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Lebenswelten von Migrantinnen und Migranten

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    "Menschen mit Migrationshintergrund" sind keine homogene Gruppe von in Deutschland lebenden Personen. Sie unterscheiden sich schon aufgrund ihrer Herkunft stark voneinander. Der pauschalisierende Begriff wird ihnen nicht gerecht. Differenzierung tut Not. Dabei kann der Blick auf die Lebenswelten dieser "bunten sozialstrukturellen Gruppe" hilfreich sein. Die Erkenntnis, dass deren Wertorientierungen, Lebensstile und soziale Lagen ebenso voneinander abweichen, wie die der einheimischen Bevölkerung, ist dabei so einleuchtend wie erhellend.

    "Menschen mit Migrationshintergrund" mögen Ausländer sein oder als solche wahrgenommen werden, sie mögen verschiedene Muttersprachen und Religionen haben; ihr Alltag, die Art und Weise, wie sie leben, mag von der Lebensweise der autochthonen (einheimischen) Bevölkerung abweichen oder dieser angepasst sein. So oder so haben sie das Problem doppelter kultureller Zugehörigkeit. Dies kann sich für sie und für die Gesellschaft als Chance erweisen: "Zweiheimische" (Cornelia Spohn) verfügen über das Potential, nach beiden Seiten vermittelnd tätig zu werden.

       
  • Katharina Belwe

    Editorial

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