Zahlen und Fakten: Globalisierung

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3.4.2017

Informations- und Kommunikationstechnologie

Verbreitung je 100 Einwohner, 2001/2007 und 2015

Informations- und Kommunikationstechnologie

Quelle: ITU: ITU Statistics: Global ICT developments, 2001-2015, http://www.itu.int/ict/statistics

125 Jahre mussten vergehen, bis weltweit eine Milliarde Festnetzanschlüsse gelegt waren. Nach der Verbreitung digitaler Mobilfunknetze Anfang der 1990er-Jahre gab es bereits nach 11 Jahren eine Milliarde Mobilfunkverträge und es dauerte lediglich 5 Jahre bis eine Milliarde Menschen mobile Breitbandverbindungen nutzten. Auch die Verbreitungsdynamik im Bereich Internet ist enorm: Allein zwischen 2001 und 2010 erhöhte sich die Zahl der Nutzer um 1,5 Milliarden. Google hatte bereits nach 13 Jahren eine Milliarde Nutzer, bei Facebook genügten 8 Jahre. Im Jahr 2015 nutzten 43,4 Prozent der Weltbevölkerung das Internet. Rein rechnerisch hatte 2015 nahezu jeder Mensch auf der Welt einen Mobilfunkvertrag (97 Verträge je 100 Einwohner) und fast die Hälfte der Weltbevölkerung einen Vertrag für mobile Breitbandnutzung (47,2 Prozent).

Fakten

Der Zugang zu Informations- und Kommunikationstechnologien (IuK-Technologien) hat sich in den vergangenen Jahrzehnten in allen Regionen der Welt verbessert. Insgesamt stieg die Zahl der Festnetzanschlüsse zwischen 1990 und 2006 von 519 Millionen auf 1,26 Milliarden. Bis 2014 ging die Zahl der Festnetzanschlüsse auf 1,09 Milliarden zurück. Der Hauptgrund hierfür ist die Entwicklung im Bereich Mobilfunk: Lag die Zahl der Mobilfunkverträge 1990 noch bei 11 Millionen, waren es 2002 bereits 1,2 Milliarden und 2007 3,4 Milliarden. Im Jahr 2015 lag die Zahl der Mobilfunkverträge nach Schätzungen der International Telecommunication Union (ITU) bei 7,1 Milliarden. Für den Zeitraum 1990 bis 2015 entsprach das einer Steigerung von 29,5 Prozent pro Jahr.

Während das Internet im Jahr 1990 im Bereich der privaten Nutzung noch keine bedeutende Rolle spielte, lag die Zahl der Internetnutzer im Jahr 2001 bereits bei 495 Millionen. 2010 nutzten rund 2 Milliarden Menschen das Internet und 2015 werden es nach Schätzungen der ITU 3,2 Milliarden sein (2014: 2,9 Mrd.). Angesichts der enormen Verbreitung kann schnell übersehen werden, wie neu die Vernetzung in diesem Bereich ist: 1988 waren lediglich acht Staaten mit dem Internet verbunden, im Jahr 1993 waren es 55 und 1995 zum ersten Mal mehr als die Hälfte aller Staaten (115). Erst seit Beginn dieses Jahrtausends sind alle Staaten mit dem Internet verbunden.

Im Jahr 2015 nutzten weltweit 43,4 Prozent der Bevölkerung das Internet. Dabei lag die Zahl der verkabelten Breitbandanschlüsse weltweit bei 10,8 je 100 Einwohner. Die Zahl der aktiv genutzten Verträge für mobile Breitbandnutzung lag hingegen mit 47,2 je 100 Einwohner deutlich höher (2014: 37,2 je 100 Einwohner). Die Zahl der Mobilfunkverträge je 100 Einwohner lag 2015 bei 96,8. Während die Verbindungsdichte in allen genannten Bereichen zugenommen hat, sank die Zahl der Festnetzanschlüsse je 100 Einwohner zwischen 2006 und 2015 von 19,2 auf 14,5.

