Tiertransport
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Organtransplantation

Soziologische Konturen der Transplantationsgesellschaft


15.5.2013
Erst 1997 wurde das geltende Transplantationsgesetz verabschiedet. Noch immer sind viele Fragen uneindeutig, umstritten und ungeklärt. Ist der menschliche Körper sozialpflichtiges Spendengut? Oder individuell frei verfügbares Eigentum?

Herz und Organspendeausweis.Herz und Organspendeausweis. (© picture-alliance)

Der Weg Deutschlands zu einer rechtlichen Regelung von Organentnahmen war lang und schwierig (vgl. z.B. Ach/Quante 1997; Höglinger/Kleinert 1998; Hoff/in der Schmitten 1995; Schlaudraff 1995). Erst 1997 – viele Jahre nach der ersten erfolgreichen Verpflanzung einer Niere 1954 in den USA (Nagel/Alber/Bayerl 2011) – wurde das bis heute geltende Transplantationsgesetz verabschiedet. Ihm folgend ist die Organentnahme bei Toten (postmortale Organspende) gestattet, wenn der endgültige, irreversible Ausfall sämtlicher Hirnfunktionen (Hirntod) eindeutig nachgewiesen ist und der Betreffende zu Lebzeiten (oder statt seiner ein Angehöriger) der Organentnahme zugestimmt hat (erweiterte Zustimmungslösung ).

Quellentext

Auszug aus dem Transplantationsgesetz – hier Regelung zu postmortalen Organentnahmen

TPG § 3: Organentnahme mit Einwilligung des Organspenders
(1) Die Entnahme von Organen ist, soweit in Paragraph 4 nichts Abweichendes bestimmt ist, nur zulässig, wenn
  1. der Organspender in die Entnahme eingewilligt hatte,
  2. der Tod des Organspenders nach Regeln, die dem Stand der Erkenntnisse der medizinischen Wissenschaft entsprechen, festgestellt ist und
  3. der Eingriff durch einen Arzt vorgenommen wird.
(2) Die Entnahme von Organen ist unzulässig, wenn
  1. die Person, deren Tod festgestellt ist, der Organentnahme widersprochen hatte,
  2. nicht vor der Entnahme bei dem Organspender der endgültige, nicht behebbare Ausfall der Gesamtfunktion des Großhirns, des Kleinhirns und des Hirnstamms nach Verfahrensregeln, die dem Stand der Erkenntnisse der medizinischen Wissenschaft entsprechen, festgestellt ist.
[…] TPG § 4: Organentnahme mit Zustimmung anderer Personen
(1) Liegt dem Arzt, der die Organentnahme vornehmen soll, weder eine schriftliche Einwilligung noch ein schriftlicher Widerspruch des möglichen Organspenders vor, ist dessen nächster Angehöriger zu befragen, ob ihm von diesem eine Erklärung zur Organspende bekannt ist. Ist auch dem Angehörigen eine solche Erklärung nicht bekannt, so ist die Entnahme unter den Voraussetzungen des Paragraph 3 Abs. 1 Nr. 2 und 3 und Abs. 2 nur zulässig, wenn ein Arzt den Angehörigen über eine in Frage kommende Organentnahme unterrichtet und dieser ihr zugestimmt hat. Der Angehörige hat bei seiner Entscheidung einen mutmaßlichen Willen des möglichen Organspenders zu beachten. Der Arzt hat den Angehörigen hierauf hinzuweisen. Der Angehörige kann mit dem Arzt vereinbaren, daß er seine Erklärung innerhalb einer bestimmten, vereinbarten Frist widerrufen kann. […] Quelle: http://www.gesetze-im-internet.de/tpg/BJNR263100997.html


Quellentext

Auszug aus dem Transplantationsgesetz – hier Regelung zu Lebendspenden

TPG § 8: Zulässigkeit der Organentnahme
(1) Die Entnahme von Organen einer lebenden Person ist nur zulässig, wenn
  1. die Person
    a) volljährig und einwilligungsfähig ist,
    b) nach Absatz 2 Satz 1 aufgeklärt worden ist und in die Entnahme eingewilligt hat,
    c) nach ärztlicher Beurteilung als Spender geeignet ist und voraussichtlich nicht über das Operationsrisiko hinaus gefährdet oder über die unmittelbaren Folgen der Entnahme hinaus gesundheitlich schwer beeinträchtigt wird,
  2. die Übertragung des Organs auf den vorgesehenen Empfänger nach ärztlicher Beurteilung geeignet ist, das Leben dieses Menschen zu erhalten oder bei ihm eine schwerwiegende Krankheit zu heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder ihre Beschwerden zu lindern,
  3. ein geeignetes Organ eines Spenders nach § 3 oder § 4 im Zeitpunkt der Organentnahme nicht zur Verfügung steht und
  4. der Eingriff durch einen Arzt vorgenommen wird.
    Die Entnahme von Organen, die sich nicht wieder bilden können, ist darüber hinaus nur zulässig zum Zwecke der Übertragung auf Verwandte ersten oder zweiten Grades, Ehegatten, Verlobte oder andere Personen, die dem Spender in besonderer persönlicher Verbundenheit offenkundig nahestehen. […]
Quelle: http://www.gesetze-im-internet.de/tpg/BJNR263100997.html


