Basilius-Kathedrale
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Das Russlandbild deutscher Medien


25.3.2011
Klischees und Stereotype nehmen einen großen Teil der deutschen Russland-Berichterstattung ein. Welche Ereignisse beachtet die Presse besonders? Welche werden ignoriert? Der Text analysiert die Ursachen und führt Beispiele für das tendenziell kritische Russlandbild an.

Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel und der russische Präsident Vladimir Putin, rechts, werden von Reportern und Vertretern der Medien, links, und Mitglieder der Delegation, in der Mitte, während des deutsch-russischen Gipfels in der wissenschaftlichen Bibliothek des Landes, Universität Tomsk, beobachtet.Angela Merkel und Vladimir Putin beim deutsch-russischen Gipfel. Die Berichterstattung der Presse über Russland fällt tendenziell negativ aus. (© AP)

Kriegserfahrungen der Deutschen beim Russland-Feldzug Napoleons



Seit der Mitte des 18. Jahrhunderts stand Russland im Mittelpunkt der preußischen und später deutschen Außenpolitik. Dieser Zeitpunkt markiert auch den Beginn der russischen Einflussnahme auf innenpolitische Debatten in Deutschland.

Die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Russland und Preußen im 18. Jahrhundert, die Teilnahme der Deutschen am Feldzug Napoleons gegen das russische Reich zu Beginn des 19. Jahrhunderts sowie die beiden Weltkriege im 20. Jahrhundert haben in den Köpfen der Deutschen ein widersprüchliches Russlandbild entstehen lassen. Einerseits konnten die deutschen Soldaten und Zivilisten, neben den negativen Begleitumständen der Kriege auch eine differenziertere Sicht auf das russische Volk gewinnen. Es waren die hilfsbereiten, "naiven", "religiösen", "schlauen", "mutigen", "extrem armen", "staatstreuen", aber "fatalistischen" russischen Bauern und Einwohner Moskaus, mit denen die deutschen Soldaten 1812 in Berührung kamen (vgl. Kohler, 1997, S. 44ff). Andererseits hat Russlands Unterstützung der preußischen Monarchie das liberale Bürgertum in Deutschland gegen Russland aufgebracht. Russlands geographische Größe, die einzigartige Mentalität der Menschen und die reiche Kultur haben jedoch alle Betrachter in Deutschland fasziniert (Jahn, 2007, S. 24 f.).

"Rückständigkeit" und "asiatischer" Ursprung



Vor allem in den Kriegszeiten und während der Wirtschaftskrisen des 20. Jahrhunderts wird in der Literatur und der Presse ein düsteres Russland-Bild propagiert (ebd., S. 25). Russlands wirtschaftliche und soziale Rückständigkeit wurde damit begründet, dass ein Großteil des Landes in Asien liegt. Mit den Russen zugeschriebenen "asiatischen" Merkmalen wurde das Volk bewusst abwertend beschrieben (Dehtjarova, 2007, S. 128 f.) Der pseudowissenschaftliche Rassismus des ausgehenden 19. Jahrhunderts hat der deutschen Propaganda gegen Russland in den beiden Weltkriegen des 20. Jahrhunderts den Boden bereitet. Die militärische Auseinandersetzung mit Russland im ersten Weltkrieg wurde aus deutscher Sicht zum Kampf zwischen europäischer Kultur und "asiatischer Barbarei" (Jahn, 2007, S.29). Im zweiten Weltkrieg bezeichnete das Nazi-Regime den Feind im Osten als den "sowjetischen Untermenschen" (vgl. Hecker, 2007, S. 38).

