US-Soldaten in Afghanistan

8. Fundamentalismus und Extremismus

Tagesanzeiger (26.08.2014)

http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/kino/Die-Menschen-sind-als-Kri
eger-unterwegs/story/23247824

"Die Menschen sind als Krieger unterwegs"
Der Schweizer Tagesanzeiger im Gespräch mit dem Theatermacher Milo Rau über dessen Theaterstück "The Civil Wars", das der Frage nachgehe, "weshalb sich westlich sozialisierte Menschen als Jihadisten verpflichten lassen." Weiter...


Frankfurter Rundschau (22.08.2014)

http://www.fr-online.de/politik/salafist-pierre-vogel-perfider-au
fruf-an-jesiden,1472596,28199098.html

"Perfider Aufruf an Jesiden"
Der deutsche Salafistenprediger Pierre Vogel habe die von der Terrororganisation Islamischer Staat bedrohten Jesiden im Nordirak aufgerufen, zum Islam überzutreten und sich damit "vor der Hölle" zu retten, berichtet die Frankfurter Rundschau. "Am Mittwoch schrieb Vogel alias Abu Hamza: 'Für unsere lieben jesidischen Mitbürger haben wir nun aus Liebe eine Jesiden-Hotline eingerichtet. Unter dieser Nummer könnt ihr gerne anrufen und zum Islam übertreten, um vor der Hölle gerettet zu sein. Eine junge Frau hat den Islam bereits angenommen.' Es folgte eine Handy-Nummer und der Aufruf: 'Traut euch!!!! Habt keine Angst vor euren Familien!!! Werdet noch heute Muslime!!!!! Werdet heute noch Anhänger der einzig wahren Religion!!!'" Weiter...


The Spectator (20.08.2014)

http://blogs.spectator.co.uk/douglas-murray/2014/08/britains-behe
aders-how-we-came-to-export-jihad/

"Britain’s beheaders – how we came to export jihad"
Der US-Journalist James Foley ist offenbar von einem britischen Mitglied der IS-Terrormiliz ermordet worden. Für Douglas Murray ist dies kein Zufall mehr, Großbritannien habe sich mittlerweile zu einem führenden "Exporteur" von radikalislamischen Extremisten entwickelt. "Perhaps as many as 4,000 people from Britain are thought to have gone to train or fight in Afghanistan. Estimates of the number of British citizens who have gone to fight in Syria and Iraq range from just over 500 to 1,500 (...) It is now obvious that whether we like it or not, this is Britain’s problem. (...) This battle is going on in households and mosques up and down this country. We fear joining up these dots. And we fear giving offence more than we fear the international opprobrium that is coming our way. The country that brought liberty to much of the world is now exporting terrorism to large parts of it. Britain needs to look to itself, and address this problem, if there are not to be many more videos like this week’s." Weiter...


Deutsche Welle (21.08.2014)

http://www.dw.de/faszination-dschihad/a-17856404

"Faszination Dschihad"
Aus welchen Gründen haben sich bisher nach Verfassungsschutzangaben immerhin 320 junge Männer aus Deutschland den "Gotteskriegern" in Syrien und Irak angeschlossen, fragt Nastassja Steudel auf der Deutschen Welle. "Der Berliner Psychologe Kazim Erdogan bezeichnet Menschen mit dieser Biographie als 'leichte Beute' für radikale Islamisten. 'Diese jungen Leute fühlen sich von der deutschen Gesellschaft diskriminiert und abgewertet', sagt er. Viele von ihnen haben eine Einwanderungsgeschichte. Vom Wohlstand haben die meisten nichts abbekommen. 90 Prozent der jungen Menschen, die sich am Ende dem 'Heiligen Krieg' anschließen, fühlten sich als Versager, 'als letztes Schaf in der Herde', so der Psychologe. Die eigenen Eltern tragen oft viel zur Problematik bei. 'Ich schäme mich für dich. Du hast ja noch nicht mal einen Hauptschulabschluss', bekämen die Teenager immer wieder zu hören." Weiter...


Slate.fr (19.08.2014)

http://www.slate.fr/story/91101/description-mouvements-sunnites

"L'archipel des sunnites"
Henri Tincq beschreibt unterschiedliche Strömungen innerhalb der Salafisten und stellt fest, dass dieser Islamismus mit den ursprünglichen Muslimbrüdern des Hassan el-Bannah in Ägypten und anderen Theoretikern nicht mehr viel zu tun habe. "Les militants de ce djihad mondial sont nés dans ce qu’on a appelé la génération des camps: les 'camps de concentration' de l’Egypte de Nasser, où étaient détenus les premiers combattants islamistes, et les camps d'entraînement du Pakistan, d'Afghanistan, d’Algérie. Ce sont –si l'on veut comparer avec la guerre d'Espagne de 1936– les 'brigadistes internationalistes' de l'islam. Lavage de cerveau, préparation militaire, enseignement militant wahabbite et salafiste: cette émergence d'un islamisme de la terreur n'a plus rien à voir avec celui des premiers Frères musulmans de Hassan el-Bannah en Egypte, avec Maududi dans le sous-continent indien ou ces autres théoriciens dépassés des premières générations modérées." Weiter...


