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Rechtsextreme Demonstranten bei einem Neonazi-Aufmarsch in Berlin am 1. Mai 2010.

Rechtsextremismus

Das Auffliegen der Terrorgruppe "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) hat gezeigt: In Deutschland sind Strukturen entstanden, die unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung in Frage stellen. Aber nicht nur im Untergrund oder am Rand der Gesellschaft gibt es rechtsextreme Einstellungen wie Rassismus, Antisemitismus, Geschichtsrevisionismus und den Glauben an einen starken Führer.

  (© 2015 Bundeszentrale für politische Bildung)

Donnerstag, 23. Dezember 2004: Im Gebetsraum der Ahmadiyya-Moschee in Usingen sichern Ermittler Spuren eines Brandanschlages, der in der Nacht zuvor verübt wurde.

Armin Pfahl-Traughber

Islamfeindlichkeit, Islamophobie, Islamkritik – ein Wegweiser durch den Begriffsdschungel

Welcher Begriff ist eigentlich treffend, wenn über Vorbehalte oder Ressentiments gegenüber dem Islam oder seinen Anhängern gesprochen oder Kritik an der Religion geübt wird? Der Politologe Armin Pfahl-Traughber führt durch den Begriffsdschungel.

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11.10.2018, Hessen, Frankfurt/Main: Götz Kubitschek (rechts) steht auf dem Stand des Loci-Verlages auf der Frankfurter Buchmesse.

Armin Pfahl-Traughber

Was die "Neue Rechte" ist – und was nicht

Ob Interview, Buchmesse, Buchveröfffentlichung: Die "Neue Rechte" machte in den vergangenen Jahren immer wieder Schlagzeilen. Wer oder was steckt dahinter?

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11.07.2018 in München: Polizisten stellen am Tag der Urteilsverkündung im NSU-Verfahren vor dem Oberlandesgericht in München Zäune auf.

Tom Sundermann

Der Weg zum NSU-Urteil

Am 11. Juli 2018 fiel das Urteil im Prozess um die rechtsextreme Terrorgruppe NSU: Beate Zschäpe und vier Mitangeklagte sind schuldig. Wie kam das Urteil zustande? Tom Sundermann mit einer Zusammenfassung.

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Ein Mann in einem MMA-Trainingszentrum bindet eine Bandage um. Neben gewaltaffinen Spektren der Fußballfanszenen und rechter Musikkultur haben sich Teile der Kampfsportwelt zum dritten Standbein einer erlebnisorientierten Rekrutierung der extrem rechten Szene entwickelt.

Dossier Rechtsextremismus

Der extrem rechte Kampfsportboom

Das gewaltaffine Spektrum der Fußballfanszenen sowie Rechtsrock galten über Jahrzehnte als die zentralen Standbeine einer extrem rechten erlebnisweltorientierten Rekrutierung. Robert Claus berichtet, wie sie in den letzten Jahren durch den Kampfsport ergänzt wurde und die extreme Rechte professionalisieren sowie kommerzialisieren konnte.

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Hier ist die Benutzeroberfläche des Glossar-Game zu sehen, die einem Lückentext gleicht.

Glossar-Game

Was bedeutet eigentlich Antiziganismus? Und was verbirgt sich hinter der Modemarke Thor Steinar? Im Glossar befinden sich Informationen zu Gruppierungen, Ideologien und Ausrichtungen rund um das Thema Rechtsextremismus. Testen Sie Ihr Wissen im Lückentext!

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Glatze und Springerstiefel waren der Einheitslook der Nazis. Doch das ist schon lange vorbei. Ein Spiel über den Look und die Codes der Szene.

Codes der rechtsextremen Szene

In der rechtsextremen Szene gibt es etliche Symbole und Codes. Mal wird auf den Nationalsozialismus Bezug genommen, mal auf die germanische Mythologie. Im fluter-Heft zum Thema „Nazis“ ist dazu ein Schaubild erschienen. Hier wurde es in ein Spiel übersetzt.