Kontinuität und Wandel des Russlandbildes seit Gründung der Sowjetunion



Die Etablierung der Sowjetunion hat, mit einigen Ausnahmen, der Mehrheitsgesellschaft neue Argumente für die Gefahr aus dem Osten geliefert. Die Furcht vor der kommunistischen Bedrohung hat den alten Russland-Vorurteilen neue Nahrung gegeben. Die Außenpolitik der Sowjetunion wurde von vielen Medien als die Fortsetzung der imperialen Politik russischer Zaren dargestellt. Während des sowjetischen Einmarsches 1968 in Prag hat der Spiegel die "Kreml-Kommunisten" als asiatische Eroberer dargestellt, die "Tataren-Sitten neu aufgelegt" (Augstein, Spiegel 36/1968, S. 68) hätten.

Das neue Russland mit alten und neuen Klischees



Mit der Politik der Perestroika von Michail Gorbatschow verschwanden in Deutschland allmählich die Ängste vor einer militärischen Bedrohung durch Russland. Mit dem Zerfall der Sowjetunion kam jedoch die Angst um die Sicherheit des russischen Atomwaffenarsenals und den Zusammenhalt des Landes. Der 1994 bis 1996 sowie 1999 bis 2000 geführte Tschetschenien-Krieg jedoch hat die alten Vorurteile von den "barbarischen Russen" (Bergdoll, SZ vom 20.01.1995, S.4) wieder aufleben lassen. Im Zusammenhang mit dem Tschetschenien-Krieg wurde die Politik von Präsident Boris Jelzin (1992-1999) und später auch die seines Nachfolgers Wladimir Putin (2000-2008) in eine Reihe mit "erobernden und kriegsführenden Zaren und Generalsekretären" (Grobe, FR vom 24.12.1994, S.3) gestellt.

Der Übergang von Jelzin zu Putin



Mit Amtsantritt Wladimir Putins war das Bild eines "armen" und "unberechenbaren" Russland aus der Presse-Berichterstattung verschwunden (vgl. Caspar, SZ, 20.11.2007, S. V2-20). Dank hoher Einnahmen aus dem Öl- und Gasgeschäft hat sich Russland wirtschaftlich erholt. Die hohe Nachfrage nach diesen Rohstoffen hat jedoch Ängste um die Abhängigkeit von "Putins Energie-Imperium" (vgl. Follath/ Schepp, Der Spiegel 10/2007, S. 120 f.) entstehen lassen.

Die unter Putin erfolgte Stärkung der Macht des Präsidenten, die Schwächung der Machthaber in den Regionen sowie der russischen Opposition haben bei den deutschen Journalisten Unbehagen ausgelöst. Mehr als 80 Prozent der Pressevertreter äußerte im Jahr 2007 die Ansicht, dass Russland in den Amtsjahren Putins Rückschritte bei der Demokratie, Rechtsstaatlichkeit sowie Medienfreiheit gemacht habe (dimap communications, 2007). Dementsprechend kritisch waren die Kommentare der deutschen Russland-Korrespondenten. Sie haben ihre Idealvorstellungen von einem sich nach dem westlichen Vorbild entwickelndem Russland aufgeben müssen (Caspar/Galperin, Zukunftswerkstatt 2004, S.4). Hinzu kam der Umstand, dass Moskau nun seine Interessen wieder konsequent durchsetzt und damit alte Ressentiments gegen seine Großmachtpolitik weckt.

Tendenzen der Russland-Berichterstattung



Trotz der wirtschaftlichen Erholung, innenpolitischer Stabilisierung und des erstmaligen Aufkommens einer Mittelschicht in Russland standen in den vergangenen Jahren negative Ereignisse mehr im Mittelpunkt der Presseberichterstattung als positive Nachrichten (vgl. Cision, Medienresonanzanalyse, 2007). Dazu zählten vor allem der zweite Tschetschenienkrieg (1999-2000), die Morde an der regierungskritischen Journalistin Anna Politkowskaja (2006) und dem abtrünnigen Geheimdienstagenten Alexander Litwinenko (2006), der Kaukasuskrieg 2008, die Wirtschafts- und Finanzkrise (2008), sowie der Prozess gegen Michail Chodorkowski (2003-2004 und 2010). Generell beschäftigen sich die Journalisten in ihren Beiträgen häufig mit dem Zustand der russischen Demokratie und der Rechtsstaatlichkeit, mit der Situation der Medien, dem Einfluss Russlands auf seine unmittelbaren Nachbarn und die europäische Energieversorgung.

