"Die Freiheit führt das Volk“: Das berühmte Gemälde von Eugène Delacroix (1830) mit Frankreichs Nationalfigur Marianne.

Frankreich in einer globalisierten Welt

In nur wenigen Ländern der EU wird die Globalisierung von der Bevölkerung so sehr gefürchtet wie in Frankreich. Dennoch haben die französischen Entscheidungsträger nach wie vor große internationale Ambitionen. Auch die Europapolitik spielt dabei seit Jahrzehnten eine wichtige Rolle. Doch Frankreich verfügt auch über eigene Einflussregionen, wie das südliche Mittelmeer und Nordafrika; traditionell zwei Schwerpunkte französischer Außenpolitik.

French Foreign Minister Laurent Fabius speaks during a meeting of the United Nations Security Council during the 67th U.N. General Assembly, at U.N. headquarters, Wednesday, Sept. 26, 2012. (Foto:John Minchillo/AP/dapd)

Ronja Kempin

Frankreichs Ambitionen auf der Weltbühne

Frankreich hat den Willen, Weltpolitik zu betreiben. Obgleich die hierzu notwendigen Ressourcen des Landes schwinden, bleibt sein Anspruch bestehen, das internationale Geschehen zu beeinflussen. Dabei stützt sich Frankreich auf einen ambitionierten diplomatischen Dienst, einen ständigen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen sowie den Besitz von Nuklearwaffen. Weiter...

View of the new blue lighting of the Eiffel tower in Paris, France, 30 June 2008 to mark the French European Union presidency. France takes the helm of the European Union on 01 July 2008, with President Nicolas Sarkozy still hoping to push through ambitious projects despite Ireland's rejection of the bloc's reform treaty. EPA/LUCAS DOLEGA +++(c) dpa - Report+++

Claire Demesmay

Zwischen Führung und Frust: Wechselspannung der Europapolitik Frankreichs

Frankreich gehört nicht nur zu den Gründungsmitgliedern der EU, sondern erhebt auch einen Führungsanspruch innerhalb der Europäischen Union. Doch seit mehreren Jahren wächst in der Bevölkerung das Misstrauen gegenüber Brüssel. Welche Vorstellungen verbinden unsere Nachbarn mit Europa? Was steckt hinter den europaskeptischen Diskursen? Und welche Europapolitik wird unter der Präsidentschaft François Hollandes entworfen? Weiter...

Im Interview mit Sylvie Goulard

Frankreich ist einer der Gründungsstaaten der Europäischen Union und dennoch ist die Bevölkerung voller Europaskepsis. Welche Erwartungen haben die Franzosen seit den 50er Jahren an die EU? Woher kommt der aktuelle Unmut über die EU? Antworten liefert Sylvie Goulard im Interview und macht Vorschläge, wie sich die Euroskepsis überwinden ließe. Weiter...

Fawzia Baba-Aissa, Gründerin des Vereins „Fonds für Frauen im Mittelmeerraum“.

Fawzia Baba-Aissa

In Krisenzeiten ist man auf breite Netzwerke angewiesen. Die Frauenrechtlerin Fawzia Baba-Aissa will Frauen aus Nord und Süd zusammenbringen. Doch immer mehr hat die Franco-Algerierin auch das Gefühl, an vielen Fronten gleichzeitig zu kämpfen. Weiter...

Von seinem Büro in Hong Kong aus plant Pierre Bourgeois den Bau der neuen Metrostationen der Millionenstadt.

Pierre Bourgeois

Pierre Bourgeois baute schon Brücken und Tunnel in Kolumbien, Südafrika und der Schweiz. Heute arbeitet der Bauunternhemer in China. Als Weltbürger unterwegs fühlt sich Burgeois trotzdem "durch und durch als Franzose". Er ist vom Potenzial der französischen Industrie überzeugt, wünscht sich von seiner Heimat manchmal aber noch mehr Zukunftsorientierung. Weiter...

François Hollande intervient devant le collectif le collectif "Féministes en mouvement" à La Cigale le 7 mars 2012. © Benjamin Boccas

Katrin Sold, Elsa Tulmets

Französische Nachbarschaftspolitik: Privilegierte Beziehungen mit dem Süden, begrenztes Interesse am Osten

Im Gegensatz zu Deutschland orientiert sich die französische Außenpolitik traditionell stärker nach Süden als nach Osten. Auch im Rahmen der Europäischen Nachbarschaftspolitik versucht Frankreich, die südliche Dimension zu stärken. Das französische Interesse an den osteuropäischen EU-Nachbarn hingegen ist auf einzelne Politikfelder beschränkt. Weiter...