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Der Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA), Holger Münch, spricht am 18.11.2015 auf der Herbsttagung des Bundeskriminalamtes (BKA) im Kurfürstlichen Schloss in Mainz und ist dabei als Schatten zu sehen.

Toralf Staud

Straf- und Gewalttaten von rechts: Wie entstehen die offiziellen Statistiken?

Hakenkreuz-Schmierereien, rassistische Beleidigungen, tätliche Angriffe, Brandanschläge – Tag für Tag werden in Deutschland zahlreiche Straftaten begangen. Die Sicherheitsbehörden führen umfangreiche Statistiken zur sogenannten Politisch motivierten Kriminalität-rechts (PMK-rechts) – doch diese sind sehr komplex und bisweilen schwer verständlich.

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Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (rechts) präsentiert am 24.04.2017 in Berlin neben dem Vorsitzenden der Innenministerkonferenz, Sachsens Innenminister Markus Ulbig (links), den Bericht zur Polizeilichen Kriminalstatistik (PkS) 2016 .

Toralf Staud

Straf- und Gewalttaten von rechts: Was sagen die offiziellen Statistiken?

In detaillierten Zahlenwerken erfassen die Sicherheitsbehörden rassistische, fremdenfeindliche, antisemitische und andere Straftaten mit rechter Motivation. Regelmäßig werden Einzeldaten aus den Statistiken veröffentlicht – aber wie haben sich die Zahlen langfristig entwickelt? Und wie stark haben sich die steigenden Flüchtlingszahlen bemerkbar gemacht? Ein Überblick.

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Angriff aus der Nachbarschaft

Die Zunahme rechter Gewalt

Rechtsextrem motivierte Gewalt bewegt sich seit der Flüchtlingsbewegung im Jahr 2015 auf einem hohen Niveau. Hinzugekommen ist ein neuer Tätertypus: Menschen, die nicht an das organisierte rechtsextreme Spektrum gebunden sind, sogenannte Nachbarschaftstäter.

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Graffitis an einem Haus in Berlin-Kreuzberg: Das Symbol der kroatischen faschistischen Ustascha-Organisation wurde über ein Zeichen der serbischen Nationalisten "Tschetniks" gesprüht.

Schwerpunkt

Rechtsextremismus in der Einwanderungsgesellschaft

Die Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus in Deutschland konzentriert sich seit langem auf klassische Formen – vor allem auf die NPD oder gewaltbereite Neonazis. Dass Migranten nicht nur Opfer von Rassismus sind, sondern auch selbst demokratiefeindliche Einstellungen haben können, gerät oft aus dem Blick.

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Ein Teilnehmender der Neonazidemonstration "Tag der Deutschen Zukunft" (TDDZ) am 4. Juni 2016 in Dortmund trägt ein T-Shirt mit der Aufschrift "NTNL SZLST".

Schwerpunkt

Rechtsextreme Jugendkulturen

Rechtsextremisten ködern vor allem unter Jugendlichen ihren Nachwuchs. Das typische Einstiegsalter liegt zwischen 12 und 15, als Einstiegsdroge Nummer eins gilt Musik von Nazibands und rechtsextremer Hip-Hop. Aber auch Faktoren wie Kameradschaft und Abenteuertum, Geltungsdrang und Protest spielen eine große Rolle bei der jugendlichen Zielgruppe. In manchen Orten hat der Rechtsextremismus bereits die Vorherrschaft in den Jugendmilieus erobert und ist zur prägenden Ideologie geworden – über die Grenzen von Subkulturen hinaus.

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Abzeichen Deutschland, Bundeswehruniform

Debatte Rechtsextremismus in der Bundeswehr

"Konservative Staatsbürger in Uniform"

In der Bundeswehr fühlen sich Rechtsextreme angeblich besonders gut aufgehoben. Doch die meisten Soldaten stehen fest auf dem Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung und fühlen sich traditionellen Werten verpflichtet, meint Marco Seliger.

