Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS)

1) Die PDS wurde 1990 als Nachfolgepartei der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) mit Sitz in Berlin gegründet. Programmatisch tritt die PDS für einen Sozialismus ein, der die demokratischen Grundregeln respektiert; darüber hinaus nimmt sie speziell die Interessen der Bevölkerung der neuen Bundesländer auf. Sie erhielt bei der ersten Bundestagswahl nach der Wiedervereinigung (1990) 11,1 % im Wahlgebiet Ost und 2,4 % der bundesweit abgegebenen Stimmen und entsandte 17 Abgeordnete. Bei den Bundestagswahlen 1994 erhielt die PDS bundesweit 4,4 % der Stimmen; aufgrund der erzielten vier Direktmandate zog die PDS wiederum in den Bundestag mit insgesamt 30 Abgeordneten (allerdings ohne Fraktionsstatus) ein. Nach den Wahlen 1998 konnte die PDS mit 36 Abgeordneten (5,1 % Stimmenanteil) wieder in Fraktionsstärke in den Bundestag einziehen. Bei den Wahlen 2002 rutschte die Partei unter die 5 %-Marke (4,3 %) und war nur noch durch 2 Direktmandate vertreten. Vorsitzende Gregor Gysi, Lothar Bisky, Gabi Zimmer, seit 2003 wieder Lothar Bisky. Nach der Umbenennung in »Die Linkspartei.PDS« (2005) ging die PDS 2007 in der neu gegründeten Partei DIE LINKE auf.

2) In I ist PDS die Abkürzung für die Partito Democratico de Sinistra, die Nachfolgepartei der Kommunistischen Partei Italiens (KPI).

Siehe auch:
Bundestag
Die Linkspartei
Sozialismus
Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 6., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2016. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.




 

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