Migazin (13.08.2014)

http://www.migazin.de/2014/08/13/studie-rassismus-gewalt-netzwerk
en-hoechststand/

"Rassismus und Gewalt in sozialen Netzwerken auf Höchststand"
Der Jugendschutz-Bericht "Rechtsextremismus online 2013" der Beratungsplattform jugendschutz.net habe einen dramatischen Anstieg von Rassismus und Gewalt im Internet festgestellt, berichtet das Migazin. "Insgesamt waren 5.500 Webangebote wie Seiten, Profile, Videos und Einzelkommentare untersucht worden, 70 Prozent davon im Social Web. Vorherrschende Trends seien verschleierter Rassismus, subversive Aktionen und offener Hass gegen bestimmte Menschengruppen, sagte Stefan Glaser, stellvertretender Leiter von jugenschutz.net. Das Gros der unzulässigen Inhalte (78 Prozent) stellten Rechtsextreme über Server im Ausland ins Netz." Weiter...


Tageszeitung (14.08.2014)

http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=au&dig=2014/0
8/14/a0098&cHash=f9aab4dcdd830e9af618febb58ab117c

"Dreckige Teufelsanbeter, ihr werdet bluten, bidnallah"
Ralf Leonhard berichtet aus Wien über die Umtriebe von Dschihadisten in den von Österreichern frequentierten sozialen Medien. "Eine Internetrekrutierungsoffensive der IS für Europa ist auch in Österreich angekommen. Und, so fürchtet der Verfassungsschutz, sie trifft in Wien auf fruchtbaren Boden. Ein deutliches Symptom: Jugendliche brechen mit ihrem sozialen Umfeld. Der Kurier zitiert das Posting eines türkischstämmigen Migranten: 'Habe alle falschen Freunde gelöscht in meinem Leben und bin auch froh damit. Ich möchte inschallah die wahren Freunde in mein Kreis finden.'" Weiter...


Jüdische Allgemeine Zeitung (07.08.2014)

http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/19924

"Notizen aus der Provinz"
Martin Sehmisch geht mit der Berichterstattung lokaler deutscher Medien über den Gaza-Konflikt kritisch ins Gericht. "Viele Juden in Deutschland erleben derzeit, dass man sie für Vertreter des Staates Israel hält und, wenn sie dagegen halten, ihnen rät, sie sollten sich doch dann bitte von der Politik der Regierung Netanjahu in Jerusalem distanzieren. Jüngst kommentierte die Berliner 'taz': 'Um es manchen schlichter gestrickten Menschen etwas einfacher zu machen, zwischen Juden und dem israelischen Staat zu unterscheiden, würde es allerdings helfen, wenn sich der Zentralrat der Juden in Deutschland nicht ganz so rückhaltlos hinter die Politik der israelischen Regierung stellen würde, wie er das derzeit tut.' Häufiger als die überregionale 'taz' sind es aber lokale Medien, die solche Einstellungen verbreiten und damit kleinere jüdische Gemeinden verunsichern." Weiter...


Frankfurter Allgemeine Zeitung (04.08.2014)

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/an-die-berliner-demonstrant
en-ein-aufruf-von-jason-stanley-13081037.html

"An die Berliner Demonstranten"
Jason Stanley, Professor für Philosophie in Yale, mit einem Aufruf an die Demonstranten gegen den Gazakrieg Israels, die in Berlin antijüdische Parolen skandiert haben. "Sie skandieren antijüdische Parolen. Ich fühle mich davon herausgefordert. Nicht nur als Jude, sondern weil ich die Kritik an Israel in manchen Punkten teile. Aber meine eigene Familiengeschichte zeigt die Gefahren der Diskriminierung und des Hasses." Weiter...


Jüdische Allgemeine (31.07.2014)

http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/19853

"Im Land der Gleichgültigen"
"Warum lässt der neue Antisemitismus so viele kalt", fragt die Deutsch-Amerikanerin Gunda Trepp in der Jüdischen Allgemeinen Zeitung. "'50 Jahre Aufklärungsarbeit stehen über 1900 Jahren judäophober Kultur gegenüber. Die Gesellschaft muss dies zunächst realisieren und akzeptieren', so Schwarz-Friesel[Kognitionswissenschaftlerin an der Technischen Universität Berlin]. Die Berliner Wissenschaftlerin zitiert in ihrem Buch Briefe von Rechtsanwälten und Ärzten, angefüllt mit antijüdischen Stereotypen, unterzeichnet mit vollem Namen. Denn als Antisemiten sehen sich diese geistigen Brandstifter nicht. Dabei arbeiten sie den Schlägern und den Hakenkreuzschmierern zu. Und die Mehrheit lässt beide Seiten gewähren. Und merkt nicht, dass sie auch damit etwas tut." Weiter...


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