Rechtsextreme Demonstranten bei einem Neonazi-Aufmarsch in Berlin am 1. Mai 2010.

Wenn Neonazis Kinder kriegen...

Familienleben unter Rechtsextremen: Gibt es am rechten Rand Platz für Vielfalt und nonkonforme Lebensentwürfe? Je radikaler die Abschottung gegen die sie umgebende Gesellschaft, desto schwieriger wird es für die Kinder von Neonazieltern, das starre Korsett rechtsextremer Erziehung zu durchbrechen.

Die Erziehungswissenschaftlerin Heike Radvan über die Kontinuitäten und Brüche rechtsextremer Familienbilder. (© Bundeszentrale für politische Bildung)

Zeltlager und Jugendfreizeiten bot die "Heimattreue Deutsche Jugend" für die Neonazi-Kinder an, inklusive militärischem Drill und ideologischen Schulungen. Bis zu 400 Mitglieder hatte der Verein, der am 31. März 2009 mit sofortiger Wirkung verboten wurde.

Simone Rafael

Die nächste Generation Hass

Wie der Vater, so der Sohn, wie die Mutter, so das Kind – auf Kinder, die bei rechtsextremen Eltern groß werden, trifft das leider allzu häufig zu. Unabhängig davon, welche Erziehungsmethoden in rechtsextremen Haushalten ausgeübt werden, es herrscht ein Konsens, der den Ausstieg aus dem Hass so schwierig macht: Wenn sich das Kind gegen seine Eltern und ihre Ideologie stellt, wird es aus der Gemeinschaft ausgeschlossen. In der Keimzelle Familie werden so die Neonazis von morgen erzogen. Weiter...

Teilnehmer einer Neonazi-Kundgebung in Leipzig halten Transparente mit rechtsextremer Propaganda.

Johannes Radke

Rechtsextremismus ist kein Kinderspiel

In der Kita weigert sich ein Kind, neben einem Kind mit Migrationshintergrund zu sitzen. Seine Eltern beschimpfen andere Eltern wegen ihrer Herkunft. In manchen Kitas sind solche Situationen Alltag. Wann muss interveniert werden? Und wie kann eine solche Intervention aussehen, die immer auch das Wohl des Kindes im Fokus haben sollte? Die Expertin Eva Prausner von "ElternStärken" erklärt im Interview den Umgang mit Kindern von Rechtsextremen. Weiter...

Eine Demonstrantin bei einer Kundgebung der NPD am 1. Mai 2012 im schleswig-holsteinischen Neumünster.

Andreas Förster

Raus aus der völkischen Welt. Eine Mutter und ihre Kinder steigen aus

Mehr als die Hälfte ihres Lebens hat Tanja Privenau in der rechtsextremen Szene verbracht und eine „völkische Familie“ gegründet. 2005 aber stieg sie aus. Seither leben sie und ihre Kinder mit einer neuen Identität, immer in der Gefahr, von den ehemaligen Kameraden aufgespürt zu werden. Weiter...

Dossier Rechtsextremismus

Bildergalerie: Wenn Neonazis Kinder kriegen...

Nazistrampler, Lagerurlaub, Demos: Einblicke in den ideologiekonformen Teil des rechtsextremen Familienlebens. Weiter...