"Die Freiheit führt das Volk“: Das berühmte Gemälde von Eugène Delacroix (1830) mit Frankreichs Nationalfigur Marianne.

Deutsch-französische Beziehungen

Seit den 1950er-Jahren arbeiten Deutschland und Frankreich Hand in Hand im Dienste der europäischen Integration. Nicht nur Politik und Wirtschaft spielen in dieser Beziehung eine wichtige Rolle. Als Besonderheit der deutsch-französischen Partnerschaft gilt seit über 50 Jahren auch die Zusammenarbeit auf zivilgesellschaftlicher Ebene, die in der Bevölkerung zu einer freundschaftlichen Einstellung zum Nachbarland beigetragen hat.

West German Chancellor Willy Brandt, right, talks with President Georges Pompidou of France during a meeting at the Feldafing residence, outside Munich, Germany on Sept. 9, 1972, where the chancellor is staying during the Olympic Games. The French President is to attend Olympic competitions. (ddp images/AP Photo)

Joachim Schild

Sehnsucht nach einer symmetrischen Beziehung

Nach drei blutigen Kriegen zwischen Deutschland und Frankreich im Zeitraum 1870/71 bis 1945 kann es nicht verwundern, dass machtpolitische Motive auch nach 1945 einen hohen Stellenwert in den bilateralen Staatenbeziehungen zwischen Frankreich und der Bundesrepublik Deutschland hatten. Wie hat sich die machtpolitische Symmetrie bzw. Asymmetrie im Laufe der Zeit entwickelt? Und wie ist die derzeitige Situation? Weiter...

Finanzminister Wolfgang Schäuble und sein französischer Amtskollege Pierre Moscovici.

Daniela Schwarzer

Der traditionelle Zankapfel: Deutschland und Frankreich streiten über Wirtschafts- und Haushaltspolitik

Ihre Kompromissfähigkeit macht Deutschland und Frankreich zu Motoren der europäischen Integration. Unterschiedliche Auffassungen gilt es zu überbrücken – besonders in der Wirtschafts- und Haushaltspolitik, in der sich beide Staaten stark angenähert haben. Auch wenn Binnenmarkt, Wettbewerbsordnung und gemeinsame Währung geschaffen wurden: Viele Positionen beider Länder unterscheiden sich immer noch grundsätzlich. Weiter...

Die deutsch-französische Freundschaft in Bildern

Audio-Interview

Interview mit Jörn Bousselmi

Vor mehr als 50 Jahren begründete der Élysée-Vertrag die viel beschworene deutsch-französische Freundschaft. Doch wie sehen die Beziehungen der beiden Nachbarn gegenwärtig aus? Welche Spuren hat die Euro-Krise hinterlassen? Jörn Bousselmi, Geschäftsführer der deutsch-französischen Industrie- und Handelskammer, gibt eine Einschätzung. Weiter...

EADS-Firmenschild in Paris.

Henrik Uterwedde

Deutsch-französische Wirtschaftsbeziehungen: Partner und Konkurrenten

Zwischen Frankreich und Deutschland besteht eine enge wirtschaftliche Verflechtung aufgrund von Handel, Investitionen und einer starken Präsenz von Unternehmen aus dem jeweiligen Nachbarland. Damit ist auch eine ausgeprägte wechselseitige Abhängigkeit entstanden. In der Logik der Wirtschaftsbeziehungen heißt das: Beide Länder sind zugleich Partner und Konkurrenten. Und das (relative) wirtschaftliche Gefälle zwischen beiden Ländern führt immer wieder zu Reibungen. Weiter...

Der französische Außenminister Laurent Fabius und sein deutscher Kollege, Guido Westerwelle.

Hans Stark

Die deutsch-französische Zusammenarbeit in der europäischen Außen- und Sicherheitspolitik

Deutschland und Frankreich sind Freunde, Nachbarn und Bündnispartner. An den unterschiedlichen außenpolitischen Interessen beider Staaten ändert das jedoch nichts. Die sicherheitspolitische Herangehensweise an Konflikte unterscheidet sich sogar grundlegend voneinander. Wo Deutschland Zurückhaltung übt, versucht Frankreich seine Rolle in einer neu geordneten Welt zu behaupten. Weiter...

Bildausschnitt Schuman: West German Chancellor Konrad Adenauer meets the big three for the first time, at the Quai d’Orsay, Paris, France on Nov. 22, 1951. From left to right are: USA Secretary of State Dean Acheson, Adenauer, French Foreign Minister Robert Schuman, and British Foreign Minister Anthony Eden. They later in the evening approved the draft of an agreement which will place Germany on an equal partnership with the West. (ddp images/AP Photo/Jean Jacques Levy)

Bildausschnitt Schmid: Foto: Haus der Geschichte / Bestand Erna Wagner-Hehmke

Corine Defrance, Ulrich Pfeil

Die Rolle der Zivilgesellschaft in der deutsch-französischen Annäherung

Für die Verständigung und Annäherung zwischen Deutschland und Frankreich haben sich nach 1945 zivilgesellschaftliche Organisationen engagiert, die explizit keine politische Funktion besitzen und nicht vom Staat kontrolliert werden, auf seine Aktionen jedoch Einfluss nehmen. Ihr Handeln zielt auf einen Informationsfluss und auf transnationale Kontaktaufnahmen ab, die zwischen beiden Ländern nach dem Zweiten Weltkrieg mühsam aufgebaut werden mussten. Weiter...