Quellentext

Überblick – Regelungsmodelle bei "postmortaler Organentnahme"

  1. Enge Zustimmungslösung: Die Organentnahme ist verboten, wenn der potentielle Spender zu Lebzeiten nicht ausdrücklich zugestimmt hat. Eine fehlende Einwilligung kann später durch niemanden stellvertretend nachgereicht werden, da keine Erklärung zur Organspende als Ablehnung gewertet wird. Nach der engen Zustimmungslösung ist eine Organentnahme nur dann zulässig, wenn der Organspender selbst der Entnahme zu Lebzeiten zugestimmt hat.
  2. Erweiterte Zustimmungslösung: Die Organentnahme ist grundsätzlich unzulässig, wenn der potentielle Spender zu Lebzeiten nicht eingewilligt hat. Eine fehlende Erklärung zur Organspende wird jedoch weder als Ablehnung noch als Zustimmung gewertet, sondern lediglich als ›Nichterklärung‹. In diesem Fall können ersatzweise die Angehörigen entscheiden, wobei sie dem deutschen TPG zufolge dabei den ›mutmaßlichen Willen‹ des Betroffenen zu beachten haben.
  3. Widerspruchslösung: Die Organentnahme ist grundsätzlich zulässig, wenn der potentielle Spender zu Lebzeiten nicht ausdrücklich schriftlich widersprochen hat (z.B. durch Mitführen eines entsprechenden Dokuments oder durch Eintrag in ein zentrales 'Widerspruchsregister' wie z.B. in Österreich). Das Fehlen einer Erklärung zur Organspende wird also als Zustimmung gewertet, Angehörige brauchen nicht zu Rate gezogen werden. Bei der sogenannten 'erweiterten Widerspruchslösung' können auch Angehörige den zu Lebzeiten des Betroffenen artikulierten Widerspruch übermitteln.
  4. Informationslösung: Die Organentnahme ist zulässig, wenn der potentielle Spender zu Lebzeiten zugestimmt hat. Liegt keine Erklärung zur Organspende vor und sollen dennoch Organe entnommen werden, sind die Angehörigen über eine beabsichtigte Organentnahme zu unterrichten. Wenn die Angehörigen der Organentnahme nicht widersprechen, darf sie vorgenommen werden (die Informationslösung verknüpft Elemente der Widerspruchslösung und der erweiterten Zustimmungslösung).
  5. Entscheidungslösung: Jeder Bürger ab dem 16. Lebensjahr soll regelmäßig über die Möglichkeiten der Organ- und Gewebespende informiert werden und dabei zu einer Entscheidung aufgefordert werden. Eine Entscheidungspflicht ist nicht vorgesehen.
  6. (Siehe Textkasten 4)
(eigene Zusammenstellung)


Eine Organspende zwischen Lebenden (Lebendspende) ist nur zulässig bei "Verwandten ersten oder zweiten Grades, Ehegatten, Verlobten oder anderen Personen, die dem Spender in besonderer persönlicher Verbundenheit offenkundig nahestehen" (§8 des Transplantationsgesetzes vom 05.11.1997 in der Fassung der Bekanntmachung vom 4.9.2007, zuletzt geändert am 19.10.2012). Jegliche Form von Organhandel ist verboten. Eine wichtige Zielstellung des Transplantationsgesetzes bestand und besteht darin, Vertrauen in die Transplantationspraxis zu schaffen und die Transplantationszahlen zu erhöhen bzw. die Spendenbereitschaft seitens der Bevölkerung zu befördern, indem durch rechtliche Regelungen Handlungssicherheit für die beteiligten Akteure gewährleistet wird.

Nicht zuletzt aufgrund des andauernden 'Organmangels' reißen jedoch bis heute die Debatten rund um die Organtransplantation nicht ab (vgl. z.B. Brudermüller/Seelmann 2000; Nationaler Ethikrat 2007). So wurde z.B. die im Transplantationsgesetz getroffene Regel der erweiterten Zustimmungslösung jüngst um die am 1.11.2012 in Kraft getretenen sogenannte 'Entscheidungslösung' ergänzt, nach der jeder Bundesbürger (im Alter von 16 Jahren und älter) regelmäßig – z.B. mittels Anschreiben durch seine Krankenkasse – zu einer Entscheidung hinsichtlich der Organspende aufgefordert werden soll.

