in Frankreich ist. "On dit : 'la burqa est un vêtement ; tout au plus, un déguisement ; on ne va pas légiférer sur les vêtements et les déguisements'... Erreur. La burqa n'est pas un vêtement, c'est un message. Et c'est un message qui dit l'assujettissement, l'asservissement, l'écrasement, la défaite, des femmes."
Le Monde (19.02.2010)
http://www.lemonde.fr/opinions/article/
2010/02/19/si-la-religion-est-l-opium-d
u-peuple-elle-est-aussi-le-soupir-des-o
pprimes-par-tariq-ali_1308486_3232.html
Tariq Ali schreibt in "Le Monde" über Religion als "Opium für das Volk" oder als "Klage der Bedrängten". "Marx a bien écrit que la religion était 'l'opium du peuple', mais la phrase qui suit, où il la qualifie de 'soupir des opprimés', est le plus souvent oubliée. Elle explique en partie la montée de la religiosité dans chaque communauté depuis l'effondrement du communisme. Les parents des jeunes normaliens qui se rassemblent pour célébrer la messe sont horrifiés. Mes amies du monde musulman se plaignent que leurs filles portent le foulard pour protester contre les normes familiales. Il en a toujours été ainsi."
Badische Zeitung (19.02.2010)
http://www.badische-zeitung.de/waldkirc
h/moeglichkeiten-und-unmoeglichkeiten-e
ines-dialoges--27185017.html
Die "Badische Zeitung" berichtet von einer Veranstaltung des "Ökumenischen Bildungswerkes" über Christentum und Islam. "Neben dem Gewaltpotenzial der beiden Religionen wurden auch die, in vom Islam dominierten Gesellschaften und Staaten oft missachtete Religionsfreiheit und die fehlende Trennung von Religion und Politik diskutiert. Karimi, der selbst den Koran ins Deutsche übersetzt hat, entschärfte hier Suren, die häufig falsch interpretiert würden. Er versicherte, dass die Verbindung von Theologie und Politik in der islamischen Welt auch in ihm Empörung hervorrufe. Eine solche Auslegung sei aber eigentlich unvereinbar mit dem Islam."
qantara.de (19.02.2010)
http://de.qantara.de/webcom/show_articl
e.php/_c-469/_nr-1160/i.html
Stephan J. Kramer, Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, erläutert Voraussetzungen einer gelungenen Integration muslimischer Bürger in die deutsche Gesellschaft. "Ohne eine umfassende aufklärerische Anstrengung auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene werden 'Islamophobie' und Moslemhass immer weiter um sich greifen. Das ist nicht nur unsittlich, sondern fördert die Absonderung und zementiert die Neigung mancher muslimischer Bevölkerungsschichten zur Errichtung von Parallelgesellschaften."
Gazelle (17.02.2010)
http://www.gazelle-magazin.de/newsdetai
ls/article/1/1266309445.html
Das Frauenmagazin "Gazelle" mit einer Rezension des Buchs "Islamfeindlichkeit - Wenn die Grenzen der Kritik verschwimmen" von Thorsten G. Schneiders (Hrsg.). "Aktuelle Umfragen der verschiedensten Meinungsforschungsinstitute haben ergeben, dass keine Religion im Bewusstsein der Deutschen und Europäer so sehr mit Negativassoziationen belegt ist, wie der Islam. Dieses in unserer Gesellschaft verbreitete, lange Zeit ignorierte Phänomen der Islamfeindlichkeit wurde kürzlich als Anlass erkannt, seiner historischen Herausbildung, seiner Vielfältigkeit und seinen Auswirkungen auf den Grund zu gehen und in einem Sammelband mit Beiträgen von prominenten Vertretern der unterschiedlichsten Wissenschaftsdisziplinen an die Öffentlichkeit zu tragen."
Qantara.de (16.02.2010)
http://de.qantara.de/webcom/show_articl
e.php/_c-469/_nr-1159/i.html
Eine neue Studie des "Gallup Center for Muslim Studies" hat sich mit der Meinung von Amerikanern über ihre muslimischen Mitbürger beschäftigt. "Eine neue Studie des 'Gallup Center for Muslim Studies' zeigt, dass anti- islamische und anti-semitische Ressentiments in den Vereinigten Staaten verbreitet sind. Doch gibt es auch zahlreiche US-Bürger, die einen Dialog und eine Verständigung mit den Muslimen wünschen."
Der Tagesspiegel (14.02.2010)
http://www.tagesspiegel.de/kultur/kino/
berlinale/Sibel-Kekilli;art16892,302964
3
Der "Tagesspiegel" stellt den Berlinale-Film "Die Fremde" mit Sibel Kekilli in der Hauptrolle vor. Der Film beschäftigt sich mit dem Thema "Ehrenmord". "Sibel Kekilli betont, dass diese Verbrechen rein gar nichts mit Religion zu tun haben. 'Das sind archaische Traditionen. Die Religion ist nur eine Ausrede. Es geht um den Schutz einer Gemeinschaft vor einer Gesellschaft, in die sie sich nicht integriert fühlt. Man müsste den türkischen Zuwanderern eine bessere Integration bieten. Die deutsche Mehrheitsgesellschaft hat zu lange weggeschaut, weil man gedacht hat, die Gastarbeiter gehen sowieso zurück.'"
Die Welt (14.02.2010)
http://www.welt.de/die-welt/politik/art
icle6387512/Islam-Streng-oder-weltoffen
.html
Christina Brüning über Schwierigkeiten bei der Ausbildung von Imamen in Deutschland. "Wie erarbeitet man ein Curriculum? Wie soll Personal berufen werden? Woher soll es angesichts dünner Auswahl in Deutschland überhaupt kommen? Wie kann der Beirat aussehen, der die Mitwirkung der Muslime analog zu den Kirchen sicherstellt? Und wer bezahlt das alles?"
die tageszeitung (14.02.2010)
http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/a
rtikel/1/der-gott-der-kleinen-dinge/
Im Miteinander der Religionen gelte es, das Gemeinsame zu betonen, schreibt Michael Kiefer. "Vor allem die sogenannten Islamkritiker konstruieren zwei Wirgruppen, die sich angeblich unversöhnlich gegenüberstünden: Auf der einen Seite die scheinbar 'aufgeklärte' und viel zu 'tolerante' Aufnahmegesellschaft, auf der anderen die 'rückständigen' Muslime, die mit weiteren negativen Zuschreibungen wie 'Demokratieferne', 'Intoleranz' und einem 'übersteigerten Ehrbegriff' belegt werden. Dieses Wahrnehmungsmuster birgt ein hohes Konfliktpotenzial."
New Statesman (12.02.2010)
http://www.newstatesman.com/religion/20
10/02/muslim-religious-moderation
Islamwissenschaftler Tariq Ramadan analysiert die westliche Kategorisierung islamischer Strömungen, die seit dem 11. September 2001 vor allem zwischen "moderaten" und "extremistischen" Muslimen unterscheide. "There are those in the west today who are keen to define moderate Muslims as those who are invisible, or look just like us, who support us, or even as those who have accepted the terms of their subjection. In turn, they want to declare all the rest as fundamentalists or extremists. Such self-serving judgements are ideological in nature and lead only to an intellectual confusion that prevents us from grasping the essentially political and economic nature of the debate. They cannot help us to understand the complex dynamics at work in Muslim societies. Once we have condemned the violent - extremist groups that murder innocent civilians supposedly in the name of Islam, we must move forward and place their political positions in context."
Hagalil (11.02.2010)
http://www.hagalil.com/archiv/2010/02/0
9/islamischer-antisemitismus/2/
"Hagalil" über die "Islamisierung des Antisemitismus". "Wie heute der Antisemitismus in islamischen Gesellschaften gesehen wird, ist immer öfter ein Resultat ideologischer Instrumentalisierung und seltener von wissenschaftlicher Auseinandersetzung. Den wenigsten AutorInnen geht es um das Thema des Antisemitismus selbst, sondern vielmehr um den Staat Israel. Während seine FeindInnen den arabischen und islamischen Antisemitismus überhaupt leugnen, verharmlosen oder in einer implizit rassistischen Argumentation behaupten, 'Araber' könnten als 'Semiten' überhaupt keine AntisemitInnen sein, wird spätestens seit Sayyid Qutb von radikalen Islamisten wie von einer Reihe (pro-)westlicher IdeologInnen gleichermaßen behauptet, es gäbe eine im Islam eingeschriebene Feindschaft gegenüber Jüdinnen und Juden, die sich als Kontinuum durch die islamisch-arabische Geschichte ziehe."
Telepolis (10.02.2010)
http://www.heise.de/tp/blogs/6/147054
"Großbritannien ist die Senkgrube, in der die Radikalisierung geschieht", zitiert Thomas Pany den nigerianischen Literaturnobelpreisträger Wole Soyinka. "Großbritannien sei eine Brutstätte für religiöse Terroristen. Soyinka erzählt von der Angst unter seinen Landsleuten, die fürchten, dass ihre Kinder, die sie zum Studieren an Universitäten des UK geschickt haben, als religiöse Fundamentalisten heimkehren. (...) Entwickelt hätten die Studenten ihre 'mentalen Konditionierungen' in der überwiegenden Zahl der Fälle 'off campus' an britischen Moscheeschulen. Solche Einrichtungen gibt es Soyinka zufolge vor allem im Norden Großbritanniens und in London."
Telepolis (10.02.2010)
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32
052/1.html
"Telepolis" im Gespräch mit Thierry Chervel, Mitbegründer und Redakteur des "Perlentauchers", über die aktuelle Islamdebatte in den deutschen Feuilletons. "Die Islamdebatte verschärft sich. Während der prominenteste Islamgegner, der SPIEGEL-Schreiber und Autor Henryk Broder nicht gerade dafür bekannt ist, seine Kontrahenten pfleglich zu behandeln und sich wegen seiner drastischen Wortwahl bereits vor Gericht rechtfertigen musste (wo er allerdings gewann), weht mittlerweile auch den anderen Islamkritikern im Feuilleton ein rauerer Wind entgegen, der mit einer emphatischen Betonung der Rechte von Muslimen auf ihre kulturellen Lebensweisen einhergeht."
