Rechtsextreme Demonstranten bei einem Neonazi-Aufmarsch in Berlin am 1. Mai 2010.

Rechtsextremismus

Das Auffliegen der Terrorgruppe "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) hat gezeigt: In Deutschland sind Strukturen entstanden, die unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung in Frage stellen. Aber nicht nur im Untergrund oder am Rand der Gesellschaft gibt es rechtsextreme Einstellungen wie Rassismus, Antisemitismus, Geschichtsrevisionismus und den Glauben an einen starken Führer.

  (© 2015 Bundeszentrale für politische Bildung)

     
Ein Teilnehmender der Neonazidemonstration "Tag der Deutschen Zukunft" (TDDZ) am 4. Juni 2016 in Dortmund trägt ein T-Shirt mit der Aufschrift "NTNL SZLST".

Schwerpunkt

Rechtsextreme Jugendkulturen

Rechtsextremisten ködern vor allem unter Jugendlichen ihren Nachwuchs. Das typische Einstiegsalter liegt zwischen 12 und 15, als Einstiegsdroge Nummer eins gilt Musik. Aber auch Faktoren wie Kameradschaft und Abenteuertum, Geltungsdrang und Protest spielen eine große Rolle bei der jugendlichen Zielgruppe. Weiter...

Rechtsrock-Konzerte und rechte Musik sind ein wichtiger Teil der rechtsextremen Erlebniswelt. Rund 200 aktive Bands und knapp 100 rechtsextreme Versandhändler, die die entsprechenden CDs versenden, gibt es in Deutschland. Statistisch gesehen findet fast jeden zweiten Tag irgendwo in der Republik ein Neonazikonzert statt, die Tendenz ist steigend. Mal werden die Veranstaltungen konspirativ organisiert mit wenigen hundert Zuschauern, mal als NPD-Veranstaltung offiziell angemeldet mit tausenden Neonazis vor der Bühne. Beim NPD-Openair "Eichsfeldtag" 2015 in Leinefeld stand auch Michael Regener, der ehemalige Sänger der 2003 verbotenen Band "Landser", mit seiner Band "Die Lunikoff Verschwörung" auf der Bühne.

Jan Raabe

Die neonazistische Musik-Szene: Transnational wie nie

Von London bis Porto, von Athen bis Helsinki – jede Woche finden europaweit Neonazi-Konzerte statt. Mal kommen nur hundert Zuschauer, mal sind es mehrere tausend. Und oft stehen deutsche Bands auf der Bühne. Weiter...

Während einer Kundgebung im Januar 2015 in Griechenland werden Flaggen rechtsextremer Parteien, u.a. der italienischen FN (Forza Nuova (Neue Kraft)), der spanischen DM (National Demokratie (Democracia Nacional) und der deutschen Partei NPD hochgehalten.

Carsten Hübner

Die APF: Europas rechtsextremer Rand

Im Jahr 2016 wurden für die "Alliance for Peace and Freedom" und ihre politische Stiftung "Europa Terra Nostra" knapp 600.000 Euro aus Mitteln der EU-Parteienfinanzierung bereitgestellt. Die für 2017 bewilligten Gelder liegen auf Eis. Carsten Hübner über den Werdegang der rechtsextremen Europapartei. Weiter...

Der russische Präsident Wladimir Putin und die Präsidentschaftskandidatin des französischen Front National, Marine Le Pen, treffen sich im März 2017 in Moskau. Sie sitzen einander an einem weißen, runden Tisch gegenüber; neben Putin sitzt eine junge Dolmetscherin.

Internationale Netzwerke

Vereint gegen liberale Werte: Wie Russland den rechten Rand in Europa inspiriert und fördert

Russische Politiker haben Kontakte zu Rechtsextremen und Populisten in Westeuropa geknüpft: zum Beispiel in Deutschland zur AfD und in Frankreich zum Front National. Weiter...

US-Neonazis bei einer Kundgebung in Rome, Georgia

Volker Weiß

Vom Extrem zur Alternative? Ein Blick auf die rechtsextreme US-Szene

Der US-amerikanische Rechtsextremismus spielt international eine wichtige Rolle – auch für die deutsche Szene. In den vergangenen Jahren hat er sich tiefgreifend gewandelt: Während Neonazi-Organisationen in der Bedeutungslosigkeit versanken, finden deren Inhalte ein breiteres Publikum denn je. Weiter...

Beweismaterial gegen das bayerische Neonazi-Netzwerk "Freies Netz Süd" (FNS). Ein Mitarbeiter des bayerischen Innenministeriums trägt nach einer Pressekonferenz im Juli 2013 ein großformatiges Foto, welches während einer Razzia bei einem führenden Rechtsextremisten aufgenommen wurde.

Michael Klarmann

Kameradschaften als Strategieelement

"Kameradschaften" waren fast zwei Jahrzehnte lang eine Strategie, die Rechtsextreme vor Verboten oder dem Ausheben ihrer Netzwerke schützen sollte. Nach dem Aufdecken des NSU gingen Behörden verstärkt gegen solche "Freien Kräfte" vor. Heute sind die Kameradschaften nur noch eine unter mehreren Organisationsformen. Weiter...

Titelblatt einer Ausgabe der "Nationalzeitung"

Schwerpunkt

Was liest der rechte Rand?

Geschichtsrevisionismus, völkischer Nationalismus, Antimuslimismus: Am rechten Rand der Medienlandschaft in Deutschland erscheinen viele Publikationen mit rechtsextremer Stoßrichtung, so z.B. die NPD-Parteizeitung "Deutsche Stimme". Daneben gibt es aber auch Erzeugnisse, die ihr Publikum in Sprache und Inhalt gemäßigter ansprechen. In Printmedien und im Netz transportiert die Szene Themen und Agitation. Weiter...

09.12.2012: Rechtsextreme Demonstranten in Saftica, Rumänien, auf dem Weg zu dem Platz, wo Corneliu Zelea Codreanu 1938 ermordet wurde. Codreanu war Anführer der "Eisernen Garde", einer faschistischen Bewegung in Rumänien.

