Rechtsextreme Demonstranten bei einem Neonazi-Aufmarsch in Berlin am 1. Mai 2010.

Rechtsterrorismus

Die brutalen und gezielten Morde an zehn Menschen offenbarten im November 2011 eine neue Dimension des Rechtsterrorismus in Deutschland. Doch weder Polizei noch Verfassungsschutz vermuteten hinter den Taten ein rechtsextremes Motiv. Hunderte Beamte ermittelten jahrelang in die falsche Richtung. Laut Armin Pfahl-Traughber stellt die geplante und gezielte Ermordung einzelner Menschen in Serie zwar eine neue Qualität des Rechtsterrorismus dar. Rechtsterroristische Strukturen wie die "Deutschen Aktionsgruppen" und die "Hepp-Kexel-Gruppe" tauchten in der Geschichte der BRD aber immer wieder auf – und führten Anschläge durch.

Für weitere Infos zu den Taten des NSU einfach auf die Symbole clicken:

Beate Zschäpes Namensschild auf der Anklagebank des NSU-Prozesses.

Annette Ramelsberger

Drei Jahre NSU-Verfahren: über Täter, Helfer und Hinterbliebene

Seit drei Jahren läuft der Prozess gegen Beate Zschäpe und weitere mutmaßliche Unterstützer des NSU. Es ist schon jetzt der größte und teuerste Prozess, den es je gegen Neonazis in der Bundesrepublik gegeben hat. Die Gerichtsreporterin Annette Ramelsberger hat den Prozess von Anfang an begleitet. Weiter...

Kommentare von Bürgern hängen am 19.10.2015 in Köln (Nordrhein-Westfalen) an einem Wahlplakat von Henriette Reker. Die unabhängige Kölner Oberbürgermeisterkandidatin war einen Tag vor der Wahl nach einer Messerattacke verletzt und am Sonntag (18.10.2015) zur Oberbürgermeisterin gewählt worden.

Armin Pfahl-Traughber

Der Anschlag auf Henriette Reker – ein Fall von "Lone Wolf"-Terrorismus

Es war ein feiges, rechtsterroristisches Attentat: Einen Tag vor der Wahl zur Kölner Oberbürgermeisterin am 18. Oktober sticht Frank S. mit einem Jagdmesser auf die OB-Kandidatin Henriette Reker ein und verletzt sie schwer. Der Attentäter handelte wohl alleine – war aber in den 1990er Jahren Teil der Bonner Neonaziszene. Weiter...

Teaserbild des TwitterChats zu #3JahreNSUprozess mit der Gerichtsreporterin Annette Ramelsberger.

Dokumentation des TwitterChats zum Thema 3 Jahre NSU-Prozess

Der Prozess gegen Beate Zschäpe und mutmaßliche Unterstützer der rechtsextremen Terrorgruppe NSU läuft bereits drei Jahre. Die Gerichtsreporterin Annette Ramelsberger (@ARamelsberger) hat ihn von Anfang an begleitet. Über ihre Eindrücke und Erfahrungen berichtete sie am 25. April 2016 im TwitterChat der @bpb_de unter dem Hashtag #3JahreNSUProzess. Weiter...

Rechtsterrorismus

Video: "Ich kenne meine Feinde" -
Die migrantische Community und der NSU

Unter Migrantinnen und Migranten verbreitete der NSU Angst und Schrecken - auch ohne ein einziges Bekennerschreiben. Gerade in der türkischen Community kam lange vor dem Auffliegen des NSU der Verdacht auf: Hinter den gezielten Morden und Anschlägen stecken Neonazis. Weiter...

