"Die Freiheit führt das Volk“: Das berühmte Gemälde von Eugène Delacroix (1830) mit Frankreichs Nationalfigur Marianne.

Wirtschaft und Soziales

In Frankreich gilt das Leitbild einer regulierten Marktwirtschaft, die auf Wettbewerb und sozialen Ausgleich hinzielt. Zudem wird die französische Volkswirtschaft durch zahlreiche und erfolgreiche Großunternehmen gekennzeichnet, die einem schwachen Mittelstand gegenüberstehen. Neben der Sanierung der Staatsfinanzen gehören die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und die Reform des Sozialsystems zu den wichtigsten politischen Vorhaben.

Originaltitel des Fotos: La Seine à Bercy

Henrik Uterwedde

Das französische Wirtschaftsmodell: Marktwirtschaft mit starkem Staat

In Frankreich wird der Lenkungsanspruch des Staates gerne rhetorisch beschworen, aber die wirtschaftspolitische Praxis hat sich in den letzten drei Jahrzehnten stark verändert und unterscheidet sich heute nicht mehr grundlegend von derjenigen in Deutschland. Beide Länder teilen ein gemeinsames Leitbild: eine regulierte Marktwirtschaft, die Wettbewerb und sozialen Ausgleich miteinander zu verbinden sucht. Weiter...

Europas größte Bürostadt: La Défense in Paris.

Markus Gabel

Im Schatten der großen Unternehmen. Chancen und Schwächen des Standorts Frankreichs

Frankreich verfügt über zahlreiche und erfolgreiche Großunternehmen, denen aber kein dynamischer Mittelstand gegenübersteht. Diese Struktur, die teilweise Folge des nachfrageorientierten Wirtschaftsmodells ist, mindert zunehmend die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie des Landes. Weiter...

Audio-Interview

Interview mit Ulrike Steinhorst

Die europäische Wirtschaftskrise geht nicht spurlos an Frankreich vorbei. Ulrike Steinhorst, Direktorin für Strategie bei der Airbus Group, spricht von einer Vertrauenskrise in den französischen Staat. Darauf müsse die Wirtschaft reagieren. Steinhorst äußert sich im Interview zu Innovationschancen und Frankreichs Wettbewerbsfähigkeit. Weiter...

Olivier Issaly ist erfolgreicher Start-Up-Unternehmer.

Franzosen im Porträt

Olivier Issaly

Sein Informatikstudium brach er ab - und macht sich mit einem Start-Up selbstständig. Mittlerweile ist Olivier Issaly erfolgreicher Unternehmer in der Videospielbranche. Sein Traum: ein europäisches Google. Weiter...

Sophie Pinon-Mestelans Arbeitsalltag ist stressig - aber sie weiß wofür: Seit Jahren arbeitet die Französin bei der Agentur für Wohnungswesen in Versailles und kämpft dort gegen prekäre Wohnsituationen.

Franzosen im Porträt

Sophie Pinon-Mestelan

Sechs Personen in einer Einzimmerwohnung - im Untergeschoss: Prekäre Wohnverhältnisse können schnell zur Notsituation werden. Sophie Pinon-Mestelan kämpft seit Jahren für menschenwürdiges Wohnen rund um Paris. Ein Fulltime-Job. Weiter...

Der Kuppelsaal der Galerie Lafayette. Eins der ältesten und luxuriösesten Kaufhäuser Paris.

Markus Gabel

Schön, edel, prunkvoll: Die französische Erfolgsgeschichte der Luxusindustrie

Die herausragende Stellung Frankreichs im Luxusmarkt beruht auf einem erfolgreichen, jahrhundertealten Zusammenspiel zwischen Staat, Handwerk und Gesellschaft, gepaart mit einer in den letzten Jahren sehr effizienten Unternehmensstrategie. Große Luxusholdings und weltbekannte Marken garantieren Frankreich in diesem Segment einen Weltmarktanteil von über einem Drittel. Der Erfolg ist allerdings auf die traditionelle Luxusgüterindustrie beschränkt. Weiter...

Photographie de l'immeuble de la sécurité sociale de Rennes.

Dominik Grillmayer

Das französische Sozialsystem

Der vergleichsweise junge französische Sozialstaat gilt aufgrund seines hohen Leistungsniveaus als nationale Errungenschaft. Sinkendes Wirtschaftswachstum und Arbeitslosigkeit haben jedoch in den letzten Jahrzehnten tiefe Finanzlöcher in die Sozialversicherung gerissen und einen Reformstress ausgelöst, der das System zu einer Dauerbaustelle werden ließ. Eine langfristige Tragfähigkeit der sozialen Sicherungssysteme wird maßgeblich davon abhängen, ob Frankreich wirtschaftlich wieder in die Erfolgsspur zurückfindet. Weiter...