Putin als Synonym für Russland



Für die Wahrnehmung Russlands in der Außenwelt war der jeweilige Zar, Generalsekretär oder Präsident von großer Bedeutung. Wladimir Putin wurde in den vergangenen zehn Jahren zum Synonym Russlands. Seine Stabilisierungspolitik wurde von der Presse wahrgenommen. Doch Putins Geheimdienstvergangenheit, die unter ihm erfolgte Zentralisierung der Machtverhältnisse und die ihm unterstellte Unterdrückung der Medienfreiheit haben seine Wahrnehmung und zugleich das Russlandbild der deutschen Presse negativ beeinflusst.

Stereotype und Schwarz-Weiß-Vergleiche



Eine Untersuchung hat ergeben, dass 36 Prozent der Journalisten in ihren Russland-Beiträgen auf Stereotype setzen. Diese sollen den Lesern helfen, Ereignisse besser zu verstehen. Meistens führen aber Stereotype zu einer negativen Darstellung der Situation (F.A.Z. Institutes Prime, Russlandbild, 2007).

Anlässlich der von Michail Gorbatschow kurz vor seinem 80. Geburtstag geäußerten Kritik an der gegenwärtigen Regierungspolitik schrieb der Focus: "Dass der Kommunismus völlig abgewirtschaftet hatte[...] - das wird bis heute [...] allen voran von Ex-KGB-Oberst Putin und der Clique aus Geheimdienstlern, die mit ihm an die Macht kamen, [verdrängt]" (Reitschuster, Focus, 02.03.2011). Die Presse berichtete ausführlichst von der Kritik Gorbatschows an der Regierungspolitik Putins und Medwedews und wies auf ein "kühles Nichtverhältnis" (Nienhuysen, Süddeutsche.de, 02.03.2011) der beiden zum ehemaligen sowjetischen Präsidenten hin.

Die am darauf folgenden Tag stattgefundene Verleihung des höchsten russischen Ordens an Gorbatschow durch Präsident Medwedew fand dagegen weitaus weniger Aufmerksamkeit der Medien. Die dpa titelte nach der Gratulation Gorbatschows durch Putin: "Sogar Putin gratuliert Gorbatschow zähneknirschend" (dpa, 03.03.2011). Diese Beispiele veranschaulichen, dass die vom Publikum als logisch empfundene Ereignisse - Kritik Gorbatschows an Putin - sehr große Resonanz der Medien finden. Die nicht in dieses Schema passende Nachrichten - Verleihung des höchsten Ordens an Gorbatschow nach dessen Kritik - finden kaum oder nur bedingte Erwähnung. Hier wird auch deutlich, dass Gorbatschow, der in Deutschland immer noch sehr populär ist, als Reformer und Gegenpol zu Putin dargestellt wird.

Aktuelle Tendenzen



Um komplizierte Themen lesbar und attraktiv darzustellen, werden Inhalte verkürzt dargestellt. Beschreibungen wie "liberal" oder "autoritär" liefern beispielsweise fertige Urteile über "schlechte" oder "gute" Kräfte. Vor den kommenden Präsidentschaftswahlen sieht das "Handelsblatt" einen möglichen Machtkampf zwischen "dem liberalen Medwedew" und dem "autoritären Kontrollfanatiker" Putin (Willershausen, Handelsblatt Online, 13.12.2010).