Die Weltwoche (10.02.2010)
http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2010-0
6/artikel-2010-06-religion-der-krieg-ge
gen-die-unglaeubigen.html
Pierre Heumann schreibt in der Schweizer "Weltwoche" über die Bedrohung christlicher Minderheiten weltweit. "In muslimischen Ländern sind sie Fremde im eigenen Land und Sündenböcke für die Wut auf den 'Kreuzritter-Westen'. Sie gelten als Menschen zweiter Klasse."
Die Presse (10.02.2010)
http://diepresse.com/home/politik/innen
politik/538625/index.do
Die FPÖ hat einen ihrer Kandidaten wegen islamfeindlicher Äußerungen von einer Wahlliste gestrichen, berichtet "DiePresse". "Ein FP-Kandidat für die Bludenzer Gemeindewahl wetterte in Internetforen gegen Muslime. Den Islam bezeichnete er als 'degenerierte verkommene Ideologie'."
Die Welt (09.02.2010)
http://www.welt.de/politik/ausland/arti
cle6306935/Frankreichs-Nationaldebatte-
stigmatisiert-Auslaender.html
Gesche Wüpper zieht eine Bilanz der französischen Integrationsdebatte. "Die von Staatspräsident Nicolas Sarkozy angestoßene Debatte über die nationale Identität ist gescheitert. Statt zu einer besseren Integration führte sie zu einer weiteren Stigmatisierung von Ausländern und vor allem der etwa fünf bis sechs Millionen in Frankreich lebenden Muslime. Profitiert haben die Rechtsextremen."
die tageszeitung (09.02.2010)
http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/arti
kel/?ressort=me&dig=2010%2F02%2F09%2Fa0
021&cHash=9bbe9e8186
Handelt es sich beim Burka-Streit um eine "Phantomdebatte", fragt Isolde Charim in der "taz". "Ja, wir alle brauchen einen aufgeklärten Islam. Aber ein solcher lässt sich nicht herbeiverbieten - etwa durch eine Fatwa gegen die Burka. Und schon gar nicht durch dessen präventive Stigmatisierung. Will man die Frauen vor der Burka und nicht uns vor den Burkaträgerinnen schützen, dann sind pädagogische und soziale Offensiven allemal zielführender als prohibitive. Oder aber man folgt jenem Vorschlag, der kürzlich in Frankreich aufgeworfen wurde. Statt die Burka zu verbieten, sollte man sie vielmehr vorschreiben. Allen. Auch den Männern. Die liberté würde das nicht gerade garantieren. Aber die égalité, die wäre verwirklicht."
The Guardian (09.02.2010)
http://www.guardian.co.uk/world/2010/fe
b/08/france-citizen-handbooks-identity-
debate
Der französische Premierminister Francois Fillon hat im Zuge der Burka-Debatte einige neue Regelungen zur besseren Integration muslimischer Franzosen angekündigt. "French children are to be given a 'citizen's handbook' to teach them to be better republicans, as part of national identity measures announced by the government today. Schools will be ordered to fly the French flag and to have a copy of the 1789 Declaration of the Rights of Man and of the Citizen in every classroom. The measures, announced by the French prime minister, François Fillon, are the first to emerge from the country's controversial debate on national identity."
Britische Sitcoms (09.02.2010)
http://www.britcoms.de/2010/02/08/why-d
idnt-they-just-call-you-jew-jew-jew-jew
-jew/
Oliver Nagel empfiehlt in seinem Blog den neuen Film "The Infidel", der im April in England anlaufen wird. "Islam scheint gerade Konjunktur als Gegenstand von britischen Comedys zu haben - und schon zum zweiten Mal (nach Chris Morris' Trailer zu seiner Terroristensatire 'Four Lions') habe ich das Gefühl, dass gegen diese Form der Auseinandersetzung mit der muslimischen Welt kaum etwas einzuwenden ist."
die tageszeitung (09.02.2010)
http://www.taz.de/1/debatte/theorie/art
ikel/1/die-freiheit-der-anderen/
Cigdem Akyol kritisiert den Versuch, Islamkritikern in den deutschen Feuilletons den Mund zu verbieten. "In der Debatte um Islam und Islamismus versuchen urdeutsche Feuilletonisten drei Einwandererkindern das Wort zu verbieten. Doch die Diskussion braucht beide Seiten."
Weltexpress (08.02.2010)
http://www.weltexpress.info/cms/index.p
hp?id=6&tx_ttnews%5Btt_news%5D=25505&tx
_ttnews%5BbackPid%5D=385&cHash=6a2b7515
5f
"Weltexpress" berichtet über den Selbstversuch einer Französin beim Tragen eines Ganzkörperschleiers. "Es war die Hölle. Ihr ganzer körperlicher und seelischer Ausdruck war den Blicken entzogen. Doch auch wenn die Menschen nicht wussten, wer sich unter der Burka verbarg, sie fällten ein vernichtendes Urteil. Sie nahm verächtliche Blicke wahr. Männer hätten vor ihr auf den Boden gespuckt, Passanten mit dem Finger auf sie gezeigt und sie geduzt. Ängstliche Kinder seien weggerannt. Mutige hätten sie gekniffen, um zu sehen, ob sie kein Gespenst sei. Der Eintritt zu einem Supermarkt sei ihr verwehrt worden. Die Schönheit des lilafarbenen Gewandes schien niemanden milde zu stimmen. Sie hatte Angst, schwitzte, fühlte sich wie in kochendem Wasser. In ihrem Stoffgefängnis war es 5 Grad wärmer als draußen. Was müssen Frauen beim Burkatragen in den südlichen, wärmeren Ländern schon alleine durch die Temperaturerhöhung alles aushalten?! - ein Martyrium."
Berliner Morgenpost (07.02.2010)
http://www.morgenpost.de/berlin/article
1252778/Warum-Hatun-Sueruecue-sterben-m
usste.html
Die "Berliner Morgenpost" erinnert an die Ermordung der 23- jährigen Hatun Sürücü durch ihren Bruder in Berlin. "Vor genau fünf Jahren, am 7. Februar 2005, wurde in Tempelhof an einer Bushaltestelle die Leiche einer 23- jährigen Frau gefunden, Hatun Sürücü. Ihr Mörder war schnell gefasst: Es war ihr Bruder. Bis heute spricht vieles dafür, dass es nicht die Tat eines Einzelnen war. Und dass Hatun Sürücü sterben musste, weil sie nicht so leben sollte, wie sie lebte."
Neue Zürcher Zeitung (07.02.2010)
http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/me
dien/der_arabische_tv-sender_al-jazira_
f_ilmt_den_morgestraich_1.4846921.html
Die "Neue Zürcher Zeitung" über das Vorhaben des arabischen Nachrichtensenders "al Jazira", die Basler Fastnacht medial zu begleiten. "Was haben Micheline Calmy- Rey, Oskar Freysinger und die Basler Fasnacht gemeinsam? Sie alle hatten oder haben Auftritte im arabischen Fernsehsender al-Jazira. Während die SP-Bundesrätin und der SVP-Nationalrat ihre Gastspiele vor arabischem Publikum schon gaben, steht dasjenige der Basler Fasnächtler aber noch bevor. Der TV-Sender hat angekündigt, in diesem Jahr erstmals in Basel mit der Kamera präsent zu sein. Der Hintergrund ist klar: Seit das Schweizer Stimmvolk ein Bauverbot für Minarette gutgeheissen hat, ist in der arabischen Welt das Interesse am eigensinnigen Land in den Bergen gewachsen."
Frankfurter Allgemeine Zeitung (07.02.2010)
http://www.faz.net/s/Rub9B4326FE2669456
BAC0CF17E0C7E9105/Doc~E687AA313F0974248
B086250443F42ECF~ATpl~Ecommon~Scontent.
html
Frankreich wolle mehr Elite anstelle von Ganzkörperschleiern im Land, schreibt die "FAZ". "Wer einmal auf dem Hochplateau zu Gast war, auf dem die französische Elitehochschule 'École Polytechnique' ihr Quartier bezogen hat, der kann Pierre Tapie vielleicht ein bisschen besser verstehen. Der Vorsitzende der Konferenz der 'Grandes Écoles' hatte vor kurzem die Pläne der Regierung kritisiert, denen zufolge die Eliteschulen künftig verpflichtet sein sollen, etwa ein Drittel ihrer Studenten nicht mehr einzig nach dem Leistungsprinzip auszuwählen, sondern verstärkt junge Franzosen aus sozial schwachen Familien und solchen mit Einwanderungshintergrund aufzunehmen."
Frankfurter Allgemeine Zeitung (07.02.2010)
http://www.faz.net/s/RubC3FFBF288EDC421
F93E22EFA74003C4D/Doc~E073456861DB04058
9652199DA2BE532D~ATpl~Ecommon~Scontent.
html
Regina Mönch kommentiert die Empfehlung des Wissenschaftsrats zur Einrichtung des Fachs Islamische Theologie an deutschen Universitäten. "Islamische Theologie oder - wie es der Wissenschaftsrat in seinem jüngsten Gutachten empfiehlt - 'Islamische Studien' als bekenntnisgebundene Forschung und Lehre sind an deutschen Universitäten eine Rarität. Eigentlich gibt es bisher nur zwei staatliche Universitäten (von etwa achtzig), die sich vorwagten: Münster und Frankfurt. Warum das so ist, hat viel mit Trägheit, Ignoranz und der Diskursroutine zu tun, die sich immer wieder in der Frage erschöpfte, dass es keine einheitliche Glaubensgemeinschaft der Muslime gibt, die das verfassungsrechtlich verbriefte Recht der Mitsprache wahrnehmen könnte."
Der Spiegel (05.02.2010)
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0
,1518,675888,00.html
Der Streit um das Tragen eines Ganzkörperschleiers spaltet Europa, berichtet der "Spiegel". "Soll man Frauen verbieten, sich zu verschleiern - und kann ein solcher Schritt wirklich zu mehr Emanzipation führen? In Europa wird heftig gestritten, ob die Burka geaechtet werden soll. SPIEGEL ONLINE beschreibt, welche Länder die Ganzkörperverhüllung verbieten wollen - und welche sie tolerieren."