Uwe Backes

Rechtsextremistische Parteien in Europa

Mit dem Fall des Eisernen Vorhangs veränderten sich die Bedingungen für die extreme Linke in ganz Europa. Galt dies in ähnlicher Weise auch für die extreme Rechte? Konnte sie vom Niedergang des Kommunismus dauerhaft profitieren? Weiter...

Ein mit dem Wort "Lügner" beschmierter Zeitungsautomat mit der Kölner Boulevard-Zeitung "Express" steht am 17.04.2016 auf einem Gehweg in Köln.

Schwerpunkt

Rechtsextremismus und Presse

Wie umgehen mit Rechtsextremisten im Interview? Gibt es auch Ratgeber für die 'richtige' Formulierung, zum Beispiel was fremdenfeindlich, was rassistisch ist? Und existieren eigentlich auch aktuelle wissenschaftliche Studien über die Wechselwirkung von rechtsextremem Aktionismus und Sensationsberichterstattung? Weiter...

Zwei männlicher Aktivisten der "Identitären Bewegung" stehen am 27.08.2016 neben der Quadriga auf dem Brandenburger Tor. Sie zeigen ein Transparent mit der Aufschrift "Grenzen schützen – Leben retten", ist sind eine Moschee und ein Stacheldraht gemalt. Der eine Mann steht rechts im Bild, der andere in der Mitte – man sieht seinen Kopf hinter dem Transparent hevorragen.

Julian Bruns, Kathrin Glösel und Natascha Strobl

Die Identitären – mehr als nur ein Internet-Phänomen

Seit Ende 2012 ist die "Identitäre Bewegung" auch in Deutschland aktiv. Mit popkulturellen Inhalten und verklausuliert verbreitet die Gruppierung, die zur "Neuen Rechten" gehört, ihr menschenfeindliches Gedankengut. Dabei tritt sie gezielt provokant auf. Weiter...

Eine Polizistin und ein Polizist im Vordergrund, die einen Mann abführen, dahinter ein Polizeiauto und eine Menschenmenge. Die Gesichter der Personen sind unkenntlich gemacht worden.

Vanessa Guinan-Bank

Nach Köln: Zwischen Willkommens- und Ablehnungskultur

Die Neujahrsnacht 2015/2016 von Köln, in der Hunderte von Frauen sexuell belästigt und einige vergewaltigt wurden, ist zur Zäsur in der Diskussion um die deutsche Flüchtlingspolitik geworden. Auf den Sommer der Willkommenskultur folgte eine Ablehnungskultur und vielfach die Entladung rassistischer Ressentiments. Vanessa Guinan-Bank zeichnet nach, wie sich die Gemütslage "nach Köln" verändert hat. Weiter...

Der Ausstieg ist nicht leicht: Ein ehemaliger Skinhead aus den USA ließ sich in aufwändigen Prozeduren seine Gesichtstätowierungen entfernen.
Es sind sechs Portraitfotos zu sehen (zwei Reihen untereinander mit je drei Bildern). Alle Fotos zeigen das Gesicht desselben Mannes. Ganz links ist sein Gesicht mit Tätowierungen übersät, die rechtsextreme Symbole zeigen, zum Beispiel Runen oder einen Pfeil auf der Stirn, der nach oben zeigt. Auf seinem Hals steht "Blood and Honour". Bei dem Bild oben in der Mitte sind sind die Tätowierungen weniger, und bei dem Bild ganz unten rechts sind keine Tätowierungen mehr zu sehen. Der Mann trägt einen Dreitagebart.

Kurt Möller

Warum und wie steigen Rechtsextreme aus?

Es gibt unterschiedliche Gründe, die Rechtsextreme dazu bringen, ihre politische Haltung aufzugeben und die Szene zu verlassen. Der Ausstieg erfolgt meist schleichend, und während manche sich nur zurückziehen, brechen andere komplett mit ihrem Umfeld und ihrer vormaligen politischen Position. Wie so ein Ausstieg abläuft und wie er bewältigt werden kann, erklärt der Erziehungswissenschaftler Kurt Möller. Weiter...

Stefan Rochow am Rednerpult, spricht in ein Mikrofon und gestikuliert mit der rechten Hand. Ein NPD-Schild im Vordergrund.

Liane von Billerbeck

"Ich konnte das nicht mehr vertreten" – Wie Stefan Rochow aus der rechtsextremen Szene ausstieg

Stefan Rochow war mitten drin im rechtsextremen Sumpf – bis er 2008 die NPD verließ und aus der Szene ausstieg. Liane von Billerbeck hat den einstigen Hoffnungsträger der Rechtsextremen interviewt. Weiter...

Logo der Aussteigerhilfe Rechts. Zeichnung. Vierzehn Menschen verschiedenen Alters, teilweise mit Sonnenbrillen. Ihre Portraits sind in eine Landkarte von Niedersachsen eingebettet. In der Mitte steht der Schriftzug: Aussteigerhilfe Rechts.

Stefan Schölermann

Den Ausstieg wagen

Die meisten Rechtsextremisten, die der Szene den Rücken kehren, verabschieden sich offenbar in aller Stille von ehemaligen Gesinnungsgenossen. Wer sich aber einen Ausstieg alleine nicht zutraut, kann in Norddeutschland auf ein engmaschig geknüpftes Netz von Ausstiegshilfen zurückgreifen, das mittlerweile bundesweit als vorbildlich gilt. Weiter...

Logo des Aussteigerprogramms Linksextremismus des Bundesamtes für Verfassungsschutz. Eine Reihe von schwarzen Menschen als Piktogrammen, die alle stehen. Ein Männchen in der Mitte ist rot und schert aus der Reihe aus.

Kai Dietrich

Radikalisierungsprävention und Deradikalisierung als pädagogische Arbeitsfelder

Wie kann verhindert werden, dass Menschen sich radikalisieren? Was ist der Unterschied zwischen Radikalität, Radikalismus und Radikalisierung? Und verläuft der Prozess der Radikalisierung bei Rechtsextremen und Salafisten ähnlich oder unterschiedlich? Kai Dietrich gibt einen Überblick über Begriffe und stellt präventive und deradikalisierende Ansätze vor. Weiter...

