Rechtsextreme Demonstranten bei einem Neonazi-Aufmarsch in Berlin am 1. Mai 2010.

"Mein Kampf"

"Er ist und bleibt der ewige Parasit, ein Schmarotzer, der wie ein schädlicher Bazillus sich immer mehr ausbreitet, sowie nur ein günstiger Nährboden dazu einlädt. Die Wirkung seines Daseins aber gleicht ebenfalls der von Schmarotzern: wo er auftritt, stirbt das Wirtsvolk nach kürzerer oder längerer Zeit ab."
"Das Ende aber ist nicht nur das Ende der Freiheit der vom Juden unterdrückten Völker, sondern auch das Ende dieses Völkerparasiten selber."
Es sind Aussagen wie diese, mit denen Hitler schon in "Mein Kampf" einen Ausblick auf die rassistische Vernichtungspolitik der Nazis gibt. Und die "Mein Kampf" heute noch zu literarischem Sprengstoff machen. Ab dem 1.1.2016 kann "Mein Kampf" neu veröffentlicht werden, denn dann läuft der Urheberschutz aus, auf Grund dessen das Land Bayern die letzten 70 Jahre eine Neuauflage untersagen konnte. Heißt das, dass das Buch jetzt jedermann vertreiben und erwerben darf? Ist die Beschäftigung mit der Propagandaschrift der Nazis überhaupt sinnvoll? Oder gehört sie auf den Müllhaufen der Geschichte?
Soll "Mein Kampf" veröffentlicht werden? Verhindert die Beschäftigung mit der Hetzschrift Extremismus? Oder holt sie ein Denken zurück ins Bewusstsein, das besser vergessen werden sollte – auch, weil es vielleicht noch heute ansteckend sein könnte? (© 2015 Bundeszentrale für politische Bildung)

Ein Exemplar von "Das unlesbare Buch", das der Wochenzeitung "Zeitzeugen" beilag.

Toralf Staud

"Wir wollen den Zünder ausbauen"

Millionenfach wurde Adolf Hitlers "Mein Kampf" bis 1945 in Deutschland unters Volk gebracht. Seither war hierzulande jede Neuauflage untersagt. Nun veröffentlicht das Münchner Institut für Zeitgeschichte eine wissenschaftlich kommentierte Ausgabe – um die kritische Auseinandersetzung mit der Propagandaschrift zu fördern. Weiter...

Das vom Theaterkolletiv Rimini-Protokoll aufgeführte Stück: "Adolf Hitler: Mein Kampf, Band 1 & 2"

Interview mit Christian Bickenbach

Helfen Gesetze gegen "Mein Kampf"?

Ende 2015 läuft das Urheberrecht für Hitlers Buch "Mein Kampf" ab, auf dessen Grundlage eine Wiederveröffentlichung in Deutschland bislang verboten war. Zahlreiche Politiker haben bereits angekündigt, in Zukunft gegen eine – unkommentierte – Ausgabe vorzugehen. Aber geht das überhaupt? Und wenn ja, wie? Ein Interview mit Christian Bickenbach, Jura-Professor an der Universität Potsdam. Weiter...

Die Ausgaben von "Mein Kampf" in verschiedenen Sprachen.

Meinungen

Gemeinfrei: "Mein Kampf"

Ab dem 1. Januar 2016 darf "Mein Kampf" neu veröffentlicht werden. Dann läuft der Urheberschutz aus, auf Grund dessen das Land Bayern die letzten 70 Jahre eine Neuauflage des Buches untersagen konnte. Aber – soll es auch veröffentlicht werden? Die Meinungen darüber gehen auseinander. Weiter...

Mitglieder des sogenannten Memelländischen Ordnungsdiensts lesen "Mein Kampf" (1939)

Barbara Zehnpfennig

Hitlers "Mein Kampf" – ein unterschätztes Buch

Mit bemerkenswerter Offenheit hat Hitlers sowohl seinen Antisemitismus als auch seine Weltherrschaftspläne in "Mein Kampf" ausgebreitet. Das allerdings habe kaum jemand richtig ernst genommen, erklärt Barbara Zehnpfennig in ihrer Analyse von Hitlers Buch. Weiter...