Die Zeit (05.02.2010)
http://www.zeit.de/gesellschaft/schule/
2010-02/schule-schleier-islam
"Zeit-Online" über einen aktuellen Streit um die Verschleierung einer Schülerin an einer deutschen Schule. "Darf eine muslimische Schülerin im Unterricht einen Schleier tragen? Eine klare Regelung fehlt. Das führt zu viel Unsicherheit und Ärger, wie ein aktuelles Beispiel zeigt."
Frankfurter Rundschau (05.02.2010)
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/
kultur_und_medien/feuilleton/2272458_In
tergration-in-Deutschland-Vergesst-die-
Burka.html
Arno Widman verlangt in der "Frankfurter Rundschau": "Vergesst die Burka". "Aber die Zeit der Kleiderordnungen sollte vorbei sein. Der Staat soll uns nicht vorschreiben, was wir an- oder ausziehen. Wenn mich der Anblick der Burka stört, muss ich - falls mir mal eine über den Weg laufen sollte - einen Moment wegsehen. Nicht wegsehen sollte ich, wenn ich Zeuge werde, wie die Frau gedemütigt oder misshandelt wird. Sei es von ihrem Mann oder von Burkagegnern."
Die Welt (05.02.2010)
http://www.welt.de/die-welt/vermischtes
/article6262314/Ich-gebe-der-Angst-eine
-Stimme.html
Die "Welt" im Gespräch mit dem Deutschen Alexander Segert, Gestalter des Schweizer Plakats für ein Minarettverbot. "Schon lange bevor sich die deutsche Bundesregierung zum Kauf gestohlener Bankkundendaten entschloss, hat die rechtspopulistische Schweizerische Volkspartei die Deutschen ins Visier genommen. Mit einer Kampagne gegen den 'deutschen Filz' will sie die Züricher Gemeinderatswahlen gewinnen. Der Mann hinter den Inseraten stammt selbst aus Deutschland und hat schon mit zahlreichen Kampagnen für Empörung gesorgt (...). Oben in seinem Büro hat er sein liebstes Plakat aufgehängt: Es zeigt weisse Schafe, die ein schwarzes von einer Schweizer Fahne treten. Statt ursprünglich 'Für mehr Sicherheit' steht auf diesem Exemplar: 'Das schwarze Schaf, das bin ich.'"
die tageszeitung (05.02.2010)
http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/arti
kel/?ressort=sw&dig=2010/02/05/a0004&cH
ash=7ea357491f
Auch in Deutschland gibt es nun einen Minarettstreit, berichtet die "taz". "In Völklingen tobt eine heftige Diskussion, ob die seit 20 Jahren dort ansässige Moschee ein Minarett erhalten soll".
Telepolis (05.02.2010)
http://www.heise.de/tp/blogs/8/147027
"Telepolis" berichtet über Änderungspläne des neuen Innenministers de Maizière für die deutsche Islamkonferenz. "Nun soll Necla Kelek beim nächsten Treffen der DIK nicht mehr dabei sein. Zusammen mit Seyran Ates und Ali Kizilkaya, der Vorsitzende des Islamrats, wird Necla Kelek in einem Bericht der taz als 'ausgeladen' bezeichnet. Der Bericht stützt sich auf Informationen der türkischen Zeitung Hürriyet. Diese hatte geschrieben, dass 'Berlin diese drei Namen streicht'. Das Innenministerium reagiert auf eine Nachfrage mit der Antwort, dass 'niemand ausgeladen wird' und verweist auf 'strukturelle Veränderungen', die man plane. Ein schöner Euphemismus; in der Privatwirtschaft bedeutet er, dass die Stelle ab sofort nicht mehr sicher ist und die Kündigung wahrscheinlich."
Rheinischer Merkur (04.02.2010)
http://www.merkur.de/2010_05_Kirchen_wo
llen_Re.40017.0.html?&no_cache=1
Thomas Schirrmacher mit "acht Gründen", denen zufolge die Christen unter allen Religionen am stärksten einer Diskriminierung ausgesetzt seien. "Eine Hälfte der Christenheit geniesst die Sonnenseite der Religionsfreiheit. In keiner anderen Religion liegt dieser Anteil so hoch. Ein Grund: Religionsfreiheit herrscht in der Regel da, wo das Christentum lange Einfluss auf die Regierung hatte. Doch hat auch kein Glaube mit Ausnahme der Bahai einen höheren Anteil an Verfolgten aufzuweisen. 75 Prozent aller Opfer der Verletzung von Religionsfreiheit sind Christen."
The Australian (04.02.2010)
http://www.theaustralian.com.au/news/op
inion/frances-burka-ban-a-boost-for-equ
ality/story-e6frg6zo-1225826508079
Greg Sheridan verteidigt die Pläne der französischen Regierung für ein Burka-Verbot in öffentlichen Schulen als wichtigen Beitrag zur Geschlechtergleichheit. "Here we meet a hard truth of Muslim immigration to Europe, and perhaps to Australia. There is a strong body of belief that at least a large number of the African, and especially Maghrebi, Muslims who move to Europe do so not to embrace the European lifestyle, that is to pay the immigrant's traditional compliment to the new society, but to recreate their Third World lifestyle at a European standard of living. Diversity is a good thing and there is a vast range of values and traditions that are perfectly acceptable in most Western societies. But women's inherent inequality is not one of them."
L´Express (03.02.2010)
http://www.lexpress.fr/culture/livre/be
rnard-henri-levy-il-y-a-une-bataille-po
ur-la-verite_846108.html
Bernard-Henri Lévy erklaert im "L´Express", warum er das Verbot des Tragens eines Ganzkörperschleiers in öffentlichen Gebäuden für richtig hält. "Car, là aussi, c'est une fumisterie de nous présenter cette affaire de burqa comme une question religieuse. C'est une provocation politique et il faut la traiter politiquement."
Der Spiegel (03.02.2010)
http://www.spiegel.de/video/video-10442
84.html
"Spiegel-Online" berichtet im Videostream über die Burka- Debatte in Frankreich. "Burka-Zwang: Frankreich verweigert Muslim die Einbürgerung."
Telepolis (03.02.2010)
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32
018/1.html
Thomas Pany schreibt über die geplante Einrichtung islamischer Studienfächer an deutschen Universitäten. "Die empfohlene Ausbildung von Imamen an deutschen Universitäten stößt auf breite Zustimmung unter Parteien, Gewerkschaften, Kirchen und muslimische Verbänden, nicht aber bei den organisierten Konfessionslosen".
Qantara (03.02.2010)
http://de.qantara.de/webcom/show_articl
e.php/_c-469/_nr-1153/i.html
"Qantara" bezeichnet die deutsche Islamdebatte als "neuen Kalten Krieg". "Die Debatten über den Islam nehmen an Schärfe zu und werden immer verwirrender. Was die Hintergründe der Debatten sind und wie sich auch ein neutraler Beobachter einigermaßen in ihnen zurechtfinden kann, erläutert Stefan Weidner in seinem Essay."
Die Welt (03.02.2010)
http://www.welt.de/die-welt/debatte/art
icle6234101/Auf-die-Tuerkei-kommt-es-an
.html
"So viel Freiheit wie jetzt war noch nie in der Türkei", schreibt der deutsch-türkische Schriftsteller und Übersetzer Zafer Senocak in einem Gastbeitrag für die "Welt". "In der aktuellen Islam-Debatte hilft ein Blick an den Bosporus: Das dortige Staatsmodell wird darüber entscheiden, ob Muslime einen Platz in der aufgeklärten Gesellschaft einnehmen können".
Die Achse des Guten (03.02.2010)
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/
dadgd/article/die_islam_debatte/
Die "Achse des Guten" mit einer umfangreichen Linkliste zur Islamdebatte.
Neue Zürcher Zeitung (02.02.2010)
http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/ak
tuell/worte_sind_keine_aexte_1.4751850.
html
Die "Neue Zürcher Zeitung" berichtet über die deutsche Islamdebatte. "Was kann der Islam dafür, wenn in seinem Namen Gewalt verübt wird? Die Frage, seit Jahren debattiert, führt auch in Deutschland zu stetem Zwist zwischen Religiösen und Säkularisten. Und bisweilen zu fragwürdigen intellektuellen Volten von Kommentatoren. Derweil sucht die deutsche Politik den praktischen Dialog."
die tageszeitung (02.02.2010)
http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/arti
kel/?ressort=tz&dig=2010/02/02/a0022&cH
ash=c736739d47
Jan Feddersen stellt die drei Islamkritikerinnen Necla Kelek, Seyran Ates oder Ayaan Hirsi Ali vor. "Drei prominente Kritikerinnen des Islam kamen aus linken Milieus und wurden von diesen verstoßen. Sie waren zu unbequem."
Frankfurter Rundschau (02.02.2010)
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/
kultur_und_medien/feuilleton/2258390_Is
lam-Debatte-In-den-Panikraeumen-der-Tol
eranz.html
Harry Nutt äußert sich auf "fr-online" zur Islamdebatte. "Die Tonlage der Debatte variiert, und zuletzt konnte man den Eindruck gewinnen, es gehe darum, eine Art begrifflichen Panicroom zu errichten. So jedenfalls konnte man hinreichend bekannte Zeitungskollegen verstehen, die das Phänomen der Islamkritik ins Visier nahmen und dabei allerorten feuilletonistische Hassprediger und andere heilige Krieger ausmachten. Namen wurden ausdrücklich genannt. Die häufigsten Nennungen erhielten die deutsch- kurdische Rechtsanwältin Seyran Ates, die deutsch- türkische Soziologin Necla Kelek sowie der Spiegel-Autor Henryk M. Broder."
Freitag (01.02.2010)
http://www.freitag.de/politik/1004-fran
kreich-niqab-debatte-amina