"Reichsdeutsche" und "Staatenlose" am 3.10.2014 vor dem Reichstag in Berlin.

Zwischen Verschwörungsmythen, Esoterik und Holocaustleugnung – die Reichsideologie

Bei einer Razzia in Georgensgmünd (Bayern) hat ein "Reichsbürger" auf Polizisten geschossen, vier wurden dabei zum Teil schwer verletzt. Lesen Sie hier mehr darüber, was "Reichsbürger" sind, wie ihre Ideologie aussieht und warum es eine gefährliche Verbindung zwischen Reichsideologie und Rechtsextremismus gibt. Weiter...

Sei dabei! Für Dich - Für Mich - Für Alle!

Ein Besuch im Integrationshaus e.V. in Köln

Im Integrationshaus in Köln engagieren sich Flüchtlinge und Zuwanderer ehrenamtlich. Sie helfen beim Ausfüllen von Formularen, bei der Wohnungssuche und vielem mehr. Und sie haben einen kreativen Weg gefunden, Menschen den Spracherwerb zu erleichtern. Und dabei auch noch was für ältere Menschen zu tun. Weiter...

Ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes geht zwischen den Zelten der Flüchtlingsunterkunft Reitstadion in Stuttgart entlang.

Interview

Gewalt in Flüchtlingsunterkünften – ein Interview mit Oliver Malchow

Gewalt in Unterkünften ist ein Medienthema – und mancherorts ein Problem. Wie entstehen Konflikte, und wie kann man ihnen vorbeugen? "Es ist wichtig, mehr Raum in den Flüchtlingsunterkünften zu organisieren", sagt Oliver Malchow, Bundesvorsitzender bei der Gewerkschaft der Polizei im Interview. Er spricht sich für mehr Schutzräume für Frauen und Kinder aus, und hält wenig von einer Trennung nach religiösen oder nationalen Gruppen. Weiter...

Politisch motivierte Delikte, bei denen eine Flüchtlingsunterkunft Tatort oder Angriffsziel war (2015)

Politisch motivierte Delikte, bei denen eine Flüchtlingsunterkunft Tatort oder Angriffsziel war (2015)

Die interaktive Karte zeigt die 1.025 politisch motivierten Delikte aus dem Jahr 2015, bei denen eine Flüchtlingsunterkunft selbst Tatort oder direktes Angriffsziel war. Davon wurden 918 als "politisch motivierte Kriminalität - rechts" (PMK-rechts) eingestuft. Die Delikte können nach sechs Kategorien gefiltert werden. Weiter...

Rund 500 Menschen demonstrieren am 08.12.2014 in Kassel gegen eine Kundgebung von KAGIDA (Kassel gegen die Islamisierung des Abendlandes). Auf einem Pappschild steht "Hey Mr./Mrs. Nazi, komm auf unsre Party!"

Debatte

Debatte: Soll man mit Neonazis reden?

Zu den Grundsätzen einer Demokratie gehört es, miteinander zu reden und Konflikte verbal auszutragen. Daher wirkt es auf den ersten Blick durchaus legitim, wenn Rechtsextreme fordern, dass auch mit ihnen geredet wird. Manche lehnen dies ab, mit Verweis auf die undemokratischen Ansichten des Gegenübers, oder aus Sorge, sie durch das Gespräch aufzuwerten. Soll man mit Neonazis reden? Und wenn ja, wie? Oder falls nein, warum nicht? Weiter...

Demonstration russischer Neonazis am 4.11.2013 in Moskau.

Ute Weinmann

Neonazis in Russland

Kein anderes osteuropäisches Land hat eine so gewaltbereite Neonaziszene wie Russland. Gehetzt wird gegen alle, die nichtrussischer Herkunft sind, auch Gewaltexzesse sind keine Seltenheit. Seit Jahren kursieren Tötungsaufrufe und Hinrichtungsvideos im Netz. Obwohl der Ukraine-Konflikt die rechtsextreme Szene gespalten hat, ist ihr Gewaltpotenzial ungebrochen. Weiter...

Ein Delegierter des Thüringer Landesparteitages der Partei Alternative für Deutschland (AfD) trägt am 09.04.2016 in der Stadthalle in Arnstadt (Thüringen) ein T-Shirt mit der Aufschrift "Wir unterstützen Björn Höcke! Patriotische Plattform".

Schwerpunkt

Grauzonen

In der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland waren Parteien und Gruppierungen am rechten Rand des politischen Systems wenig präsent. In den letzten beiden Jahren hat sich allerdings eine Gewichtsverlagerung vollzogen vom Rechtsextremismus hin zum Rechtskonservatismus. In der Grauzone dazwischen tummeln sich verschiedene Kräfte mit teils sehr unterschiedlicher ideologischer Ausrichtung. Weiter...

Zeltlager und Jugendfreizeiten bot die "Heimattreue Deutsche Jugend" für die Neonazi-Kinder an, inklusive militärischem Drill und ideologischen Schulungen. Bis zu 400 Mitglieder hatte der Verein, der am 31. März 2009 mit sofortiger Wirkung verboten wurde.

Schwerpunkt

Wenn Neonazis Kinder kriegen...

Familienleben unter Rechtsextremen: Gibt es am rechten Rand Platz für Vielfalt und nonkonforme Lebensentwürfe? Je radikaler die Abschottung gegen die sie umgebende Gesellschaft, desto schwieriger wird es für die Kinder von Neonazieltern, das starre Korsett rechtsextremer Erziehung zu durchbrechen. Weiter...

Wir machen das. Pragmatische Ansätze in der kommunalen Flüchtlingspolitik

Magdeburg, Gräfeling, Köln: Es gibt vielfältige Ansätze in der kommunalen Flüchtlingspolitik, die sich produktiv mit der Integration von Geflüchteten befassen und die einheimische Bevölkerung einbeziehen.