Quellentext

Auszug aus dem Gesetz zur Regelung der Entscheidungslösung im Transplantationsgesetz (vom 12. Juli 2012)

(Bundesgesetzblatt Jahrgang 2012 Teil I Nr. 33, Bonn 18. Juli 2012) […]
§ 1 Ziel und Anwendungsbereich des Gesetzes
(1) Ziel des Gesetzes ist es, die Bereitschaft zur Organspende in Deutschland zu fördern. Hierzu soll jede Bürgerin und jeder Bürger regelmäßig im Leben in die Lage versetzt werden, sich mit der Frage seiner eigenen Spendebereitschaft ernsthaft zu befassen und aufgefordert werden, die jeweilige Erklärung auch zu dokumentieren. Um eine informierte und unabhängige Entscheidung jedes Einzelnen zu ermöglichen, sieht dieses Gesetz eine breite Aufklärung der Bevölkerung zu den Möglichkeiten der Organ- und Gewebespende vor. […] Quelle:http://www.bgbl.de


Entgegen dem in der Politik und den Medien zumeist dominierenden, weitgehend undifferenzierten medizinisch-moralischen Aufforderungs-Diskurs mit seinem Motto 'Organe spenden – Leben schenken' bzw. 'Fürs Leben – Pro Organspende' sollen im Folgenden ausgewählte soziologische Aspekte von Organtransplantation in den Blick genommen werden, um so bislang erkennbare Konturen der 'Transplantationsgesellschaft' kritisch nachzuzeichnen und zur Diskussion zu stellen.

Moralisierende Aufklärungsrhetorik: Wider den Tod auf der Warteliste!



Organspende-Briefmarke aus den USA: "Share your life...". Foto: APOrganspende-Briefmarke aus den USA: "Share your life...". Foto: AP (© AP )
Für öffentliche Verlautbarungen zur Organtransplantation gehört es zum Standardrepertoire, auf das durch 'nackte Zahlen' (z.B. Eurotransplant International Foundation 2007; Robert-Koch-Institut/Statistisches Bundesamt 2003[1]dokumentierte Ungleichverhältnis zwischen zu wenigen Spendern und zu vielen 'Organbedürftigen' hinzuweisen, so dass für letztere in vielen Fällen der 'Tod auf der Warteliste' gleichsam vorprogrammiert ist (Breyer et al. 2006).[2]

Zumeist illustriert und bekräftigt durch subjektive Schilderungen von Einzelschicksalen erfolgreich Transplantierter, mit denen der abstrakten Verheißung des 'geschenkten Lebens' durch einen anonymen Spender ein konkretes Gesicht verliehen wird, soll deutlich werden: Der Tod auf der Warteliste folgt keiner medizinischen, sondern einer sozialen Logik. Schwer erkrankte, nach medizintechnischem Standard therapierbare Patienten können nicht rechtzeitig behandelt werden und müssen sterben, nicht weil die Krankheit übermächtig wäre, sondern weil für sie keine Organspender zur Verfügung stehen. Menschen sterben an 'akutem Organspende-Versagen' (Blöß 2007), das die Gesellschaft – konkret also jeder Einzelne ohne entsprechend ausgefüllten Organspende-Ausweis – zu verantworten hat.

Bezeichnend dabei ist, dass diesem gesellschaftlichen Mangel laut Umfragen (z.B. BZgA 2010) viele Menschen gegenüber stehen, die Organspende als Therapiemöglichkeit für Schwerstkranke befürworten, das aber nicht aktiv (durch Ausfüllen eines Organspende-Ausweises) kundtun und deshalb nicht als Organspender, was doch 'eigentlich' ihr Wunsch sei, erkannt werden. So argumentiert z.B. der Nationale Ethikrat (2007, S.25): "Mit einem hohen Anteil passiver Bereitschaft ist (…) bei der Organspende zu rechnen. Nur etwa ein Fünftel derjenigen, die angeben, dass sie zur Organspende bereit sind, hat dies auch in einem Organspende-Ausweis dokumentiert." Eine solche Eigentlichkeits-Rhetorik ignoriert die für Menschen in normativ ambivalenten oder gar widersprüchlichen gesellschaftlichen Kontexten häufig beobachtbare Diskrepanz zwischen (geäußerten) Einstellungen, Sichtweisen und den praktischen Konsequenzen für die eigenen Handlungen.

Quellentext

Einstellung zur Organ- und Gewebespende (passive Akzeptanz). n = 4001, alle Befragten



Quellentext

Besitz eines Organspendeausweises. n = 4001, alle Befragten.



Wenn unklar ist, für was man eintreten soll oder auch welche Folgen mögliche Entscheidungen haben, neigen Menschen dazu, die von ihnen als sozial erwünscht erachteten Einstellungen zu artikulieren, ohne handlungspraktische Konsequenzen daraus zu ziehen. Doch statt mögliche Ambivalenzen und Widersprüchlichkeiten der transplantationsmedizinischen Praxis offenzulegen, wird als zumutbare Bürgerpflicht, die jedem Gesellschaftsmitglied obliegt, die individuelle Urteilsbildung, die eigene Entscheidung für oder gegen Organspende konstatiert: "Angesichts der Möglichkeit, einem Mitmenschen in der extremen Notlage schwerer Krankheit aussichtsreich und wirksam helfen zu können, kann die Verweigerung der Organspende nicht voll und ganz in das Belieben des Einzelnen gestellt werden. Ihm ist zumindest zuzumuten, sich selbst Rechenschaft darüber abzulegen, warum er diese Möglichkeit nach reiflicher Überlegung ausgeschlagen hat. Dabei hat er nicht nur zu berücksichtigen, dass die aufgrund des Organmangels nicht nutzbaren Möglichkeiten der Transplantationsmedizin für viele Menschen schwerwiegende Konsequenzen – im äußersten Fall den Tod – nach sich ziehen können. Er sollte auch Überlegungen darüber anstellen, wie er die Möglichkeiten der Transplantationsmedizin beurteilen würde, wenn er ihnen nicht in der Rolle eines potentiellen Spenders, sondern als möglicher Organempfänger gegenüberstünde." (ebd., S.37)

