>>> Alles zur Bundestagswahl 2017 <<<
Rechtsextreme Demonstranten bei einem Neonazi-Aufmarsch in Berlin am 1. Mai 2010.

Männer

Warum sind insbesondere Männer im Rechtsextremismus aktiv? Das Rollenangebot und das Versprechen "wahrer Männlichkeit" scheinen für junge Männer nach wie vor anziehend zu sein. In ihren Bezugnahmen auf die faschistische Verklärung von Volk, "Rasse" und Maskulinität erscheinen die Neonazi-Akteure als jugendkulturell modernisierte Nachahmer ihrer verehrten NS-Vorgänger.

(R)echte Männer weinen nicht? Ulrich Overdieck, Autor und Rechtsextremismusexperte, über Männerbilder in der extremen Rechten. (© Bundeszentrale für politische Bildung)

Männliches NPD-Mitglied mit schwenkender Fahne auf einer Kundgebung.

Ulrich Overdieck

Männliche Überlegenheitsvorstellungen in der rechtsextremen Ideologie

Warum sind mehr Männer als Frauen im Rechtsextremismus aktiv? Weil die rechtsextreme Ideologie ihnen attraktive Rollenangebote bietet, sagt der Rechtsextremismusexperte Ulrich Overdieck. Kern dieser Rollenbilder sei die Vorstellung von der Überlegenheit des weißen Mannes. Weiter...

Neonazis in Bad Nenndorf im November 2013.

Audio-Slideshow

Vom perfekten Mann hatten die Nazis genaue Vorstellungen. Wie aber sehen die neuen Nazis aus? Weiter...

Burschentag in Eisenach, Verbandstreffen der Deutschen Burschenschaft (DB) im Juni 2014: Der Stiftungsrat der Wartburg hatte einstimmig beschlossen den Burghof nicht an die Deutsche Burschenschaft zu vermieten. Der Festakt mit anschließendem Fackelzug und Totengedenken fand daher am Burschenschaftsdenkmal statt.

Alexandra Kurth

Das Männerbild der Burschenschafter

Burschenschaften sind klassische Männerverbindungen. Vor allem die im Dachverband Deutsche Burschenschaften organisierten Verbände gelten als äußerst konservativ, einige als rechtsextrem. Ein "teutscher Mann", so ihr Männerbild, ist hart und ohne Schwäche. Weiter...

Teilnehmer eines Neonazi-Aufmarsches in Bad Nenndorf am 3. August 2013.

Yves Müller

Schwule Nazis?! (Männliche) Homosexualität und Homosexuellenfeindlichkeit in der extremen Rechten

Schwule gehören noch immer zu den beliebtesten Feindbildern von Neonazis. Und: Das Thema Homosexualität spaltet die rechtsextreme Szene. Neben offener Ablehnung und Homophobie gibt es auch Stimmen, die Neonazismus und Homosexualität für bedingt miteinander vereinbar halten. Weiter...

Teilnehmer eines Neonazi-Aufmarsches in Bad Nenndorf am 3. August 2013.

Olaf Stuve

Wann ist ein Mann ein Mann? Rechtsextreme Männerbilder und geschlechterreflektierende Präventionsarbeit

Ein "echter" Mann sein zu können – das ist ein Versprechen der rechten Szene, das viele vor allem junge Männer anzieht. Was aber ist ein "echter" Mann und woher stammen unsere Vorstellungen von "wahrer Männlichkeit"? Im Interview erklärt der Soziologe und Bildungsarbeiter Olaf Stuve, welche Geschlechter- bzw. Männlichkeitsanforderungen auch heute bestehen und welche Chancen eine geschlechterreflektierte Pädagogik für die Rechtsextremismusprävention bietet. Weiter...

Das Konzept "Freier Kameradschaften" entwickelte sich zu einem einflussreichen Organisationsmodell der Neonaziszene.

Alexander Häusler

Die Konstruktion soldatischer Männlichkeit im faschistischen Weltbild

Die Inszenierung als soldatischer Männerbund ist zentrales Kennzeichen rechtsextremer Bewegungen. Das galt für den italienischen Faschismus ebenso wie für den deutschen Nationalsozialismus – und es gilt für die Neonazi-Akteure von heute. Beeinflusst wurde die Idealisierung des Männerbunds durch verschiedene völkische Theoretiker. Weiter...