Aus der Mediathek

"Es geht gar nicht um die Opfer…"

"Es geht gar nicht um die Opfer…"

Wie Angehörige und Betroffene mit dem NSU-Prozess umgehen

Seit Anfang Mai 2013 findet vor dem Oberlandesgericht in München der NSU-Prozess statt. Angehörige und Betroffene des NSU-Terrors müssen sich seitdem erneut mit den Taten der Terroristen auseinandersetzen, mancher durchlebt sein Trauma zum zweiten Mal. Trauer, Wut und Resignation sind geblieben. Aber auch die Hoffnung, dass die Taten doch noch aufgeklärt und die Täter bestraft werden. Und dass sich strukturell etwas ändert in einem Land, in dem die rechtsextreme Bande jahrelang morden konnte. Weiter...

Beate Zschäpes Namensschild auf der Anklagebank des NSU-Prozesses.

Annette Ramelsberger

Drei Jahre NSU-Verfahren: über Täter, Helfer und Hinterbliebene

Seit drei Jahren läuft der Prozess gegen Beate Zschäpe und weitere mutmaßliche Unterstützer des NSU. Es ist schon jetzt der größte und teuerste Prozess, den es je gegen Neonazis in der Bundesrepublik gegeben hat. Die Gerichtsreporterin Annette Ramelsberger hat den Prozess von Anfang an begleitet. Weiter...

Ricarda Riefling, Parteivorstandsmitglied der NPD, auf einer Neonazi-Kundgebung am 04. Juni 2011 in Braunschweig.

Schwerpunkt

NPD

7,3 Prozent der Zweitstimmen erhielt die NPD bei den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern. Und es waren nicht nur die vielzitierten Protestwähler, die sie wählten, sondern auch überzeugte Rechtsextremisten. Weiter...

Die Ausgaben von "Mein Kampf" in verschiedenen Sprachen.

Schwerpunkt

"Mein Kampf"

In bemerkenswerter Offenheit gibt Hitler schon in "Mein Kampf" einen Ausblick auf die rassistische Vernichtungspolitik der Nazis. Ab dem 1.1.2016 kann die Propagandaschrift neu veröffentlicht werden. Heißt das, dass das Buch jetzt jedermann vertreiben und erwerben darf? Ist die Beschäftigung mit ihr überhaupt sinnvoll? Oder gehört sie auf den Müllhaufen der Geschichte? Weiter...

Anhänger der islamkritischen Bewegung Bagida (Bayern gegen die Islamisierung des Abendlandes) nehmen am 11.01.2016 in München (Bayern) an einer Demonstration teil. Bagida ist ein regionaler Ableger der islamkritischen Pegida-Bewegung (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes).

Armin Pfahl-Traughber

Pegida – eine Protestbewegung zwischen Ängsten und Ressentiments (II)

Der diffuse Protest der Pegida-Bewegung gegen die politische Elite hat sich weiter radikalisiert. Bis zu 25.000 Menschen konnte die Bewegung im Jahr 2015 zeitweilig in Dresden mobilisieren, bis Dezember sank die Zahl der Teilnehmer aber wieder auf 6.000. Die "Montagsspaziergänge" dienen der Artikulation von Ressentiments und dem Ausleben von Stimmungen der Teilnehmer. Armin Pfahl-Traughber meint aber, dass derartige Handlungsformen mit der Zeit ausgereizt sind und ihre Attraktivität verlieren. Weiter...

Ein Baseball-Schläger.

Schwerpunkt

Täter und Opfer

Der Italiener Orazio Giamblanco wurde im September 1996 in Trebbin in Brandenburg von Neonazis fast totgeschlagen. Und leidet noch heute an den schweren Folgen der Gewalt. Sein Fall zeigt: Opfer kann jeder werden, der nicht in das Weltbild der Rechtsextremen passt. Weiter...

Neonazi-Aufmarsch "Tag der Deutschen Zukunft" am 6. Juni 2015 in Neuruppin. Einer der Teilnehmer trägt ein T-Shirt, das mit den "14 Words" des amerikanischen Rechtsextremisten David Lane bedruckt ist. Der Glaubenssatz ist unter Neonazis und Rassisten weit verbreitet.

Schwerpunkt

Rassismus

Aus wissenschaftlicher Sicht gibt es keine Menschenrassen. Als Denkstruktur und in Form gruppenbezogener Vorurteile existiert Rassismus aber sehr wohl. Weiter...

Kommentare von Bürgern hängen am 19.10.2015 in Köln (Nordrhein-Westfalen) an einem Wahlplakat von Henriette Reker. Die unabhängige Kölner Oberbürgermeisterkandidatin war einen Tag vor der Wahl nach einer Messerattacke verletzt und am Sonntag (18.10.2015) zur Oberbürgermeisterin gewählt worden.

Armin Pfahl-Traughber

Der Anschlag auf Henriette Reker – ein Fall von "Lone Wolf"-Terrorismus

Es war ein feiges, rechtsterroristisches Attentat: Einen Tag vor der Wahl zur Kölner Oberbürgermeisterin am 18. Oktober sticht Frank S. mit einem Jagdmesser auf die OB-Kandidatin Henriette Reker ein und verletzt sie schwer. Der Attentäter handelte wohl alleine – war aber in den 1990er Jahren Teil der Bonner Neonaziszene. Weiter...

"Reichsdeutsche" und "Staatenlose" am 3.10.2014 vor dem Reichstag in Berlin.

Schwerpunkt

Verschwörungstheorien

Verschwörungstheorien haben Konjunktur, sind aber kein genuin rechtsextremes Phänomen. Bei Rechtsextremen funktionieren sie aber sehr gut – und befördern deren einfaches Weltbild. Weiter...

In Jamel, einem Dorf in Mecklenburg-Vorpommern, steht auf einer Garagenwand "Dorfgemeinschaft Jamel - frei - sozial - national".