Damit ist nicht nur die Aufforderung gestellt, sich mit dem Thema Organspende auseinanderzusetzen, sondern: Jeder heute noch Gesunde, der schon morgen im Falle einer eigenen lebensbedrohlichen Erkrankung selbst auf ein Spenderorgan – und damit auf die Spendenbereitschaft der Anderen – angewiesen sein könnte, soll sich im Blick auf den todkranken Anderen gegenüber der Gemeinschaft 'erklären'. Eine solche Rhetorik der moralisierenden Betroffenheitsentgrenzung (Schneider 1999, 2007) klärt nicht auf, informiert nicht über ethische Problematiken, sondern beschwört die Fiktion des selbstbestimmten Entscheiders, der sich in der Bewusstheit vermeintlich unumstößlicher Letztgewissheiten zu den existenziellen Grundfragen von Leben und Tod moralisch als Helfender zu positionieren habe. Andernfalls ist – zumindest sich selbst gegenüber – einzugestehen, dass man sich nicht nur der Mehrheitsmeinung mit ihrer 'passiven Bereitschaft zur Organspende' verweigert, sondern die Konsequenzen dieser Verweigerung zu verantworten hat: für den todkranken Anderen, für sich selbst.

Der Hirntod als Tod des Menschen?



Damit wird die Durchsetzung einer Deutung betrieben, die Organmangel als soziales Problem und individuelles Defizit definiert, wo doch gerade zu jenen, keineswegs mehr unumstößlichen, sondern in Bewegung geratenen Letztgewissheiten zu Leben, Sterben und Tod umfassende Aufklärung notwendig wäre. Denn diese Rhetorik beruht hinsichtlich der postmortalen Organentnahme auf der unterstellten Akzeptanz der im geltenden Transplantationsgesetz fixierten Gleichsetzung des Hirntod-Kriteriums mit dem Tod des Menschen, die bereits in den 1990ern strittig war und mittlerweile erneut eine umfassende Infragestellung erfährt.

Bis heute bleiben in der politisch-medialen Darstellung des Themas Organspende solche Positionen ausgeblendet, die den eindeutig diagnostizierten Hirntod zwar als einen entscheidenden Punkt im – weil dann unumkehrbaren – Sterbeprozess eines Menschen sehen, ihn aber nicht als Endpunkt menschlichen Lebens schlechthin akzeptieren. Dies erscheint umso bemerkenswerter, als derzeit ein 'Revival der Hirntod-Debatte' (Müller 2010; vgl. auch Manzei 2012) erkennbar ist. Neuere neurowissenschaftliche Erkenntnisse sowie mittlerweile dokumentierte Fälle von 'Chronic Brain Death' (Shewmon 1998) bis hin zu erfolgreichen Schwangerschaften von Hirntoten (vgl. Powner/Bernstein 2003; vgl. hierzu auch Schneider 2011) geben Anlass dafür, von der in den 1990ern vorgenommenen Gleichsetzung abzurücken. Die Folgen wären weitreichend: Statt von 'postmortaler Organentnahme' nach festgestelltem (Hirn-)Tod zu sprechen, wäre einzugestehen, erst durch die Organentnahme den 'kompletten' Tod herbeizuführen. Einem solch schwerwiegenden Eingriff in den Sterbeprozess eines Menschen könnte ausschließlich der Betroffene selbst zustimmen (enge Zustimmungslösung). Mehr noch: Die Rolle des Arztes, der – dieser Sichtweise gemäß – in den Sterbeprozess eingreifen und ihn durch Organentnahme aktiv beenden würde, wäre einer grundlegenden kulturellen Umdefinition ausgesetzt. Zum einen wäre damit ein ethisch-juristischer Problematisierungsraum eröffnet, der vom ärztlich assistierten Suizid über aktive Sterbehilfe bis hin zu Totschlag oder Mord reichen könnte, zum anderen wäre in der Rollendefinition des Arztes keineswegs mehr klar, ab welchem Zeitpunkt er bei der Behandlung von Sterbenden welchen Patienteninteressen zu folgen hat. Statt Vertrauensbildung in die Transplantationspraxis wäre die anzunehmende Folge eine grundlegende Verunsicherung mit einem noch geringeren Organaufkommen.