"Es geht gar nicht um die Opfer…"

"Es geht gar nicht um die Opfer…"

Wie Angehörige und Betroffene mit dem NSU-Prozess umgehen

Seit Anfang Mai 2013 findet vor dem Oberlandesgericht in München der NSU-Prozess statt. Angehörige und Betroffene des NSU-Terrors müssen sich seitdem erneut mit den Taten der Terroristen auseinandersetzen, mancher durchlebt sein Trauma zum zweiten Mal. Trauer, Wut und Resignation sind geblieben. Aber auch die Hoffnung, dass die Taten doch noch aufgeklärt und die Täter bestraft werden. Und dass sich strukturell etwas ändert in einem Land, in dem die rechtsextreme Bande jahrelang morden konnte. Weiter...

"Weniger Hass" - fordert dieses Plakat auf einer Gay-Pride-Parade 2014 in Athen.

Chat mit Gül Pinar zum Thema Hate-Crime-Gesetze

Brauchen wir besondere Gesetze für Verbrechen, die zum Beispiel aus rassistischen Motiven begangen werden und eine ganze Gruppe von Menschen einschüchtern sollen? Beim TwitterChat konnten Interessierte via Hashtag #hatecrimeChat mit der Fachanwältin für Strafrecht Gül Pinar am 17. Juni um 12 Uhr auf »www.twitter.com/bpb_de« über die Vor- und Nachteile von Hate-Crime-Gesetzen diskutieren. Weiter...

Der NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages tagte im Paul-Löbe-Haus in Berlin.

Rechtsterrorismus

Der NSU-Untersuchungsausschuss

Der Untersuchungsausschuss des Bundestages zur rechtsextremen Terrorgruppe NSU hat seinen Schlussbericht vorgelegt. Die Journalistin Heike Kleffner, die für die Linksfraktion als Referentin im Untersuchungsausschuss saß, und Dr. Andreas Feser, Leiter des Arbeitsbereichs Untersuchungsausschüsse der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, fassen hier die Arbeit und die Ergebnisse des Ausschusses zusammen. Weiter...

Der NSU-Untersuchungsausschuss tagte im Paul-Löbe-Haus in Berlin.

Rechtsterrorismus

Interaktiver Chat: Die Ergebnisse des NSU-Untersuchungsausschusses im Bundestag

Eure Fragen für den Expertenchat: Zu welchen Ergebnissen ist der NSU-Ausschuss gekommen? Darüber sprachen wir am 27. November um 13:00 Uhr mit Heike Kleffner und Dr. Andreas Feser, die im Ausschuss mitgewirkt haben. Hier könnt ihr nun das Chatprotokoll nachlesen. Weiter...

Rechtsterrorismus

Protokolle des NSU-Untersuchungsausschusses im Bundestag

Was konnte der Untersuchungsausschuss aufdecken? Wie haben die geladenen Vertreter/-innen der Sicherheitsbehörden auf Vorwürfe des Versagens reagiert und welche Schlüsse zogen die Abgeordneten aus den ihnen offenbarten Fehlern? Hier können Sie die stenografischen Protokolle der nicht-geheimen Sitzungen im Wortlaut nachlesen. Weiter...

Timeline Rechtsterrorismus.

Zeitleiste Rechtsterrorismus

Reihenweise gründeten sich seit dem Zweiten Weltkrieg in der Bundesrepublik rechtsextreme Terrorgruppen – allein in den siebziger und achtziger Jahren töteten sie mehr als zwei Dutzend Menschen. Diese Übersicht behandelt den Terror von rechts in chronologischer Reihenfolge. Weiter...

Der Schweizer Neonazi Sebastien N. (l) nimmt am 01.05.2008 im Hamburger Stadtteil Barmbeck an einer 1. Mai-Demonstration der NPD teil.

Toralf Staud, Johannes Radke

Ohne Führer und Bekennerschreiben

Die Öffentlichkeit war überrascht, als im November 2011 der "Nationalsozialistische Untergrund" aufflog. Wieso eigentlich? In der bundesdeutschen Geschichte gab es bis zu diesem Zeitpunkt bereits reihenweise rechtsextreme Terrorgruppen. Doch sie werden allzu oft übersehen – wohl deshalb, weil sie anders agieren und organisiert sind als Linksterroristen. Weiter...