Schwerpunkt

Ökologie

Grüne Braune? Völkische Siedler? Rechtsextreme Tierschützer? Richtig gehört. Was zunächst widersprüchlich erscheint, hat in Wahrheit eine Geschichte. Wenn heute in manchen Teilen Deutschlands verstärkt "Völkische Siedler" auftreten, ist Vorsicht geboten. Auch wenn sie auf den ersten Blick harmlos wirken: Sie verkörpern eine "Blut- und Boden-Ideologie". Weiter...

Bei einem Erstligaspiel zwischen Borussia Dortmund und Hannover 96 am 25. Oktober 2014 halten Fans ein Banner mit der Aufschrift "Refugees welcome" in die Höhe.

Dossier Rechtsextremismus

Debatte: Kommunale Flüchtlingspolitik

2014 und 2015 sind so viele Flüchtlinge nach Deutschland gekommen wie seit Jahren nicht mehr. Die rechtsextreme Szene lässt sich keine Gelegenheit entgehen, gegen die Flüchtlinge zu agitieren – immer häufiger in bedrohlichem Ausmaß. Was können Politik und Zivilgesellschaft in dieser Situation leisten? Weiter...

Hate Crimes sind Botschaftsverbrechen, mit denen die Angreifer nicht nur eine konkrete Person treffen, sondern eine ganze Gruppe von Menschen einschüchtern wollen. 2013 wurde in New York ein 32jähriger schwuler Mann erschossen. Die Polizei bezeichnete die Tat als Hate Crime. Auf einem der Schilder am Tatort ist zu lesen: "Wir lassen uns nicht einschüchtern!"

Gül Pinar

Rechtsextremismus und Hate-Crime-Gesetze

In vielen Ländern, auch in Deutschland, wird seit Jahren über strafverschärfende Gesetze für Taten diskutiert, die aus rassistischen oder anderen Vorurteilsmotiven begangen wurden. Was für und was gegen sogenannte Hate-Crime-Gesetze spricht, erläutert die Juristin Gül Pinar. Weiter...

Podiumsdiskussion: Bekämpfung rechtsextremistischer Gewalt durch Hate-Crime-Gesetze

Audiodokumentation: Bekämpfung rechtsextremistischer Gewalt durch Hate-Crime-Gesetze

Spätestens seit der Aufdeckung des "Nationalsozialistischen Untergrundes" wird auch in Deutschland wieder über eine explizite gesetzliche Strafverschärfung für Gewalttäter diskutiert, die aus Hass auf vermeintlich Andere handeln. Geht die Strafverschärfung durch Hass als Motiv über bloße Symbolpolitik hinaus? Weiter...

"Weniger Hass" - fordert dieses Plakat auf einer Gay-Pride-Parade 2014 in Athen.

Dossier Rechtsextremismus

Chat mit Gül Pinar zum Thema Hate-Crime-Gesetze

Brauchen wir besondere Gesetze für Verbrechen, die zum Beispiel aus rassistischen Motiven begangen werden und eine ganze Gruppe von Menschen einschüchtern sollen? Beim TwitterChat konnten Interessierte via Hashtag #hatecrimeChat mit der Fachanwältin für Strafrecht Gül Pinar am 17. Juni um 12 Uhr auf www.twitter.com/bpb_de über die Vor- und Nachteile von Hate-Crime-Gesetzen diskutieren. Weiter...

Rechtsaußenparteien im EP

Parlamentsaktivitäten der Rechtsaußenparteien im Europäischen Parlament 2009-2014

Rechtsaußenparteien sind in den vergangenen Jahren sichtbarer Teil der repräsentativen Demokratien Europas geworden. Bei den Wahlen zum EP konnten viele ihre Wahlgewinne in den jeweiligen Ländern noch übertreffen. Was lässt sich über die Soziostruktur der Parlamentarier von rechtsaußen sagen? Wie aktiv waren sie in der Zeit von 2009 bis 2014? Eine Studie der Uni Jena, mitgefördert von der bpb, Fachbereich FBI. Studie öffnet als PDF. Weiter...

Beim Freundschaftsspiel Maccabi Haifa gegen OSC Lille werden Spieler aus der israelischen Mannschaft von Zuschauern attackiert.

Ronny Blaschke

Judenhass im Fußball

Judenhass im Fußball hat Tradition. Hartnäckig halten sich antisemitische Stereotype, die als Beleidigungen von rechten Fans aus den Kurven gebrüllt werden. Die Verbände haben lange gebraucht, um auf antisemitische Ausfälle zu reagieren. Inzwischen wird der Judenhass auch in den Fußballstadien immer öfter als Israelkritik getarnt. Eine Herausforderung für Vereine und Fanbeauftragte. Weiter...

Ein Demonstrant trägt am 26.10.2014 in Köln ein T-Shirt der als gewaltbereit bekannten Gruppe "Hooligans gegen Salafisten" (HoGeSa).

Patrick Gensing

HoGeSa – Wie Hooligans rechte Brücken schlagen

Hooligans gegen Salafisten nennt sich ein loses Netzwerk von Fußballhooligans, die durch gewalttägige Demonstrationen auf sich aufmerksam gemacht haben. Zwar suchen die Hools Anschluss an die Mitte – doch rechts außen laufen Neonazis mit. Weiter...

Pegida - eine "Ressentimentbewegung": Anhänger des islamkritischen Pegida-Bündnisses versammeln sich am 09.02.2015 vor der Frauenkirche in Dresden.

Armin Pfahl-Traughber

Pegida – eine Protestbewegung zwischen Ängsten und Ressentiments

In der Pegida-Bewegung gegen die "Islamisierung des Abendlandes" artikuliert sich ein diffuser Protest gegen die politische Elite. Dabei dominiert aber nicht das differenzierte Argument, sondern die emotionale Pauschalisierung. Insofern handelt es sich auch um eine Ressentimentbewegung. Weiter...

Teilnehmer einer Kundgebung der Anti-Islam-Bewegung Pegida halten am 12.01.2015 während der Kundgebung in Dresden (Sachsen) Plakate und Fahnen in den Händen.