So zeigt sich, dass die vorgenommene Gleichsetzung von Hirntod und Tod des Menschen – anders als die politischen Protagonisten des Transplantationsgesetzes glauben machen wollten (Schneider 1999, S.188ff) – nicht auf einem bloßen biologischen Faktum beruht, so dass Ärzte lediglich nach den jeweiligen Regeln der Kunst zweifelsfrei den irreversiblen Ausfall sämtlicher Hirnfunktionen festzustellen hätten, um sicher einen Toten vor sich zu haben. Vielmehr handelt es sich hierbei – wie bei jeder Definition von Sterben und Tod – um eine kulturell voraussetzungsvolle und gesellschaftlich folgenreiche Setzung: Sie basiert auf der Vorstellung, dass (personal zurechenbares) menschliches Leben sich ausschließlich in und durch (messbare) Hirnaktivität zum Ausdruck bringt, so dass – sofern von Ärzten entsprechend diagnostiziert – bei 'hirntot' dem Betreffenden der Status 'tot' zuzuschreiben ist. Dies bedeutet vereinfacht ausgedrückt: Man ist nicht einfach tot, sondern man gilt als (noch) sterbend oder (schon) tot – je nach gesellschaftlich gültigen und akzeptierten Vorstellungen zur Unterscheidung von lebendig versus tot. Und diese Vorstellungen mit ihren jeweiligen Handlungsvorgaben zur Betreuung Sterbender bzw. zum Umgang mit Toten sind selbst nichts anderes als Effekt des jeweils vorhandenen, vorherrschenden Sterbe-/Todeswissens, das kulturell variiert und sich über den Zeitverlauf hinweg wandelt. Somit leistet die Gleichsetzung von Hirntod/Tod und deren Nicht-Thematisierung bzw. Nicht-Problematisierung in den politisch-medialen Kampagnen und Stellungnahmen zur Organspende vor allem eines: Das kulturelle Sicherstellen, dass nicht sein kann, was nicht sein darf (Manzei 1997, 2012; Meyer 1998; Schneider 2007). Was offenbar nicht sein darf, ist eine erneute gesellschaftliche Auseinandersetzung darüber, wie tot oder lebendig man ist, wenn man 'hirntot' ist, und – damit eng verbunden – wer über eine Organentnahme und damit auch über die Verwertung von Körpern entscheiden kann, darf, soll.

Virtuelle Vergemeinschaftung und der soziale Zwang zum Altruismus



Informationsgrafik: 1046 Menschen haben im Jahr 2012 in Deutschland nach ihrem Tod Organe gespendet, um schwer kranken Menschen zu helfen. Damit ist die Zahl der Organspender auf den niedrigsten Stand seit 2002 gesunken.1046 Menschen haben im Jahr 2012 in Deutschland nach ihrem Tod Organe gespendet, um schwer kranken Menschen zu helfen. Damit ist die Zahl der Organspender auf den niedrigsten Stand seit 2002 gesunken. (© picture-alliance/ dpa-infografik)
Solche gesellschaftlichen Debatten und Kontroversen würden jener Rhetorik und Deutungspolitik zum Organmangel entgegenstehen, die auf die umfassende virtuelle Vergemeinschaftung von potentiellen Spendern und Empfängern zielen – bemäntelt durch jene Fiktion einer freien, aufgeklärten Entscheidung des selbstbestimmten, autonomen Individuums, bei der sich möglichst jeder als gutes Mitglied der Transplantationsgesellschaft bekennt: Ich bin ein Organspender! Mit dieser Bekenntnisnorm schafft die Transplantationsgesellschaft faktisch ein gesellschaftliches Innen, markiert durch die zu Lebzeiten bekundete Bereitschaft zur gebenden Teilnahme am Organgabentausch der Transplantationsmedizin. So kann jeder Einzelne für seine soziale Mitwelt gleichzeitig seine moralische und soziale Integrität, seine Solidarität und/oder Nächstenliebe im Hier und Jetzt dokumentieren: Ich gehöre dazu! Dem gegenüber steht das gleichsam selbst gewählte 'a-soziale' Außen der Organgabenverweigerer, die sich dem Leiden ihrer Mitmenschen verschließen.

Dieses – über das Bekenntnis pro Organspende vermittelte – inkludierend/exkludierend wirkende Gabentauschprinzip der Transplantationsgesellschaft (Kalitzkus 2003; Motakef 2011; Schneider 1999, 2007) mit seinem sozialen Zwang zum Altruismus tritt vielleicht noch deutlicher bei der Lebendspende zu Tage. Gerade weil die Organübertragung als Lebendspende zwischen nächsten Angehörigen erfolgen muss und somit anders als bei der 'postmortalen Organspende' keine potentielle Gegenseitigkeit in einem anonymen Kollektiv durch Ausfüllen eines Ausweises virtuell gesetzt werden kann, wirkt das Gabentauschprinzip der Transplantationsgesellschaft in Primärbeziehungen von Ehe, Lebenspartnerschaft und Familie umso massiver. Dort wird es allein durch die soziale Verpflichtung zum Wollen des faktisch Möglichen bzw. des technisch Machbaren im Alltag der bestehenden engen sozialen Beziehung zwischen Spender und Empfänger, zwischen Lebenspartnern oder Eltern und Kindern wirksam. Die schwere Krankheit des Lebenspartners oder des eigenen Kindes erzeugt gleichsam von selbst jene unausweichliche Konfrontation mit der Therapie-Option Organtransplantation, deren normative Wirkung des Spendens jedoch keineswegs alle Beteiligten gleichermaßen betrifft. So spenden Frauen (als Ehefrauen, Mütter, Schwestern, Freundinnen) häufiger Organe als Männer und sind gleichzeitig deutlich weniger häufig Empfängerinnen von Organen (Motakef 2011; Winter/Decker 2006). Aufgrund von sozialen und kulturellen Faktoren – z.B. immer noch vorhandener Geschlechterstereotypen, unterschiedlicher Beziehungserfahrungen, ungleicher Machtrelationen – wollen/können Frauen sich innerhalb von Primärbeziehungen offenbar weniger der normativen Kraft des Gesollten entziehen als Männer.