Der Verlust an Differenziertheit der politischen Situation in Russland führt zuweilen zu einer Realitätsverzerrung. Während für das Handelsblatt Medwedew liberal ist, steht er für Spiegel Online in einer Reihe mit den Despoten dieser Welt. Im Zusammenhang mit den Unruhen in Nordafrika titelte das Medium "Despoten fürchten Gaddafis Schicksal" (Bidder, Spiegel Online, 27.02.2011). Zu den "Despoten" wurden neben den Regimen in Kuba, Iran, Weißrussland, Nordkorea oder Simbabwe auch die russische Führung gezählt. Welt Online rechnet in einem Kommentar zu dem Aufstand in Ägypten damit, dass auch in Russland das "Regime mit einer Revolution aus der Mitte des Volkes konfrontiert sein könnte" (Montefiore, Welt Online, 16.02.2011).

Fehlende Russland-Expertise in den Redaktionen



Seit Jahren stagniert der deutsche Zeitungsmarkt. In den Redaktionen wird Personal abgebaut, wohingegen die Zulieferungen von freien Journalisten steigen. Die Nachrichtenagenturen sind vor allem bei Regionalzeitungen als Zulieferer besonders angesehen. Die Journalisten vertrauen auf die Recherchen der Agenturen und nehmen deren Artikel auf, ohne eigene Recherche durchzuführen. Es gilt als sicher, dass die Informationen von den Nachrichtenagenturen stimmen, auch weil deren Korrespondenten am Ort des Geschehens waren. Wen man bedenkt, dass ca. 338 Regionalzeitungen mit einer Gesamtauflage von etwa 13,74 Mio. Exemplaren den Zeitungsmarkt beherrschen (die überregionalen Zeitungen haben eine Gesamtauflage von knapp 1.6 Mio. Exemplaren) (BDZV, 2010), wird die Bedeutung der Nachrichtenagenturen für die Meinungsbildung in Deutschland deutlich. Artikel der ehemals britischen Agentur Reuters und der amerikanischen AP werden von der deutschen Presse ähnlich oft abgedruckt wie die von der dpa. Nach einer Umfrage geben 52 Prozent der Journalisten an, dass Nachrichtenagenturen für sie die wichtigste inländische Informationsquelle sind (dimap communications, 2006).

Doch die mit Abstand wichtigste inländische Informationsquelle sehen 61 Prozent der Journalisten in ihrem direkten beruflichen Umfeld, also bei den Medien und eigenen Kollegen (dimap communications, 2006). Da die Chefredakteure oder die Leiter der außenpolitischen Ressorts regelmäßig Ereignisse aus Russland kommentieren, ist diese Tatsache nicht unwesentlich. Sie erklärt zum Teil den Umstand, dass Kommentare von Russland-Experten einerseits und auf der anderen Seite von Chefredakteuren, die Russland vor allem aus der Ferne beobachten, oft nicht übereinstimmen. Bei wichtigen Ereignissen in oder um Russland können die Chefredakteure bzw. Herausgeber mit ihren Kommentaren oder dem festgelegten Kurs gar entscheidenden Einfluss auf die Berichterstattung nehmen (Vgl. Pörzgen, S. 87). Die Einschätzungen eines vor Ort berichtenden Russland-Korrespondenten kann dann unter Umständen deutlich an Gewicht verlieren.

Einfluss der Wirtschaftsbeziehungen



Seit der Kanzlerschaft von Gerhard Schröder und dem Wirtschaftsaufschwung in Russland unter Wladimir Putin sind die deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen so intensiv wie noch nie im bilateralen Verhältnis beider Länder. Der Ostausschuss der deutschen Wirtschaft nimmt als Interessenvertretung der deutschen Wirtschaft in Russland Einfluss auf die Russlandpolitik der Bundesregierung. Vertreter des Ostausschusses sind beispielsweise maßgeblich an der deutsch-russischen Strategischen Arbeitsgruppe für Wirtschaft und Finanzen beteiligt, in der Spitzenvertreter der Politik und Wirtschaft Großprojekte anstoßen und vorhandene Probleme klären (Vgl. Mangold, ost-ausschuss.de, 15.04.2009). In den deutschen Medien gilt die deutsche Wirtschaft oftmals als die "Russland-Lobby", deren Wirken auf den eigenen wirtschaftlichen Nutzen ausgerichtet ist, die demokratischen Defizite Russlands aber ignoriert (Vgl. Joffe, Die Zeit, 21.01.2009). Dessen ungeachtet ist dem Ostausschuss die Aufmerksamkeit der Medien sicher, wenn sich der Verband zum Beispiel mit einer Umfrage zum Visaregime mit Russland zu Wort meldet, die deutsche Visa-Praxis kritisiert und von der Bundesregierung mehr Engagement bei der Liberalisierung der Visa-Regelung auf der EU-Russland-Ebene fordert (Vgl. Herold, Berliner Zeitung, 08.07.2011). Die in diesem Zusammenhang vom Ostausschuss ebenfalls geäußerte Kritik an der verschärften Visa-Regelung in Russland demonstriert die herausgehobene Stellung der deutschen Wirtschaft als des Mahners und Motors im deutsch-russischen Verhältnis.