Die Reaktionen innerhalb der muslimischen Gemeinschaft in Frankreich auf das mögliche Burka-Verbot fallen unterschiedlich aus, berichtet der "Freitag". "Viele in Barbès sehen nur selten einen Niqab oder eine Burka und finden den Anblick ebenso befremdlich wie viele Nicht- Muslime. 'Ich persönlich bin für ein Verbot. Es ärgert mich, wenn ich eine völlig verschleierte Frau sehe', sagt ein Mann marokkanischer Herkunft. Diese Meinung ist bei denjenigen Muslimen weit verbreitet, die das Gefühl haben, ihre eigene religiöse Praxis habe mit derjenigen einer kleinen Minderheit von Frauen, die sie unter dem Einfluss des äußerst konservativen salafitischen Islam sehen, nur wenig gemein."
Freitag (01.02.2010)
http://www.freitag.de/kultur/1004-die-k
inder-von-teheran-matthias-kuentzel-ira
n-deutschland-antisemitismus-nazismus
"Der Politologe Matthias Küntzel will im Islamismus partout die Fratze der Nazis erkennen", schreibt der "Freitag" in einer Rezension des Buches "Die Deutschen und der Iran. Geschichte und Gegenwart einer verhängnisvollen Freundschaft". "Die 'Teheraner Kinder' sind nicht die einzigen historischen Zeugen, die Küntzels Theorie von der inneren Wesensverwandtschaft des iranischen und des nazistischen Regimes widerlegen. Sie zeigen aber wie problematisch er vorgeht: Er reduziert seine umfangreiche gesellschaftliche und wirtschaftliche Analyse auf einen einzigen ideologischen Faktor, den Antisemitismus."
Berliner Zeitung (01.02.2010)
http://www.berlinonline.de/berliner-zei
tung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0201/fe
uilleton/0003/index.html
"Der Streit um die richtige Islamkritik erstarrt in Lagerdenken", schreibt die "Berliner Zeitung". "Ist der Westen nicht auch mit Schwertern und Bibeln in den Orient gezogen? Ist das Christentum nicht ebenso eine Religion mit universalistischem Anspruch? Und wie kann man das in die Debatte einbringen, ohne eines entschuldigenden Relativismus verdächtigt zu werden? - Ich weiss es auch nicht."
The Observer (31.01.2010)
http://www.guardian.co.uk/world/2010/ja
n/31/french-muslim-burqa-veil-niqab
Lizzy Davies berichtet über Proteste muslimischer Frauen in Frankreich gegen das geplante Burka-Verbot in öffentlichen Einrichtungen. "For Amina and her friends, who as young Frenchwomen are typical of the estimated 1,900 people in the country that a government report says are believed to wear the niqab, the idea of a ban is a 'shocking' attempt by the state to interfere with an act they insist is their own religious choice - paradoxically, they say, out of a concern for laïcité. 'France is supposed to be a free country. Nowadays women have the right to take their clothes off but not put them on,' says Kheira. She is showing her face, but has her niqab in her handbag."
Frankfurter Allgemeine Zeitung (31.01.2010)
http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1
DB1A121534F010EE1/Doc~E5D20F45BF4AC4E55
86A43D3084A7868D~ATpl~Ecommon~Scontent.
html?rss_googlenews
Der Wechsel des ehemaligen Innenministers Schäuble ins Finanzministerium habe ein konzeptionelles Vakuum bei der Gestaltung des Dialogs mit dem Islam hinterlassen, schreibt die "faz". "Der damalige Innenminister Schäuble (CDU) wollte die Konferenz fortsetzen. Das schrieb in den Koalitionsverhandlungen die Arbeitsgruppe Innen und Recht in den Koalitionsvertrag. Schäuble wurde Finanzminister, nahm den Abteilungsleiter, der die Konferenz organisiert hatte, mit und hinterliess ein konzeptionelles Vakuum."
Süddeutsche Zeitung (31.01.2010)
http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anze
igen/496820
Thomas Steinfeld macht im Jugendmagazin der "Süddeutschen Zeitung" "einige Anmerkungen zu einer Debatte um den wahren Charakter des Islam und seiner sogenannten Kritiker".
Frankfurter Rundschau (28.01.2010)
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/
politik/aktuell/2239647_Burka-aechten-a
ber-nicht-verbieten.html
"fr-online" hat Stimmen aus der deutschen Politik zu einem möglichen Burka-Verbot in Frankreich gesammelt. "Nachdem ein fraktionsübergreifendes Parlamentsgremium in Frankreich ein Verbot von Ganzkörperschleiern in öffentlichen Einrichtungen empfohlen hat, sprechen sich auch Politiker in Deutschland verstärkt gegen die Burka aus. Ein gesetzliches Verbot wird aber von den Bundestagsfraktionen nicht erwogen."
Merkur (28.01.2010)
http://www.merkur.de/2010_04_Der_neue_K
alte_Kr.39934.0.html?&no_cache=1
Stefan Weidner hält im "Rheinischen Merkur" ein "Plädoyer für mehr Sachlichkeit und weniger Polemik" in der aktuellen deutschen Islamdebatte. "Die Debattenlage ist verwirrend, und ein um Sachlichkeit bemühter Beobachter wird kaum eine Position finden, mit der er sich vorbehaltlos identifizieren kann. Dabei wurde die Frage, wie es sich mit dem Islam nun in Wahrheit verhält - falls er als solcher überhaupt zu greifen ist - noch gar nicht berührt. Mit gutem Grund. Es geht nämlich nur in zweiter Linie um den Islam als solchen. Tatsächlich geht es um die Frage, in welcher Gesellschaft wir leben wollen. Es geht um Deutschland und um Europa."
Wiesbadener Kurier (28.01.2010)
http://www.wiesbadener-kurier.de/region
/wiesbaden/meldungen/8300978.htm
Die Stadt Wiesbaden plant ein Projekt, das muslimischen Jugendlichen Alternativen zu "fundamentalistischen Wanderpredigern" bieten soll, berichtet der "Wiesbadener Kurier". "Es müsse ein Gegengewicht geschaffen werden zur fundamentalistischen deutsch sprechenden Wanderprediger- Szene, sagt Tischel. 'Nur Nein zu sagen reicht nicht', weiss auch Tischel. Die Wanderprediger machen auch den islamischen Gemeinden in Wiesbaden Jugendliche abspenstig. Die jungen Prediger sind Idole, sie füllen problemlos große Säle, so nachgefragt sind ihre Botschaften, die mit dem Internet eine ideale Verbreitungs-Plattform haben."
Freitag (28.01.2010)
http://www.freitag.de/kultur/1004-femin
ismus
Magnus Klaue mit ein paar "kritischen Anmerkungen zum Streit über die islamkritische Frauenbewegung". "Was den postkolonialistischen Feminismus so unangenehm macht, ist aber nicht nur seine Neigung zur Psychologisiererei, sondern vor allem die Tatsache, dass muslimische Frauen in ihm gar nicht vorkommen. Gebraucht werden sie lediglich als Stichwortlieferanten, sei es als selbsterklärte 'Opfer' oder irregeleitete 'Verführte' westlichen Denkens. Anders als der Traditionsfeminismus, dessen Vertreterinnen genau wussten, für wen sie Partei zu ergreifen hatten, bewegt sich der postmoderne Feminismus damit in dem selben Zirkel, den er seinen Kritikern unterstellt: Er ist eine Selbstbespieglung westlicher Akademikerinnen im Spiegel des 'Anderen', als dessen Popanz 'fremde Kulturen' herhalten müssen."
Kathnews (27.01.2010)
http://www.kathnews.de/content/index.ph
p/2010/01/27/wir-werden-dir-zeigen-wie-
islam-geht/
"Kathnews" hat mit dem koptischen Bischof Anba Damian aus Anlass der jüngsten Überfälle auf Christen in Ägypten und Malaysia gesprochen. "Im Augenblick ist es in Ägypten beinahe schon kriminell, wenn man in einer privaten Wohnung beten will. Wer als Christ eine Wohnung oder ein Haus kaufen will, muss unterschreiben, dass er diese Immobilie niemals als Gebetsraum nutzen wird. So weit sind wir in Ägypten! Wir bekommen keine Genehmigung, Kirchen zu bauen oder zu erweitern. Und wenn einer auf die Idee käme, sein Haus zu einer Kirche zu machen, dann muss er damit rechnen, dass es in Brand gesteckt wird. Denn es gibt niemanden, der uns in Schutz nimmt."
The Times (27.01.2010)
http://www.timesonline.co.uk/tol/commen
t/columnists/guest_contributors/article
7003710.ece
Alice Thomson spricht sich zwar gegen das Tragen einer Burka aus, hält ein generelles Verbot allerdings für eine übertriebene Reaktion. Die Verschleierungsart sei vor allem problematisch, da sie den zwischenmenschlichen Kontakt erheblich erschwere. "That doesn't mean that Britain should ban the burka in public places. We don't want the police stripping off women's outer garments in the street. The French have gone too far by prohibiting the wearing of a full veil on public transport. But we should make it clear that people should not be allowed to cover their faces when it impinges on others, That includes women working in schools, hospitals, courtrooms, shops and the service industries."
Die Welt (27.01.2010)
http://www.welt.de/die-welt/debatte/art
icle5996026/Den-Muslimen-fehlt-die-Selb
stkritik.html
Die "Welt" im Gespräch mit Necla Kelek "über die aktuelle Debatte zur Islamkritik, muslimische Funktionäre und die Überwindung der Scharia."
The New York Times (27.01.2010)
http://www.nytimes.com/2010/01/28/opini
on/28iht-edgopalan.html
Das geplante Burka-Verbot in Frankreich sei ein Versuch, die beklagte Repression muslimischer Frauen mit staatlicher Repression zu bekämpfen, kritisiert Sandeep Gopalan von der "National University of Ireland". "What is proposed is a serious invasion of personal liberty without reasonable justification. To be sure, individual freedoms can be legally curtailed when circumstances such as security, crime prevention or violence justify it. But the justifications given for the restriction of the religious freedoms by the burqa ban - equality, repression of women, protection of French cultural values - do not seem to be on the same footing."
