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Sprache

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    Sprache ist allgegenwärtig – durch sie verleihen wir unseren Gedanken Ausdruck und sind in der Lage, zu kommunizieren. In der Politik spielt Sprache eine besondere Rolle. Durch ihren Gebrauch kann sie zu einem politischen Instrument werden. So sind Auseinandersetzungen um Inhalte meist verknüpft mit einem Wettstreit um die "richtige" Benennung von Dingen oder die "wahre" Bedeutung von Worten. Dies zeigte jüngst auch die Debatte um die Bezeichnung des Afghanistan-Einsatzes der Bundeswehr. Auch in der parlamentarischen Demokratie ist Sprache nicht automatisch "demokratisch" im Sinne von ideologie- oder gar herrschaftsfreier Kommunikation. Vielmehr gewährleisten demokratische Öffentlichkeit und Meinungsfreiheit den Wettstreit konkurrierender Sprachdeutungen (und Ideologien).

       
  • Johannes Piepenbrink

    Editorial

    Sprache ist allgegenwärtig – durch sie verleihen wir unseren Gedanken Ausdruck und sind in der Lage, zu kommunizieren. Auch in der Politik spielt Sprache eine besondere Rolle. Weiter...

    Vazrik Bazil

    Politische Sprache: Zeichen und Zunge der Macht

    Die politische Sprache ist ein Kampf mit Wörtern um Wörter, um die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Die drei bekanntesten und gängigsten Methoden dazu sind benennen, besetzen und beschönigen. Weiter...

    Josef Klein

    Sprache und Macht

    Neben der Sprache der Mächtigen wird im Beitrag auch die Sprache der "Machtunterworfenen" analysiert. Es geht um Begriffskarrieren, Argumentationsmuster, semantische Strategien, rhetorische Anforderungen und kommunikationsethische Standards. Weiter...

    Frank Brunssen

    "Jedem das Seine" - zur Aufarbeitung des lexikalischen NS-Erbes

    Noch immer gibt es keinen öffentlichen Konsens über den angemessenen Umgang mit nationalsozialistisch belasteten Ausdrücken. Dies zeigt das Beispiel der im Konzentrationslager Buchenwald pervertierten Redewendung "Jedem das Seine". Weiter...

    Rüdiger Harnisch

    Dialektentwicklung am Rande des Eisernen Vorhangs

    Die deutsch-deutsche Grenze hat auch zu unterschiedlichen Dialektentwicklungen geführt. Anhand konkreter sprachlicher Merkmale wird geschildert, wie die hermetische politische Grenze auch zu einer Sprachgrenze wurde. Weiter...

    Volker Hinnenkamp

    Vom Umgang mit Mehrsprachigkeiten

    Mehrsprachigkeit in Deutschland ist ein Politikum. Zu der Frage, ob Mehrsprachigkeit von Migranten ihre Integration fördert oder erschwert, gibt es auch in der Forschung unterschiedliche Ansichten. Weiter...

    Heike Wiese

    Kiezdeutsch - ein neuer Dialekt

    Kiezdeutsch ist kein "falsches" Deutsch. Es ist ein neuer Dialekt des Deutschen, der sich in Wohngebieten mit hohem Migrantenanteil unter Jugendlichen entwickelt hat und in sich stimmig ist. Weiter...

     

    Joachim Scharloth

    Revolution der Sprache?

    "Unordentliche" Kleidung, lange Haare und offene Verstöße gegen Benimmformen: Die 68er-Bewegung war eine Rebellion gegen die herrschende Ordnung. Auch in der Sprache und Kommunikationsritualen sorgten die 68er für reichlich Unordnung. Weiter...