Zahlen und Fakten: Die soziale Situation in Deutschland

Rentenbestand (GRV)

20.11.2008
In der Vergangenheit hat sich der Rentenbestand stetig erhöht. Von dem Rentenbestand in Höhe von 24,73 Mio. Ende 2007 entfielen 18,87 Mio. auf Versichertenrenten und 5,86 Mio. auf Renten wegen Todes.

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Fakten



Am 1. Juli 2007 wurden in der gesetzlichen Rentenversicherung 24,34 Millionen Renten (ohne Waisenrenten) an rund 20 Millionen Rentner gezahlt. Die Zahl der gezahlten Renten (Rentenbestand) liegt über der Zahl der Rentner, da einige Rentner mehr als eine Rente beziehen (Mehrfachrentner).

In der Vergangenheit hat sich der Rentenbestand stetig erhöht. In Westdeutschland stieg er von 7,9 Millionen 1960 – über 11,5 Millionen im Jahr 1975 – auf 15,0 Millionen 1990. Im Jahr 2000 lag der Rentenbestand bei knapp 18,2 Millionen, seinen bisherigen Höchststand erreichte er mit 19,7 Millionen Ende 2007. In Ostdeutschland stieg der Rentenbestand zwischen 1992 und 2004 von 3,8 auf 5,1 Millionen. In den drei Folgejahren war der Bestand leicht rückläufig (2007: 5,0 Mio.).

Von dem Rentenbestand in Höhe von 24,73 Millionen Ende 2007 entfielen 18,87 Millionen auf Versichertenrenten und 5,86 Millionen auf Renten wegen Todes. Der Anteil der Versichertenrenten am Rentenbestand hat sich in den letzten Jahrzehnten tendenziell erhöht. In Westdeutschland stieg er von 60,9 Prozent im Jahr 1970 auf 69,1 Prozent im Jahr 1990. In Deutschland nahm er zwischen 2000 und 2007 von 74,5 auf 76,3 Prozent zu. Der Anteil der Renten wegen Todes am Rentenbestand war entsprechend rückläufig.

Von den Versichertenrenten waren im selben Jahr 91,6 Prozent Altersrenten und 8,4 Prozent Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit. 1970 lag der Anteil der Altersrenten in Westdeutschland noch bei 73,0 Prozent, bis 1990 erhöhte er sich auf 82,2 Prozent. Zwischen 2000 und 2007 nahm der Anteil der Altersrenten an allen Versichertenrenten in Deutschland von 89,0 auf 91,6 Prozent zu. Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit haben demnach im Zeitverlauf relativ an Bedeutung verloren. Von den 5,86 Millionen Renten wegen Todes waren im selben Jahr 93,2 Prozent Witwen- bzw. Witwerrenten. Der Rest entfiel auf Waisen- sowie auf Erziehungsrenten.

Während der Anteil der Männer bei den Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit mit 53,3 Prozent über dem der Frauen lag, war er bei den Altersrenten niedriger als der Frauenanteil (44,1 gegenüber 55,9 Prozent). Bei den Witwen- bzw. Witwerrenten lag der Frauenanteil bei 90,8 Prozent.

Von den 24,72 Millionen im Jahr 2007 gezahlten Renten (ohne Erziehungsrenten) entfielen 91,3 Prozent auf Deutsche und 8,7 Prozent auf Ausländer.

Datenquelle



Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV-Bund): PDF-Icon Rentenversicherung in Zeitreihen (PDF-Version: 2.020 KB), PDF-Icon Rentenversicherung in Zahlen 2008 (PDF-Version: 540 KB)

Begriffe, methodische Anmerkungen oder Lesehilfen



Soweit nichts anderes angegeben ist, beziehen sich die Angaben zum Rentenbestand auf den 31. Dezember des jeweiligen Jahres.

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV-Bund): PDF-Icon Von Altersgrenze bis Zeitrente – das Rentenlexikon (PDF-Version: 1.780 KB), PDF-Icon Glossar: RV in Zeitreihen (PDF-Version: 200 KB)

Tabelle: Rentenbestand (GRV)



In absoluten Zahlen, 1960 bis 2007*

  Deutschland Westdeutschland Ostdeutschland
1960 7.872.473
1965 8.605.163
1970 9.879.105
1975 11.480.297
1980 12.454.138
1985 14.014.838
1990 15.012.633
1992 19.272.916 15.455.432 3.817.484
1994 20.500.062 16.206.131 4.293.931
1996 21.547.596 16.894.775 4.652.821
1998 22.337.316 17.514.176 4.823.140
2000 23.144.467 18.184.863 4.959.604
2002 23.679.032 18.668.047 5.010.985
2004 24.253.612 19.181.405 5.072.207
2006 24.603.634 19.542.560 5.061.074
2007 24.733.713 19.697.063 5.036.650

* ohne Knappschaftsausgleichsleistungen, Nullrenten, reine Kindererziehungsleistungen und ohne Renten nach Art. 2 RÜG; bis 1980 Inland, ab 1981 Inland und Ausland.

Quelle: Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV-Bund): Rentenversicherung in Zeitreihen, Rentenversicherung in Zahlen 2008


 
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