Zahlen und Fakten: Die soziale Situation in Deutschland

Rentenbestand (RV)

16.4.2014
In der Vergangenheit hat sich der Rentenbestand stetig erhöht. Von dem Rentenbestand in Höhe von 25,2 Millionen Ende 2012 entfielen 19,4 Millionen auf Versichertenrenten und 5,8 Millionen auf Renten wegen Todes.

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Fakten



Mitte 2012 wurden in der gesetzlichen Rentenversicherung (RV) rund 25 Millionen Renten an knapp 21 Millionen Rentner gezahlt (einschließlich Waisenrenten). Die Zahl der gezahlten Renten (Rentenbestand) liegt über der Zahl der Rentner, da einige Rentner mehr als eine Rente beziehen (Mehrfachrentner).

In der Vergangenheit hat sich der Rentenbestand stetig erhöht. In Westdeutschland stieg er von 7,87 Millionen im Jahr 1960 auf 15,01 Millionen 1990. Im Jahr 2000 lag der Rentenbestand bei 18,18 Millionen, seinen bisherigen Höchststand erreichte er mit 20,13 Millionen Ende 2012. In Ostdeutschland stieg der Rentenbestand zwischen 1992 und 2004 von 3,82 auf 5,07 Millionen. Abgesehen von kleineren Schwankungen im Zeitverlauf ist er seitdem relativ stabil und lag 2011/2012 bei 5,07 bzw. 5,05 Millionen.

Von dem Rentenbestand in Höhe von 25,18 Millionen Ende 2012 entfielen 19,39 Millionen auf Versichertenrenten und 5,79 Millionen auf Renten wegen Todes. Der Anteil der Versichertenrenten am Rentenbestand hat sich in den letzten Jahrzehnten tendenziell erhöht. In Westdeutschland stieg er von 60,9 Prozent im Jahr 1970 auf 69,1 Prozent im Jahr 1990. In Deutschland nahm er zwischen 2000 und 2012 von 74,5 auf 77,0 Prozent zu. Der Anteil der Renten wegen Todes am Rentenbestand war entsprechend rückläufig.

Von den 5,79 Millionen Renten wegen Todes waren 83,4 Prozent Witwenrenten und 10,3 Prozent Witwerrenten. Halbwaisenrenten hatten einen Anteil von 6,0 Prozent, Vollwaisenrenten von 0,1 Prozent. 0,2 Prozent aller Renten wegen Todes im Jahr 2012 waren Erziehungsrenten. Von den 19,39 Millionen Versichertenrenten Ende 2012 entfielen 8,6 Prozent auf Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit (1,68 Mio.). Entsprechend waren 91,4 Prozent Altersrenten (17,72 Mio.). Mit einem Anteil von 46,4 Prozent war die Regelaltersrente die häufigste Altersrente (8,22 Mio.). Es folgten die Altersrenten für Frauen (21,6 Prozent), die Altersrenten wegen Arbeitslosigkeit/Altersteilzeitarbeit (13,5 Prozent) sowie die Altersrenten für schwerbehinderte Menschen (9,8 Prozent) und für langjährig Versicherte (8,4 Prozent). Altersrenten für besonders langjährig Versicherte hatten lediglich einen Anteil von 0,1 Prozent an allen Altersrenten.

Während sich der Anteil der Altersrenten an den Versichertenrenten in den letzten Jahrzehnten erhöhte (1970: 73,0 Prozent / 2012: 91,4 Prozent), verringerte sich insgesamt der Anteil der Regelaltersrenten an den Altersrenten. In Westdeutschland sank der entsprechende Anteil von 1970 bis 1990 von 85,7 auf 53,0 Prozent und in Deutschland zwischen 2000 und 2012 von 61,6 auf 46,4 Prozent. Die Anteile aller anderen Rentenarten nahmen in beiden Zeiträumen zu.

An dem Rentenbestand bei den 19,39 Millionen Versichertenrenten hatten die Frauen im Jahr 2012 einen etwas höheren Anteil als die Männer (55,2 gegenüber 44,8 Prozent). Bei einer Betrachtung der einzelnen Rentenarten variieren die Anteile jedoch zum Teil deutlich stärker. Am größten waren die Unterschiede zwischen den Geschlechtern bei den Altersrenten wegen Arbeitslosigkeit/Altersteilzeitarbeit (Männeranteil: 91,2 Prozent) sowie bei den Altersrenten für besonders langjährig Versicherte bzw. für langjährig Versicherte (Männeranteil: 85,7 bzw. 84,1 Prozent). Bei den Renten wegen Todes lag der Frauenanteil hingegen deutlich über dem der Männer. Dies liegt daran, dass im Jahr 2012 den 4.825.654 Witwenrenten lediglich 593.649 Witwerrenten gegenüberstanden.

Datenquelle



Deutsche Rentenversicherung: www.deutsche-rentenversicherung.de

Begriffe, methodische Anmerkungen oder Lesehilfen



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Tabelle: Rentenbestand (RV*)



Versichertenrenten und Renten wegen Todes, in absoluten Zahlen, 1960 bis 2012

Deutschland Westdeutschland Ostdeutschland
1960 7.872.473
1965 8.605.163
1970 9.879.105
1975 11.480.297
1980 12.454.138
1985 14.014.838
1990 15.012.633
1992 19.272.916 15.455.432 3.817.484
1995 21.060.962 16.527.316 4.533.646
2000 23.144.467 18.184.863 4.959.604
2001 23.464.860 18.473.119 4.991.741
2002 23.679.032 18.668.047 5.010.985
2003 23.974.241 18.937.980 5.036.261
2004 24.253.612 19.181.405 5.072.207
2005 24.483.745 19.420.792 5.062.953
2006 24.603.634 19.542.560 5.061.074
2007 24.733.713 19.697.063 5.036.650
2008 24.803.709 19.782.637 5.021.072
2009 24.932.492 19.884.928 5.047.564
2010 25.012.987 19.995.376 5.017.611
2011 25.167.500 20.096.675 5.070.825
2012 25.180.430 20.129.972 5.050.458

* gesetzliche Rentenversicherung / hier ohne Knappschaftsausgleichs-leistungen, reine KLG-Leistungen, Nullrenten und ohne Renten nach Art. 2 RÜG. Bis 1980 Inland, ab 1981 Inland und Ausland.

Quelle: Deutsche Rentenversicherung: www.deutsche-rentenversicherung.de


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