Trotz der Verringerung der digitalen Kluft (Digital Divide) in den vergangenen Jahrzehnten bestehen zum Teil noch große Unterschiede zwischen den Staatengruppen: Wie beschrieben nutzten im Jahr 2015 weltweit 43,4 Prozent der Bevölkerung das Internet. In den ökonomisch entwickelten Staaten lag der Anteil jedoch bei 82,2 Prozent und war damit weit mehr als doppelt so hoch wie in den ökonomisch sich entwickelnden Staaten (35,3 Prozent). Werden ausschließlich die ökonomisch am wenigsten entwickelten Staaten betrachtet, so nutzte nur knapp jeder Zehnte das Internet (9,5 Prozent). Zudem lag die Zahl der verkabelten Breitbandanschlüsse in den ökonomisch entwickelten Staaten bei 29,0 Anschlüssen je 100 Einwohner. In den ökonomisch sich entwickelnden Staaten waren es nur 7,1 Anschlüsse und in den ökonomisch am wenigsten entwickelten Staaten lediglich 0,5 Anschlüsse je 100 Einwohner (Welt: 10,8).

Datenquelle

International Telecommunication Union (ITU): ITU Statistics: Global ICT developments, 2001-2015, www.itu.int, ICT Facts and Figures – The world in 2015; ITU/Orbicom: From the Digital Divide to Digital Opportunities, 2005; Broadband Commission for Digital Development: The State of Broadband 2015: Broadband as a Foundation for Sustainable Development

Begriffe, methodische Anmerkungen oder Lesehilfen

Der Begriff Digital Divide wird auch im deutschen Sprachraum verwendet und steht für die unterschiedlichen Zugangsmöglichkeiten im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien. Meistens werden in diesem Zusammenhang Staatengruppen unterschieden.

Weitere Informationen zum Digital Divide erhalten Sie hier...

Weitere Informationen zum Thema Soziale Netzwerke/Facebook erhalten Sie hier...

Zur Zusammensetzung der einzelnen Regionen nach Staaten siehe: http://www.itu.int/en/ITU-D/Statistics/Pages/definitions/regions.aspx

Informations- und Kommunikationstechnologie

Verbreitung je 100 Einwohner, 2001 bis 2015

2001 2005 2010 2014 20151
Festnetzanschlüsse je 100 Einwohner
Welt 16,6 19,1 17,8 15,2 14,5
ökonomisch entwickelte Staaten 48,7 47,2 44,6 39,9 39,0
ökonomisch sich entwickelnde Staaten 9,0 12,7 11,9 10,0 9,4
Mobilfunkverträge je 100 Einwohner
Welt 15,5 33,9 76,6 96,1 96,8
ökonomisch entwickelte Staaten 47,1 82,1 113,3 119,9 120,6
ökonomisch sich entwickelnde Staaten 7,9 22,9 68,5 91,1 91,8
Verträge für mobile Breitbandnutzung
(aktiv genutzt) je 100 Einwohner
Welt 11,5 37,2 47,2
ökonomisch entwickelte Staaten 44,7 81,8 86,7
ökonomisch sich entwickelnde Staaten 4,5 27,9 39,1
Internetnutzer je 100 Einwohner
Welt 8,0 15,8 29,4 40,6 43,4
ökonomisch entwickelte Staaten 29,4 50,9 66,5 79,5 82,2
ökonomisch sich entwickelnde Staaten 2,8 7,8 21,1 32,4 35,3
verkabelte Breitbandanschlüsse
je 100 Einwohner
Welt 0,6 3,4 7,6 10,3 10,8
ökonomisch entwickelte Staaten 2,2 12,3 23,5 28,3 29,0
ökonomisch sich entwickelnde Staaten 0,2 1,3 4,2 6,6 7,1

1 Schätzungen


Quelle: International Telecommunication Union (ITU): ITU Statistics: Global ICT developments, 2001-2015, http://www.itu.int/ict/statistics