Senegals Präsident Abdoulaye Wade und sein damaliger französischer Amtskollege Nicolas Sarkozy am 26. Juli 2007 in Dakar am Präsidentenpalast.

Julien Thorel

Der schwierige Abschied von der "Françafrique".
Die französische Afrikapolitik zwischen Kontinuität und Wandel

Frankreichs Haltung gegenüber Afrika ist postkolonial geprägt. Für die von Charles de Gaulle initiierte Politik gegenüber den ehemaligen afrikanischen Kolonien ist der Begriff "Françafrique" geprägt worden. Immer wieder kündigen französische Politiker eine Abkehr von dieser Politik an. Doch der Wechsel zu einer anderen Politik scheint schwierig zu sein. Weiter...

Social Demonstration (05) - 24Jan08, Paris (France)

Eddy Fougier

Die Franzosen und die Globalisierung – eine neue "exception française"?

In Frankreich herrscht ein ausgeprägtes Misstrauen gegenüber der Globalisierung, das sich mit der aktuellen Krise tendenziell weiter verstärkt hat. Zugleich ist die französische Wirtschaft in starkem Maße global vernetzt. Die französische Position zur Globalisierung erscheint daher paradox. Weiter...

 
Französische Flaggen wehen auf dem Dach und vor einem Fenster über dem Eingang des Elysee Palastes in Paris.euro|topics-Debatten

Frankreich wählt

Beobachter erwarteten ein knappes Rennen um die Präsidentschaft in Frankreich. Wie kommentierte die europäische Presse den Wahlkampf 2017? Und welchen Kandidaten wurden welche Chancen zugerechnet? Weiter... 

The Eiffel Tower is seen in Paris, Thursday July 14, 2011 at sunset. Behind is La Defense business district. (ddp images/AP Photo/Thibault Camus)euro|topics-Debatte

Verliert Frankreich den Anschluss?

Mangelnde Wettbewerbsfähigkeit, lahmende Wirtschaft, hohe Arbeitslosigkeit: Viele Kommentatoren sehen in Frankreich eines der größten Sorgenkinder Europas und mahnen die Notwendigkeit von Strukturreformen an. Weiter... 

German Chancellor Konrad Adenauer, left, hugs France President Charles de Gaulle, right, after signing the Elysee friendship treaty in the Elysee palace in Paris, France on Jan. 22, 1963. France and Germany kicked off celebrations Wednesday, Jan. 22, 2003 to mark the 40th anniversary of the treaty with a raft of events intended to inject new vitality into their relationship, which is pivotal in efforts to expand and integrate the European Union. (ddp images/AP Photo) --- Bundeskanzler Konrad Adenauer (li) und Staatspraesident Charles de Gaulle umarmen sich nach der Unterzeichnung des Deutsch-Franzoesischen Vertrages am 22. Januar 1963 im Salon Murat im Pariser Elysee-Palast. Rechts neben de Gaulle steht M. Christian Fouchet. (ddp images/AP Photo)Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 1–3/2013)


Deutschland und Frankreich

Am 22. Januar 1963 unterzeichneten Konrad Adenauer und Charles de Gaulle den Élysée-Vertrag. Als "Erinnerungsort" bietet das Datum immer wieder Anlass innezuhalten und sich der gegenseitigen Partnerschaft zu vergewissern. Weiter... 

FrankreichMigrationsprofil

Frankreich

Frankreich hat eine lange Tradition als Einwanderungsland. Zumindest aus wirtschaftlicher Perspektive galt diese lange Zeit als Erfolgsgeschichte. Seit drei Jahrzehnten wird die Einwanderung allerdings verstärkt als Ursache sozialer Probleme und Auslöser von Konflikten wahrgenommen. Davon zeugen nicht nur ein politischer Rechtsruck, sondern auch immer wieder aufflammende Unruhen in den Vororten französischer Metropolen. Islamistisch motivierte Terroranschläge haben zudem die seit Jahren schwelende Debatte über den Umgang mit dem Islam weiter verschärft. Weiter...