Basilius-Kathedrale

Arbeitsmigration nach Russland

Die ethnische Immigration nach Russland folgt einer Logik, die charakteristisch für postkoloniale Staaten ist: die wesentlichen Herkunftsländer der Immigranten sind die ehemaligen sowjetischen Republiken. Doch auch China wird immer bedeutsamer. Innerhalb zweier Jahrzehnte nach dem Zerfall der Sowjetunion hat sich die Struktur der Immigration von ethnisch motivierter Immigration (Rückführung ethnischer Russen) hin zu einer ethnischen im Sinne der Zusammensetzung der Migranten verschoben. Unter den Bedingungen der neuen politischen und sozioökonomischen Realitäten ist die Beziehung der russischen Bevölkerung zu den ethnischen Immigranten durch zahlreiche Ängste beeinflusst, insbesondere in den grenznahen Regionen und Städten, die die Migranten anziehen. Ethnische Migration wird als Bedrohung der gesellschaftlichen Sicherheit wahrgenommen, was die Forderung nach einer beschränkenden und repressiven Migrationspolitik aufkommen lässt.

Der Usbeke Mukhamed-Said arbeitet am 17. Mai 2005 an einem Gemuesestand auf einem Markt in Moskau. Ab April tritt in Russland ein Gesetz in Kraft, das Auslaendern Geschaefte auf Maerkten und im Einzelhandel verbietet. Rund eine Million Migranten sind bei den russischen Behoerden registriert und haben eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis.

Russland-Analysen 236 (23.03.2012)

Analyse: Die Ethnisierung der Migrationsprozesse in Russland

Der Migrationszufluss nach Russland hat rasant zugenommen. Internationale Migration ist zu einem Faktor des Alltagslebens in Russland geworden. Ethnische Migration wird jedoch von der russischen Bevölkerung als Bedrohung der gesellschaftlichen Sicherheit wahrgenommen. Die Forderung nach nach einer beschränkenden und repressiven Migrationspolitik wird laut.

Mehr lesen

Infografiken

Russland-Analysen 236 (23.03.2012)

Statistik: Tadschikische Arbeitsmigranten

Neben den Usbeken, sind Tadschiken mit 16,4% die zweitgrößte ausländische Beschäftigungsgruppe in Deutschland. Die meisten Rücküberweisungen von tadschikischen Migranten stammen aus Russland mit 1389 Millionen US-Dollar. Das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen in Tadschkistan 820 US-Dollar pro Jahr und befindet sich somit im GUS-Vergleich auf den letzten Platz.

Jetzt ansehen

Russland-Analysen 236 (23.03.2012)

Analyse: Tadschikische Arbeitsmigration in Russland – Akteure, Entwicklungen, Interessen

Arbeitsmigranten spielen eine wichtige Rolle im wirtschaftlichen Leben vieler russischer Großstädte. Die ausbeuterischen Beschäftigungsverhältnissen im russisch-tadschikischen Migrationssystem werden vor allem durch privatwirtschaftliche Akteure aufrechterhalten. Die Fähigkeit und das Interesse staatlicher Akteure eine legale und sozial verantwortliche Arbeitsmigration durchzusetzen, ist hingegen stark begrenzt.

Mehr lesen

Infografiken

Russland-Analysen 236 (23.03.2012)

Statistik: Netto-Migration

Grafische Darstellung der Netto-Migration zwischen Russland und den ehemaligen Sowjetrepubliken. Zudem wurde die Einstellung der russischen Bevölkerung zu den Arbeitsmigranten befragt.

Jetzt ansehen

Russland-Analysen 236 (23.03.2012)

Dokumentation: Russisch-tadschikischer Konflikt 2011

Tadschikische Migranten, so der Leiter der Föderalen Migrationsbehörde (FMS), seien für den Großteil der Verstöße gegen die Einwanderungsgesetze verantwortlich. Das Vorgehen gegen illegale tadschikische Arbeitsmigranten geschah nahezu zeitgleich mit der Verurteilung zweier russischer Staatsbürger in Tadschikistan zu langjährigen Haftstrafen. Dies führte zu diplomatischen Spannungen zwischen Russland und Tadschikistan.

Mehr lesen

Infografiken

Russland-Analysen 236 (23.03.2012)

Tabelle: Russische Milliardäre in der Forbesliste 2012

Liste des Magazins "Forbes" für das Jahr 2012 aufgelistet nach Ländern sowie ein Ranking der reichsten Russen.

Jetzt ansehen

Russland-Analysen

Russland-Analysen 236 (23.03.2012)

Chronik: Vom 10. bis zum 22. März 2011

Chronologie der Ereignisse vom 10. März bis zum 22. März 2012.

Mehr lesen

Zwischen den russischen Föderalbezirken findet eine rege Binnenmigration statt: Von 2000 bis 2009 wanderten fast 1,5 Millionen Menschen aus anderen Bezirken nach Zentralrussland ein. Der Bezirk um Moskau besitzt mit einen Plus von 814.100 auch den höchsten Wanderungssaldo.

Mehr lesen

Opposition activists carry the Ukrainian national flag during an action of protest against the current regime in Kiev, Ukraine, Saturday, May 18, 2013. (AP Photo/Efrem Lukatsky)
Dossier Ukraine

Ukraine

Die Ukraine-Analysen bieten einen aktuellen Einblick in die politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Entwicklungen in der Urkaine. Sie machen aktuelles Wissen von Wissenschaft und Forschung verfügbar.

Mehr lesen

Polen-Analysen: Chronik
Dossier: Polen

Polen-Analysen

Die Polen-Analysen widmen dem größten östlichen Nachbarn Deutschlands regelmäßig einen Themenschwerpunkt. Dabei beleuchten sie aktuelle gesellschaftliche und politische Entwicklungen in Polen.

Mehr lesen

Angesichts der Ukraine-Krise wollen einige Nato-Mitglieder den Kurs gegen Russland verschärfen und fordern dauerhafte Truppenstützpunkte in Osteuropa. Zwingt Putin die Nato zu einem Strategiewechsel?

Mehr lesen auf eurotopics.net

Kiew wirft Russland eine Invasion in die Ostukraine vor. Laut Nato-Angaben sollen bis zu 1.000 russische Soldaten auf ukrainischem Territorium operieren. Wer kann Moskau Einhalt gebieten?

Mehr lesen auf eurotopics.net