Rechtsextreme Demonstranten bei einem Neonazi-Aufmarsch in Berlin am 1. Mai 2010.

Debatte: Kommunale Flüchtlingspolitik

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Ein Besuch im Integrationshaus e.V. in Köln

Im Integrationshaus in Köln engagieren sich Flüchtlinge und Zuwanderer ehrenamtlich. Sie helfen beim Ausfüllen von Formularen, bei der Wohnungssuche und vielem mehr. Und sie haben einen kreativen Weg gefunden, Menschen den Spracherwerb zu erleichtern. Und dabei auch noch was für ältere Menschen zu tun.

Aus der Mediathek

Eine Polizistin und ein Polizist im Vordergrund, die einen Mann abführen, dahinter ein Polizeiauto und eine Menschenmenge. Die Gesichter der Personen sind unkenntlich gemacht worden.

Vanessa Guinan-Bank

Nach Köln: Zwischen Willkommens- und Ablehnungskultur

Die Neujahrsnacht 2015/2016 von Köln, in der Hunderte von Frauen sexuell belästigt und einige vergewaltigt wurden, ist zur Zäsur in der Diskussion um die deutsche Flüchtlingspolitik geworden. Auf den Sommer der Willkommenskultur folgte eine Ablehnungskultur und vielfach die Entladung rassistischer Ressentiments. Vanessa Guinan-Bank zeichnet nach, wie sich die Gemütslage "nach Köln" verändert hat. Weiter...

Politisch motivierte Delikte, bei denen eine Flüchtlingsunterkunft Tatort oder Angriffsziel war (2015)

Politisch motivierte Delikte, bei denen eine Flüchtlingsunterkunft Tatort oder Angriffsziel war (2015)

Die interaktive Karte zeigt die 1.025 politisch motivierten Delikte aus dem Jahr 2015, bei denen eine Flüchtlingsunterkunft selbst Tatort oder direktes Angriffsziel war. Davon wurden 918 als "politisch motivierte Kriminalität - rechts" (PMK-rechts) eingestuft. Die Delikte können nach sechs Kategorien gefiltert werden. Weiter...

Ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes geht zwischen den Zelten der Flüchtlingsunterkunft Reitstadion in Stuttgart entlang.

Interview

Gewalt in Flüchtlingsunterkünften – ein Interview mit Oliver Malchow

Gewalt in Unterkünften ist ein Medienthema – und mancherorts ein Problem. Wie entstehen Konflikte, und wie kann man ihnen vorbeugen? "Es ist wichtig, mehr Raum in den Flüchtlingsunterkünften zu organisieren", sagt Oliver Malchow, Bundesvorsitzender bei der Gewerkschaft der Polizei im Interview. Er spricht sich für mehr Schutzräume für Frauen und Kinder aus, und hält wenig von einer Trennung nach religiösen oder nationalen Gruppen. Weiter...

Bedrohung von Unterstützerinnen und Unterstützern

Bei einem Erstligaspiel zwischen Borussia Dortmund und Hannover 96 am 25. Oktober 2014 halten Fans ein Banner mit der Aufschrift "Refugees welcome" in die Höhe.

Jan Bielicki

Was kommunale Flüchtlingspolitik leisten kann – und muss

2014 sind so viele Flüchtlinge nach Deutschland gekommen wie seit Jahren nicht mehr, 2015 werden es noch mehr sein. Landkreise und Kommunen sind oft überfordert, die Flüchtlinge aufzunehmen und zu versorgen, bemühen sich vielerorts aber nach Kräften um Lösungen. Auch viele Einzelne setzen sich ehrenamtlich für die Flüchtlinge ein. Die rechtsextreme Szene aber lässt sich keine Gelegenheit entgehen, gegen die Flüchtlinge zu agitieren – immer häufiger in bedrohlichem Ausmaß. Was Politik und Zivilgesellschaft in dieser Situation leisten können und müssen, hat Jan Bielicki analysiert. Weiter...

Die Infografik zeigt die Zehn Industrieländer mit den meisten Asylgesuchen 2014. Mit rund 173 000 neuen Asylanträgen im Jahr 2014 war Deutschland an der Spitze der Zielländer für Flüchtlinge. Gemessen an der Einwohnerzahl lag Schweden jedoch ganz vorne. Dort kamen im Durschschnitt auf 1000 Bürger 8,4 Asylbewerber. In Deutschland waren es 2,5.