The Christian Science Monitor (26.01.2010)
http://www.csmonitor.com/World/Europe/2
010/0126/France-moves-toward-burqa-ban-
amid-concern-over-Muslim-integration
Ein neuer Parlamentsbericht habe ein Burka-Verbot in Frankreich näher rücken lassen, berichtet Robert Marquand aus Paris. "The much-anticipated 200-page study fell just short of calling for a complete ban on the face-covering veil worn mainly by women from Gulf states, Pakistan, and Afghanistan - with six members of the parliamentary commission arguing in favor of a full ban, and six against. The report, which security and identification needs, is expected to provide ballast for a law to ban, in some form, the burqa, obliging 'people not only to show their faces in public-run areas, but keep their faces uncovered as long as they stay there.'"
Telepolis (26.01.2010)
http://www.heise.de/tp/blogs/8/146970
"Telepolis" über den französischen Gesetzesvorstoss für ein Verbot der "Vollverschleierung" im öffentlichen Raum. "Personen, die ein Gebäude des öffentlichen Dienstes betreten - Verwaltungsgebäude, Krankenhäuser, Schulen - oder ein öffentliches Verkehrsmittel benutzen, sollen künftig dazu verpflichtet sein, 'ihr Gesicht zu zeigen'. Auch im Gebäude soll das Gesicht unverschleiert bleiben. Ansonsten drohe, dass ihnen staatliche Leistungen verweigert werden."
Le Figaro (26.01.2010)
http://www.lefigaro.fr/actualite-france
/2010/01/22/01016-20100122ARTFIG00532-l
es-conclusions-de-la-mission-parlementa
ire-sur-la-burqa-.php
"Le Figaro" zum geplanten landesweiten Burkaverbot in Frankreich. "Le Figaro s'est procuré en intégralité le rapport définitif qui doit être rendu mardi. Les élus prônent des dispositions législatives pour l'interdire dans les services publics - y compris les transports - précédées d'une résolution à l'Assemblée nationale."
tagesschau.de (26.01.2010)
http://www.tagesschau.de/ausland/burkav
erbot102.html
Auch "tagesschau.de" berichtet über das geplante Burkaverbot in Frankreich. "Muslimische Frauen in Ganzkörperschleiern sollen in Frankreich nicht mehr Bus und Bahn fahren dürfen. Eine Parlamentskommission empfahl ein entsprechendes Verbot in öffentlichen Einrichtungen - somit auch zu Schulen, Krankenhäusern und Behörden."
Liberation (26.01.2010)
http://www.liberation.fr/politiques/010
1615785-ce-que-preconise-la-mission-sur
-le-port-du-voile-integral
Die "Liberation" stellt eine Liste mit Vorschlägen französischer Parlamentsabgeordneter zum geplanten Burkaverbot in Frankreich vor. "Après six mois de travaux et d'auditions, les députés de la mission prônent notamment une résolution parlementaire condamnant cette pratique et son interdiction dans les services publics. Voici la liste de leurs propositions."
Global Post (26.01.2010)
http://www.globalpost.com/dispatch/fran
ce/100126/muslim-women-dress-burqa
Das geplante Burka-Verbot habe in Frankreich eine "Identitäts-Debatte" in Gang gesetzt, berichtet Mildrade Cherfils. "While there was no shortage of definitions of what it was to be French, one post on the government's website that was widely circulated online made an attempt to delineate what it was not: 'Mosques and tam-tams, Ramadan and lucky charms, minarets and boubous, sharia and African witchcraft, Arabic or Wolof, harissa and cassava, the palm tree and the baobab are by no means contemptible; only they are not part of French civilization.' The national identity debate will culminate in February with the presentation of a summary by the immigration minister. As for the burqa ban, some hope a law will be passed this year, but lawmakers will first have to work out many details, such as how it would be enforced."
The New York Times (26.01.2010)
http://www.nytimes.com/2010/01/27/opini
on/27wed2.html
Die "New York Times" kritisiert das geplante Burka-Verbot in Frankreich in deutlichen Worten: "Muslim-bashing has been a potent vote-getter for French far-right politicians, most notably Jean-Marie Le Pen. In a clear bid to peel off some of those votes, Mr. Sarkozy's center-right government has spent months promoting a sometimes foolish, sometimes menacing 'national debate' on French identity. No political gain can justify hate-mongering."
die tageszeitung (26.01.2010)
http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/arti
kel/?ressort=ku&dig=2010/01/26/a0101&cH
ash=f724b54767
Isolde Charim, freie Publizistin aus Wien, schreibt in der "taz" eine Replik auf einen Text von Birgit Rommelspacher zum "kolonialen Feminismus". "Die Autorin setzt diese Neutralität unter Anführungszeichen, denn für sie ist diese nur ein Mittel, um die Vorherrschaft des Christentums zu garantieren und damit andere Religionen in die 'Verborgenheit des Privaten' zurückzudrängen - etwa qua Minarettverbot. Ergo ein untaugliches Emanzipationsinstrument. Zunächst wäre zu sagen, dass dieser Behauptung ein Irrtum zugrunde liegt: Privat ist nicht gleichbedeutend mit unsichtbar. Auch Moscheen mit gut sichtbaren Minaretten sind deshalb noch lange keine öffentlichen Räume. Das unselige Schweizer Minarettverbot hat nichts mit einer Unterscheidung zwischen öffentlich und privat zu tun."
die tageszeitung (26.01.2010)
http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/arti
kel/?ressort=me&dig=2010/01/26/a0092&cH
ash=80f6ff07ec
"Gegen das Kopftuch sein - und für Frauen, die es tragen: das ist kein Widerspruch, sondern eine bewährte feministische Haltung", schreibt Heide Oestreich, Redakteurin für Geschlechterpolitik der "taz".
Bundesministerium des Inneren (25.01.2009)
http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Downl
oads/DE/Themen/Politik_Gesellschaft/DIK
/vollversion_studie_muslim_leben_deutsc
hland_.html?nn=109628
Das Bundesinnenministerium bietet die Studie "Muslimisches Leben in Deutschland" als Vollversion zum Download an. "Mit der Studie 'Muslimisches Leben in Deutschland' des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge liegt die erste bundesweit repräsentative Datenbasis vor. Anlässlich der vierten Plenarsitzung der Deutschen Islam Konferenz wurde sie am 25.06.2009 in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie gibt mit ca. 6.000 befragten Personen aus 49 muslimisch geprägten Herkunftsländern einen umfassenden Überblick über das muslimische Leben in Deutschland."
Die Welt (25.01.2010)
http://www.welt.de/politik/ausland/arti
cle5973715/Das-Problem-der-Niederlande-
mit-dem-Multikulti.html
Rob Savelberg über das "Problem der Niederlande mit dem 'Multikulti'". "Obwohl die Morde an Pim Fortuyn und Theo van Gogh mehr als ein halbes Jahrzehnt zurückliegen, sucht die Niederlande bei der Einwanderungspolitik noch immer ihren inneren Kompass. Das zeigt auch der Volksverhetzungsprozess gegen Geert Wilders. Der Politiker profitiert von der tiefen Krise seines Landes."
Frankfurter Allgemeine Zeitung (24.01.2010)
http://www.faz.net/s/RubC4DEC11C0081429
59199A04A6FD8EC44/Doc~EBFFB6300D06B4C4A
82F9985FF0C7E46C~ATpl~Ecommon~Scontent.
html?rss_googlenews
Leben Christen in Asien gefährlicher, fragt die "FAZ". "Laut 'Christian Safety Index' tun sie dies. Das Ranking des Theologischen 'Gordon-Conwell'-Seminars in den Vereinigten Staaten weist Asien den letzten Platz unter den Weltregionen zu. Verwundern kann dies kaum. Auf keinem anderen Kontinent prallen so viele Religionen, Ethnien und soziale Gegensaetze aufeinander, und nirgendwo sind diese Faktoren derart miteinander verschränkt. Asien steht für Vielfalt und Harmonie wie für Abgrenzung und Gewalt. Es hat Europa und Amerika an Wirtschaftsdynamik überflügelt - und beherbergt zugleich die meisten Armen in der Welt."
20min.ch (24.01.2010)
http://www.20min.ch/news/basel/story/Al
-Dschasira-geht-an-die-Basler-Fasnacht-
27482339
Der arabische Nachrichtensender "Al Dschasira" wird über die diesjährige Basler Fastnacht berichten, schreibt "20 Minuten Online". "Erlaubt ist, was gefällt: Das Credo der Basler Fasnacht birgt auch seine Tücken. Die humoristische Umsetzung heikler Themen ist immer wieder eine Gratwanderung. An der diesjährigen Fasnacht will sich erstmals der Schweizer Al-Dschasira-Korrespondent Tamer Aboalenin ein Bild davon machen, wie die Fasnacht mit heiklen Themen umgeht, die den arabischen Raum betreffen."
DiePresse (23.01.2010)
http://diepresse.com/home/meinung/debat
te/534929/index.do
"DiePresse" fordert, die Kritik am Islam nicht "Fremdenhassern" zu überlassen. "Wir muessen wieder mehr über Religion diskutieren, statt in einen abstrakten Wald- und Wiesenatheismus zu verfallen. Eine Kritik des Islam darf nicht Fremdenhassern überlassen werden."
The Christian Science Monitor (19.01.2010)
http://www.csmonitor.com/World/2010/011
9/What-s-behind-Christian-Muslim-fighti
ng-in-Nigeria
