Zahlen und Fakten: Die soziale Situation in Deutschland

Alleinerziehende

24.10.2012
Im Jahr 2011 gab es in Deutschland 2,69 Millionen alleinerziehende Mütter und Väter. Bei 1,59 Millionen Alleinerziehenden lebte mindestens ein minderjähriges Kind im Haushalt.

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Fakten



Im Jahr 2011 gab es in Deutschland 2,69 Millionen alleinerziehende Mütter und Väter. Bei 1,59 Millionen Alleinerziehenden lebte mindestens ein minderjähriges Kind im Haushalt. Der Anteil der Haushalte der Alleinerziehenden an allen Familienhaushalten (jeweils ohne Altersbegrenzung bei den Kindern) lag 2011 bei 22,9 Prozent (1996: 17,0 Prozent). Der Anteil der Alleinerziehenden mit mindestens einem Kind unter 18 Jahren an allen Familienhaushalten lag im selben Jahr bei 13,6 Prozent (1996: 9,9 Prozent).

Von den deutschlandweit 1,59 Millionen Alleinerziehenden (mit mindestens einem Kind unter 18 Jahren) waren im Jahr 2011 90,1 Prozent Mütter und 9,9 Prozent Väter. Gut zwei Drittel aller Alleinerziehenden hatten ein Kind (68,6 Prozent), ein Viertel hatte zwei Kinder (25,1 Prozent) und der Rest entfiel auf Alleinerziehende mit drei und mehr Kindern (6,2 Prozent). Die durchschnittliche Kinderzahl der Alleinerziehenden lag 2011 bei 1,39 (Väter: 1,28 / Mütter: 1,40). Dabei war sie in Westdeutschland mit 1,40 etwas höher als in Ostdeutschland (einschließlich Berlin) mit 1,36.

Die größte Gruppe unter allen Alleinerziehenden war im Jahr 2011 mit 61,1 Prozent die der alleinerziehenden Mütter mit einem Kind. An zweiter Stelle standen mit 23,2 Prozent die alleinerziehenden Mütter mit zwei Kindern. Die drittgrößte Gruppe war mit 7,5 Prozent die der alleinerziehenden Väter mit einem Kind.

In Westdeutschland erhöhte sich die Zahl der Alleinerziehenden (mit mindestens einem Kind unter 18 Jahren) zwischen April 1996 und 2006 von 910.000 auf 1,21 Millionen und blieb in den Folgejahren relativ stabil (2011: 1,22 Mio.). Dabei erhöhte sich die Zahl der alleinerziehenden Väter zwischen 1996 und 2003 von 125.000 auf 152.000, im Jahr 2011 war sie aber wieder genauso hoch wie 1996. Hingegen stieg die Zahl der alleinerziehenden Mütter zwischen 1996 und 2006 um 37,6 Prozent beziehungsweise von 785.000 auf 1,08 Millionen und verharrte dann auf diesem Niveau (2011: 1,09 Mio.). Der Anteil der Alleinerziehenden an allen Familienhaushalten (jeweils mit mindestens einem Kind unter 18 Jahren) nahm in Westdeutschland zwischen 1996 und 2011 von 12,6 auf 18,3 Prozent zu.

In Ostdeutschland (einschließlich Berlin) ist die Zahl der Alleinerziehenden zwischen 1996 und 2004 von 394.000 auf 421.000 gestiegen, dann aber in den Folgejahren insgesamt wieder gefallen. Von den 369.000 Alleinerziehenden im Jahr 2011 waren 31.000 Väter (8,4 Prozent) und 338.000 Mütter (91,6 Prozent). Der Anteil der Alleinerziehenden an allen Familienhaushalten (jeweils mit mindestens einem Kind unter 18 Jahren) lag in Ostdeutschland im Jahr 1996 bei 17,7 Prozent und erreichte 2009 mit 26,6 Prozent seinen bisherigen Höchststand (2011: 25,9 Prozent).

Datenquelle



Statistisches Bundesamt: Mikrozensus 2011

Begriffe, methodische Anmerkungen oder Lesehilfen



Grundlage für die Darstellung ist hier die Bevölkerung in Familien/Lebensformen am Hauptwohnsitz. Sie wird von der Bevölkerung in Privathaushalten abgeleitet und ist zahlenmäßig geringer als diese. Bei der Bevölkerung in Privathaushalten wird nicht zwischen Haupt- und Nebenwohnsitz unterschieden. Da eine Person in mehreren Privathaushalten wohnberechtigt sein kann, sind entsprechend Mehrfachzählungen möglich.

Tabelle: Alleinerziehende



Nach Zahl der Kinder unter 18 Jahren*, in absoluten Zahlen und Anteile in Prozent, 2011

  in Tsd. Anteile an allen Alleinerziehenden,
in Prozent
insgesamt Mütter Väter insgesamt Mütter Väter
mit 1 Kind 1.090 971 119 68,6 61,1 7,5
mit 2 Kindern 399 368 31 25,1 23,2 2,0
mit 3 und mehr Kindern 98 92 5 6,2 5,8 0,3
insgesamt 1.588 1.431 157 100,0 90,1 9,9

* in den Haushalten leben ggf. weitere Kinder im Alter von 18 Jahren und mehr

Quelle: Statistisches Bundesamt: Mikrozensus 2011


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