Jan Opielka

Deutsche Asylpolitik, europäischer Kontext

Deutschland gilt als eines der Hauptaufnahmeländer für Flüchtlinge, die in steigender Zahl in die EU kommen. Gemessen an der Bevölkerungszahl gehört es aber eher zum Mittelfeld. Während es innerhalb der EU keinen Verteilungsschlüssel für Flüchtlinge gibt, ist innerhalb der Bundesrepublik die Verteilung von Asylsuchenden klar geregelt. Hier wird vor allem über die Finanzierung gestritten. Weiter...

Flüchtlinge warten am 19.11.2015 in der Registrierungsstelle für Flüchtlinge in Berlin.

Wer erhält welches Asyl?

Vier Arten von Schutz gibt es in Deutschland für Menschen, die hier Asyl beantragen: Flüchtlingsschutz, Asylberechtigung, subsidiärer Schutz und Abschiebeverbot. Im vergangenen Jahr erhielten in Deutschland mehr als 140.000 Personen nach dem entsprechenden Verfahren einen Schutz-Status. Im diesem Jahr sind es schon jetzt mehr als 240.000 – und wesentlich mehr Menschen, denen subsidiärer Schutz gewährt wird. Weiter...

Teilnehmer der Demonstration "Nein zum Heim" demonstrieren am 22.11.2014 in Berlin-Marzahn gegen eine Flüchtlingsunterkunft.

Christoph Schulze und Jonas Frykman

"Ich habe nichts gegen Flüchtlinge, aber …" – Ein Faktencheck

Wenn irgendwo eine Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber eingerichtet werden soll, melden sich fast immer Anwohner mit Fragen, Sorgen und Ängsten. Gerne wird betont, dass man ja nichts gegen Flüchtlinge an sich habe, dass aber die Flüchtlingsunterkunft in der unmittelbaren Nachbarschaft eine unzumutbare Belastung sei. Beliebte Argumente der Unterkunftsgegner haben wir einem Faktencheck unterzogen. Weiter...

Torwart Deuton (l) und Trainer Hassan von Welcome United 03 posieren in der Umkleidekabine des Trainingsgeländes im Karl-Liebknecht-Stadion in Potsdam mit einem Trikot.

Michaela Maria Müller

Anstoß in der Kreisklasse

Integration kann ganz unbürokratisch sein. Eine naheliegende Idee, unkomplizierte Unterstützung und eine gehörige Portion Willkommenskultur können dazu beitragen, Flüchtlingen den Aufenthalt in der Fremde deutlich erträglicher zu machen. Wie das geht, zeigt Welcome United 03, ein Fußballteam des SV Babelsberg 03. Weiter...

Dieter Reiter, Oberbürgermeister von München, besucht mit dem Bündnis für Toleranz, Demokratie und Rechtsstaat die überfüllte Erstaufnahmeeinrichtung für Asylsuchende in der Bayernkaserne in der Heidemannstraße. Das Bild zeigt ihn umringt von Flüchtlingen.

Vier Stimmen zum Handlungsspielraum der Kommunen in der Flüchtlingspolitik

Für die Unterbringung und die Versorgung von Flüchtlingen sind in Deutschland die Kommunen zuständig – sie haben also einen großen Handlungsspielraum. Vier Akteure erzählen, was Flüchtlingspolitik auf kommunaler Ebene bedeutet und was sie leisten kann. Weiter...

Informationsveranstaltung zur Planung von zwei Außenstellen der Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber am 26.02.2015 in Frankfurt (Oder). Auf dem Bild zu sehen sind der Leiter der Zentralen Ausländerbehörde des Landes Brandenburg, Frank Nürnberger (l), der brandenburgische Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD, 3.v.l.) sowie Oberbürgermeister Martin Wilke (parteilos, 4.v.l.) und weitere Vertreter von Politik, Feuerwehr und Polizei.

Beate Selders, Kay Wendel

Meinung: Die Probleme waren schon vor den Flüchtlingen da

Zur Zeit machen wieder einmal Schlagzeilen von der "Überforderung durch Flüchtlinge" die Runde. Alle wollten "zu uns", wird da behauptet, wegen der Sozialhilfe. Nicht nur die Presse, auch Politikerinnen und Politiker, die es besser wissen müssten, fördern Ressentiments, um Asylrechtsverschärfungen und Grenzabschottung zu rechtfertigen. Dabei lag Deutschland, eines der reichsten Länder der EU, 2014 bei der Flüchtlingsaufnahme nur an siebter Stelle in der EU, wenn man die absoluten Flüchtlingszahlen ins Verhältnis zur Bevölkerung setzt. Kann man da von Überforderung sprechen? Weiter...

