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Kaukasus

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    Die Region zwischen Schwarzem und Kaspischem Meer wird in Westeuropa vor allem als Krisenherd wahrgenommen. Insbesondere seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 scheinen die kaukasischen Staaten, die von zahlreichen "historisch gewachsenen" Konflikten belastet werden, kaum mehr zur Ruhe zu kommen.

    Im August 2008 rückte der Südkaukasus schlagartig ins Blickfeld der Weltöffentlichkeit, als der Sezessionskonflikt um die georgischen Provinzen Südossetien und Abchasien in einem kurzen Krieg zwischen Georgien und Russland eskalierte. Die politische Bedeutung dieses Krieges reichte vor allem deshalb weit über die Region hinaus, weil Georgien als engster Verbündeter der USA im Kaukasus gilt und Russland nicht davor zurückschrak, erstmals gegen einen souveränen Nachbarstaat militärisch vorzugehen, um seine Interessen in der Region zu verteidigen. Ein möglicher NATO-Beitritt Georgiens wird von vielen seither noch kritischer gesehen.

  • Johannes Piepenbrink

    Editorial

    Die Region zwischen Schwarzem und Kaspischem Meer wird in Westeuropa vor allem als Krisenherd wahrgenommen. Zuletzt erschütterte der Augustkrieg 2008 zwischen Georgien und Russland die Weltöffentlichkeit.

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    Uwe Halbach

    Die Georgienkrise als weltpolitisches Thema

    Wie kein kaukasisches Ereignis zuvor hat der Augustkrieg 2008 die internationale Politik beschäftigt. Erstmals geriet Russland in militärischen Konflikt mit einem souveränen Nachbarstaat.

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    Walter Kaufmann

    Der weite Weg zur "Zivilgesellschaft"

    Im Südkaukasus sind in den vergangenen 15 Jahren zahlreiche Nichtregierungsorganisationen entstanden. Daraus aber auf die Existenz funktionierender Zivilgesellschaften zu schließen, wäre ein Irrtum.

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    Manfred Quiring

    Schwelende Konflikte in der Kaukasus-Region

    Die komplizierte Gemengelage aus Ethnien, Glaubensrichtungen und wirtschaftlichen Interessen hat zur Entstehung zahlreicher Konfliktherde geführt. Vor allem der Konflikt um die Region Berg-Karabach birgt Brisanz.

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    Maximilian Opitz

    Der Kaukasus zwischen Minderheiten- und Machtpolitik

    Im Kaukasus ist Minderheitenpolitik immer wieder für machtpolitische Zwecke mißbraucht worden. Dabei bietet der Minderheitenschutz eigentlich großes Potenzial zur Lösung von Konflikten.

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    Eva-Maria Auch

    Ein Blick in die Geschichte Kaukasiens

    Die Geschichte Kaukasiens ist geprägt von der geografischen Lage zwischen ambitionierten Großreichen. Seit dem Ende der UdSSR ringen die Republiken Georgien, Armenien und Aserbaidschan um innere Stabilität.

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    Gemma Pörzgen

    Aus den Augen - aus dem Sinn: Der Kaukasus in den Medien

    So schlagartig, wie die Konfliktregion im Spätsommer 2008 in die Schlagzeilen rückte, so schnell verschwand sie auch wieder daraus. Eine kontinuierliche journalistische Berichterstattung vor Ort fehlt.

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