29.9. - 8.10.2022
Frankfurt am Main
Macht.

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Wieder da? Jemals weg? Rechte Gewalt seit 2000

Wieder da? Jemals weg? Rechte Gewalt seit 2000

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Datum der Veranstaltung Sonntag, 02. Oktober 2022
Uhrzeit der Veranstaltung 20:00 – 22:00 Uhr
Ort der Veranstaltung Haus am Dom
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Über die Veranstaltung

Die Theaterarbeit "NSU 2.0", die Nuran David Calis für das Schauspiel Frankfurt entwickelte, zeichnet eine Kontinuität rechten Terrors vom NSU über den Fall Lübcke bis zum Attentat von Hanau nach. Anhand von Filmausschnitten wollen wir folgende Fragen diskutieren: Inwiefern kann man von strukturellem Rassismus sprechen? Wie weit haben rassistische Narrative den gesellschaftlichen Diskurs infiltriert? Welche Handlungsoptionen haben politische Bildung, Politik und Zivilgesellschaft, um sich gegen Angriffe auf die Demokratie von rechts zu wehren?

Podiumsgäste

Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb)

Thomas Krüger ist seit Juli 2000 Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). Seine politische Karriere begann er 1989 als eines der Gründungsmitglieder der Sozialdemokraten in der DDR und blieb bis 1990 deren Geschäftsführer in Berlin (Ost) und war Mitglied der Volkskammer in der DDR. 1994 bis 1998 war er Mitglied des Deutschen Bundestages. Er ist seit 1995 Präsident des Deutschen Kinder­hilfswerkes. Seit 2003 ist er Mitglied der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) und seit 2012 deren zweiter stellvertretender Vorsitzender.

Serpil Temiz Unvar, Gründerin der Bildungsinitiative Ferhat Unvar

In Gedenken an ihren Sohn, der zu den Todesopfern des Attentats von Hanau am 19.02.2020 zählt, gründete Serpil Unvar die Bildungsinitiative Ferhat Unvar. Aus-gehend von den Erfahrungen, die ihr Sohn während der Schulzeit machte, möchte die Initiative Anlaufstelle für Kinder- und Jugendliche sein, die in ihrem Alltag von Rassismus und Diskriminierung betroffen sind. Neben Empowerment-Workshops für Betroffene engagiert sich die Bildungsinitiative mit ihr Angeboten auch für Sen-sibilisierung nicht betroffener Lehrer:innen und Schüler:innen.

Eyal Weizman, Gründer von Forensic Architecture

Eyal Weizman ist israelischer Schriftsteller, Architekt und Gründer der Rechercheagentur Forensic Architecture mit Sitz am Goldsmiths College der Universität London. Als interdisziplinärer Think Tank untersucht Forensic Architecture Menschenrechtsverletzungen sowie staatliche Gewalt und Desinformation und arbeitet dabei ausschließlich im Auftrag ziviler Opfer, NGOs und unabhängiger Vereine durch. Die Ergebnisse der Recherchen werden in Ort und Zeit interdisziplinär modelliert und visualisiert und sowohl für Gerichtsverhandlungen als auch für Ausstellungen aufbereitet. Zuletzt zeigte Forensic Architecture die Ausstellung „Three Doors – Forensic Architecture/Forensis, Initiative 19. Februar Hanau, Initiative in Gedenken an Oury Jalloh“ im Frankfurter Kunstverein.

Matthias Meisner, Journalist & Autor

Matthias Meisner setzt sich seit vielen Jahren als Journalist und Autor mit Rechtsextremismus auseinander. Er ist Mitherausgeber der Bücher Interner Link: „Unter Sachsen. Zwischen Wut und Willkommen“ sowie Interner Link: „Extreme Sicherheit. Rechtsradikale in Polizei, Verfassungsschutz, Bundeswehr und Justiz“ und kennt daher verschiedene Perspektiven auf die Fragen, inwieweit rechtsextreme Einstellungen in Sicherheitsorganen institutionalisiert sind und welche Narrative die Grundlage für Radikalisierung aus der bürgerlichen Mitte bilden.

Moderation: Aisha Camara

Aisha Camara ist freie Kommunikationsberaterin aus Frankfurt am Main. Sie berät öffentliche Institutionen, Vereine und Unternehmen in allen Fragen der integrierten Kommunikation. Sie konzipiert und moderiert Gesprächsreihen, Workshops, community-basierte Projekte und Musik-Events für Kunden und Partner wie die Stadt Frankfurt am Main, die GIZ, die Bildungsstätte Anne Frank oder die EVZ Stiftung. Zu ihren Schwerpunkten zählen die Themen Internationalität und Migration.

mit Grußwort von: Dr. Ina Hartwig (Dezernentin für Wissenschaft und Kultur der Stadt Frankfurt am Main)

Frau Nancy Faeser musste leider auf Grund ihrer Corona-Erkrankung ihre Teilnahme an der Veranstaltung absagen.

Die Veranstaltung findet größtenteils auf deutsch und mit englischer Simultanübersetzung statt.

Über die Produktion "NSU 2.0"

(© Jessica Schäfer) (© Jessica Schäfer) (© Jessica Schäfer) (© Jessica Schäfer) (© Jessica Schäfer) (© Jessica Schäfer) (© Jessica Schäfer) (© Jessica Schäfer) (© Jessica Schäfer)

Die Produktion "NSU 2.0" wurde durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain ermöglicht und ausgezeichnet mit dem Preis "Kollektiv. Impuls. Vision" der Hessischen Theatertage 2021.

Hinweise zur Veranstaltung