Scott Baldauf berichtet über die Hintergründe der jüngsten Zusammenstöße zwischen Christen und Muslimen in Nigeria. "'The cycle of violence is explained by the fact that both the two communities, Muslim and Christian, share many of the same problems, including lack of economic opportunities,' says Corinne Dufka, an Africa researcher with Human Rights Watch, based in Dakar, Senegal. Frustration among the young is often a tool in the hands of ambitious politicians, she adds, and even after courts are presented with evidence that violence is often orchestrated or manipulated, 'nobody is held accountable.'"
Der Spiegel (18.01.2010)
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,67
2724,00.html
Henryk M. Broder schreibt über das heutige Leben des dänischen Karikaturenzeichners Kurt Westergaard. "Westergaard ist 74 Jahre alt. Er kommt aus einer Kleinstadt in Nordjütland, sein Vater hatte einen kleinen Laden, er wuchs auf unter bibeltreuen Christen und ging in die Sonntagsschule, so, wie es alle taten. Dort lernte er, dass es einen Gott und einen Teufel gibt, 'aber Gott', sagt Westergaard, 'ist weit weg und der Teufel ganz nah - und beide sind Tyrannen, die einem Angst einjagen'."
The Independent (18.01.2010)
http://www.independent.co.uk/arts-enter
tainment/films/news/baddiel-courts-cont
roversy-with-film-about-muslim-jew-1870
926.html
Der britische Autor David Baddiel will im April eine Kino- Komödie über einen arabischen Juden veröffentlichen, die Anhänger beider Religionen vor den Kopf stoßen könnte. "Baddiel said he drew on his own experiences of mistaken identity, when, starting out in comedy, he was often mistaken for a British Pakistani. 'The idea comes from a very simple premise, which is that Jews and Muslims often look alike. Omid Djalili could be either,' he said. 'I thought it might be funny and interesting if I could come up with a 'body-swap' idea, where one person lives, as it were, both lives.'"
Council on Foreign Relations (15.01.2010)
http://www.cfr.org/publication/21211/ma
laysia_egypt.html
Toni Johnson hat mit Angela Wu über die Zusammenstöße zwischen Muslimen und Christen in Ägypten bzw. Malaysia gesprochen. "Angela Wu, international law director at Becket Fund for Religious Liberty, says though both countries have constitutions that protect religious freedom with 'a special place carved out for Islam,' the current legal environment 'naturally begets interreligious tension and violence.' She says the issue of religious freedom should not be overlooked in U.S. foreign policy. 'The idea that you can see sectarian violence flare up, watch it die down, [and] that it doesn't have deeper roots, is a mistake,' she says."
Stuttgarter Zeitung (15.01.2010)
http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/p
age/2348791_0_9223_--quot-die-fremden-d
urften-tun-was-sie-wollten-quot-.html
Die "Stuttgarter Zeitung" im Gespräch mit dem Toleranzforscher Joachim Losehand über die antiken Wurzeln der Intoleranz zwischen den Religionen. "Es gibt einen klaren Unterschied zwischen den antiken Religionen und der muslimischen. Während der Islam missionarisch ist, hatten die Anhänger der antiken Götterwelten nicht die Absicht, 'Ungläubige' zu bekehren - eine Art 'religiöse Alternative' gab es nicht, Volks- und Religionszugehörigkeit waren eins. Erst das Christentum hat diese Verknüpfung aufgebrochen."
Main-Netz (14.01.2010)
http://www.main-netz.de/nachrichten/reg
ion/aschaffenburg/aschaffenburg-stadt/b
erichte/art4011,1055978
"Main-Netz" berichtet über Vorwürfe an die "Junge Union Aschaffenburg" wegen zu großer Nähe zu radikalen Islamgegnern. "Die Vorgänge um den jetzt abgesagten JU- Abend 'Aschaffenburg und der Islam' werfen Fragen auf. Vor allem mit Blick auf die Werbung im Internet: Mit wem macht sich die Junge Union Aschaffenburg da gemein?"
Süddeutsche Zeitung (14.01.2010)
http://www.sueddeutsche.de/politik/846/
500117/text/
Thomas Steinfeld schreibt in der "Süddeutschen Zeitung" über christliche Islamkritik. "'Mit der Axt ins Bad': Wer mit den 'westlichen Werten' ebenso kämpferisch umgeht, wie es der radikale Islam mit seinen heiligen Schriften tut, wird selbst zum Fundamentalisten."
Zenith-Online (14.01.2010)
http://www.zenithonline.de/politik/komm
entar/?article=655&cHash=3b5cbbafa0"
"Zenith-Online" vergleicht die Reaktionen der ägyptischen Öffentlichkeit auf zwei Begebenheiten, die beide das Ansehen der ägyptischen Nation beschädigen könnten. "Als Ägypten im November 2009 nach zwei dramatischen Spielen gegen Algerien die Qualifikation für die Fussball-WM 2010 in Südafrika verpasste, kochte der Volkszorn am Nil. (...) Ganz anders fällt die Reaktion der staatlichen Medien und der ägyptischen Straße bei einem anderen Ereignis aus, das weitaus stärker geeignet sein dürfte, das Ansehen und die Ehre der ägyptischen Nation zu beschädigen. Am Abend des 6. Januar, dem Weihnachtsabend der orthodoxen Kopten, werden vor einer Kirche in der oberägyptischen Kleinstadt Nag Hammadi sechs Christen und ein muslimischer Wachmann erschossen. Die drei mutmaßlichen Täter, radikale Muslime, stellen sich zwei Tage später der Polizei."
The Guardian (14.01.2010)
http://www.guardian.co.uk/world/2010/ja
n/14/sarkozy-full-veil-ban
Der französische Praesident Nicolas Sarkozy hat sich für ein Verbot des Vollschleiers in Frankreich ausgesprochen. "The president, who had shied away from speaking on the issue recently, used his new year's speech to express his desire for a move against face-covering veils. But, perhaps to dampen down accusations of stoking anti-Muslim feeling, Sarkozy said any law should avoid stigmatising any sections of society. In a rebuke to figures in his rightwing UMP party who are pushing for a total ban on the burka or niqab in public in the near future, he said lawmakers should wait for the results of a six-month parliamentary inquiry before acting further."
Telepolis (14.01.2010)
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31
881/1.html
Filtert "Google" in seiner Autovervollständigung bei Suchanfragen anstößige Wortkombinationen im Zusammenspiel mit dem Begriff Islam heraus, fragt Peter Mühlbauer. "Gibt man 'Christianity is' in das Google.com-Suchfeld ein, dann schlägt die Suchmaschine eine ganze Reihe von Ergänzungen vor, die häufig von anderen Benutzern verwendet werden. Ein praktisches Instrument, das Tipparbeit erspart. Versucht man jedoch 'Islam is', dann fehlt diese Hilfe. Auf Google.de erhält man bei Eingabe der ersten Wortkombination den Vorschlag 'Christianity Islam' und bei der zweiten ebenfalls nichts. Auch beim deutsch formulierten 'Islam ist...' gibt es keine und bei 'Christentum ist...' lediglich eine Autovervollständigung, nämlich 'die wahre Religion'."
Global Post (13.01.2010)
http://www.globalpost.com/dispatch/worl
dview/100112/terrorism-malaysia-church-
attacks
Eine diskriminierende Politik der malaysischen Regierung hat nach Ansicht von Ioannis Gatsiounis die Grundlage für die jüngsten Terroranschläge auf katholische Kirchen gelegt. "Five more churches were attacked over the weekend into Monday, leaving the ruling United Malays National Organization (UMNO) to fend off accusations that it has stoked ethnic and religious tensions for political mileage among the country's Muslims, who make up 60 percent of the population and dwarf the country's 9-percent Christian minority. (...) At a minimum the face-saving myth of harmony that Malaysians have clung to in a bid to impress the world now hangs in tatters."
Der Spiegel (13.01.2010)
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0
,1518,671844,00.html
Dem niederländischen Rechtspopulisten Geert Wilders drohen zwei Jahre Haft wegen Volksverhetzung, berichtet der "Spiegel". "Die Anklage der Volksverhetzung gegen den niederländischen Abgeordneten Geert Wilders bleibt bestehen. Der Islam-Kritiker hatte versucht, die Vorwürfe abzuschwächen. Wilders hatte Steuern auf typische muslimische Kleidung gefordert und den Koran verunglimpft. Ihm drohen bis zu zwei Jahre Haft."
die tageszeitung (13.01.2010)
http://www.taz.de/1/debatte/kolumnen/ar
tikel/1/vom-wort-zum-mord/
Hilal Sezgin sieht noch viele offene Fragen im Mordfall Marwa El-Sherbini. "Ihr Mörder ist bereits verurteilt. Dennoch bleiben bei der interessierten Öffentlichkeit, die die bisherige Berichterstattung verfolgt hat, noch Fragen offen: Wie ist es möglich, dass ein ausländerfeindlicher Angeklagter in eine Gerichtsverhandlung ein japanisches Kampfmesser mitnehmen kann? Wieso löste sein Hassbrief, den er zuvor ans Gericht schickte, keine Sicherheitsvorkehrungen aus? Warum waren keine Polizisten im Verhandlungsraum, sondern mussten erst per Alarmknopf gerufen werden?"
RP-Online (13.01.2010)
http://www.rp-online.de/niederrheinnord
/duisburg/nachrichten/duisburg/Heisser-
Maerz-steht-an_aid_805886.html