Victor Hugo. Fotografie von Comte Stanisław Julian Ostroróg dit Walery, etwa 1875.

Willi Jung

Das Eigene und das Fremde. Das Deutschlandbild in der französischen Literatur

Fremd- und Selbstbilder gehen bewusst und unbewusst in die Literatur ein. Insofern liefert auch die französische Literatur einen wichtigen Beitrag zur Erkenntnis des Eigenen und des Fremden. Die Wahrnehmung und literarische Darstellung Deutschlands durch französische Autoren im Laufe der Geschichte lässt dabei immer auch Rückschlüsse auf historisch bedingte Kriterien von Auswahl, Inhalt und Rezeption zu. Weiter...

Flavie Labendzki tourt mit dem FranceMobil durch Berlin.

Franzosen im Porträt

Flavie Labendzki

Bei Bonjour und Merci hört es bei den Meisten dann schon auf. Immer weniger Deutsche lernen die französische Sprache - und umgekehrt. Die Französin Flavie Labendzki möchte das ändern. Mit dem FranceMobil tourt sie durch Berlin, besucht Schulklassen und gibt Workshops. Weiter...

Julien Chiappone ist Leiter des deutsch-französischen Kulturinstituts in Ramallah.

Franzosen im Porträt

Julien Chiappone

Deutsch-französische Zusammenarbeit mitten in Ramallah: Julien Chiappone leitet das deutsch-französischen Kulturinstituts in der palästinensischen Stadt, eine Arbeit in kleinen Schritten. Nicht nur, weil die beiden europäischen Nachbarn in ihren Positionen zum Nahostkonflikt nicht immer den gleichen Kurs fahren. Weiter...

 
Nicolas Sarkozyeuro|topics-Debatte

"Sarkogate" erfasst Frankreichs Politik

Telefonmitschnitte sollen die illegale Einflussnahme von Frankreichs konservativem Ex-Präsident Sarkozy auf die Justiz belegen. Die aktuelle sozialistische Regierung verstrickt sich in Widersprüche darüber, wie lange sie schon von der Überwachung weiß. Demontieren sich die beiden großen Parteien des Landes selbst? Weiter... 

The Eiffel Tower is seen in Paris, Thursday July 14, 2011 at sunset. Behind is La Defense business district. (ddp images/AP Photo/Thibault Camus)euro|topics-Debatte

Verliert Frankreich den Anschluss?

Mangelnde Wettbewerbsfähigkeit, lahmende Wirtschaft, hohe Arbeitslosigkeit: Viele Kommentatoren sehen in Frankreich eines der größten Sorgenkinder Europas und mahnen die Notwendigkeit von Strukturreformen an. Weiter... 

German Chancellor Konrad Adenauer, left, hugs France President Charles de Gaulle, right, after signing the Elysee friendship treaty in the Elysee palace in Paris, France on Jan. 22, 1963. France and Germany kicked off celebrations Wednesday, Jan. 22, 2003 to mark the 40th anniversary of the treaty with a raft of events intended to inject new vitality into their relationship, which is pivotal in efforts to expand and integrate the European Union. (ddp images/AP Photo) --- Bundeskanzler Konrad Adenauer (li) und Staatspraesident Charles de Gaulle umarmen sich nach der Unterzeichnung des Deutsch-Franzoesischen Vertrages am 22. Januar 1963 im Salon Murat im Pariser Elysee-Palast. Rechts neben de Gaulle steht M. Christian Fouchet. (ddp images/AP Photo)Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 1–3/2013)


Deutschland und Frankreich

Am 22. Januar 1963 unterzeichneten Konrad Adenauer und Charles de Gaulle den Élysée-Vertrag. Als "Erinnerungsort" bietet das Datum immer wieder Anlass innezuhalten und sich der gegenseitigen Partnerschaft zu vergewissern. Weiter... 

Frankreichfocus migration: Länderprofil

Frankreich

Die Einwanderungssituation in Frankreich ist bis heute stark geprägt von der Kolonialgeschichte früherer Jahrhunderte sowie einer langen Tradition der Anwerbung ausländischer Arbeitnehmer. Insgesamt hat die Zuwanderung im letzten Jahrhundert kontinuierlich an Gewicht gewonnen und die französische Gesellschaft nachhaltig geprägt. Weiter...