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Der Name der Lent Kaserne steht am 12.05.2017 auf einem weissen Sockel vor dem Haupttor des Kasernengeländes in Rotenburg/Wümme (Niedersachsen). Der seit 1964 bestehende Kasernenname bezieht sich auf Oberst Helmut Lent, einem Nachtjäger der Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg. Seit mehr als 60 Jahren, seit Gründung der Bundeswehr, sind noch immer zahlreiche Kasernen nach militärischen Größen aus der Wehrmachtszeit benannt.

Debatte Rechtsextremismus in der Bundeswehr

"Ein besonders sensibler Bereich"

Wenn es um Rechtsextremismus geht muss die Bundeswehr besonders aufmerksam beobachtet werden, meint Lucius Teidelbaum. Sie sei attraktiv für Menschen mit rechtsextremer Gesinnung und diese können eine Ausbildung an der Waffe erhalten.

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NPD-Verbot Pro + Contra

Debatte

Debatten um NPD-Verbot und Parteienfinanzierung

Muss die Demokratie ihre Feinde aushalten – und wenn ja, muss sie sie auch bezahlen? Wer positionierte sich wie in der Debatte um ein Verbot der NPD oder um einen Ausschluss aus der Parteienfinanzierung? Unser Dossier-Schwerpunkt bietet Infos zu einer gesellschaftlichen Diskussion, die nun schon mehr als ein Jahrzehnt andauert.

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Beim Freundschaftsspiel Maccabi Haifa gegen OSC Lille werden Spieler aus der israelischen Mannschaft von Zuschauern attackiert.

Schwerpunkt

Antisemitismus

Die Feindschaft gegen Juden ist im Rechtsextremismus von axiomatischer Bedeutung: Sie ist die überzeitliche Konstante, einigendes Band zwischen verschiedenen Neonazi-Gruppen – und neuerdings auch Bindeglied zwischen Rechtsextremen und Islamisten.

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Rechtsrock-Konzerte und rechte Musik sind ein wichtiger Teil der rechtsextremen Erlebniswelt. Rund 200 aktive Bands und knapp 100 rechtsextreme Versandhändler, die die entsprechenden CDs versenden, gibt es in Deutschland. Statistisch gesehen findet fast jeden zweiten Tag irgendwo in der Republik ein Neonazikonzert statt, die Tendenz ist steigend. Mal werden die Veranstaltungen konspirativ organisiert mit wenigen hundert Zuschauern, mal als NPD-Veranstaltung offiziell angemeldet mit tausenden Neonazis vor der Bühne. Beim NPD-Openair "Eichsfeldtag" 2015 in Leinefeld stand auch Michael Regener, der ehemalige Sänger der 2003 verbotenen Band "Landser", mit seiner Band "Die Lunikoff Verschwörung" auf der Bühne.

Jan Raabe

Die neonazistische Musik-Szene: Transnational wie nie

Von London bis Porto, von Athen bis Helsinki – jede Woche finden europaweit Neonazi-Konzerte statt. Mal kommen nur hundert Zuschauer, mal sind es mehrere tausend. Und oft stehen deutsche Bands auf der Bühne.

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Während einer Kundgebung im Januar 2015 in Griechenland werden Flaggen rechtsextremer Parteien, u.a. der italienischen FN (Forza Nuova (Neue Kraft)), der spanischen DM (National Demokratie (Democracia Nacional) und der deutschen Partei NPD hochgehalten.

Carsten Hübner

Die APF: Europas rechtsextremer Rand

Im Jahr 2016 wurden für die "Alliance for Peace and Freedom" und ihre politische Stiftung "Europa Terra Nostra" knapp 600.000 Euro aus Mitteln der EU-Parteienfinanzierung bereitgestellt. Die für 2017 bewilligten Gelder liegen auf Eis. Carsten Hübner über den Werdegang der rechtsextremen Europapartei.