Hitlers "Mein Kampf" – ein unterschätztes Buch

Mit bemerkenswerter Offenheit hat Hitler sowohl seinen Antisemitismus als auch seine Weltherrschaftspläne in "Mein Kampf" ausgebreitet. Das allerdings habe kaum jemand richtig ernst genommen, glaubt Barbara Zehnpfennig.

Beiträge aus der APuZ (43–45/2015)

Neil Gregor

"Mein Kampf" lesen, 70 Jahre später - Essay

Die zwei Mythen um "Mein Kampf" – als ungelesen und unlesbar – lassen sich mit wachsender zeitlicher Distanz nicht aufrechterhalten. Der Text ist durchzogen von Diskursen des 19. Jahrhunderts, die der zeitgenössische Leser verstehen konnte. Weiter...

Andreas Wirsching

Hitler, Mein Kampf. Eine kritische Edition des Instituts für Zeitgeschichte

"Mein Kampf" besitzt einen eminenten Quellenwert für die Geschichte des Nationalsozialismus. Die akribische wissenschaftliche Aufbereitung legt die Basis dafür, dass die Geschichte des nationalsozialistischen Unheils besser verständlich wird. Weiter...

Barbara Zehnpfennig

Ein Buch mit Geschichte, ein Buch der Geschichte: Hitlers "Mein Kampf"

"Mein Kampf" ist ein viel zitiertes, aber wenig gelesenes Buch. Dabei lohnt die Lektüre: Es eröffnet den Zugang zu Hitlers Weltanschauung und politischem Programm und verdeutlicht die Gefahren einfacher Lösungen für komplexe Probleme. Weiter...

Hermann Glaser

Zur Mentalitätsgeschichte des Nationalsozialismus – Ein Weg, um den Erfolg von "Mein Kampf" zu verstehen - Essay

Hitler war die Inkarnation des oft in seiner Abgründigkeit nicht erkannten Kleinbürgers; ein Spießer, der auf ein "verspießertes" Volk traf. Es bedarf eines mentalitätsgeschichtlichen Ansatzes, um die Wurzeln des Unheils zu erklären. Weiter...

Gideon Botsch, Christoph Kopke

NS-Propaganda im bundesdeutschen Rechtsextremismus

Bezugnahmen auf nationalsozialistische Propaganda bleiben, wenngleich allerorten zu finden, ambivalent für die extreme Rechte. "Mein Kampf" übt zwar eine gewisse Faszination aus, ist für rechtsextreme Propaganda aber nur bedingt geeignet. Weiter...

Thomas Sandkühler

NS-Propaganda und historisches Lernen

NS-Propaganda war Gegenstand des Geschichtsunterrichts, seit er sich der Geschichte des "Dritten Reiches" stellte. "Mein Kampf" sollte indes nicht nur moralisch verurteilt, sondern auch ideologiekritisch interpretiert werden. Weiter...

 
Das Buch "Mein Kampf" von Adolf HitlerAus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 43–45/2015)

Hitlers "Mein Kampf"

Ende 2015, 70 Jahre nach dem Todesjahr Hitlers, wird sein Propagandawerk "Mein Kampf" gemeinfrei. Schon heute ist der Volltext im Internet auffindbar; gedruckte Ausgaben finden sich legal in Antiquariaten. In der Öffentlichkeit wird seit Längerem darüber diskutiert, wie mit der antisemitischen Schrift umzugehen ist. Weiter... 

Dossier

Der Zweite Weltkrieg

Vor 70 Jahren endete mit der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht der Zweite Weltkrieg in Europa. Als nationalsozialistischer, rasseideologischer Vernichtungskrieg hatte er Millionen Menschen das Leben gekostet. Weiter... 

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