Wohncontainer stehen am 21.05.2014 auf dem Gelände der Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in Eisenhüttenstadt (Brandenburg).

Annette Zepp-Glinoga

Meinung: Kommunale Flüchtlingspolitik aus der Sicht des Bundes

Flüchtlings- und Asylpolitik ist in Deutschland eine gemeinsame Aufgabe von Bund, Ländern und Gemeinden. Während die Aufgaben klar verteilt sind, ist vor allem der Bund von Seiten der Kommunen in jüngster Vergangenheit zu mehr – finanziellem – Engagement aufgerufen worden. Der Bund hat aber gerade erst Extramittel bereitgestellt. Darüber hinaus sei eine Übernahme weiterer Kosten rechtlich bedenklich, meint Annette Zepp-Glinoga vom BMI. Weiter...

Dem Verfall preisgegebene Häuser in Demmin (Mecklenburg-Vorpommern), aufgenommen am 18.02.2015.

Bernd Stracke

Meinung: Probleme und Lösungswege in der kommunalen Flüchtlingspolitik

Wenn es um die Aufnahme von Flüchtlingen geht, sehen sich Verantwortliche auf kommunaler Ebene mit einer ganzen Reihe praktischer Probleme konfrontiert. Sie stehen erklärungsbedürftigen Bürgern auf der einen und hilfsbedürftigen Ankömmlingen auf der anderen Seite gegenüber, sie werden zerrieben zwischen den Ansprüchen und den Aktionen unterschiedlichster Akteure – und sind in den seltensten Fällen auf solche Situationen vorbereitet. Bernd Stracke von der "Aktion Zivilcourage" im sächsischen Pirna stellt Probleme und Lösungsansätze kleiner Kommunen vor. Weiter...

Betten als kurzfristige und provisorische Notunterkunft für ankommende Flüchtlinge stehen am 27.08.2014 in einer Sporthalle an der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen in Braunschweig. Die wachsende Flüchtlingszahl stellt immer mehr Kommunen vor Probleme. Insbesondere in den großen Städten und bevölkerungsreichen Landkreisen gibt es Schwierigkeiten bei der Unterbringung von Flüchtlingen.

Hıdır Çelik

Meinung: Flüchtlingsarbeit in den Kommunen – Eine Herausforderung für Politik und Gesellschaft

Welche Probleme gibt es bei der Aufnahme, Unterbringung und Integration von Geflüchteten und wie könnten Lösungswege aussehen? Hıdır Çelik von der Evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit (EMFA) in Bonn mit seiner Sicht auf die drängendsten Fragen, denen sich Flüchtlingspolitik stellen sollte. Weiter...

 

Dossier Rechtsextremismus

TwitterChat: Kommunale Flüchtlingspolitik

Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte, ratlose Bürgermeister, überforderte Kommunen? Bei unserem TwitterChat am 29. Juli konnten User per Hashtag #bpbChat mit Hıdır Çelik von der Evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit in Bonn über Kommunale Flüchtlingspolitik diskutieren. Lesen Sie nun die Dokumentation des Chats. Weiter... 

Infografiken

Zahlen zu Asyl in Deutschland

Wie viele Anträge auf Asyl werden in Deutschland gestellt? Wer sind die Antragsteller und woher stammen sie? Und wie viele Anträge sind erfolgreich? Wir stellen die wichtigsten Zahlen zum Thema Asyl und Flüchtlinge monatlich aktualisiert in einfachen Infografiken dar. Weiter... 

Dossier Migration: Kurzdossiers

Zuwanderung, Flucht und Asyl: Aktuelle Themen

Ein Kurzdossier legt komplexe Zusammenhänge aus den Bereichen Zuwanderung, Flucht und Asyl sowie Integration auf einfache und klare Art und Weise dar. Es bietet einen fundierten Einstieg in eine bestimmte Thematik, in dem es den Hintergrund näher beleuchtet und verschiedene Standpunkte wissenschaftlich und kritisch abwägt. Darüber hinaus enthält es Hinweise auf weiterführende Literatur und Internet-Verweise. Dies eröffnet die Möglichkeit, sich eingehender mit der Thematik zu befassen. Unsere Kurzdossiers erscheinen bis zu 6-mal jährlich. Weiter...