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Aus der Mediathek

Wir machen das. Pragmatische Ansätze in der kommunalen Flüchtlingspolitik

Magdeburg, Gräfeling, Köln: Es gibt vielfältige Ansätze in der kommunalen Flüchtlingspolitik, die sich produktiv mit der Integration von Geflüchteten befassen und die einheimische Bevölkerung einbeziehen.

Dossier Rechtsextremismus

Initiativenblog

Welche Konzepte gegen die extreme Rechte sowie gegen Rassismus, Antisemitismus und andere Formen gruppenbezogener Abwertungen gibt es? Hier stellen sich Initiativen mit ihren eigenen Ideen und Berichten aus der praktischen Arbeit vor: Ein Initiativenblog, der stetig wächst und die Vielfalt an konzeptionellen Ansätzen abbildet.

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Mediathek

Die Arier

In einer persönlichen Reise begibt sich die Afrodeutsche Mo Asumang auf die Suche nach den Ursprüngen des Arierbegriffs und dessen Missbrauch durch Rassisten in Deutschland und den USA.

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Mediathek

Kombat Sechzehn

Der 16-jährige Georg zieht von Frankfurt am Main nach Frankfurt an der Oder um, weil sein Vater dort einen neue Arbeit gefunden hat. Nur schwer findet er sich in der neuen Situation zurecht. In seiner Isolation und Orientierungslosigkeit gerät Georg zunehmend in den Sog einer rechtsextremen Clique...

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Rassismus, Antisemitismus, Homophobie… Aspekte der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit begegnen uns in vielen Bereichen der Gesellschaft. Die "Begegnen-Reihe" soll in unterschiedlichen Formaten auf Aussagen und Handlungen vorbereiten, in denen Menschen ausgegrenzt und diskriminiert werden.

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Sie benötigen ein Bild zur Illustration Ihres Presseartikels, wollen sich einen Überblick über das bpb-Angebot zum Thema verschaffen oder Pressemitteilungen nachlesen? Hier finden Sie Informationen zum breiten Engagement der bpb gegen Rechtsextremismus.

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Hier finden Sie Publikationen der bpb zum Thema Rechtsextremismus.

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Fortbildungskonzept

Qualifiziert handeln!

Bei der Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus und abwertenden Haltungen gewinnt ein Thema mehr und mehr an Bedeutung: Qualifiziertes Handeln. Die Bundeszentrale für politische Bildung hat daher in Kooperation mit drei ausgewählten Partnern ein umfassendes Fortbildungskonzept entwickelt: Das DGB-Bildungswerk Bund, der Bundesarbeitskreis Arbeit und Leben und die Evangelischen Akademien in Deutschland führen Fortbildungen für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren mit jeweils besonderen Schwerpunkten durch.

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Das von den Bundesministerien des Innern und der Justiz gegründete bundesweite Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt (BfDT) in der Bundeszentrale für politische Bildung will das zivilgesellschaftliche Engagement für Demokratie und Toleranz in unserem Land sichtbar machen und möglichst viele Bürgerinnen und Bürger zum Einsatz für unsere Demokratie ermutigen. Seit seiner Gründung im Jahr 2000 haben sich eine Vielzahl von Organisationen dem Bündnis angeschlossen - von großen Verbänden bis hin zu kleinen Aktionsgruppen.

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Mit dem Programm "Zusammenhalt durch Teilhabe" fördert das Bundesministerium des Innern (BMI) Projekte für demokratische Teilhabe und gegen Extremismus in Ostdeutschland. Demokratie und gesellschaftlicher Zusammenhalt sollen dort gefördert werden, wo sie entstehen: an der Basis. Das BMI hat die bpb mit der Umsetzung des Bundesprogramms betraut.

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