Vergesellschaftung über den Körper



Das Ziel des Transplantationsgesetzes, die Transplantationszahlen zu erhöhen bzw. die Spendenbereitschaft seitens der Bevölkerung zu befördern (s.o.), ist bis heute nicht erfüllt. Deshalb verwundert es nicht, dass sich die Stimmen zu einer Gesetzesänderung mehren. So wurden in den letzten Jahren erneut die Vorteile und Probleme z.B. einer Widerspruchslösungbei postmortalen Organentnahmen, die Einführung eines Belohnungsmodells für Lebendspenden (z.B. Nationaler Ethikrat 2007; Schutzeichel 2002) oder gar – wie in verschiedenen Ländern bereits Praxis – die Organentnahme bei sogenannten 'Non Heart-Beating Donors' (Organspender nach Herzstillstand) kontrovers diskutiert. Im Kern zielen diese Debatten auf die Frage, wem der eigene lebendige bzw. tote Körper gehören soll (Lenk 2011; Steineck/Döring 2008) und welche Rolle er für die Vergesellschaftung von Individuen in Zukunft spielen wird. Z.B.: Inwieweit wollen wir den menschlichen Körper als sozialpflichtiges Spendengut oder als individuell frei verfügbares, ggf. auch individuell handelbares Eigentum betrachten? In letzter Konsequenz führt beides hin zu einer umfassenden Verwertungspraxis des Körpers, sei es als verteilungspflichtiges Allgemeingut, als medizintechnische Form von 'Körper-Prostitution', zu der sozioökonomisch benachteiligte Bevölkerungsgruppen gezwungen sein werden, oder als möglichst gewinnbringend eingesetztes Biokapital des 'freien Körperunternehmers'. So oder so werden wir als Gesellschaft mit entsprechend daraus resultierenden Ungleichheitsphänomenen konfrontiert sein. Was dem einen als Verfügungsfreiheit über seinen Körper gilt, wird für den anderen zur institutionellen Verpflichtung, gar zur Entrechtung. Derzeit wird vorhandenes persönliches Vermögen bei ALG II-Bezug angerechnet. Wer kann und will garantieren, dass in einer neoliberalen Transplantationsmarktgesellschaft die eigene Niere nicht darunter fällt?

Körper, Gesundheit, Krankheit, Sterben, Tod sind keine einfachen physiologischen Gegebenheiten, sondern soziale Phänomene, basierend auf gesellschaftlichen Definitionen und verbunden mit den jeweils kulturell vorherrschenden Normen und Werten. So markierte die Natürlichkeit des menschlichen Körpers in der modernen Gesellschaft nichts anderes als eine gesellschaftlich gezogene Grenzlinie zwischen dem, was gesellschaftlich verfügbar gemacht werden sollte, und dem, was dem gesellschaftlichen Zugriff, weil als natürlich gegeben definiert, entzogen blieb. Solche gesellschaftlichen Grenzlinien zwischen natürlich-künstlich, gesund-krank, lebendig-tot etc. werden nicht wegen, sondern mittels biomedizinischer Techniken wie bspw. Organtransplantation verschoben oder sogar neu gezogen. Über die dahinter stehenden Werte und Normen, die damit verbundenen Praktiken und ihre Folgen für die sozialen Beziehungen von Menschen, kurzum: über die damit einhergehenden gesellschaftlichen Chancen und Risiken wäre es notwendig aufzuklären – und nicht nur darüber, wo man Organspende-Ausweise erhalten kann.

Verwendete Literatur:



Ach, Johann S. / Quante, Michael (Hrsg.) (1997): Hirntod und Organverpflanzung. Ethische, medizinische, psychologische und rechtliche Aspekte der Transplantationsmedizin. Stuttgart-Bad Cannstatt: Frommann-Holzboog.

Blöß, Timo (2007): Schweigen ist Silber, reden ist Gold. In: Deutsches Ärzteblatt, Jg. 104, Heft 18, A1208.

Breyer, Friedrich et al. (Hrsg.) (2006): Organmangel: Ist der Tod auf der Warteliste unvermeidbar? Berlin: Springer.

