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Dossier bpb.de


Zahlen und Fakten

Globalisierung

In über 100 Staaten gibt es Fast-Food-Ketten mit weit über 130.000 Filialen, der globale Warenexport ist seit 1950 um mehr als 2.800 Prozent gestiegen und den 2,6 Milliarden Armen stehen 800 Milliardäre gegenüber. Die einen verbinden mit Globalisierung steigende Chancen für alle und wirtschaftlichen Aufschwung weltweit. Die anderen fürchten den "Terror der Ökonomie" und sehen mehr Verlierer als Gewinner.

"Zahlen und Fakten: Globalisierung" fasst das Zahlenmaterial zu den zentralen Themen der Globalisierungsdebatte zusammen. Ein Großteil der Grafiken und Materialien kann unter Angabe der Quelle verwendet werden. Die genauen Nutzungsbedingungen finden Sie im Impressum.
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Dossierinhalt

Voraussetzungen

Sinkende Transportkosten, niedrige Energiepreise, sinkende Zölle: Sie gehören zu den zentralen Voraussetzungen des Globalisierungsprozesses.

Vernetzung

Nicht nur der Handel vernetzt die Kontinente, sondern auch der Tourismus, gemeinsame Sprachen und moderne Kommunikationstechniken.

Handel und Investitionen

Nirgendwo ist der Prozess der Globalisierung so weit vorangeschritten wie in dem Bereich der ökonomischen Verflechtung. Die Bedeutung des Außenhandels ist deutlich gewachsen.

Finanzmärkte

Insbesondere der technikgestützte Handel hat zu einer starken Beschleunigung auf den Finanzmärkten geführt. Global wird in Echtzeit agiert - 24 Stunden am Tag.

Multinationale Unternehmen (MNU)

Multinationale Unternehmen sind eine treibende Kraft der Globalisierung. Durch ihre Bedeutung für Investitionen und Beschäftigung wächst parallel zu ihrer ökonomischen auch ihre politische Macht.

Ökonomische Teilhabe

Vom ökonomischen Wachstum der letzten Jahrzehnte haben nicht alle Regionen gleichermaßen profitiert. Der materielle Wohlstand bleibt vorerst ungleich verteilt.

Soziale Probleme

Wie groß der Zusammenhang zwischen den globalen sozialen Problemen und dem Globalisierungsprozess ist, ist schwer zu bestimmen. Angemessene Lösungen können allerdings nur auf globaler Ebene gefunden werden.

Ökologische Probleme

Globalisierte Arbeits- und Konsumstile führen nicht nur zu einer Steigerung des globalen Energieverbrauchs. Sie bringen eine Reihe weiterer ökologischer Probleme mit sich, die die natürlichen Grenzen des Globalisierungsprozesses offenbaren.

Kulturelle Globalisierung

Im Globalisierungsdiskurs konkurrieren zwei Ansichten. Einerseits wird von einer Dominanz westlicher Kulturen und Lebensstile ausgegangen, andererseits wird auf Homogenisierungstendenzen hingewiesen.

Global Governance

Viele globale Institutionen ermöglichen grenzüberschreitende Kooperationen. Auch die Demokratisierung von immer mehr Staaten wirkt sich positiv aus.

Deutschland und die Weltwirtschaft

Auf der einen Seite konnte Deutschland auch 2008 den Titel als "Exportweltmeister" behaupten. Auf der anderen Seite bauten die Unternehmen mit 100 und mehr Beschäftigten in den Jahren 2001 bis 2006 etwa 189.000 Stellen durch Verlagerungen ab.

Deutschland und die Weltwirtschaft


Außenhandel

Die deutsche Wirtschaft ist in hohem Maße exportorientiert und damit auch exportabhängig. Rund jeder vierte Arbeitsplatz in Deutschland hängt vom Export ab.

Global Governance


UN – United Nations

Den Vereinten Nationen gehören 192 Staaten und damit fast alle Staaten der Welt an. Sie sind damit die einzige Organisation, die eine universelle Akzeptanz für sich in Anspruch nehmen kann.

Ökologische Probleme


Erderwärmung

Wenn die Emissionen von Treibhausgasen unvermindert ansteigen, könnte sich die globale Mitteltemperatur bis Ende des 21. Jahrhunderts um weitere 2,5 bis 4°C erhöhen. Das zeigen Klimasimulationen des Max-Planck-Instituts für Meteorologie.


 


Deutschland und die Weltwirtschaft


Arbeitsplatzeffekt

Insgesamt haben die Unternehmen mit 100 und mehr Beschäftigten in den Jahren 2001 bis 2006 durch Verlagerungen 188.600 Stellen in Deutschland abgebaut.

Handel und Investitionen


Inter- und intraregionaler Warenhandel

Ex- und Import konzentrieren sich zunehmend auf bestehende Wirtschaftsblöcke. Parallel hierzu hat auch der Handel zwischen den Regionen – der interregionale Handel – zugenommen.

Ökonomische Teilhabe


Welt-Bruttoinlandsprodukt

Das Welt-Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im Jahr 2007 bei 54.300 Mrd. US-Dollar. Davon entfielen mit 38.400 Mrd. US-Dollar knapp 71 Prozent auf die ökonomisch entwickelten Staaten.

Kulturelle Globalisierung


Fast Food

Das erste McDonald's Restaurant wurde 1940 in Kalifornien eröffnet. Heute steht McDonald's sowohl für westliche Dominanz als auch für kulturelle Konvergenz.

Global Governance


Internationale Gerichtsbarkeit

Die völkerrechtspolitische Errungenschaft besteht beim IStGH darin, dass sich Individuen vor einer unabhängigen richterlichen Institution der Staatengemeinschaft verantworten müssen.

Handel und Investitionen


Entwicklung des grenzüberschreitenden Warenhandels

Von 1950 bis 2007 hat der Warenexport real um den Faktor 29,2 zugenommen. Die Weltwarenproduktion ist hingegen um den Faktor 8,6 gestiegen.

Kulturelle Globalisierung


Fernsehunterhaltung

Es ist leicht zu konsumieren und in allen Bevölkerungsgruppen sehr beliebt: Das Fernsehen hat eine besonders meinungsbildende und sozialisierende Wirkung.

Finanzmärkte


Institutionelle Investoren

Das von institutionellen Investoren verwaltete Vermögen ist von knapp drei Bio. US-Dollar 1980 über gut 36 Bio. US-Dollar im Jahr 2000 auf 55 Bio. US-Dollar 2005 angestiegen.

Vernetzung


Luftfracht

Entsprechend der Zunahme des grenzüberschreitenden Warenhandels erhöhte sich auch das Luftfrachtaufkommen. Im Jahr 2008 lag die international beförderte Luftfrachtmenge bei 25,0 Millionen Tonnen.

Ökologische Probleme


Fischbestände auf offener See

Zwischen 1950 und 2003 hat sich die Menge des weltweit verbrauchten Fisches von etwa 19 Mio. Tonnen auf über 132 Mio. Tonnen erhöht. Dies entspricht einer Steigerung von knapp 600 Prozent.
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