Demonstrierende Arbeiter

Julie Hamann

Warum streiken die Franzosen?

In Frankreich wird häufiger und heftiger protestiert und gestreikt als in Deutschland. Sind die Franzosen einfach unzufriedener als ihre Nachbarn? Oder interessieren sie sich mehr für Politik und mischen sich daher aktiver in Debatten ein? Die Antwort ist ein bisschen komplizierter und unter anderem in den Grundlagen des politischen Systems zu finden. Weiter...

Die europäische und französisch Fahnen hängen über den Eingang von "Bank von Frankreich" in Paris (14. April 2004). Der französisch Finanzminister Nicolas Sarkozy bestätigt, dass er bis zu 500 Tonnen Gold der Banque de France verkaufen will, um Geld für Projekte zu erlösen. Die Europäische Zentralbank und 14 europäische Notenbanken hatten sich im März darauf geeinigt, bis 2009 zusammen maximal 2500 Tonnen Gold zu verkaufen.

Daniela Schwarzer

Die Schuldendynamik in den Griff bekommen. Frankreichs Haushaltspolitik in Krisenzeiten

Frankreich gehört zusammen mit Deutschland zu den größten Volkswirtschaften der EU und zu den wichtigsten Garanten im europäischen Krisenmanagement. Infolge der Krisen in der Eurozone und der nationalen Haushalts- und Wirtschaftspolitik der vergangenen Jahrzehnte muss allerdings auch die französische Regierung schwierige Entscheidungen treffen, um die Nachhaltigkeit der Staatsfinanzen und Frankreichs Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu erhalten. Weiter...

 
Französische Flaggen wehen auf dem Dach und vor einem Fenster über dem Eingang des Elysee Palastes in Paris.euro|topics-Debatten

Frankreich wählt

Beobachter erwarteten ein knappes Rennen um die Präsidentschaft in Frankreich. Wie kommentierte die europäische Presse den Wahlkampf 2017? Und welchen Kandidaten wurden welche Chancen zugerechnet? Weiter... 

The Eiffel Tower is seen in Paris, Thursday July 14, 2011 at sunset. Behind is La Defense business district. (ddp images/AP Photo/Thibault Camus)euro|topics-Debatte

Verliert Frankreich den Anschluss?

Mangelnde Wettbewerbsfähigkeit, lahmende Wirtschaft, hohe Arbeitslosigkeit: Viele Kommentatoren sehen in Frankreich eines der größten Sorgenkinder Europas und mahnen die Notwendigkeit von Strukturreformen an. Weiter... 

German Chancellor Konrad Adenauer, left, hugs France President Charles de Gaulle, right, after signing the Elysee friendship treaty in the Elysee palace in Paris, France on Jan. 22, 1963. France and Germany kicked off celebrations Wednesday, Jan. 22, 2003 to mark the 40th anniversary of the treaty with a raft of events intended to inject new vitality into their relationship, which is pivotal in efforts to expand and integrate the European Union. (ddp images/AP Photo) --- Bundeskanzler Konrad Adenauer (li) und Staatspraesident Charles de Gaulle umarmen sich nach der Unterzeichnung des Deutsch-Franzoesischen Vertrages am 22. Januar 1963 im Salon Murat im Pariser Elysee-Palast. Rechts neben de Gaulle steht M. Christian Fouchet. (ddp images/AP Photo)Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 1–3/2013)


Deutschland und Frankreich

Am 22. Januar 1963 unterzeichneten Konrad Adenauer und Charles de Gaulle den Élysée-Vertrag. Als "Erinnerungsort" bietet das Datum immer wieder Anlass innezuhalten und sich der gegenseitigen Partnerschaft zu vergewissern. Weiter... 

FrankreichMigrationsprofil

Frankreich

Frankreich hat eine lange Tradition als Einwanderungsland. Zumindest aus wirtschaftlicher Perspektive galt diese lange Zeit als Erfolgsgeschichte. Seit drei Jahrzehnten wird die Einwanderung allerdings verstärkt als Ursache sozialer Probleme und Auslöser von Konflikten wahrgenommen. Davon zeugen nicht nur ein politischer Rechtsruck, sondern auch immer wieder aufflammende Unruhen in den Vororten französischer Metropolen. Islamistisch motivierte Terroranschläge haben zudem die seit Jahren schwelende Debatte über den Umgang mit dem Islam weiter verschärft. Weiter...