Brudermüller, Gerd / Seelmann, Kurt (Hrsg.) (2000): Organtransplantation. Würzburg: Königshausen & Neumann.

BZgA Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (2010): Einstellung, Wissen und Verhalten der Allgemeinbevölkerung zur Organ- und Gewebespende. Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse. O.O.: o.V. (Autoren: Watzke, Daniela / Stander, Volker).

Eurotransplant International Foundation (2007): Annual Report. Leiden: o.V.

Hoff, Johannes / in der Schmitten, Jürgen (Hrsg.) (1995): Wann ist der Mensch tot? Organverpflanzung und 'Hirntod'-Kriterium. Reinbek: Rowohlt.

Höglinger, Günter U. / Kleinert, Stefan (Hrsg.) (1998): Hirntod und Organtransplantation. Berlin: De Gruyter.

Kalitzkus, Vera (2003): Leben durch den Tod. Die zwei Seiten der Organtransplantation. Eine medizinethnologische Studie. Frankfurt/Main: Campus.

Lenk, Christian (2011): Mein Körper – mein Eigentum? In: Aus Politik und Zeitgeschichte (Beilage zur Wochenzeitung ‚Das Parlament‘), 20-21, S.22-27.

Manzei, Alexandra (1997): Hirntod, Herztod, ganz tot? Von der Macht der Medizin und der Bedeutung der Sterblichkeit für das Leben. Eine soziologische Kritik des Hirntodkonzeptes. Frankfurt/Main: Mabuse.

Manzei, Alexandra (2012): Der Tod als Konvention. Die (neue) Kontroverse um Hirntod und Organtransplantation. In: Eckhart, Wolfgang U. / Anderheiden, Michael (Hrsg.): Handbuch Sterben und Menschenwürde, Berlin: De Gruyter, S.137-174.

Meyer, Gabriele (1998): ‚Der andere Tod‘. Die Kontroverse um den Hirntod. Frankfurt/Main: Mabuse.

Motakef, Mona (2011): Körpergabe. Ambivalente Ökonomien der Organspende. Bielefeld: Transcript.

Müller, Sabine (2010): Revival der Hirntod-Debatte: Funktionelle Bildgebung für die Hirntoddiagnostik, in: Ethik in der Medizin, 22, 1, S.5-17.

Nagel, Eckhard / Alber, Kathrin / Bayerl, Birgitta (2011): Transplantationsmedizin zwischen Fortschritt und Organknappheit. Geschichte und aktuelle Fragen der Organspende. In: Aus Politik und Zeitgeschichte (Beilage zur Wochenzeitung ‚Das Parlament‘), 20-21, S.15-21.

Nationaler Ethikrat (2007): Die Zahl der Organspenden erhöhen – Zu einem drängenden Problem der Transplantationsmedizin in Deutschland: Stellungnahme. Berlin: o.V.

Powner, David J. / Bernstein, Ira M. (2003): Extended Somatic Support for Pregnant Women after Brain Death. In: Critical Care Medicine, 31, 4, S.1241-1249.

Robert-Koch-Institut/Statistisches Bundesamt (2003): Organtransplantation und Organspende (Gesundheitsberichterstattung des Bundes, Heft 17). Berlin: Robert-Koch-Institut.

Schlaudraff, Udo (Hrsg.) (1995): Transplantationsgesetzgebung in Deutschland. Streit um mehr als ein Gesetz (Loccumer Protokolle 54/94; Dokumentation einer Tagung der Evangelischen Akademie Loccum vom 2. bis 4. November 1994). Loccum: Kirchliche Verwaltungsstelle.

Schneider, Werner (1999): "So tot wie nötig – so lebendig wie möglich!" Sterben und Tod in der fortgeschrittenen Moderne: Eine Diskursanalyse der öffentlichen Diskussion um den Hirntod in Deutschland. Münster: Lit-Verlag.

Schneider, Werner (2007): Vom Wissen um den Tod – Diskursive Wissenspolitiken am Beispiel von Hirntoddefinition und Organtransplantation. In: Ammon, Sabine / Heineke, Corinna / Selbmann, Kirsten (Hrsg.): Wissen in Bewegung. Vielfalt und Hegemonie in der Wissensgesellschaft. Weilerswist: Velbrück Wissenschaft, S.200-220.

Schneider, Werner (2011): Das andere Leben im ‚toten‘ Körper – Symbolische Grenzprobleme und Paradoxien von Leben und Tod am Beispiel ‚hirntoter‘ Schwangerer. In: Villa, Paula-Irene / Moebius, Stephan / Thiessen, Barbara (Hrsg.): Soziologie der Geburt. Diskurse, Praktiken und Perspektiven, Frankfurt/Main: Campus, S.155-182.

Schutzeichel, Corinna I. (2002): Geschenk oder Ware. Das begehrte Gut Organ. Nierentransplantation in einem hochregulierten Markt. Münster: Lit-Verlag.

Shewmon, Alan D. (1998): Chronic ‚Brain Death‘: Meta-analysis and conceptuel consequences“. In: Neurology, 51, 6, S.1538-1545.

