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Heinrich Heine

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    Heinrich Heine war ein Wanderer zwischen den Welten, ein deutscher Jude, der in Deutschland nicht gelitten war und ab 1831 in Paris lebte. Seinen Ruhm haben vor allem die Gedichte und die feuilletonistischen Reisebilder begründet. Der Umgang mit Heine war stets ein Politikum.

    Es gilt, einen der ganz Großen (wieder) zu entdecken, in dessen Leben, Werk und Nachleben sich Politik und Zeitgeschichte aufs Vortrefflichste spiegeln. Heine hat die Zensur zutiefst verachtet und 1848 die Revolutionen in Europa freudig begrüßt. Als einer der wenigen deutschen Schriftsteller von europäischem Rang ist Heine von geradezu unheimlicher Aktualität – als Herold des freien Wortes, als unabhängiger Weltbürger.

       
  • Hans-Georg Golz

    Editorial

    Der Umgang mit Heine war stets ein Politikum. Es gilt, einen der ganz Großen (wieder) zu entdecken, in dessen Leben, Werk und Nachleben sich Politik und Zeitgeschichte spiegeln. Weiter...

    Eberhard Esche

    Beiblättchen. Oder: Der Umgang mit Dichtern - Essay

    Die Bedürfnisse des Publikums werden in Zeiten geistiger Anspruchslosigkeit nicht befriedigt oder gar gefördert. Das kündigte sich in der DDR an, das offenbart sich nun in der Bundesrepublik. Weiter...

    Elke Schmitter

    Erfinder der modernen Liebe - Essay

    Die Beschreibung eines ganzen Kosmos macht Heines Liebeslyrik einzigartig. Bei Heine sind die Frauen erstmals selbstbestimmte Wesen, die nicht nur Ja sagen oder in Ohnmacht sinken. Weiter...

    Joseph Anton Kruse

    Warum Heine heute?

    Vor allem die späten Überlebensstrategien Heines machen ihn zum vorweggenommenen Beispiel des modernen Menschen. Sein Werk ist der Beweis für eine Unabhängigkeit, die uns Not tut. Weiter...

    Edda Ziegler

    Dichterliebe und Denkmalstreit

    Die deutsche Heine-Rezeption ist Erfolgsstory und Geschichte der Widersprüche zugleich – zerrissen zwischen der Liebe zum romantischen Poeten und der Ablehnung des politischen Publizisten. Weiter...

    Thomas Gutmann

    Heine nach 1945

    In der DDR wurde Heine als "Vorläufer sozialistischen Denkens" vereinnahmt. In der Bundesrepublik gelangte erst mit "Achtundsechzig" eine Neubewertung zum Durchbruch. Weiter...

    Klaus Briegleb

    Heines Umgang mit Judenhass als Fortführung eines biblischen Programms

    Heines Umgang mit Judenhass bezieht sich auf die biblischen Verfolgungsgeschichten und die christlichen Vermittlungen, die den vorchristlichen Judenhass in den modernen Antisemitismus zu übertragen geholfen haben. Weiter...