Duisburg steht ein heißer März bevor, schreibt die "Rheinische Post". "Die Ankündigung einer Islam-Konferenz von 'pro NRW' am letzten März-Wochenende mit einem Sternmarsch zur Marxloher Moschee hat erwartungsgemäß die Gegner auf den Plan gerufen. Wer sich im Internet umschaut, findet jede Menge Aufrufe (vorwiegend aus der linken Szene), den Rechten den Auftritt in Marxloh kräftig zu versalzen. Am Dienstag wurde allerdings auch bekannt, dass die NPD aufruft, am 27. und 28. Maerz nach Duisburg zu kommen. Samstags wollen die Neonazis eine Kundgebung vor der Moschee abhalten und sich tagsdrauf zur Demo treffen."
Die Welt (13.01.2010)
http://www.welt.de/die-welt/debatte/art
icle5828142/Feindbild-Islam.html
Hier in Auszügen der Text, auf den sich Broder bezieht. "Die unterschwellig bis grobschlächtig praktizierte Diffamierung der Muslime als Gruppe durch sogenannte 'Islamkritiker' hat historische Parallelen. Derzeit wird der Islam gedanklich mit Extremismus und Terror verbunden, wodurch alle Angehörigen der islamischen Religion und Kultur mit einem Feindbild belegt und diskriminiert werden sollen. (...) Die Parallele ist unübersehbar, wenn als taktische Waffe im geargwöhnten Kampf um die 'Islamisierung Europas' heute das Wochenbett der muslimischen Frau beschworen wird."
Die Welt (12.01.2010)
http://debatte.welt.de/kommentare/18402
0/sind+die+muslime+die+juden+von+heute?
req=RSS
"Sind die Muslime die Juden von heute", fragt Henryk M. Broder in einer Replik auf einen Artikel des Historikers Wolfgang Benz. "Grundsätzlich kann man alles mit allem vergleichen. Die Wehrmacht mit der Heilsarmee, einen Bikini mit einer Burka und die GEZ mit der Camorra. Und deswegen kann man auch - theoretisch - den Antisemitismus mit der Islamophobie vergleichen, auch wenn das eine Phänomen mindestens 2000 Jahre alt ist und das andere ein Kampfbegriff, der von Ayatollah Khomeini vor 30 Jahren kreiert wurde."
Neue Zürcher Zeitung (12.01.2010)
http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/li
teratur_und_kunst/das_lange_leben_der_m
ohammed-karikaturen_1.4489342.html
Die "Neue Zürcher Zeitung" mit einem Rückblick auf den Karikaturenstreit. "Der erneute Angriff auf den dänischen Karikaturisten Kurt Westergaard hat die westliche Öffentlichkeit wieder brachial daran erinnert, dass auf der islamistischen Agenda eines 'Kampfes der Kulturen' nichts vergessen und schon gar nicht vergeben wird. Was für die Medienöffentlichkeit in Europa und Nordamerika eine skandalträchtige Affäre war, die mit der Publikation von zwölf Mohammed-Zeichnungen in der dänischen Tageszeitung 'Jyllands Posten' am 30. September 2005 begann und nach den anhaltenden Protesten muslimischer Organisationen, islamischer Staaten und islamistischer Scharfmacher spätestens im Sommer 2006 beendet war, wurde und wird in der islamischen Welt nicht nur von Terroristen anders wahrgenommen."
Zenith-Online (11.01.2010)
http://www.zenithonline.de/kultur/gesel
lschaft/?article=652&cHash=8a46f4b59b
"Zenithonline" berichtet über den Streit über die Verwendung des Wortes "Allah" durch Nichtmuslime in Malaysia. "Das muslimische Vorzeigeland Malaysia hat derzeit ein Problem mit Gott. Eine kleinliche Wortklauberei erhitzt seit Jahresbeginn zunehmend die Gemüter des Landes, das sich international gerne als farbenfrohes, multikulturelles 'Truly-Asia'-Paradies präsentiert: Es geht um die Frage, ob auch Christen auf Malaiisch Gott als 'Allah' benennen dürfen oder die Muslime einen Alleinanspruch auf das Wort 'Allah' haben. Was in den arabischsprachigen Ländern seit jeher üblich ist - der Gott der arabischen Christen wird selbstverständlich auch Allah genannt -, das ist in Malaysia nun zum Politikum geworden."
Der Standard (11.01.2010)
http://diepresse.com/home/panorama/welt
/532331/index.do?_vl_backlink=/home/ind
ex.do
Der "Standard" berichtet über den irischen "Blasphemie- Paragraphen". "Wer in Irland religiöse Gefühle verletzt, muss in Zukunft mit bis zu 25.000 Euro Geldstrafe rechnen. Gestritten wurde über die Gesetzesreform schon länger als ein Jahr, in Kraft getreten ist sie Anfang 2010."
Frankfurter Allgemeine Zeitung (10.01.2010)
http://www.faz.net/s/RubCF3AeB154CE6496
0822FA5429A182360/Doc~E75Ae7CAC6C624C80
8D43EA827FF237BD~ATpl~Ecommon~Scontent.
html?rss_googlenews
Claudius Seidl kritisiert das Buch "Hurra, wir kapitulieren!" von Henryk M. Broder. "Ja, klar, die allermeisten Muslime, 99,9 Prozent, wie Broder kurz mal schätzt, seien friedliche Menschen, welche von den 0,1 Prozent nur als Geiseln genommen würden. Aber, so Broder weiter, da müsse man doch mal 'die logische Anschlussfrage stellen, warum sich 99,9 Prozent von 0,1 Prozent missbrauchen und als Geiseln nehmen lassen, ohne die kleine radikale Minderheit in Schranken zu weisen ...' Mal abgesehen davon, dass, was Broder da als Logik bezeichnet, so absurd ist, dass man sich fragt, ob der Autor wirklich selber daran glaubt, ist die Aussage, die in der Frage steckt, nicht nur falsch, sie ist auch zynisch."
Die Welt (10.01.2010)
http://www.welt.de/politik/ausland/arti
cle5799852/Allah-ist-auch-fuer-die-Chri
sten-da.html
Allah ist (auch) christlich, weiß die "Welt" zu berichten. "Die Idee, dass 'Allah' nur einer Religion gehören könnte, ist also eine Idee, die nur in einem aggressiv exportierten Verständnis des Islam entstehen kann. Schliesslich beten die Christen im Orient auf Arabisch: 'Im Namen Allahs, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Allah ist einzig.'"
Die Welt (10.01.2010)
http://www.welt.de/politik/ausland/arti
cle5794280/Das-Maerchen-vom-Muslim-der-
Weihnachten-stiehlt.html
Die angebliche Forderung des islamischen Gelehrten Yussuf al-Qaradawi, Weihnachten zu verbieten, beruht auf einer ungenauen Übersetzung aus dem Arabischen, berichtet die "Welt". "Der Zusammenhang von Minarettverbot in der Schweiz und der Kritik an der Verbreitung von kommerziellem Weihnachtskitsch in der muslimischen Gesellschaft, erschliesst sich auch mir nicht recht. Von einer 'Hasspredigt' kann allerdings keine Rede sein, irgendwelche verbale Attacken gegen Christen fehlen gänzlich."
TIME (06.01.2010)
http://www.time.com/time/world/article/
0,8599,1951906,00.html
Ulla Plon fragt nach dem vereitelten Attentat auf den Karikaturisten Westergaard, warum die somalische Gemeinde in Dänemark anfällig für extremistische Ideologien sei. "According to experts, the conditions in Scandinavia, particularly Denmark, are ripe for this kind of radicalization among Somalis. (...) Somali refugees are also among the least integrated minority groups in Denmark, a fact that experts blame on a lack of education and the strident tone of right-wing politicians. According to the Integration Ministry, only 34% of Somali men and 22% of Somali women are employed - a rate far below the average for immigrants in the country."
Die Zeit (06.01.2010)
http://www.zeit.de/newsticker/2010/1/6/
iptc-bdt-20100106-223-23464110xml
In Nordkorea leiden Christen weltweit am Schlimmsten unter Verfolgung, ergibt der neue "Weltverfolgungsindex". "In keinem Land der Welt werden Christen nach Angaben des internationalen Missions- und Hilfswerkes Open Doors so unerbittlich unterdrückt und verfolgt wie im kommunistischen Nordkorea. Auch der Iran, Saudi-Arabien, Afghanistan und der Jemen stehen auf dem neuen 'Weltverfolgungsindex', den die Kirchenorganisation am Mittwoch veröffentlichte, weit oben. Insgesamt seien rund 100 Millionen Christen in 50 Ländern unterschiedlich schwerer Verfolgung aufgrund ihres Glaubens ausgesetzt."
Münchner Merkur (06.01.2010)
http://www.merkur-online.de/nachrichten
/kultur/soziologin-necla-kelek-der-isla
m-problem-581840.html
"Merkur-Online" im Gespräch mit der Soziologin Necla Kelek über den versuchten Anschlag auf Kurt Westergaard und die Reaktion der Öffentlichkeit. "Nach dem Attentatsversuch auf den dänischen Mohammed-Karikaturisten Kurt Westergaard spricht die Berliner Soziologin Necla Kelek von Duckmäusertum in Deutschland vor islamistischer Gewalt."
Die Welt (06.01.2010)
http://www.welt.de/die-welt/politik/art
icle5745402/Attacke-auf-Grossbritannien
s-Totengedenken.html
Die "Welt" berichtet von einer "Attacke auf Großbritanniens Totengedenken" durch eine islamistische Gruppierung. "Anjem Choudary, Anführer der Gruppe Islam4UK (Islam für das Vereinigte Königreich), ein selbst ernannter Imam und ehemaliger Rechtsanwalt, plant einen Protestmarsch, auf dem leere Särge als Symbol für 'ermordete Unschuldige in Afghanistan' dienen und auf 'die eigentlichen Terroristen, die amerikanischen und britischen Besetzer eines muslimischen Landes' hinweisen sollen. Besonders anstößig an diesem Plan ist in den Augen eines ueberwältigenden Teils der Öffentlichkeit und der moderaten Muslime, dass die Demonstration in dem Markt- Städtchen Wooton Bassett stattfinden soll - dort, wo seit sechs Jahren die gefallenen britischen Soldaten heimgeführt und durch stummen Salut der Bevölkerung geehrt werden, auf der Fahrt von einem Militärflughafen zur Obduktion in Oxford und danach zu ihren jeweiligen Heimatadressen."
Qantara.de (06.01.2010)
http://de.qantara.de/webcom/show_articl
e.php/_c-469/_nr-1137/i.html