Volker Weiß

Sind sie das Volk? Pegida – die Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes

Es waren nur ein paar Hundert Menschen, die Ende Oktober zum ersten Mal zu einem Spaziergang "Patriotischer Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" in Dresden zusammenkamen. Innerhalb weniger Wochen wuchs Pegida hier zu einer Massenbewegung. Was genau in Dresden passiert und was Pegida ausmacht, analysiert Volker Weiß. Weiter...

Neonazis in Bad Nenndorf im November 2013.

Schwerpunkt

Männer

Warum sind insbesondere Männer im Rechtsextremismus aktiv? Das Rollenangebot und das Versprechen "wahrer Männlichkeit" scheinen für junge Männer nach wie vor anziehend zu sein. Weiter...

Neonaziveranstaltung am 05.09.2009 in Dortmund, Nordrhein-Westfalen. Ein Teilnehmer des sogenannten "Antikriegstages" trägt einen Pullover mit der Aufschrift "Braune Musik Fraktion".

Schwerpunkt

Rechtsextreme Musikszene

Sie heißen "Landser", "Stahlgewitter" oder "Kraftschlag", und sie verkaufen Hass: braune Musik ist Einstiegsdroge Nummer 1. Neonazis versuchen hiermit gezielt, vor allem Jugendliche zu ködern. Und machen mit Konzerten und CDs ein Millionengeschäft. Weiter...

Ein Screenshot des Blogs der Freien Nationalisten Esslingen vom 03.03.2014 (http://fnesslingen.wordpress.com/) zeigt die Ankündigung einer Demonstration gegen Flüchtlingsunterkünfte in Ludwigshafen

Schwerpunkt

Neonazis im Netz

Das Propaganda-Potential des Internets hat die rechtsextreme Szene schon vor Jahren erkannt. Tausende rechtsextreme Inhalte finden sich im Netz, viele davon amateurhaft und unattraktiv. Doch es gibt auch Experten in der Szene, die hochprofessionell und erfolgreich im Netz agieren. Weiter...

Mitglieder der rechtsextremen Casa Pound bei einer Demonstration in Rom.

Schwerpunkt

Europa

2014 haben Europas Bürger ein neues Parlament gewählt. Im Vorfeld der Wahl formierten sich auch die Rechtsextremen. Front National, Goldene Morgenröte oder Casa Pound: Wer sind Europas Rechtsaußenparteien? Was genau wollen sie? Weiter...

Vereint gegen die EU? Matteo Salvini (Lega Nord), Harald Vilimsky (FPÖ), Marine Le Pen (Front National) und Geert Wilders (PVV) (v.l.n.r.) bei einem Treffen der Rechtsaußen-Parteien am 28. Mai 2014 in Brüssel.

Daniela Kietz, Nicolai von Ondarza

Die Rechtsaußen-Parteien nach den Europawahlen 2014: Isoliert trotz deutlicher Wahlerfolge

Einige Rechtsaußen-Parteien haben bei den Wahlen zum Europäischen Parlament 2014 erfolgreich EU-skeptisches Wählerpotential mobilisiert. Doch können sie diesen Wahlerfolg im Parlament tatsächlich in politisches Kapital umwandeln? Welche Bündnisse haben sich gefunden und wie einig sind sie sich in ihren politischen Botschaften? Erste Eindrücke nach der Wahl. Weiter...

TwitterChat am 10. Juli 2014 um 13:00 Uhr auf http://twitter.com/bpb_de zum Thema "Das Abschneiden der Rechtsaußenparteien bei den Europawahlen". Hashtag: #rechtsaussenEP

Mitreden!

TwitterChat #rechtsaussenEP: 10. Juli | 13 Uhr | @bpb_de

Was nun, Europa? Bei unserem TwitterChat mit Daniela Kietz und Nicolai von Ondarza (beide Stiftung Wissenschaft und Politik) sprechen wir via #rechtsaussenEP am 10. Juli ab 13:00 Uhr auf twitter.com/bpb_de über das Abschneiden der Rechtsaußenparteien bei den Europawahlen und darüber, wie diese Parteien sich jetzt im Parlament positionieren. Mit dem HASHTAG #rechtsaussenEP jetzt schon Fragen oder Kommentare @bpb_de schicken und live mitdiskutieren am 10. Juli! Weiter...

Ein antisemitisches Spruchband ("Juden" - mit dem Dynamo-Dresden-"D" in der Mitte) wird zu Beginn eines Zweitliga-Spiels im Cottbuser Block in die Höhe gehalten (05.12.2005).

Schwerpunkt

Fußball

Rassistische Parolen und Anfeindungen schallen durch die Stadien, rechtsextreme Hooligangruppen wie die "Borussenfront" machten schon in den 1980er Jahren auf sich aufmerksam. In jüngster Zeit sind die Nazis wieder auf dem Vormarsch, unterwandern die Jugendkultur der "Ultras" und prügeln und agieren gezielt gegen solche Fans, die sich gegen Diskriminierung im Stadion einsetzen. Weiter...

Webtalk am 26. Juni 2014 zum Thema Neonazis und Fußball.

Schwerpunkt Fußball

Interaktiver Webtalk: Über den rechten Flügel – Neonazis und Fußball

Neonazis und Diskriminierung im Stadion: Am 26. Juni sprachen Schülerinnen und Schüler in einem interaktiven Talk mit Sportjournalist Ronny Blaschke und mit Gerd Wagner von der Koordinationsstelle Fanprojekte, die sich beide aktiv gegen Rassismus im Fußball einsetzen. Die Videoaufzeichnung des Talks findet ihr hier. Weiter...

Etwa 100 NPD-Anhänger protestieren mit islamfeindlichen Schildern in Neukölln gegen den Bau von Moscheen.

Schwerpunkt

Muslimfeindlichkeit

"Der" Islam und "die" Muslime tauchen immer wieder auf in Debatten rund um Themen wie Zuwanderung und Integration. Die Grenze zwischen dem, was Islamkritik ist und dem, was man als Islamfeindlichkeit bezeichnen kann, sind dabei fließend. Eine Tatsache, die sich auch Rechtsextreme zunutze machen. Sie übernehmen lautstark die Führung bei Protesten gegen Moscheebauten oder versuchen, Debatten um Flüchtlingsunterkünfte u.a. ihren Stempel aufzudrücken. Weiter...