Die russische Wirtschaft wurde in den deutschen Medien in den vergangenen Jahren eher kritisch wahrgenommen. Die Wirtschaftsjournalisten haben in ihren Berichten immer wieder darauf hingewiesen, dass die Vermögen russischer Oligarchen auf eine dubiose Art und Weise angehäuft wurden. Wenn es um die russischen Investitionen in Deutschland ging, wurde von den Medien auf die Verbindungen des jeweiligen Unternehmens mit dem "Kreml" hingewiesen. (Vgl. Hulverscheidt, Süddeutsche Zeitung, 01.06.2007). Auf diese Weise entstand der Eindruck, dass die russische Wirtschaft von der Regierung gesteuert wird und Deutschland bei Übernahmen deutscher Firmen durch die russischen Investoren Nachteile entstehen könnten. In den letzten Jahren hat sich die Wahrnehmung der russischen Wirtschaft verbessert. Zum einen bemühen sich die russischen Wirtschaftsbosse zunehmend um die Transparenz und westliche Standards bei der Unternehmensführung. Zum anderen spielen die Oligarchen der ersten Stunde wie Viktor Vekselberg oder Aleksej Mordaschow zunehmend eine bedeutende Rolle bei den internationalen Projekten bzw. bei der Koordinierung von deutsch-russischen Wirtschaftsprojekten. Inzwischen ist in den deutschen Medien die Angst vor dem wichtigsten russischen Investor Gazprom der Erkenntnis gewichen, dass "es besser ist, miteinander Geschäfte zu machen, als sich mit Bekundungen von Misstrauen zu verletzen" (Büschemann, Süddeutsche Zeitung, 16.07.2011).

Ausblick



Die journalistische Tendenz zur Vereinfachung und Verkürzung komplexer Sachverhalte wie der russischen Politik entspricht nicht dem Wunsch der Leser, die sich mehr Details von den Geschehnissen in Russland wünschen. Eine repräsentative Umfrage von dimap communications hat ergeben, dass 59 Prozent der jungen Menschen zwischen 18 und 35 sowie 48 Prozent der Menschen mit überdurchschnittlicher Bildung, überdurchschnittlichem Einkommen und überdurchschnittlicher beruflichen Position vielfältigere Informationen über das Land beziehen möchten (dimap communications, 2008). Obwohl die Tendenz steigt, haben im Januar 2011 nur 35 Prozent der Deutschen Russland als Partnerland Deutschlands vertraut (dimap communications, 2011). Trotz intensivster Wirtschaftsbeziehungen und einem bedeutenden Austausch zwischen den Zivilgesellschaften spielen die Medien eine entscheidende Rolle bei der Wahrnehmung Russlands. Eine einseitige Wahrnehmung des Landes in der Presse könnte auch in der Politik zu mehr Distanz gegenüber Russland führen. Die zunehmend positiven Kommentare der deutschen Journalisten zu der Wirtschaftskooperation beider Länder könnte die gesamte Russland-Berichterstattung jedoch positiv beeinflussen.

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