Feuerwehrleute und Polizisten stehen am 4. November 2011 in Eisenach-Stregda vor einem qualmenden Wohnwagen, in dem die Leichen von Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos gefunden wurden.

Johannes Radke

Der "Nationalsozialistische Untergrund" (NSU)

Die rechtsextreme Mordserie des NSU hat weltweit für Entsetzen gesorgt. Wie konnten die Täter sich derart radikalisieren? Warum haben die Sicherheitsbehörden versagt? Und wie groß ist das Netzwerk der Rechtsterroristen tatsächlich? Mehrere Untersuchungsausschüsse und ein Gerichtsprozess sollen Antworten liefern. Weiter...

Die Angeklagte Beate Zschäpe steht zum Auftakt des NSU-Prozesses am 06.05.2013 im Gerichtssaal in München.

Johannes Radke

Bewundern, leugnen, abstreiten – wie steht die Szene zum NSU?

Die Frage, was vom NSU und seinen Taten zu halten sei, spaltet die deutschen Rechtsextremisten. Die Reaktionen reichen von Bewunderung bis Ablehnung. Manche glauben an einen Komplott der Sicherheitsbehörden. Nur in einer Hinsicht sind sich die extrem Rechten einig: Sie haben kein Mitgefühl für die Opfer des NSU. Weiter...

Grafik der NSU-Taten.

Rechtsterrorismus

Interaktive Grafik: Die Taten des NSU

Welche Taten sind dem Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) zuzuschreiben? Die gezielten rassistischen Morde, die Sprengstoffanschläge und Banküberfalle des NSU ergeben ein Bild des Terrors. Die bisherigen Erkenntnisse haben wir in einer interaktiven Grafik zusammengefasst. Weiter...

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Die Neonazis Uwe Böhnhardt (links), Uwe Mundlos (mitte), und Beate Zschäpe (rechts) auf einem Fahndungsplakat des Bundeskriminalamtes im Dezember 2011.

Armin Pfahl-Traughber

Der Rechtsterrorismus im Verborgenen

Die brutalen und gezielten Morde an zehn Menschen offenbaren eine neue Dimension des Rechtsterrorismus in Deutschland. War der NSU eine "Braune Armee Fraktion"? Weiter...

Ein Mitglied der English Defence League (EDL) bei einer Demonstration in Amsterdam am 30. Oktober 2010.

Uwe Backes

Rechtsextremistische und rechtsterroristische Gewalt in Europa – ein Überblick

Wo und in welcher Weise spielen rechtsextreme Gewalt und Terrorismus in Europa eine Rolle? Auf welchem ideologischen und strukturellen Nährboden gedeihen sie? Weiter...

 
Datenbank Initiativen gegen RechtsextremismusDatenbank

Initiativen gegen Rechtsextremismus

Ob Jugendbegegnungsstätte, Beratungsstelle oder Online-Angebot: Viele Initiativen haben dem Rechtsextremismus den Kampf angesagt. Wer sich wie engagiert und wo Sie Hilfe für Ihre konkreten Fragen und Probleme erhalten können, erfahren Sie hier. Weiter... 

Publikation zum Thema

Cover Blut und Ehre

Blut und Ehre

Rechtsextremismus in Deutschland ist von bitterer Aktualität – insbesondere die eher zufällige Enttarnung des NSU wirft Fragen auf. Wer unterstützt, wer sympathisiert mit rechtsextremer Gewalt? Welche Entwicklung nahm sie? Wie kann ihr erfolgreich und energisch begegnet werden?Weiter...

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Abschlussbericht des Thüringer NSU-Ausschusses

Zu welchen Ergebnissen kam der NSU-Ausschuss des Thüringer Landtags? Hier finden Sie den Abschlussbericht des Untersuchungsausschusses 5/1 "Rechtsterrorismus und Behördenhandeln", der am 21. August 2014 in Erfurt vorgestellt wurde. Weiter...