Berlins Integrationsbeauftragter Günter Piening (links) und Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (Mitte) bei einer Sitzblockade am Samstag (1. Mai 2010) gegen eine Nazi-Demo auf der Bornholmer Straße in Berlin.

Debatte

Was tun bei einem rechtsextremen Aufmarsch?

Laufen lassen, verbieten oder blockieren - wie sollte man mit Aufmärschen der extremen Rechten umgehen? Vier Meinungen zu einer Frage, die sich Politik, Sicherheitsbehörden und Zivilgesellschaft immer wieder stellt. Weiter...

Dossier Rechtsextremismus

Was ist das? Glossarbegriffe als Erklärvideos

"Antisemitismus", "Rassismus", "NPD" - kann man das auch mit einfachen Worten erklären? In diesen Videos sprechen Jungschauspieler/-innen Glossarbegriffe aus dem Dossier Rechtsextremismus ein, in kurzer und verständlicher Form. Getextet von Toralf Staud, Johannes Radke, Heike Kleffner und FLMH. Weiter...

Knapp hundert Anhänger der Partei DIE RECHTE nehmen am 23.03.2013 an einer Versammlung vor dem Rathaus von Kirchweyhe (Niedersachsen) teil und werden von ihrem Vorsitzenden, Christian Worch (M, braune Jacke), eingeschworen.

Situation in Deutschland

Wolf im Schafspelz? Die Partei DIE RECHTE als Sammelbecken für Neonazis

Kaum eine Partei ist in den letzten 20 Jahren so militant und neonazistisch aufgetreten wie DIE RECHTE. 2012 gegründet, wurde die Partei schnell zum Auffangbecken für Mitglieder verbotener rechtsextremer Kameradschaften. Politische Erfolge sind allerdings bislang ausgeblieben. Kurz vor der Europawahl 2014 zeigen sich sogar Auflösungserscheinungen. Weiter...

Zwei Teilnehmerinnen eines Neonazi-Aufmarsches im Braunschweig

Schwerpunkt Frauen

Auf die sanfte Tour

Längst sind junge Mädchen und Frauen in der Neonazi-Szene angekommen. Sie treiben die menschenverachtende Ideologie mit voran, übernehmen politische Mandate und werden von den extrem Rechten auch strategisch eingesetzt, um mehr Akzeptanz zu gewinnen. Weiter...

NPD-Anhängerinnen bei einer Neonazi-Kundgebung in Berlin. Links im Bild Marianne Pastörs – rechte Aktivistin und Ehefrau des Schweriner NPD-Abgeordneten Udo Pastörs.

Renate Bitzan

Kann es einen "Feminismus von rechts" geben?

Emanzipierte und selbstbewusste Frauen haben es in der Vergangenheit bei NPD & Co. nicht lange ausgehalten. Gleichberechtigung und rechtsextreme Ideologie waren zumindest bislang nicht miteinander vereinbar. Ob das in Zukunft anders sein könnte, ob es also einen "Feminismus von rechts“ geben kann – dazu äußert sich die Rechtsextremismus-Forscherin Renate Bitzan im Interview. Weiter...

Mediathek

Weiblich, deutsch, rechtsextrem

Jeder 5. Neonazi in Deutschland ist eine Sie: Immer häufiger sind Frauen auch auf rechtsextremen Demos zu sehen, treten als Rednerinnen auf und stärken die braune Bewegung im Hintergrund. Sie sind fester Bestandteil der Szene - und nicht weniger radikal als die Männer. Weiter...

Martialisch, modern – rechtsextrem: Die Website des Nazi-Labels spricht eine eindeutige Sprache. Screenshot vom 14.01.2014, http://white-rex.com/2013/07/otkry-tie-ligi-turnirov-jungsturm-league/

Internationale Netzwerke

Kampfsport, Runen, Rassenhass

Eine neue rechtsextreme Modemarke sorgt in Russland für Aufsehen. Hochprofessionell richtet "White Rex" Kampfsport-Turniere und Rechtsrock-Konzerte aus. Die Unterwanderung des Sports durch Neonazis schreitet voran. Protest dagegen gibt es kaum. Jetzt drängt der rechtsextreme Kampfsportausrüster auch auf den deutschen Markt. Weiter...

Timeline Rechtsterrorismus.

Zeitleiste Rechtsterrorismus

Reihenweise gründeten sich seit dem Zweiten Weltkrieg in der Bundesrepublik rechtsextreme Terrorgruppen – allein in den siebziger und achtziger Jahren töteten sie mehr als zwei Dutzend Menschen. Diese Übersicht behandelt den Terror von rechts in chronologischer Reihenfolge. Weiter...

Der NSU-Untersuchungsausschuss tagte im Paul-Löbe-Haus in Berlin.

Interaktiver Chat: Die Ergebnisse des NSU-Ausschusses

Eure Fragen für den Expertenchat: Zu welchen Ergebnissen ist der NSU-Ausschuss gekommen? Darüber sprachen wir am 27. November um 13:00 Uhr mit Heike Kleffner und Dr. Andreas Feser, die im Ausschuss mitgewirkt haben. Hier könnt ihr nun das Chatprotokoll nachlesen. Weiter...

Der NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages tagte im Paul-Löbe-Haus in Berlin.

Der NSU-Ausschuss

Der Untersuchungsausschuss des Bundestages zur rechtsextremen Terrorgruppe NSU hat seinen Schlussbericht vorgelegt. Die Journalistin Heike Kleffner, die für die Linksfraktion als Referentin im Untersuchungsausschuss saß, und Dr. Andreas Feser, Leiter des Arbeitsbereichs Untersuchungsausschüsse der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, fassen hier die Arbeit und die Ergebnisse des Ausschusses zusammen. Weiter...