"Qantara" im Gespräch mit dem Historiker Michael Borgolte über die religiöse Pluralität in der Geschichte Europas. "Borgolte: Der Normalfall ist die Pluralität der Religionen. Seit dem Ausgang der Spätantike hat es im europäischen Mittelalter immer mehrere Kulturen gleichzeitig gegeben, die auf religiösen Fundamenten beruht haben. Die Rückkehr des Islam nach Europa, diesmal durch friedliche Einwanderung, ist die Wiederherstellung dieses Normalfalls. Qantara: Warum hat man das so lange verdrängt? Borgolte: Weil das Vordringen des Islam mit traumatischen Ereignissen verbunden wird. Der Fall von Konstantinopel oder die Belagerung von Wien haben sich tief ins europäische Bewußtsein eingeprägt, ebenso die frühe Bedrohung im 8. Jahrhundert."
Perlentaucher (05.01.2010)
http://www.perlentaucher.de/blog/16_wie
_albern_waren_die_mohammed-karikaturen%
3F
Zur Einordnung des vereitelten Anschlags auf den Karikaturisten Kurt Westergaard verweist der "Perlentaucher" auf einen älteren Artikel (10.03.2009) von Thierry Chervel. "Man mag die Karikaturen albern finden - allerdings sollte man den Lesern erlauben, sich ein Bild zu machen, bevor man sie abtut. Ich finde die Karikaturen nicht albern. Sie sind witzige, durchdachte Zeichnungen, die sich ironisch mit dem durchaus beängstigenden Auftrag auseinandersetzen. Viele der Zeichner zeichnen über die eigene Angst. Keine der Zeichnungen überschreitet eine Grenze der Auseinandersetzung, keine Zeichnung ist beleidigend. Sie nicht zu veröffentlichen, setzte sie in ein falsches Licht und liess sie als einen Akt der Aggression erscheinen, den sie gar nicht meinten. Es war Verrat an den Zeichnern, die eine ganz gewöhnliche journalistische Arbeit machten. Wer die Zeichnungen albern nennt, hat im Grunde nur seine Meinung übers eigene Metier publik gemacht."
ResetDOC (05.01.2010)
http://www.resetdoc.org/FR/Minarets-isl
am-nilufer-gole.php
Die Soziologin Nilüfer Göle schreibt über die Schwierigkeiten der Schweizer Bevölkerung, Muslime als wichtigen Bestandteil ihrer Gesellschaft anzuerkennen. "L'Islam devient une ressource politique et culturelle pour la singularisation des immigrés, de leur quête de reconnaissance, et ils manifestent ainsi à leur tour leur citoyenneté particulière dans l'espace public européen. Cette visibilité marque la fin d'une étape dans le phénomène migratoire, l'intégration, les expériences vécues et les modes d'appropriation de l'espace public en Europe. Ce qui se cache derrière les controverses autour de l'Islam c'est la difficulté de reconnaître ce passage de l'étranger au citoyen. Toute la sémantique du débat laisse penser que la reconnaissance de l'Islam et des musulmans comme un phénomène endogène à la société suisse a été refusée."
Frankfurter Allgemeine Zeitung (03.01.2010)
http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC2486
8A8A5276D4FB916D7/Doc~E7FFD8690D4574484
A5D2B44B27056113~ATpl~Ecommon~Scontent.
html
Die "faz" über die Reaktion der dänischen Zeitung "Jyland Posten" auf den vereitelten Anschlag auf Kurt Westergaard. "Es gibt Stunden, in denen alles gesagt und doch noch vieles unausgesprochen ist. Der Chefredakteur der dänischen Tageszeitung 'Jyllands-Posten', Jørn Mikkelsen, hat auf den Angriff gegen Kurt Westergaard, seinen Karikaturisten, mit auffällig kargen Worten reagiert. Mikkelsen will das Thema, so sagte er dieser Zeitung, nicht weiter kommentieren und nur als 'reine Polizei- Angelegenheit' betrachtet wissen."
Der Tagesspiegel (05.01.2010)
http://www.tagesspiegel.de/kultur/Islam
;art772,2992564
"Nach dem Mordversuch auf einen dänischen Karikaturisten darf nicht dem Werterelativismus das Wort geredet werden", meint Peter von Becker in seinem Kommentar im Berliner "Tagesspiegel".
Lexpress (04.01.2010)
http://blogs.lexpress.fr/media/2010/01/
dieu-tout-puissantla-chronique.php
Philippe Gavi kommentiert im Blog des "L'express" das vereitelte Attentat auf den dänischen Karikaturisten Kurt Westergaard. "L'affaire est grave. Cet appel au massacre des esprits libres, ciblés au nom de la Djihad, n'a pas provoqué de réactions outragées chez les Musulmans dits modérés; du moins n'ai-je lu dans les journaux aucune déclaration de recteurs de mosquée et autorités communautaires condamnant ce dévoiement terrifiant de l'Islam. Ni d'ailleurs des autres autorités religieuses et civiles. Du temps de l'affaire des caricatures, les mêmes avaient été pourtant prompts à se dire en colère, insultés dans leurs sentiments religieux. Pourquoi n'entend-on pas des voix mettre en garde les jeunes musulmans, leur rappeler que Mahomet n'est pas un fou assassin, que franchement il y a bien d'autres choses qui L'offensent que des dessins; dont les agissements des fous sanguinaires qui se réclament de Lui, et font de Lui une caricature effectivement cauchemardesque, prête à tuer à la bombe, à la hache, au couteau hommes, femmes, enfants possédés par le diable."
Süddeutsche Zeitung (03.01.2010)
http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anze
igen/494617
Andrian Kreye glaubt nicht an ein Ende der Debatte über die dänischen Mohammed-Karikaturen. "Wer die Meinungsfreiheit gegen den Islam mit provozierenden Karikaturen verteidigen will, wie es der Feuilletonchef der Jyllands-Posten Flemming Rose wiederholt verkündete, wer es mit einer Lesung der 'Satanischen Verse' in einer Moschee tun will, wie es Günter Wallraff vor zwei Jahren geplant hatte, der erobert kein Neuland für westliche Werte. Der gibt einer Debatte Stoff, die kein Ende finden wird. Unsere Grundwerte sind natürlich nicht verhandelbar. Mit Gott allerdings kann man auch nicht debattieren. So wird aus der Schimäre des Kampfs der Kulturen doch Realität."
Der Spiegel (03.01.2010)
http://www.spiegel.de/politik/deutschla
nd/0,1518,669852,00.html
"Spiegel-Online" im Gespräch mit dem Islamwissenschaftler Peter Heine zum Verhältnis zwischen Islam und Gewalt. "Das gescheiterte Attentat auf den Karikaturisten Kurt Westergaard verstärkt Ängste vor religiösen Extremisten. Der Islamwissenschaftler Peter Heine erklärt im SPIEGEL- ONLINE-Interview, wie der Islam zur Gewalt steht - und wie groß die fundamentalistische Bedrohung in Deutschland wirklich ist."
Die Welt (03.01.2010)
http://www.welt.de/politik/deutschland/
article5708657/Polizeigewerkschaft-warn
t-vor-Integrationsdefiziten.html
"Welt-Online" schreibt über den Stand der Integrationspolitik in Deutschland. "Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Konrad Freiberg, sieht Handlungsbedarf in der Integrationspolitik. Die 'Islamisierung' in Deutschland nehme deutlich zu, sagte Freiberg. 'Ob das in eine Radikalisierung umschlägt, hängt davon ab, ob sich die Integrationsdefizite noch vergrößern.'"
Rheinische Post (03.01.2010)
http://www.rp-online.de/hps/client/opin
io/public/pjsub/production_long.hbs?hxm
ain_object_id=PJSUB::ARTICLE::550155&hx
main_category=::pjsub::opinio::/politik
___gesellschaft/deutschland/integration
Sind Islam und Integration vereinbar, fragt ein Autor auf "Opinio". "Also, meine Geschwister, das Thema ist: Islam & Integration - ist das vereinbar? Ist das islamisch gesehen vereinbar, ist es islamisch gesehen in Ordnung? Wir sprechen hier über ein Thema, dass seit einigen Jahren, mehr denn je im Fokus der Öffentlichkeit - und vor allem Kritik seitens der Nichtmuslime an uns steht. Das Thema betrifft uns alle und deshalb möchte ich ihm auch soviel Zeit widmen, damit sich jeder Mensch hier heute die Frage stellen kann, wie verhalte ich mich als Muslim in dieser Gesellschaft."
tagesschau.de (03.01.2010)
http://www.tagesschau.de/ausland/malays
ia110.html
Duerfen Christen ihren Gott "Allah" nennen? Mit dieser Frage beschäftigen sich derzeit malaysische Gerichte. "Für die Katholiken in Malaysia begann das neue Jahr mit einem juristischen Erfolg. Das Oberste Gericht erklärte das Verbot der Verwendung des Wortes Allah in der katholischen Zeitung 'Herald' für verfassungswidrig. Die Islambehörde, die das Verbot ausgesprochen hatte, habe keinen Allein-Anspruch auf das Wort Allah, erklärte der Oberste Richter Lau Bee Lan. Das Publikationsverbot für die Wochenzeitung 'Herald', die in den katholischen Kirchengemeinden des Landes verteilt wird, wurde aufgehoben."
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16. März 2010
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Der 11. September und die Folgen
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Der 11. September und die Folgen
Linkliste zum 11.9.2001

1. Überblick

1.1 Deutschsprachige Medien

1.2 Internationale Medien

2. Reaktionen

3. Akteure

4. Länderstudien

4.1 Israel / Palästina

4.2 US-Außenpolitik

4.3 Arabische Staaten und Mittlerer Osten

4.4 Afghanistan

5. Bündnisse und Militärschlag

6. Friedens- und Konfliktforschung

6.1 Allgemein

6.2 Kampf der Kulturen

7. Terrorismus

8. Fundamentalismus und Extremismus

9. Islam

10. Nachrichtendienste

11. Ökonomie

12. Augenzeugenberichte

13. Amerikanische Behörden und Einrichtungen

14. Sonstige Links