Steineck, Christian / Döring, Ole (Hrsg.) (2008): Kultur und Bioethik. Eigentum am eigenen Körper. Baden-Baden: Nomos.

Winter, Merve / Decker, Oliver (2006): Gender-Aspekte in der SpenderIn-EmpfängerInbeziehung bei Lebendorganspende. In: Manzei, Alexandra / Schneider, Werner (Hrsg.): Transplantationsmedizin – Kulturelles Wissen und gesellschaftliche Praxis. Münster: Agenda-Verlag., S.225-247.

Weiterführende Literatur:



Ach, Johann S. / Anderheiden, Michael / Quante, Michael (2000): Ethik der Organtransplantation. Erlangen: Harald Fischer Verlag.

Aus Politik und Zeitgeschichte (Beilage zur Wochenzeitung Das Parlament) (2011): Organspende und Selbstbestimmung, Nr. 20-21.

Becchi, Paolo / Bondolfi, Alberto / Kostka, Ulrike / Seelmann, Kurt (Hrsg.) (2007): Die Zukunft von Transplantation von Zellen, Geweben und Organen. Basel: Schwabe.

Junge, Torsten (2001): Die Okkupation des Fleisches. Konstitution des Selbst im Zeitalter der Transplantationsmedizin. Eitorf: Gata.

Kalitzkus, Vera (2009): Dein Tod, mein Leben. Warum wir Organspende richtig finden und trotzdem davor zurückschrecken. Frankfurt/Main: Suhrkamp.

Lindemann, Gesa (2002): Die Grenzen des Sozialen. Zur sozio-technischen Konstruktion von Leben und Tod in der Intensivmedizin. München: Wilhelm Fink.

Manzei, Alexandra / Schneider, Werner (Hrsg.) (2006): Transplantationsmedizin – Kulturelles Wissen und gesellschaftliche Praxis. Münster: Agenda-Verlag.

Morris, Peter (Hrsg.) (2006): Organtransplantation – ethisch betrachtet. Münster: Lit-Verlag.

Nieder, Ludwig / Schneider, Werner (Hrsg.) (2007): Die Grenzen des menschlichen Lebens aus kulturwissenschaftlicher Sicht. Münster: Lit-Verlag.

Oduncu, Fuat (1998): Hirntod und Organtransplantation. Medizinische, juristische und ethische Fragen. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.

Oduncu, Fuat /Schroth, Ulrich / Vossenkuhl, Wilhelm (Hrsg.) (2003):Organtransplantation, Organgewinnung und -verteilung, Perspektiven. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.

Schlich, Thomas (1998): Transplantation. Geschichte, Medizin, Ethik der Organverpflanzung. München: C.H. Beck.

Schlich, Thomas / Wiesemann, Claudia (Hrsg.) (2001): Hirntod. Zur Kulturgeschichte der Todesfeststellung. Frankfurt/Main: Suhrkamp.

Schlosser, Horst D. (Hrsg.) (1998): Mit Hippokrates zur Organgewinnung? Medizinische Ethik und Sprache. Frankfurt/Main: Peter Lang.

Schmidt, Volker H. (2004): Tragisches 'Scheitern': Behandlungsausschlüsse in der Transplantationsmedizin. In: Junge, Matthias / Lechner, Götz (Hrsg.): Scheitern. Aspekte eines sozialen Phänomens. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S.141-150.

Links



BioSkop Forum zur Beobachtung der Biowissenschaften und ihrer Technologien e.V. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung 'Organspende'

DSO Deutsche Stiftung Organtransplantation

DSO Deutsche Stiftung Organtransplantation: Fürs Leben – Für Organspende

Eurotransplant International Foundation

Informationsstelle Transplantation und Organspende (Roberto Rotondo) KAO Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V.

Oliver Decker (Universität Leipzig), Studie zur Organspende: "Im Prinzip schon, aber…"

Special Eurobarometer 272 "Europeans and Organ Donation" (2007)

Stellungnahme Nationaler Ethikrat zum Thema 'Organspende'

Stiftung Lebendspende

Transplantationsgesetz

Statistisches Bundesamt: Gesundheitsberichterstattung (Suchwort 'Organtransplantation')

Wissenschaftlicher Beirat der Bundesärztekammer: Richtlinien zur Feststellung des Hirntodes In: Deutsches Ärzteblatt 95, Heft 30, 24. Juli 1998 (53), A-1861

Bundesärztekammer: Organentnahme nach Herzstillstand ("Non heart-beating donor") In: Deutsches Ärzteblatt 95, Heft 50, 11. Dezember 1998 (63), A-3235

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Fußnoten

1.
siehe hierzu z.B. http://www.dso.de, http://www.eurotransplant.nl, http://www.gbe-bund.de)
2.
Siehe z.B.: http://www.dso.de/organspende-und-transplantation/warteliste-und-vermittlung.html, http://www.eurotransplant.org/cms/index.php?page=pat_germany, http://www.organspende-info.de/sites/all/files/files/RepBefragung_Bericht_final.pdf
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