Es gibt gute Gründe für ein NPD-Verbot

NPD-Verbot | Pro

Nur verfassungsfeindlich zu sein, reicht nicht aus für ein Parteiverbot. Eine Partei muss darüber hinaus auch eine aktiv kämpferische, aggressive Haltung gegenüber der bestehenden Ordnung zeigen – und diese Ordnung beseitigen wollen, so will es das Bundesverfassungsgericht. Diese Haltung sei bei der NPD gegeben, sagen Befürworter eines Verbotes - und führen weitere Argumente an. Weiter...

Es gibt gute Gründe gegen ein NPD-Verbot

NPD-Verbot | Contra

Ein NPD-Verbot ist nicht nur aussichtslos, es ist auch sinnlos. Das zumindest meinen Gegner eines erneuten Verbotsverfahrens und beklagen, dass das Verfahrenshindernis "V-Leute" immer noch nicht beseitigt ist. Außerdem gehe von der NPD keine ernsthafte Gefährdung für das demokratische System Deutschlands aus. Die Gegner eines Verbots setzen auf eine politische Lösung und zivilgesellschaftliches Engagement gegen Rassismus und Rechtsextremismus. Weiter...

Polizeibeamte räumen nach Bestätigung des KPD-Verbots am 17.08.1956 das Büro der KPD-Landesleitung in Hamburg

Parteien und Verbote: Sieben Fragen und Antworten

Offener Meinungswettstreit ist eine Grundlage der Demokratie. Dennoch können in Deutschland Parteien verboten werden. Wie genau funktioniert das? Hier sind die Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Thema Parteiverbot. Weiter...

Interaktiver Webtalk der bpb

Dossier Rechtsextremismus

Webtalk: NPD-Verbot | Pro & Contra

Wir haben am 7. November 2013 mit euch und den Webtalk-Teilnehmern Richard Stöss und Sebastian Wehrhahn über das Für und Wider eines NPD-Verbots diskutiert. Hier könnt ihr euch die Aufzeichnung des Livestreams anschauen. Weiter...

NPD-Verbot Test

Dossier Rechtsextremismus

Test: NPD-Verbot

Wie stehst du zum NPD-Verbot? Check deine Meinung mit unserem Test! Wir haben Pro- und Contra-Argumente für dich zusammengestellt. Weiter...

 

Dossier Rechtsextremismus

Initiativenblog

Welche Konzepte gegen die extreme Rechte sowie gegen Rassismus, Antisemitismus, Homophobie und andere gruppenbezogene Abwertungen gibt es? Hier stellen sich Initiativen mit ihren Ideen und Berichten aus der praktischen Arbeit vor: Ein Initiativenblog, der stetig wachsen wird und die Vielfalt an Engagements abbildet. Weiter... 

Mediathek

Die Arier

In einer sehr persönlichen Reise begibt sich die Afrodeutsche Mo Asumang auf die Suche nach den Ursprüngen des Arierbegriffs und dessen Missbrauch durch Rassisten in Deutschland und den USA. Weiter... 

Mediathek

Kombat Sechzehn

Der 16-jährige Georg zieht von Frankfurt am Main nach Frankfurt an der Oder um, weil sein Vater dort einen neue Arbeit gefunden hat. Nur schwer findet er sich in der neuen Situation zurecht. In seiner Isolation und Orientierungslosigkeit gerät Georg zunehmend in den Sog einer rechtsextremen Clique... Weiter... 

Rassismus begegnen - TeaserbildReihe

... begegnen!

Rassismus, Antisemitismus, Homophobie… Aspekte der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit begegnen uns in vielen Bereichen der Gesellschaft. Die "Begegnen-Reihe" soll in unterschiedlichen Formaten auf Aussagen und Handlungen vorbereiten, in denen Menschen ausgegrenzt und diskriminiert werden. Weiter... 

Publikationen und Angebote der Bundeszentrale für politische Bildung/bpbPressekit

Aktiv gegen Rechtsextremismus

Sie benötigen ein Bild zur Illustration Ihres Presseartikels, wollen sich einen Überblick über das bpb-Angebot zum Thema verschaffen oder Pressemitteilungen nachlesen? Hier finden Sie Informationen zum breiten Engagement der bpb gegen Rechtsextremismus. Weiter... 

bpb-Publikationen zum Thema Rechtsextremismus

Hier finden Sie Publikationen der bpb zum Thema Rechtsextremismus. Weiter... 

Fortbildungskonzept

Qualifiziert handeln!

Bei der Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus und abwertenden Haltungen gewinnt ein Thema mehr und mehr an Bedeutung: Qualifiziertes Handeln. Die Bundeszentrale für politische Bildung hat daher in Kooperation mit drei ausgewählten Partnern ein umfassendes Fortbildungskonzept entwickelt: Das DGB-Bildungswerk Bund, der Bundesarbeitskreis Arbeit und Leben und die Evangelischen Akademien in Deutschland führen Fortbildungen für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren mit jeweils besonderen Schwerpunkten durch. Weiter... 

Bündnis für Demokratie und Toleranz

Bündnis für Demokratie und Toleranz

Das von den Bundesministerien des Innern und der Justiz gegründete bundesweite Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt (BfDT) in der Bundeszentrale für politische Bildung will das zivilgesellschaftliche Engagement für Demokratie und Toleranz in unserem Land sichtbar machen und möglichst viele Bürgerinnen und Bürger zum Einsatz für unsere Demokratie ermutigen. Seit seiner Gründung im Jahr 2000 haben sich eine Vielzahl von Organisationen dem Bündnis angeschlossen - von großen Verbänden bis hin zu kleinen Aktionsgruppen. Weiter... 

Zusammenhalt dur TeilhabeBundesprogramm

Zusammenhalt durch Teilhabe

Mit dem Programm "Zusammenhalt durch Teilhabe" fördert das Bundesministerium des Innern (BMI) Projekte für demokratische Teilhabe und gegen Extremismus in Ostdeutschland. Demokratie und gesellschaftlicher Zusammenhalt sollen dort gefördert werden, wo sie entstehen: an der Basis. Das BMI hat die bpb mit der Umsetzung des Bundesprogramms betraut. Weiter...